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       # taz.de -- Neuer Sammelband über Klassismus: Hinschauen für Gerechtigkeit
       
       > Klassismus wird als Diskriminierungsform oft ignoriert. Dabei sind immer
       > mehr Menschen betroffen. Ein neues Buch zeigt, was sich konkret machen
       > lässt.
       
   IMG Bild: Armut heißt immer auch Abhängigkeit: Menschen warten in Madrid vor einer Lebensmittelausgabe
       
       Der Unrast Verlag publiziert seit jeher kritische und aktivistische Bücher.
       Im Oktober 2020 erschien dort der Sammelband „Solidarisch gegen
       Klassismus“. [1][Klassismus ist ein wichtiges], aber oft ignoriertes Thema.
       Es ist auffällig, dass das Textverarbeitungsprogramm „Open Office“ den
       Begriff rot anstreicht.
       
       Wie akut die Thematik ist, wird deutlich mit Blick auf die Corona-Krise,
       die manche härter trifft als andere. Es überrascht wenig, dass besonders
       sozioökonomisch benachteiligte Menschen, etwa mit Erkrankungen und prekären
       Arbeitsverhältnissen betroffen sind.
       
       Was der aktuelle Lockdown light sozioökonomisch noch für mittel- und
       langfristige Folgen hat, weiß niemand, aber die Folgen des ersten Lockdowns
       lassen nichts Gutes erahnen. Im Buch geht es dann auch konkret um die
       Arbeit von Initiativen wie etwa [2][die Basisgruppe „Basta“], die Menschen
       mehrsprachig zu Hartz IV Fragen berät und Begleitungen zu Behördengängen
       anbietet, auch in Berlin-Neukölln (Weisestr. 53, Di. 18-20 Uhr),
       Lichtenberg (Magdalenenstr. 19, 1. & 3. Do. 18-20 Uhr) und im Wedding
       (Schererstr. 8, Di. 14-17 Uhr).
       
       ## Missstände erkennen
       
       Weitere Beiträge drehen sich um die Frage, wie Mensch solidarisch und
       antiklassistisch agieren kann, und es werden Strategien aufgezeigt, um
       bestehende Missstände zu erkennen, zu benennen und ihnen entgegen zu
       wirken.
       
       Der Band bewegt sich in weiten Teilen in einem recht theoretischen und
       akademischen Diskurs. Er spricht daher vermutlich nicht die Sprache vieler
       Betroffener, aber appelliert an den Menschenverstand derer, die gewillt
       sind, etwas zu verändern und an einer besseren Gesellschaft mitzuwirken.
       
       Wo kein:e Kläger:in, da kein:e Richter:in, sagt man meistens dann, wenn man
       etwas vertuschen will. Beim [3][Klassismus-Diskurs] lohnt es sich aber, den
       Satz umzudrehen: Es gibt erst eine Chance auf Gerechtigkeit, wenn
       hingeschaut und angeklagt wird.
       
       5 Nov 2020
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] /Arbeiterkind-mit-Arbeiterkinder-Budget/!5715845
   DIR [2] http://basta.blogsport.eu/
   DIR [3] /Gender-Professorin-ueber-Ibrahimovic/!5514850
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Desiree Fischbach
       
       ## TAGS
       
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