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       # taz.de -- +++ Corona News vom Donnerstag +++: Ein Ende ist nicht absehbar
       
       > Spahn hält Einschnitte in Freiheitsrechte für wichtig. Weltweit 25
       > Millionen Arbeitsplätz bedroht. Ist das Virus in Italien schon 2019
       > ausgebrochen?
       
   IMG Bild: Keine Ansteckungsgefahr: Cupcakes mit Atemschutzmasken in Bangkok, Thailand
       
       17.05 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson verspricht 210
       Millionen Pfund (231 Millionen Euro), um die internationale Suche nach
       einem Impfstoff gegen das Coronavirus zu unterstützen. Er rufe die
       Regierungen der zwanzig führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) und
       aller Staaten weltweit auf, dabei zu helfen, das Virus zu besiegen, erklärt
       Johnson.
       
       16.50 Uhr: Durch die Coronavirus-Pandemie dürften nach Einschätzung der
       Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) weltweit deutlich mehr als die
       zunächst geschätzten 25 Millionen Jobs zerstört werden. Sangheon Lee,
       Direktor der Abteilung Beschäftigungspolitik der ILO in Genf, sagt der
       Nachrichtenagentur Reuters, die Zahlen über Arbeitslosigkeit, Entlassungen
       und Arbeitslosengeld seien weitaus höher als zuerst erwartet. Die ILO wird
       voraussichtlich kommende Woche ihre neue Prognose veröffentlichen.
       
       16.39 Uhr: Belgien hat nach Einschätzung des Gesundheitsministeriums den
       Höhepunkt der Epidemie noch vor sich. Dieser könne Anfang April liegen.
       Viel hänge davon ab, wie strikt die Menschen den Anweisungen folgen und
       Kontakte vermeiden. Am Freitag will die Regierung beraten, ob die
       Beschränkungen des öffentlichen Lebens über den 5. April hinaus verlängert
       werden sollen. Am Mittwoch stieg die Zahl der Infektionsfälle um 1298 auf
       6235 – das ist der steilste Anstieg an einem Tag seit Beginn der Epidemie.
       Bislang starben 220 Menschen an der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit
       Covid-19.
       
       16.39 Uhr: Belgien hat nach Einschätzung des Gesundheitsministeriums den
       Höhepunkt der Epidemie noch vor sich. Dieser könne Anfang April liegen.
       Viel hänge davon ab, wie strikt die Menschen den Anweisungen folgen und
       Kontakte vermeiden. Am Freitag will die Regierung beraten, ob die
       Beschränkungen des öffentlichen Lebens über den 5. April hinaus verlängert
       werden sollen. Am Mittwoch stieg die Zahl der Infektionsfälle um 1.298 auf
       6.235 – das ist der steilste Anstieg an einem Tag seit Beginn der Epidemie.
       Bislang starben 220 Menschen an der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit
       Covid-19.
       
       16.30 Uhr: China steckt umgerechnet rund 344 Milliarden Dollar in den Kampf
       gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Es handele sich überwiegend um
       finanzpolitische Maßnahmen, erklärt das Außenministerium in Peking. 141
       Milliarden Dollar seien bereits in Form von Steuererleichterungen und
       Liquiditätshilfen aufgewendet worden.
       
       16.23 Uhr: Die US-Regierung will New York mit Gesichtsmasken, Handschuhen
       und Beatmungsgeräten versorgen zur Bekämpfung des Coronavirus. Man wolle
       alles, was man könne, in die Stadt schicken, sagt der Handelsberater des
       Präsidialamts, Peter Navarro. [1][In New York steigt die Zahl der
       Corona-Infizierten besonders schnell]. „Wir machen alles, um die
       Ausbreitung so schnell wie möglich zu stoppen. Wir wissen, dass New York
       nicht nur ein Hotspot ist, sondern dass die Krankenhäuser dort jetzt schon
       überlastet sind. Wir tun alles, um zu helfen“, sagt Navarro.
       
