URI:
       # taz.de -- Kurdengebiete in Syrien: Kurden schlagen IS-Meuterei nieder
       
       > In einem Gefängnis in Nordsyrien ist es zu einem Aufstand von
       > IS-Extremisten gekommen. Kurdische Kräfte haben die Unruhen beendet.
       
   IMG Bild: Verdächtigt als IS-Kämpfer: Blick in eine Gefängniszelle im nordsyrischen Hasaka im Februar 2020
       
       Beirut ap | Kurdische Streitkräfte haben eine Gefängnisrevolte von
       Angehörigen der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) in einem Gefängnis in
       [1][Nordsyrien] niedergeschlagen. Keinem Häftling sei es gelungen, aus dem
       Gefängnis in Hasaka zu fliehen, erklärte Maslum Abdi von den Syrischen
       Demokratischen Kräften (SDF), in denen Kurden eine dominierende Rolle
       spielen. „Es ist uns gelungen, eine Katastrophe zu vermeiden“, twitterte
       er. Ob es Tote und Verletzte gegeben hat, sagte er nicht.
       
       Der Gefängnisaufstand in Hasaka begann am Sonntagabend, als inhaftierte
       IS-Anhänger Türen einschlugen und Löcher in die Wände zwischen den Zellen
       brachen. Am Montagmorgen wurde er zunächst unterdrückt, brach am Nachmittag
       aber wieder aus.
       
       Schüsse seien zu hören gewesen und Verletzte seien vom Gefängnis in nahe
       gelegene Krankenhäuser in der Stadt Hasaka gebracht worden, berichteten
       Aktivisten am Montag vor Ort. US-geführte Kräfte setzten Leuchtbomben für
       die kurdischen Einheiten am Boden ein; Drohnen seien über dem Gefängnis zu
       sehen gewesen.
       
       Die SDF unter Führung von Kurdenmilizen hatten mit Unterstützung der USA
       den [2][IS aus Teilen Syriens vertrieben]. Im Nordosten des Landes
       verwalten die kurdischen Behörden mehr als zwei Dutzend Haftanstalten mit
       etwa 10.000 IS-Kämpfern, fast 2.000 von ihnen sind Ausländer, gut 800
       Europäer. Das von dem Häftlingsaufstand betroffene Gefängnis soll
       ausländische IS-Mitglieder in Gewahrsam haben. Woher sie stammen, ist
       unklar.
       
       Die Kurden haben andere Staaten aufgefordert, Staatsbürger wieder
       aufzunehmen, die sich im Nahen Osten dem IS angeschlossen hatten und in
       kurdische Gefangenschaft geraten sind. Abdi rief die Herkunftsländer
       ausländischer IS-Kämpfer am Montag auf, eine Lösung zu finden. Dies sei ein
       internationales Problem, das schleunigst gelöst werden müsse.
       
       31 Mar 2020
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] /Folgen-von-US-Abzug/!5628604
   DIR [2] /US-Verbuendete-verkuenden-Sieg/!5582640
       
       ## TAGS
       
   DIR Schwerpunkt Syrische Demokratische Kräfte (SDF)
   DIR Schwerpunkt Syrien
   DIR Kurden
   DIR „Islamischer Staat“ (IS)
   DIR Türkei
   DIR Kurden
   DIR Kurden
   DIR Schwerpunkt Syrien
   DIR Kolumne Orient Express
   DIR Schwerpunkt Syrien
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
   DIR Nato und die Türkei: Die Völkerrechtsverstöße beenden
       
       Im Schatten des Krieges gegen die Ukraine greift die Türkei Kurden an, ohne
       selbst bedroht zu sein. Der Nato-Staat verhält sich völkerrechtswidrig.
       
   DIR Raketenangriff im Nordirak: Erdoğans Eigentor
       
       Der türkische Luftangriff auf einen Ferienort im nordirakischen
       Kurdengebiet kommt Erdoğan teuer zu stehen. Seine Truppen müssen abziehen.
       
   DIR Türkischer Krieg gegen die Kurden: Vernachlässigt und ignoriert
       
       Während die Welt auf den Krieg in der Ukraine blickt, wird der
       Angriffskrieg der Türkei gegen Kurd*innen ignoriert.
       
   DIR Handlungsoptionen für Syrien: Es geht um Menschenleben
       
       Man darf sich nicht von Antipathie gegen Erdoğan leiten lassen. Er führt in
       Idlib den Abwehrkampf gegen Assad.
       
   DIR Kurd*innen im Nahen Osten: Ohne Staat
       
       Würde ein kurdischer Staat zur Destabilisierung beitragen? Quatsch. Die
       Region kann nur mit den Kurden stabiler werden.
       
   DIR Russland und China blockieren UN-Hilfe: Keine Hilfslieferung für Syrien
       
       Beide Länder haben im UN-Sicherheitsrat ihr Veto gegen eine Resolution für
       weitere Hilfsleistungen eingelegt. Auch ein Gegenentwurf kam nicht durch.