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       # taz.de -- Schlachten in Libyen: Waffenruhe für das Opferfest
       
       > Für die Zeit des Opferfestes, des Eid ul-Adha, gilt eine Waffenruhe in
       > Libyen. Bis Montagnachmittag soll die LNA alle Militäreinsätze stoppen.
       
   IMG Bild: Ein Kämpfer der international anerkannten Regierung während eines Gefechts mit der LNA
       
       Tripolis AFP | Die Konfliktparteien in Libyen haben einer befristeten
       Waffenruhe rund um die Hauptstadt Tripolis zugestimmt. Sowohl die libysche
       Regierung als auch [1][die Truppen des abtrünnigen Generals Chalifa Haftar]
       gaben am Samstag ihre Einwilligung in die von den Vereinten Nationen
       geforderte Kampfpause aus humanitären Gründen [2][während des mehrtägigen
       Opferfestes, des höchsten islamischen Feiertags]. Bei einem Anschlag auf
       einen UN-Fahrzeugkonvoi wurden derweil zwei UN-Mitarbeiter getötet.
       
       General Haftar habe die Einstellung aller Militäreinsätze in den Vororten
       von Tripolis beschlossen, sagte ein Sprecher seiner sogenannten Libyschen
       Nationalen Armee (LNA) am Samstag. Die Waffenruhe laufe von
       Samstagnachmittag bis Montagnachmittag. Auf jeglichen Verstoß werde die LNA
       „sofort und streng an allen Fronten“ reagieren.
       
       Zuvor hatte bereits die libysche Regierung der Waffenruhe unter Bedingungen
       zugestimmt. Haftars Truppen hatten im April eine [3][Offensive zur
       Eroberung von Tripolis] gestartet. Regierungstreue Truppen und Einheiten
       Haftars liefern sich seither erbitterte Kämpfe um die Kontrolle der
       Hauptstadt. Nach UN-Angaben wurden bisher mehr als 1000 Menschen getötet.
       Haftar unterstützt eine Gegenregierung im Osten des Krisenstaates.
       
       In Bengasi, einer Hochburg Haftars, starben am Samstag zwei UN-Mitarbeiter,
       als eine Autobombe beim Vorbeifahren ihres Konvois explodierte. Acht
       weitere Menschen wurden nach Angaben eines UN-Vertreters bei dem Anschlag
       verletzt. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand.
       
       In dem nordafrikanischen Land herrscht seit dem Sturz und gewaltsamen Tod
       des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi 2011 Chaos. Die
       international anerkannte Regierung in Tripolis ist schwach und hat weite
       Teile des Landes nicht unter Kontrolle. Haftar unterstützt eine
       Gegenregierung im Osten Libyens.
       
       11 Aug 2019
       
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