       16.21 Uhr: In Italien untersuchen Wissenschaftler, ob das Coronavirus
       möglicherweise schon früher ausgebrochen ist. Im dritten Quartal 2019 habe
       es eine signifikant höhere Zahl von Grippeerkrankungen und
       Lungenentzündungen in der Lombardei gegeben, sagt der Epidemiologe Adriano
       Decarli an der Universität Mailand. Er spricht von Hunderten Fällen mehr
       als üblicherweise, teilweise seien Patienten gestorben. Besonders die
       Umgebung von Mailand und Lodi sei betroffen gewesen. [2][Die Lombardei im
       Norden Italiens leidet am stärksten unter der Epidemie]. Bislang gilt der
       21. Februar 2020 als der Tag, an dem erstmals eine Infektion mit dem
       Coronavirus nachgewiesen wurde.
       
       15.45 Uhr: Wer in Großbritannien eine Coronavirus-Erkrankung vorgibt und
       mit Absicht Polizisten, Rettungskräfte oder Einzelhandelsbeschäftigte
       anhustet oder anspuckt, riskiert eine Gefängnisstrafe von bis zu zwei
       Jahren. Darauf weist Generalstaatsanwalt Max Hill hin. „Nothelfer sind
       derzeit wichtiger als je zuvor“, sagt er. Hill zeigt sich entsetzt über
       Berichte in den vergangenen Tagen, wonach Polizisten bewusst angehustet
       worden seien von Personen, die eine Covid-19-Erkrankung vorgaben. Dabei
       handele es sich um Körperverletzung. „Das ist eine Straftat“, unterstreicht
       Hill.
       
       15.25 Uhr: Eine Exit-Strategie kann nach Ansicht von Bundesinnenminister
       Horst Seehofer erst dann angegangen werden, „wenn man dieses schnelle und
       aggressive Verbreiten des Virus im Griff hat“. Das erklärt der CSU-Politier
       [3][via Twitter].
       
       15.10 Uhr: Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz lehnt gemeinsame
       Staatsanleihen von Euro-Ländern – sogenannte Euro-Bonds – ab. „Eine
       generelle Vergemeinschaftung von Schulden, das lehnen wir ab“, sagt Kurz
       vor Beginn des EU-Gipfels per Video-Schalte. Dies sei ein altes System, das
       sich schon in der Vergangenheit nicht durchgesetzt habe und auch jetzt
       nicht zielführend wäre. „Ich halte es für wichtig, dass schnell in Europa
       all jenen geholfen wird, die Unterstützung brauchen. Dafür gibt es sehr
       gute Instrumente wie den ESM und Hilfskredite.“
       
       14.55 Uhr: Chinas Präsident Xi Jinping macht sich für eine Internationale
       Zusammenarbeit im Kampf gegen die Corona-Krise stark. Wichtig sei es, die
       globalen Lieferketten in der Industrie aufrecht zu erhalten, erklärt Xi
       Staatsmedien zufolge bei einer Videokonferenz der 20 führenden Industrie-
       und Schwellenländer (G20). Er fordert die G20-Partner auf Handelsbarrieren
       abzubauen. Die Volksrepublik werde die Importe erhöhen und die
       Investitionen im Ausland hochfahren.
       
       14.46 Uhr: Die Stadt Jena bittet die Bundeswehr im Hilfe. Dabei gehe es um
       die Bereitstellung von Zelten, die etwa zur Unterbringung von
       Leichterkrankten in Kliniknähe genutzt werden könnten, sagt Stadtsprecher
       Kristian Philler dem Sender MDR Thüringen. Es gehe ausschließlich um
       materielle Hilfe und nicht um Personal.
       
       14.43 Uhr: Von der Corona-Krise geschädigte US-Bürger können nach Worten
       vom republikanischen Finanzminister Steven Mnuchin rasche finanzielle
       Unterstützung erwarten. Die Gelder dürften binnen drei Wochen fließen,
       sobald das riesige Hilfspaket Gesetz geworden sei, sagt Mnuchin dem Sender
       CNBC.
       
       14.38 Uhr: In Australien wollen sich Tausende Beschäftigte des
       Gesundheitswesen an einer Studie mit einem Tuberkulose- Impfstoff zur
       Bekämpfung des Coronavirus beteiligen. Dabei soll herausgefunden werden, ob
       der Impfstoff BCG auch das Coronavirus abwehren kann. Ergebnisse des Tests
       seien in rund sechs Monaten zu erwarten, teilte das pädiatrisches
       Forschungsinstitut MCRI in Melbourne mit.
       
