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       # taz.de -- Klimarevolution beginnt in der Schule: We don't need THIS education
       
       > Schule prägt wie keine andere Institution die Identität einer ganzen
       > Generation. Doch Politiker:innen überbieten sich in konservativer
       > Ideenlosigkeit.
       
   IMG Bild: Klassenraum in einem Gymnasium in Hannover: Wie werden wir uns an unserer Schulzeit erinnern?
       
       „Irgendwann wirst du dich nach deiner Schulzeit sehnen“, das kriegen wir
       oft gesagt – zusammen mit der Empfehlung [1][statt für unsere Zukunft
       freitags zu schwänzen], lieber die Schulzeit zu „genießen“.
       
       Und ja, vielleicht werden wir uns irgendwann an diese Zeit zurücksehnen,
       aber bestimmt nicht weil es so interessant war, stundenlang einer Lehrkraft
       bei der Erklärung mathematischer Graphen zuzuhören. Vielmehr werden wir uns
       erinnern, wie viel Zeit wir „damals“ noch hatten. Zeit, um die Kurve der
       Klimakrise in die -katastrophe noch abzuwenden.
       
       Unser derzeitiges Schulsystem versteht sich primär als Produzent von
       hochqualifizierten Arbeitskräften für die Wirtschaft. Einzelne Lehrer*innen
       können noch so viel bewegen, der Schulalltag dreht sich dennoch um
       Konkurrenz und quantifizierbare Lernleistungen – um Noten und Punkte.
       
       [2][Dabei können diese gar nicht objektiv verglichen werden]. Die
       Leistungsmessung in Form von Massen an Klausuren und Präsentationen, wie
       sie alle halbe Jahr auf Schüler*innen zukommen, beruht auf einer
       rückständigen Idee von Belohnung und Strafe.
       
       ## Zukunft, gefährdert von übermäßiger Vorsicht
       
       Dazu kommt der Anspruch der Stoffreproduktion zum richtigen Zeitpunkt,
       welcher zur Folge hat, dass Schüler*innen nur noch für bestimmte Examen
       lernen und den Inhalten gegenüber eine immense Gleichgültigkeit entwickeln.
       So können sie das Verständnis komplexer Zusammenhänge, eigenständiges,
       kritisches Denken und Handeln nicht entfalten. Dabei ist es genau das,
       worauf es beim Kampf gegen die Klimakrise in Zukunft ankommen wird.
       
       Während vorherige Generationen für eine schöne, sichere Zukunft für sich
       und die Folgegenerationen arbeiteten, sind wir die erste, für die eine
       Zukunft rein klimatechnisch nur schlechter werden kann.
       
       Die Schule prägt, wie keine andere Institution, die Identität einer
       Generation. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, mutig voran zu schreiten,
       bereits vorhandene Ansätze für ein zeitgemäßes Bildungssystem umzusetzen
       und hier der Klimakrise aktiv entgegenzuwirken.
       
       Parteien, Politiker*innen und Entscheidungsträger*innen überbieten sich
       derzeit mit übermäßiger Vorsicht und konservativer Ideenlosigkeit, was
       unsere Zukunft fundamental gefährdet. Deshalb setzen wir auf interessierte,
       kritisch denkende und engagierte junge Menschen.
       
       Die Klimakrise ist eine Jahrtausendkrise. Sie ist zu heftig, zu groß und zu
       dringlich, als dass Gleichgültigkeit, Bürokratie und alte Lehr- und
       Lernformen die Zukunft ganzer Generationen bestimmen dürfen. Wir brauchen
       Klimarevolutionen in der Schule – jetzt!
       
       27 Sep 2020
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] /Neues-taz-Projekt-Klimaland-startet/!vn5855469
   DIR [2] https://www.bpb.de/gesellschaft/bildung/zukunft-bildung/213307/schulnoten
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Kira Geadah
   DIR Linus Steinmetz
       
       ## TAGS
       
   DIR Bildungssystem
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