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       # taz.de -- Industrie in der Kritik: NGOs zanken mit Autolobby
       
       > Um eine Eskalation auf der Automesse IAA zu vermeiden, lud der
       > Autoverband VDA KritikerInnen zur Diskussion ein. Prompt gibt es neuen
       > Krach.
       
   IMG Bild: So war es früher, jetzt soll bei der IAA demonstriert werden
       
       Berlin taz | Einen Monat vor Beginn der Internationalen
       Automobilausstellung (IAA) gibt es Streit über einen geplanten
       „Klima-Dialog“ während der Messe. Ein Trägerkreis aus sieben Umwelt- und
       Fahrradverbänden, darunter Greenpeace, der ADFC und der BUND, [1][hatte
       Mitte Juli bekannt gegeben, auf der Messe in Frankfurt am Main
       demonstrieren zu wollen]. Der Verband der Automobilindustrie (VDA), der die
       IAA ausrichtet, hatte daraufhin zu einer öffentlichen Diskussion
       eingeladen. Danach passierte lange nichts. Nun werfen sich beide Seiten
       vor, den Dialog zu verhindern.
       
       Der Streit ist Teil eines sich zuspitzenden Konflikts zwischen
       Klimaaktivisten und Autoindustrie: Die IAA als Demonstrationsobjekt von
       Klimaaktivisten ist neu. [2][Erst am Dienstag blockierten Protestierende
       einen Autozug von VW], gleichzeitig besetzten sie das Auslieferungszentrum
       des Konzerns in Wolfsburg. Forderungen: Weg vom Auto, für eine radikal neue
       Verkehrspolitik!
       
       Beim neuen Clinch geht es darum, in welchem Rahmen gesprochen werden soll.
       Zwar betont der VDA, öffentlich und gratis diskutieren zu wollen. Aber die
       Wahl des Austragungsorts sorgt für Krach. „Für uns ist eine Austragung im
       Rahmen der IAA wünschenswert“, teilt der VDA der taz mit.
       
       Das halten die ProtestlerInnen für das Problem. „Eine öffentliche
       Veranstaltung kann nicht auf der IAA stattfinden“, betont
       BUND-Verkehrsexperte Jens Hilgenberg. Die Öffentlichkeit erreiche man auf
       der Messe nicht, sondern primär der Industrie wohlgesinnte BesucherInnen
       und Autofans.
       
       ## Vorwurf: VDA scheut die Öffentlichkeit
       
       Zuvor hatte der VDA für ein Gespräch außerhalb der IAA einen runden Tisch
       vorgeschlagen. Der hätte aus Sicht der ProtestlerInnen „hinter
       verschlossenen Türen“ abgehalten werden sollen. Auch einen „Bürgerdialog“,
       an dem zufällig ausgewählte Bürger teilnehmen sollten, hielten die NGOs für
       unakzeptabel. Das Gespräch wurde abgesagt.
       
       Der Vorwurf: Die Automobilverband scheue die Öffentlichkeit. Der VDA
       hingegen betont, „wir sind nach wie vor bereit zu öffentlichen Gesprächen“.
       Die ProtestlerInnen bekräftigten am Mittwoch erneut ihre Forderungen. Der
       VDA arbeitet an einer Antwort, heißt es dort. Ob die Diskussion
       stattfindet, ist offen.
       
       16 Aug 2019
       
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   DIR Tobias Schmidt
       
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