       14.30 Uhr: Die Schweiz [4][überprüft die Versammlungsbeschränkungen anhand
       der Mobiltelefondaten] des staatlichen Telekomkonzerns Swisscom. Die
       ausgewerteten Informationen seine einen Tag alt und stammten nicht aus
       privaten Umgebungen wie etwa Wohnungen, erklärt Daniel Koch vom Bundesamt
       für Gesundheit.
       
       14.25 Uhr: Die tschechische Zentralbank hat zur Eindämmung der
       wirtschaftlichen Folgen der Virus-Krise ihre Schlüsselzinsen unerwartet
       deutlich gesenkt. Der Leitzins zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld
       sei um 0,75 Prozentpunkte auf 1,00 Prozent herabgesetzt worden, teilen die
       Währungshüter in Prag mit.
       
       14.21 Uhr: Die Junge Union (JU) empfiehlt die Verschiebung der Sommerferien
       in einigen Bundesländern. Ebenso müssten Einschreibefristen für
       Studiengänge im Wintersemester auf einen späteren Zeitpunkt verlegt werden,
       sagt JU-Chef Tilman Kuban dem Focus.
       
       14.14 Uhr: Viele Afrikaner flüchten vor dem Coronavirus-Ausbruch aus den
       Städten auf das Land und lösen damit Befürchtungen aus, das Virus könnte
       sich dadurch noch stärker verbreiten. Solche Entwicklungen sind in Kenias
       Hauptstadt Nairobi aber auch in anderen afrikanischen Großstädten von
       Kampala bis Johannesburg und Rabat zu sehen. Vielen Behörden bereitet dies
       Sorgen, weil sich in der Vergangenheit Krankheiten wie Ebola auf ähnlichem
       Wege verbreiteten.
       
       14.06 Uhr: Die Nachfrage nach Hilfsdarlehen der staatlichen Förderbank KfW
       ist nach wie vor riesig. Allein bei den Sparkassen seien bis zum
       Donnerstagmittag rund 200.000 Anfragen von Unternehmen und Selbstständigen
       eingegangen, erklärt der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV). Bei
       der KfW lagen Stand Mittwochabend 195 Anfragen für Corona-Sonderkredite im
       Volumen von insgesamt 4,8 Milliarden Euro vor.
       
       14.03 Uhr: Die chinesischen Fluggesellschaften müssen ihre internationalen
       Routen auf nur noch einen Flug pro Land und Woche reduzieren, teilt Chinas
       Luftfahrtaufsicht mit. Ausländische Airlines werden ebenfalls aufgefordert,
       die Anzahl der Flüge nach China zu beschränken. Die Vorgaben sollen ab
       Sonntag gelten.
       
       13.55 Uhr: Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, CDU, beklagt
       Personalengpässe in der Lebensmittelversorgung. Die Reisebeschränkungen für
       ausländische Saisonarbeitskräfte mache sich bemerkbar, sagt sie. Es gehe
       nicht nur um die Spargelernte, sondern auch um die Aussaat von Getreide,
       Schlachtbetriebe und Molkereien. Man setze jetz auf Hilfe, etwa von
       Studenten.
       
       13.47 Uhr: „Ich habe ein gutes Gefühl, dass wir das stemmen können“, sagt
       Susanne Herold, Leiterin der Abteilung Infektiologie des Uniklinikums
       Gießen, in einer Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Jens Spahn. Die
       Krankenhäuser in Deutschland hätten sich vorbereiten können, es gebe breite
       Testmöglichkeiten in Deutschland. Allein die Zahl der freien Intensivbetten
       in Deutschland sei höher als die Zahl aller Intensivbetten in Italien.
       
       13.45 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in der Lombardei ist
       gegenüber dem Vortag um 2.500 Fälle gestiegen, wie der Gouverneur der
       norditalienischen Region mitteilt.
       
       13.40 Uhr: Der Autozulieferer Mahle und der Unterwäschehersteller Triumph
       haben kurzfristig die Produktion von Atemschutzmasken für medizinisches
       Personal auf die Beine gestellt. Geplant sei eine Fertigungskapazität von
       1,5 Millionen Masken im Monat, die an Behörden geliefert werden.
       
