# taz.de -- UNO-Studie zum Fleischkonsum: Adieu, Bioschnitzel!
> Laut einer UNO-Studie ist der Fleischkonsum die Hauptursache für das
> Artensterben. Die Menschen sollen mehr Pflanzen essen, um die Natur zu
> retten.
IMG Bild: Die weltweite Fleischproduktion zerstört die Umwelt
Berlin taz/dpa | Das UN-Umweltprogramm Unep fordert die Menschheit dazu
auf, ihren Fleischkonsum zu minimieren und mehr pflanzliche Kost zu essen.
Nur so könne die weltweite Naturzerstörung aufgehalten werden, heißt es
[1][in einem Bericht des Umweltprogramms der UNO und der Londoner
Denkfabrik Chatham House.]
Der Fleischkonsum ist laut der Studie Hauptgrund für den Verlust an Arten
und Ökosystemen. „Die intensive Haltung von Milliarden von Tieren weltweit
fügt der Umwelt ernsthaften Schaden zu“, sagt [2][die bekannte
Primatenforscherin Jane Goodall.] Damit ist wohl auch der Konsum von
Biofleisch gemeint.
Natürliche Ökosysteme wurden dem Bericht zufolge in den vergangenen
Jahrzehnten zunehmend in Ackerland und Weidefläche umgewandelt – was zum
Verlust von natürlichen Lebensräumen von Tieren führe. „Die Landwirtschaft
gefährdet 24.000 der 28.000 Arten, die vom Aussterben bedroht sind“, heißt
es in der Studie.
Die immer intensivere Landwirtschaft mit ihren Pestiziden und Monokulturen
zerstöre nicht nur die Böden, sondern trage auch erheblich zur Klimakrise
bei: Rund 30 Prozent der von Menschen produzierten Treibhausgasemissionen
stammten aus der Landwirtschaft. Daher müsse die Landwirtschaft dringend
umweltfreundlicher werden. Daneben raten die Autor*innen dazu, mehr
Landflächen zu schützen und weniger Lebensmittel wegzuschmeißen.
## Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Pandemien
Wenn die Menschen nichts an ihren Essgewohnheiten änderten, werde sich der
Biodiversitätsverlust beschleunigen. Und bei weiterer Zerstörung der
Ökosysteme sei letztlich die Ernährung der Bevölkerung in Gefahr, warnen
die Autor*innen.
Weniger Nutztierhaltung würde darüber hinaus das Risiko von Pandemien
reduzieren, heißt es. „Zu einer Zeit, in der so ein großer Teil der Welt
weiterhin gegen die Covid-19-Pandemie ankämpft, war es noch nie so
offensichtlich, dass das Wohlbefinden von Menschen und Tieren, von wilden
und Nutztieren, verflochten ist“, sagt Philip Lymbery, Chef der
Organisation Compassion in World Farming.
5 Feb 2021
## LINKS
DIR [1] https://www.chathamhouse.org/sites/default/files/2021-02/2021-02-03-food-system-biodiversity-loss-benton-et-al_0.pdf
DIR [2] /Schimpansen-Refugium-in-Sierra-Leone/!5524607
## AUTOREN
DIR Rieke Wiemann
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