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       # taz.de -- Vegane Tacos selber machen: Den Regenbogen essen ist gesund
       
       > Je vielfältiger, desto leckerer, das gilt auch für vegane Gerichte.
       > Unsere Kolumnistin macht dafür Wraps mit geröstetem Gemüse und
       > Chimichurri.
       
   IMG Bild: Bunt, scharf, vegan: Taco-Vielfalt ist nicht schwer
       
       Einer der wichtigsten Aspekte veganer Ernährung ist für mich Vielfalt,
       sprich: so viele unterschiedliche Pflanzen und Nährstoffe wie möglich in
       einem Gericht unterzubringen. Deswegen nenne ich meinen Lebensstil auch
       „plant based“ – in Abgrenzung zu sogenannten Junk-Food-Veganern, die vor
       allem von veganer Pizza, Pommes oder Fertiggerichten leben und sich
       wundern, warum sie sich schlapp und krank fühlen.
       
       Dass die Sache mit der Vielfalt nicht kompliziert sein muss, aber extrem
       lecker sein kann, beweist eine meiner Sommer-Lieblingsspeisen: Tacos mit
       geröstetem Gemüse und Chimichurri, einer pikanten lateinamerikanischen
       Sauce. Das Gericht ist perfekt für den Familientisch mit Kindern (weil: Mit
       Händen essen macht Spaß!), ein Dinner mit Freunden samt einer Flasche
       Tequila (Arriba!) oder einen einzelnen Vielfraß (Ich bekenne mich schuldig
       im Sinne der Anklage!).
       
       Bei der Auswahl des Gemüses zum Rösten setze ich auf Farbe, Farbe, Farbe!
       Je bunter, desto besser. Denn wie wir inzwischen wissen: Den Regenbogen
       essen ist gesund (Ausnahme: M&M’s oder Gummibärchen).
       
       Ein guter Veggie-Mix für das Rezept ist zum Beispiel folgender: 300 g
       Blumenkohl, 300 g Brokkoli, 4 Kartoffeln, 4 große Karotten, eine kleine
       Aubergine und eine gelbe Paprika. Das Gemüse in Stücke schneiden und in
       eine Schüssel geben. Dort mit 8 EL Olivenöl, 1 TL Salz, jeweils 1/2 TL
       Kurkuma, schwarzem Pfeffer, Chilipulver und süßem Paprikapulver vermengen.
       Anschließend auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech ausbreiten und bei
       195 Grad im Ofen für ca. 25 Minuten rösten.
       
       In der Zwischenzeit die Chimichurri zubereiten. Die ist insbesondere in
       Argentinien und Mexiko beliebt und wird dort traditionell für
       Fleischgerichte verwendet. Bei mir kommt sie auf die veganen Tacos und
       lässt die Geschmacksknospen Tango tanzen.
       
       Ich nehme dafür sechs Knoblauchzehen, eine getrocknete kleine Chilischote,
       50 g frischen Koriander, 50 g frische Petersilie, eine halbe süße Zwiebel,
       eine reife Avocado, drei TL Limettensaft, zwei EL Olivenöl sowie einen EL
       Apfelessig. Alles in einer Küchenmaschine pürieren, eventuell ein paar
       Esslöffel Wasser hinzufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist und
       mit Salz und Pfeffer abschmecken.
       
       Sobald das Gemüse fertig ist, auf angewärmten Maistortillas servieren. Wer
       Kohlenhydrate reduzieren will, kann die Maistortillas durch Low-Carb-Wraps
       oder Kokosmehl-Tortillas ersetzen, beides ist in gut sortierten
       Reformhäusern oder online erhältlich. Das Ganze mit der Chimichurri und
       frischem Koriander garnieren, ein Spritzer frische Limette darüber – und
       servieren. Olé!
       
       27 Aug 2019
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Ariane Sommer
       
       ## TAGS
       
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