# taz.de -- Podcast „Lokalrunde“: Mieten und Extinction Rebellion
> In Folge 40 sprechen Erik und Katharina über den Berliner Immobilienmarkt
> und die Rebellion der Klimaschützer.
IMG Bild: Demonstrant*innen der Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion blockieren in Brisbane den Verkehr
Steigende Mieten, Privatisierung des Wohnungsmarktes, Gentrifizierung… Wer
kann sich in Berlin das Wohnen noch leisten? Berlin gehört inzwischen
weltweit zu den Städten deren Immobilienpreisanstiege in den vergangenen
Jahren enorm angestiegen sind. Private Wohnungsangebote unter 16 Euro pro
Quadratmeter gibt es kaum noch. „Die Mittelschicht kann sich in Berlin
keine Wohnung mehr leisten oder braucht viel Glück um eine zu finden“, sagt
[1][Erik Peter] (taz Berlin).
Erik stellt in der 40. Lokalrunde-Folge das Projekt „Mietenwatch“ vor
geleitet von Tilmann Milraß. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht eine
Übersicht über den aktuellen Berliner Mietmarkt zu erstellen und zu
überprüfen, ob es in Berlin noch bezahlbare Wohnungen gibt. Von April 2018
bis Oktober 2019 wurden alle freizugänglichen Wohnungsangebote untersucht.
Die Ergebnisse sind erschütternd und zeigen, dass [2][Berlin kurz davor
steht „eine Stadt der Reichen zu werden“], wie Erik es beschreibt.
Wie kann Berlin die steigenden Mieten verhindern? [3][Es gibt Gesetze wie
die Mietpreisbremse], die verhindern sollen, dass neu vermietet Wohnungen
mehr als zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Nach
Erik ist die Mietpreisbremse aber ein gescheitertes Gesetz. Laut den Daten
von Mietenwatch kostet ein Quadratmeter momentan 20,50 Euro. Nach dem
Mietendeckel dürften es jedoch nur neun Euro sein. Wenn die Mietpreisbremse
wirklich durchgesetzt wird, könnten sich Menschen mit einem
Durchschnittseinkommen auch wieder Wohnungen im Stadtzentrum leisten.
## Extinction Rebellion
[4][Extinction Rebellion] (XR) ist eine Umweltschutzbewegung aus London
über die kontrovers diskutiert wird. Die „Rebellion gegen das Aussterben“
fordert die sofortige Ausrufung des Klimanotstandes. Die
Teilnehmer*innen von Extinction Rebellion orientieren sich an drei
Prinzipien: Gemeinsam kämpfen sie für eine Welt, die für nachfolgende
Generationen lebenswert ist. Sie stellen sich selbst und das System offen
in Frage und lehnen jegliche Gewalt ab.
Öffentlich sagt XR, dass sie keiner politischen Seite angehören und offen
für jeden sind. Jedoch ist die Organisationsform der XR vielen linken
Gruppen suspekt, weil diese oft mit der Polizei kooperieren.Durch
gewaltfreie Aktionen des zivilen Ungehorsams will XR ein sofortiges und
aktives Handeln der Regierung und Politiker*innen damit die
Treibhausgasemissionen bis 2025 auf Netto null kommen. Regelmäßig
organisieren Anhänger*innen Blockaden, Straßensperrungen und friedliche
Massenproteste.
„Sie mobilisieren viele Leute und es ist gut, dass Klimaschutz nicht nur
ein linkes Thema ist, sondern auch konservative Leute sich dafür
interessieren“, sagt [5][Katharina Schipkowski]. Jedoch befeuern XR einen
Angstdiskurs, ob und wie nachhaltig das ist, diskutieren Katharina und Erik
in der zweiten Podcasthälfte.
17 May 2021
## LINKS
DIR [1] /Erik-Peter/!a296/
DIR [2] /Mietenwatch-Studie/!5628447
DIR [3] /Steigende-Mieten-im-Berliner-Umland/!5735361
DIR [4] /Extinction-Rebellion/!t5602581
DIR [5] /Katharina-Schipkowski/!a21864/
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