       13.36 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn, CDU, will über die Nutzung von
       Handydaten und digitalen Informationen zur Bekämpfung von Infektionen
       sprechen. „Diese gesellschaftliche Debatte braucht es aus meiner Sicht“,
       sagt Spahn. Es gelte, Kontaktpersonen von Infizierten „sehr, sehr schnell“
       nachzuvollziehen und diese unter Quarantäne stellen. Dieses per Hand zu
       machen, stoße bei wachsenden Zahlen in den Gesundheitsämtern an
       Kapazitätsgrenzen. „Ohne Kontaktnachverfolgung wird es nicht gehen.“
       
       13.26 Uhr: Über eine mögliche Lockerung der Einschränkungen des
       öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens wird man nach Worten von
       Gesundheitsminister Jens Spahn erst nach Ostern reden können. Zunächst
       müsse sich in den Infektionszahlen zeigen, ob die Maßnahmen Wirkung zeigten
       und die Ausbreitung verlangsamt hätten.
       
       13.22 Uhr: In Deutschland sind kurzfristig weit über 10.000 freie
       Intensivbetten zur Behandlung von Virus-Patienten verfügbar, sagt Uwe
       Janssens, Präsident der Deutschen Vereinigung für Intensiv- und
       Notfallmedizin. Mittlerweile beteiligten sich etwa 60 Prozent aller
       Krankenhäuser an einer Onlineplattform zur Verfügbarkeit von
       Intensivbetten.
       
       13.20 Uhr: Der FC Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer
       04 Leverkusen stellen 20 Millionen Euro zur Unterstützung von Klubs der
       Bundesliga und 2. Bundesliga zur Verfügung, wie die DFL mitteilte.
       
       13.05 Uhr: In der Schweiz gibt es inzwischen 10.714 nachgewiesene
       Infektionen mit dem Coronavirus. 161 Menschen seien an Covid-19 verstorben,
       teilen die Gesundheitsbehörden mit.
       
       13.03 Uhr: Derzeit ist nach Worten von RKI-Chef Lothar Wieler noch keine
       gesicherte Aussage möglich, ob sich die Ausbreitung des Virus verlangsamt
       hat. Es gebe große regionale Unterschiede. Manchen Städten mit einem
       „großen Ausbruchsgeschehen“ sei es gelungen, dieses unter Kontrolle zu
       bringen.
       
       13.00 Uhr: Am Coronavirus können nach Worten des Chefs des
       Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, alle Altersgruppen erkranken. Aber je
       älter man sei, desto höher sei das Risiko eines schweren
       Krankheitsverlaufs. Das Durchschnittsalter der in Deutschland durch das
       Coronavirus Verstorbenen betrage 81 Jahre. Aber auch Jüngere könnten daran
       erkranken und daran sterben.
       
       12.59 Uhr: Die brasilianische Zentralbank kassiert wegen der
       Corona-Pandemie ihre Wachstumsprognose für 2020. Das Bruttoinlandsprodukt
       in dem Schwellenland werde voraussichtlich stagnieren, sagt sie nun voraus.
       Bislang war sie von einem Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent ausgegangen.
       
       12.55 Uhr: Die Hannover Messe findet in diesem Jahr nicht mehr statt.
       „Grund ist die zunehmend kritische Lage aufgrund der Covid-19-Pandemie und
       eine Untersagungsverfügung der Region Hannover. Demnach darf die weltweit
       wichtigste Industriemesse im geplanten Zeitraum nicht ausgerichtet werden“,
       teilt die Deutsche Messe AG mit. Die Industrieschau war zunächst von April
       auf Juli verschoben worden.
       
       12.50 Uhr: Die Bürger erlebten die stärksten Einschnitte in die
       bürgerlichen Freiheitsrechte in der Geschichte der Bundesrepublik, sagt
       Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. „Aber noch ist das die Ruhe vor dem
       Sturm. Keiner kann genau sagen, was in den nächsten Wochen kommt.“ Daher
       sei es wichtig, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und die
       Behandlungskapazitäten in den Krankenhäusern zu erhöhen.
       
       12.39 Uhr: Vietnam interniert Zehntausende seiner Bürger, die aus dem
       Ausland zurückkehren. Am Donnerstag waren rund 45.000 Menschen überwiegend
       in Kasernen in Quarantäne, zeigen offizielle Daten der Regierung. Vietnam
       ist als südostasiatisches Land bislang vergleichsweise wenig vom Virus
       betroffen und hat den offiziellen Zahlen zufolge weniger als 200
       Infizierte.
       
