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       # taz.de -- UNHCR zu Fluchtrouten: Mehr Tote an Land als auf See
       
       > Das UNHCR schätzt, dass mehr afrikanische Migranten auf Routen zum
       > Mittelmeer als auf dem Seeweg selbst sterben. Die Dunkelziffer ist aber
       > in beiden Fällen hoch.
       
   IMG Bild: Ist der Landweg in Afrika noch unsicherer als der Seeweg danach?
       
       Berlin afp | Nach Einschätzung des [1][UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR)]
       kommen mehr afrikanische Migranten auf den Routen zur Küste ums Leben als
       bei den Fahrten über das Mittelmeer. „Wir gehen davon aus, dass vermutlich
       mindestens doppelt so viele Menschen auf dem Weg zum Mittelmeer sterben als
       im Mittelmeer selbst“, sagte der Sondergesandte des UNHCR für das
       Mittelmeer und Libyen, Vincent Cochetel, der Welt am Sonntag.
       
       Die Zahl der Todesopfer auf den Flüchtlingsrouten in Afrika könne aber
       „auch viel höher“ sein, fügte Cochetel hinzu. „Niemand kann es mit
       Sicherheit sagen, aber es ist eine Tragödie.“
       
       Ebenso wie das UNHCR weist dem Bericht zufolge auch die Internationale
       Organisation für Migration (IOM) auf eine hohe Dunkelziffer hin, so dass
       die vorhandenen Daten zu verstorbenen Migranten nicht belastbar seien. Die
       IOM habe von 2014 bis Ende Oktober 2019 insgesamt 19.005 Todesopfer im
       Mittelmeer sowie 4.463 weitere in Nordafrika registriert.
       
       Zu den Todesfällen im Mittelmeer gebe es allerdings mehr und bessere
       Quellen, weswegen die Angaben für diesen Teil der Fluchtroute der
       Wirklichkeit näher kommen dürften als im Falle Nordafrikas, hieß es.
       Haupttodesursachen auf den Landrouten waren laut IOM nach den vorliegenden
       Zahlen für 2018 Verkehrsunglücke, gefolgt von Verdursten, Gewalttaten,
       Verhungern und Krankheiten.
       
       [2][Bundesentwicklungsminister Gerd Müller] (CSU) sagte der WamS: „Wir
       warnen die Migranten vor der gefährlichen Schleppertour durch die Wüste und
       verstärken in ihren Herkunftsländern unsere Unterstützung, um ihnen eine
       Lebensperspektive zu geben.“ Dies bedeute vor allem Bildung, Ausbildung und
       Arbeit.
       
       3 Nov 2019
       
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