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       # taz.de -- Mehr Katastrophen durch den Klimawandel: Viele Tote durch die Klimakrise
       
       > Die Zahl klimabedingter Naturkatastrophen steigt – aber die gefährdetsten
       > Länder bekommen viel zu wenig Hilfe, um die Menschen zu schützen.
       
   IMG Bild: Rotes Kreuz: Vier von fünf Naturkatastrophen gehen auf die Folgen der Klimakrise zurück
       
       Genf epd | Mehr als 410.000 Menschen sind laut dem Roten Kreuz im
       vergangenen Jahrzehnt bei [1][klimabedingten Naturkatastrophen] ums Leben
       gekommen. Überschwemmungen, Erdrutsche, Stürme und Hitzewellen hätten
       insgesamt rund 1,7 Milliarden Menschen in Mitleidenschaft gezogen, erklärte
       die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften
       am Dienstag in Genf.
       
       Die vielen Opfer hätten etwa ihr Hab und Gut verloren, seien erwerbslos
       geworden oder hätten flüchten müssen, heißt es im Weltkatastrophenbericht
       des Roten Kreuzes. Die Weltgemeinschaft müsse die Menschen, die am
       stärksten dem Klimawandel ausgesetzt sind, besser schützen, verlangte
       Generalsekretär Jagan Chapagain. Seit den 1990er Jahren sei die Zahl der
       Naturkatastrophen, die auf die Erderwärmung zurückzuführen sind, stark
       angestiegen.
       
       Ein Teil der Billionen Euros, die Regierungen in der Corona-Krise zur
       Stützung der Volkswirtschaften ausgeben, müssten auch in den Kampf gegen
       den Klimawandel fließen, hieß es weiter. Laut [2][Rotem Kreuz] könnte schon
       mit 50 Milliarden Dollar (mehr als 42 Milliarden Euro) den Menschen in rund
       50 Entwicklungsländern geholfen werden. Mit dem Geld könnten die Staaten
       die Anpassungsmaßnahmen gegen den Klimawandel für das kommende Jahrzehnt
       finanzieren. So könnten Frühwarnsysteme, Verstärkungen der Küsten, Deiche
       und robustere Gebäude errichtet werden.
       
       Das Rote Kreuz definiert eine Naturkatastrophe als ein nicht von Menschen
       verursachtes Unglück, bei dem mindestens zehn Menschen ums Leben kommen und
       von dem mindestens 100 weitere betroffen sind. Die Föderation der Rotkreuz-
       und Rothalbmondgesellschaften mit Sitz in Genf umfasst 192 nationale
       Mitglieder, in denen fast 14 Millionen Freiwillige mitarbeiten.
       
       17 Nov 2020
       
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