       12.37 Uhr: Die französische Regierung ist sich noch nicht sicher, ob die
       diesjährige Tour des France wie geplant ab dem 27. Juni stattfinden kann.
       „Die Tour ist ein Sport-Monument. Für eine Entscheidung ist es zu früh“,
       schreibt Sportministerin Roxana Maracineanu auf Twitter.
       
       12.36 Uhr: Die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission zur Zukunft
       der Rentenversicherung wird nach mehr als eineinhalbjährigen Beratungen am
       Freitag ihren Bericht vorlegen, aber nicht persönlich übergeben.
       Stattdessen sei mittags eine Telefonkonferenz vorgesehen, sagt eine
       Ministeriumssprecherin.
       
       12.35 Uhr: Nach anderen Bundesländern nimmt nun auch Hessen
       Corona-Patienten aus anderen europäischen Staaten auf. Zehn schwer kranke
       Patienten aus der hessischen Partnerregion Emilia-Romagna in Italien und
       vier aus der französischen Region Grand-Est sollen behandelt werden.
       
       12.22 Uhr: Indien kündigt ein umgerechnet knapp 21 Milliarden Euro schweres
       Konjunkturpaket an, um rund 800 Millionen Arme im Land mit Hilfszahlungen
       und Lebensmitteln zu unterstützen. „Wir wollen nicht, dass irgendjemand
       hungrig bleibt“, kündigt Finanzministerin Nirmala Sitharaman an. Die
       Regierung will jedem fünf Kilogramm Weizen oder Reis zukommen lassen. Zudem
       würden an bestimmte Gruppen Hülsenfrüchte, Gasflaschen zum Kochen oder
       Barauszahlungen verteilt.
       
       12.12 Uhr: Die Schweizer Kartellbehörde Weko warnt Unternehmen vor
       Preisabsprachen. Ordne die Regierung Maßnahmen an, die den Wettbewerb
       einschränkten, sei das Kartellrecht zwar nicht anwendbar. Private
       Unternehmen dürften aber weiterhin keine Preise absprechen und Kartelle
       bilden.
       
       12.03 Uhr: Der Virologe Christian Drosten hofft, dass die Beschränkungen
       des öffentlichen Lebens sich bald auch in den Zahlen der infizierten Fälle
       bemerkbar machen. Das könne womöglich in den nächsten Tagen in den Zahlen
       ablesbar sein.
       
       11.51 Uhr: In Russland gibt es nach den Worten von Regierungssprecher
       Dmitri Peskow derzeit keine Coronavirus-Epidemie. Die Lage sei viel besser
       als in vielen anderen Ländern, sagt Peskow.
       
       11.50 Uhr: Die britischen Behörden haben bei dem Staubsauger-Hersteller
       Dyson 10.000 Beatmungsgeräte bestellt. Das Unternehmen hat nach Angaben
       seines Gründers James Dyson ein neues Beatmungsgerät entwickelt. Die
       Produktion des sogenannten CoVent könne Anfang April anlaufen.
       
       11.48 Uhr: Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens sollten dem
       Virologen Christian Drosten zufolge zu einem geeigneten Zeitpunkt
       stufenweise aufgehoben werden. „Natürlich muss man da raus“, sagt Drosten,
       ohne einen konkreten Zeitpunkt zu nennen. Es müsse geklärt werden, wo und
       für wen dies zuerst gelten solle.
       
       11.35 Uhr: In Spanien ist die Zahl der an einer Ansteckung mit dem
       Coronavirus gestorbenen Menschen erneut stark gestiegen. Am Mittwoch habe
       sie sich auf 4.089 im Vergleich zu 3.434 am Vortag erhöht, teilen die
       Behörden mit. Die Zahl der Infizierten ist demnach auf 56.188 angewachsen.
       
       11.34 Uhr: Das Bundesforschungsministerium will die Universitätskliniken in
       Deutschland enger verzahnen. Dafür würden für 2020 und 2021 zusammen 150
       Millionen Euro zur Verfügung gestellt, sagt Forschungsministerin Anja
       Karliczek. Ziel sei es, Informationen darüber zu teilen, welche Maßnahmen
       jetzt wirkten.
       
