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       # taz.de -- Polizeieinsatz in Krefeld: Zehn Schläge gegen den Kopf
       
       > Eine Festnahme in Krefeld eskaliert. Ein Video des Polizeieinsatzes sorgt
       > für Empörung im Internet.
       
   IMG Bild: Eine Polizeiwache in NRW, in Krefeld gibt es nach einem Polizeieinsatz nun Diskussionen
       
       KREFELD/BERLIN taz | Wieder gibt es [1][Diskussionen um einen
       Polizeinsatz], diesmal in Krefeld (NRW). Ein Video, das am Wochenende in
       sozialen Medien geteilt wurde, zeigt PolizistInnen, die einen Mann
       festnehmen – der sich dagegen zunächst wehrt. Darauf halten ihn mehrere
       Beamte fest, eine Polizistin schlägt ihm zehn Mal gegen den Kopf.
       
       Eine Augenzeugin, die den Einsatz filmte, rief der Polizei zu: „Übertreibt
       doch nicht so.“ Auch im Internet wurde das Video des Einsatzes von
       NutzerInnen als Polizeigewalt heftig kritisiert. Der Verein liberaler
       PolizistInnen PolizeiGrün kommentierte: „Wir halten dieses Vorgehen für
       vollkommen unprofessionell und eine unverhältnismäßige Anwendung des
       unmittelbaren Zwangs. Es erinnert an eine Kneipenschlägerei.“
       
       ## „Unmittelbarer Zwang“ zur eigenen Sicherheit?
       
       [2][Laut Krefelder Polizei] geschah der Einsatz am Samstagsvormittag,
       ausgerückt sei man wegen eines Brandes in einer Erdgeschosswohnung. Dort
       habe man eine 28-jährige Frau und einen 47-jährigen Mann angetroffen.
       Letzter habe sich jedoch geweigert, die verrauchte Wohnung zu verlassen.
       „Angesichts seines Widerstands musste unmittelbarer Zwang angewendet
       werden, um ihn in Sicherheit zu bringen“, teilte die Polizei mit. Der Mann
       und die Frau seien dann wegen versuchter schwerer Brandstiftung vorläufig
       festgenommen worden.
       
       Nach dem aufgetauchten Video des Einsatzes rechtfertigte sich die Behörde,
       dieses stelle nur „einen Ausschnitt aus einer dynamischen Entwicklung“ dar.
       „Der Sachverhalt wird unter allen Aspekten polizeilich und
       staatsanwaltschaftlich geprüft.“
       
       Bereits zuletzt hatten rabiate Polizeieinsätze in [3][Düsseldorf, Hamburg
       oder Frankfurt/Main], die auf Video-Ausschnitten im Internet geteilt
       wurden, für breite Empörung gesorgt. Polizeigewerkschaften erwiderten, dass
       die Videos nicht die Vorläufe der Einsätze zeigten. Im Internet werde zu
       schnell „Hysterie“ verbreitet.
       
       11 Oct 2020
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] /Videos-von-Polizeigewalt/!5711528
   DIR [2] https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/50667/4730321
   DIR [3] /Polizeigewalt-in-Deutschland/!5703346
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Konrad Litschko
       
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