# taz.de -- Bremen berät Lockerungs-Details: Öffnung in Raten
> Die Länder müssen Auflagen beschließen, unter denen die Geschäfte wieder
> öffnen dürfen. Bremer Senat muss zudem Ausweitung der Kinderbetreuung
> klären.
IMG Bild: Noch ist die Bremer City leer, ab Montag soll das anders sein
BREMEN taz | Am Freitag will der Senat vorstellen, wie [1][die mit der
Bundesregierung verabredeten Lockerungen] des Shutdowns in Bremen umgesetzt
werden. Möglich ist eine Wiederöffnung von Geschäften am Montag, sofern die
Ladenfläche kleiner als 800 Quadratmeter ist – die Flächenbeschränkung gilt
nicht für Kfz-, Fahrrad- und Buchhändler.
Aber: Alle müssen „Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur
Vermeidung von Warteschlangen“ erfüllen, wie es im am Mittwoch
veröffentlichten Beschluss der Bundesregierung heißt. Das gilt auch für
Bibliotheken und Archive, die ebenfalls wieder öffnen dürfen. Diese
Auflagen muss Bremen jetzt ausarbeiten.
Nach Angaben der City-Initiative, einem Zusammenschluss von Bremer
Geschäften, gibt es in der Innenstadt viele Läden, deren Verkaufsflächen
klein genug sind. Offen ist, ob Größere ihre Flächen verkleinern dürfen.
Der Senat muss zudem entscheiden, wie die beschlossene [2][Ausweitung der
Notbetreuung von Kindern] umgesetzt wird. Im Gespräch sei, auch Kinder von
Eltern aufzunehmen, bei denen nur ein Elternteil in einem „systemrelevanten
Beruf“ arbeitet, sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD)
Mittwochabend. In Bremen dürfen bisher nur Angehörige definierter
Berufsgruppen die Kinderbetreuung nutzen und nur, wenn beide Eltern in
diesen Berufen arbeiten oder jemand alleinerziehend ist.
## „Härtefälle“ werden aufgenommen
Seit zwei Wochen werden auch Kinder als „Härtefälle“ aufgenommen, etwa
aufgrund schwieriger Familienverhältnisse. Seitdem sei die Zahl der
betreuten Kinder etwas gestiegen, sagte Wolfgang Bahlmann, Geschäftsführer
des städtischen Trägers Kita Bremen. So seien am Donnerstag 300 von 9.000
Kindern zur Betreuung gebracht worden.
„Bei den allermeisten arbeiten die Eltern in systemrelevanten Berufen.“
Beim zweitgrößten Träger, dem Landesverband evangelischer
Kindertagesbetreuung, sind es nach Angaben des Geschäftsführers fünf
Prozent Auslastung.
Bürgermeister Bovenschulte sagte, die Ausweitung der Notbetreuung dürfe
nicht dazu führen, dass sich ein Normalbetrieb einschleiche. Allerdings
zeigt der Vergleich mit Hamburg, dass Eltern mitdenken können. Der dortige
Senat hatte auf Berufe-Listen verzichtet. Nach Angaben der Hamburger
Sozialbehörde nehmen täglich [3][drei bis fünf Prozent der Eltern die
Notbetreuung in Anspruch].
16 Apr 2020
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## AUTOREN
DIR Eiken Bruhn
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