       11.28 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, CDU, hat ein
       europäisches Vorratslager für medizinische Geräte angekündigt. „Die
       Kommission wird 90 Prozent dieses strategischen Vorrats über das Programm
       RescEU finanzieren“, sagte sie im Europaparlament. Man habe [5][mit 25
       Mitgliedstaaten gemeinsame Ausschreibungen] etwa für Test-Kits,
       Beatmungsgeräte und Schutzausrüstung gestartet.
       
       11.25 Uhr: Der Virologe Christian Drosten führt die vergleichsweise
       niedrige [6][Toten-Zahl in Deutschland] auf die zahlreichen Tests zurück.
       Schätzungsweise gebe es eine halbe Million Tests in der Woche.
       
       10.45 Uhr: Die Corona-Pandemie ist nach Einschätzung des IW-Instituts zu
       einer massiven Bedrohung für die deutsche Wirtschaft geworden. Im
       glimpflichsten Fall dürfte das Bruttoinlandsprodukt 2020 um rund 5 Prozent
       geringer ausfallen als ohne die Coronakrise, teilen die Forscher des
       Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) mit. Bei einem längeren Stillstand
       der Wirtschaft bis Ende Juni wären die Folgen gravierender: „In diesem Fall
       würde das BIP um 10 Prozent gegenüber einem normalen Jahresverlauf
       einbrechen.“
       
       10.44 Uhr: Der Verband der Automobilindustrie (VDA) ruft zusammen mit der
       Fahrrad- und Motorradbranche dazu auf, den öffentlichen Personen-Nahverkehr
       in der Coronakrise zu entlasten. „Je weniger Fahrgäste den ÖPNV zwingend
       nutzen müssen, desto sicherer wird er für diejenigen, für die er
       alternativlos ist“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.
       
       10.42 Uhr: Die Union legt in der Wählergunst einer Forsa-Umfrage zufolge
       auf einen neuen Höchstwert seit Jahren zu: CDU und CSU würden im
       RTL/ntv-Trendbarometer bei einer Bundestagswahl danach 36 Prozent der
       Stimmen erhalten. Das ist so viel wie nie seit der Bundestagswahl 2017.
       Forsa-Chef Manfred Güllner erklärt diesen Umschwung vor allem damit, dass
       viele zufrieden sind mit dem Management der Coronakrise.
       
       10.27 Uhr: Japans Ministerpräsident Shinzo Abe kündigt ein Einreiseverbot
       für Menschen aus 21 europäischen Staaten an. Auch Anreisende aus dem Iran
       dürfen demnach nicht mehr die Grenzen passieren.
       
       10.26 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, SPD, kündigt
       an, in der Charité fünf Coronavirus-Patienten aus Italien aufzunehmen. „Die
       Grenzen mögen kurzfristig geschlossen sein, unsere europäische Solidarität
       darf dagegen keine Ländergrenzen kennen“, sagt Müller im Abgeordnetenhaus.
       
       10.13 Uhr: Die spanische Außenministerin Arancha Gonzalez wirft Herstellern
       und Zwischenhändlern von medizinischem Gerät Geschäftemacherei zulasten der
       am Virus Erkrankten vor. „Wenn es mehr Nachfrage als Angebot gibt, steigen
       die Preise, was jetzt der Fall ist“, sagt sie dem Sender Radio Euskadi.
       
       10.12 Uhr: Das Saarland organisiert seine medizinischen Einrichtungen neu.
       So sollen in drei Krankenhäusern schwerste Fälle behandelt werden, teilt
       Gesundheitsministerin Monika Bachmann, CDU, mit. Andere Krankenhäuser
       würden sich um infizierte Personen mit mittelschwerem Krankheitsverlauf
       kümmern. Außerdem sollen Sport- und Freizeithallen zu Corona-Notfallzentren
       umfunktioniert werden.
       
       10.00 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier fordert mehr Solidarität
       in der EU in der Coronakrise. „Unser Blick muss weiter reichen als bis zum
       nächsten Grenzzaun“, sagt er in einer über soziale Netzwerke verbreiteten
       Videobotschaft.
       
       9.38 Uhr: „[7][Der EU-Gipfel] muss ein Zeichen des Aufbruchs in
       Krisenzeiten senden“, fordert der Hauptgeschäftsführer des
       Industrieverbands BDI, Joachim Lang. Die Staats- und Regierungschefs
       sollten am Donnerstag den Weg frei machen für Kredite an Staaten, die von
       der Pandemie betroffen sind.
       
       9.28 Uhr: Die Türkei bremst den Export medizinischer Geräte für die
       Behandlung von Atemwegserkrankungen. Die Regierung in Ankara ordnet an,
       dass dafür ab sofort besondere Genehmigungen nötig seien. In der Türkei
       sind bislang 59 Menschen an dem Coronavirus gestorben, 2.433 haben sich
       angesteckt.
       
       9.20 Uhr: [8][Großbritannien] kurbelt die Herstellung von Beatmungsgeräten
       an. Derzeit gebe es 8.000 Geräte, weitere 8.000 sollten in rund einer Woche
       dem Gesundheitssystem zur Verfügung stehen, sagt der Staatssekretär im
       Gesundheitsministerium, Edward Agar, der BBC.
       
       9.12 Uhr: Südkorea droht Ausländern mit Abschiebung, wenn sie sich nicht an
       die Zwei-Wochen-Quarantäne-Regeln halten. Sie würden bei Verstößen in ihre
       Heimatländer zurückgeschickt, kündigt der Chef des Gesundheitswesens, Yoon
       Tae Ho, an. Inländern droht er mit Gefängnisstrafen.
       
       9.10 Uhr: Der Technologiekonzern Bosch hat zusammen mit Randox Laboratories
       ein Analysegerät für Corona-Schnelltests entwickelt. Das Gerät könne zehn
       Atemwegserreger gleichzeitig innerhalb von zweieinhalb Stunden
       diagnostizieren. Die Testkartuschen für den Covid-19-Erreger sollen nach
       der Zulassung ab April verfügbar sein. Eine Kartusche kostet einer
       Sprecherin zufolge einen höheren zweistelligen Eurobetrag.
       
       8.25 Uhr: Die [9][Bundeswehr kann nach den Worten von
       Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer], CDU, mit vielen
       Reservisten bei der Bewältigung der Coronakrise helfen. Es gebe eine große
       Hilfsbereitschaft unter den Reservisten, sagt die Politikerin im ZDF.
       28.000 seien schon an bestimmte Stellen beordert worden. 240 sehr
       Qualifizierte würden bereits eingesetzt, etwa als Sanitätspersonal in
       Bundeswehrkrankenhäusern.
       
       8.20 Uhr: Die HypoVereinsbank schließt wegen der Ausbreitung des
       Coronavirus zwei Drittel ihrer Geschäftsstellen. Von den deutschlandweit
       337 Filialen bleiben bis auf Weiteres rund 30 Prozent dauerhaft oder im
       wöchentlichen Wechsel geöffnet, wie die Bank mitteilte.
       
       8.01 Uhr: Der [10][Iran hat angesichts der Coronaviruskrise] seine
       Reisebeschränkungen verschärft. Ein Regierungssprecher erklärt, der
       Islamischen Republik stehe möglicherweise ein zweiter Ausbruch der
       Coronavirus-Pandemie bevor. „Diejenigen, die zu den iranischen
       Neujahrsfeiertagen gereist sind, sollten sofort in ihre Städte
       zurückkehren, ohne auf dem Rückweg Halt zu machen“, sagte
       Regierungsmitarbeiter Hossein Zolfaghari. Bislang sind im Iran 2.077
       Menschen getötet und 27.017 infiziert worden.
       
       7.15 Uhr: Der Gesundheitskonzern Fresenius will die Zahl seiner derzeit
       1.000 Intensivbetten deutlich steigern. Konzernchef Stephan Sturm sieht
       laut der WirtschaftsWoche allerdings das Risiko, dass der Klinikbetreiber
       an die Grenzen seiner Kapazität kommt.
       
       6.40 Uhr: Die Regierung in Moskau weist die zivile Luftfahrtbehörde an,
       sämtliche reguläre und Charterflüge von und nach Russland ab dem 27. März
       vorerst auszusetzen. Russische Flugzeuge dürfen aber noch ins Ausland
       fliegen, um gestrandete russische Staatsbürger zurückzuholen oder wenn die
       Regierung Sondergenehmigungen erteilt.
       
       6.38 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist nach
       Angaben des Robert Koch-Instituts binnen eines Tages um 4.995 auf 36.508
       gestiegen, die der Toten klettert um 50 auf 198.
       
       5.08 Uhr: Der US-Senat verabschiedet einstimmig den Gesetzentwurf über 2
       Billionen Dollar. Das Hilfspaket soll arbeitslosen Arbeitnehmern und
       Industrien, die von der Coronavirus-Pandemie betroffen sind, unter die Arme
       greifen und stellt mehrere Milliarden Dollar für den Kauf dringend
       benötigter medizinischer Geräte bereit. Mit 96:0 Stimmen verabschiedete der
       Senat den Entwurf und schickte ihn an das Repräsentantenhaus, das ihn noch
       in dieser Woche durchwinken könnte.
       
       5.02 Uhr: Der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche spendet den Stuttgarter
       Nachrichten und der Stuttgarter Zeitung zufolge fünf Millionen Euro zur
       Bewältigung der Corona-Krise. „Mit dem Betrag werden lokale Organisationen
       und Menschen unterstützt, die durch die Corona-Krise in Not geraten“, sagt
       Porsche-Chef Oliver Blume. Das Unternehmen prüft außerdem die Fertigung
       medizinischer Produkte.
       
       5.01 Uhr: Der Präsident des Mittelstandsverbund Eckhard Schwarzer warnt vor
       einem Massensterben der Mitgliedsunternehmen infolge Folge der Coronakrise.
       „Die Lage ist dramatisch“, sagte er den Zeitungen des Redaktionsetzwerks
       Deutschland. „All diese Mittelständler nehmen von heute auf morgen keinen
       einzigen Euro mehr ein. So etwas gab es noch nie“, so der Verbundsvertreter
       von 230.000 mittelständischen Unternehmen. „Bis die Hilfe der Regierung
       angelaufen und vor allem ausgezahlt ist, kann es für viele Unternehmen
       schon zu spät sein“, erklärt er.
       
       3.51 Uhr: Airbnb-Gastgeber können in den Vereinigten Staaten eine gewisse
       Erleichterung von dem 2 Billionen Dollar schweren Hilfsgesetz erwarten.
       Nach Angaben der Vermietungsplattform können etwa erkrankte Vermieter,
       deren Familienmitglieder von COVID-19 betroffen sind, nach dem neuen Gesetz
       Arbeitslosenhilfe beantragen oder hätten auch Anspruch auf Kredite.
       
       1.42 Uhr: Die Bürgermeisterin der Bundeshauptstadt Washington, Muriel
       Bowser, ordnet laut ihrem Büro die Schließung aller nicht unbedingt
       erforderlichen Geschäfte ab Mittwochabend für einen Monat an.
       
       1.11 Uhr: Der Handelsverband Deutschland (HDE) warnt vor schwerwiegenden
       Folgen der Regierungsentscheidung, [11][Saisonarbeitskräften angesichts der
       Corona-Krise die Einreise zu verweigern]. Ein HDE-Sprecher sprach den
       Zeitungen der Funke Mediengruppe Mediengruppe gegenüber von einer „sehr
       großen Herausforderung für die Aufrechterhaltung der
       Lebensmittellieferkette“. Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen
       Bauernverbandes (DBV), sagt den Zeitungen der Funke-Gruppe, dass die
       Versorgung mit Grundnahrungsmitteln nicht gefährdet sei. „Dennoch kann es,
       abhängig von der Dauer des Einreisestopps, durchaus im Obst- und
       Gemüsebereich zu Versorgungslücken kommen“, sagt Rukwied.
       
       0.31 Uhr: Das Internationale Olympische Komitee arbeitet laut einem
       Medienbericht eng mit den internationalen Sportverbänden zusammen, um die
       Sommerspiele von Juli bis August 2021 in Tokio zu veranstalten. Wie die
       japanische Zeitung Yomiuri berichtet, hoffe John Coates, der Leiter der
       IOC-Koordinierungskommission für die Spiele in Tokio, auf eine Entscheidung
       innerhalb von vier Wochen.
       
       (rtr)
       
       26 Mar 2020
       
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