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       # taz.de -- FAQ Elektroroller: Öko? Sicher? Alkohol?
       
       > In vielen deutschen Großstädten gibt es nun Elektro-Tretroller. Die
       > wichtigsten Fragen und Antworten zu den neuen Tretern.
       
   IMG Bild: Von wem sie wohl mal genutzt werden?
       
       Wo gibt es Elektro-Tretroller? 
       
       Bisher vor allem in Großstädten. In Berlin sind die meisten Anbieter
       präsent, in Frankfurt stehen Lime-Roller, in München, Hamburg, Düsseldorf,
       Köln, Bonn und Münster zusätzlich die der Marke Tier. Das Unternehmen Circ
       will außerdem 80 Kleinstädte und Kommunen bedienen.
       
       Wer darf die Roller fahren, und was sind die Regeln?
       
       Einen Führerschein braucht es nicht, fahren darf jede*r ab 14 Jahren, aber
       nur auf Rad-, [1][nicht auf Gehwegen]. Wo es keinen Radweg gibt, muss
       mensch auf der Straße fahren. Beim Thema Alkohol gelten die
       Kraftfahrzeugregeln: 0 Promille für Fahranfänger*innen, maximal 0,5
       Promille für alle anderen.
       
       Wie sicher ist das? 
       
       Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) äußerte die Besorgnis, dass der
       schlechte Zustand vieler Radwege [2][ein Unfallrisiko] für die Roller sein
       könnte. Schlaglöcher, Baumwurzeln und andere Hindernisse könnten zusammen
       mit dem bereits herrschenden Verteilungskonflikt auf Radwegen zur Gefahr
       werden, so der DVR. Auch könne es bei den Rollern gefährlich sein, eine
       Hand von der Lenkstange zu nehmen, um Abbiegen anzuzeigen. Einige, auch
       schwere Unfälle gab es schon, in Tel Aviv starben dieses Jahr fünf Menschen
       im Zusammenhang mit den Rollern. Auch nicht ganz sicher sind die Daten der
       Nutzer*innen: Wie der [3][Bayrische Rundfunk über den Anbieter Voi]
       berichtet, waren die Namen, Mailadressen und Handynummern von 460.000
       Nutzer*innen zeitweise frei im Netz zugänglich.
       
       Wie wird verhindert, dass die Roller die Städte zumüllen? 
       
       Das mussten auch Politiker*innen in Kalifornien überlegen, wo die Roller
       bereits zum Hindernis wurden. Der Stadtrat von Beverly Hills sprach im Juli
       2018 ein Totalverbot der Roller für sechs Monate aus, um die
       Betreiberfirmen zu Lösungen zu zwingen. San Francisco schrieb die
       Rollerlizenzen öffentlich aus, damit nicht zu viele Anbieter die Stadt
       fluten.
       
       Sind die Roller wirklich umweltfreundlich? 
       
       Das hängt davon ab, wer sie wie nutzt. Daten gibt es noch nicht. „Aber
       falls wirklich Menschen ihren Pkw durch einen Roller ersetzen, könnte das
       einen ökologischen Mehrwert bedeuten“, sagt Katrin Dziekan, Referentin für
       Umwelt und Verkehr beim Bundesumweltamt. Wenn allerdings
       Fußgänger*innen oder Radfahrer*innen auf die Roller umsteigen, sähe
       das anders aus, so Dziekan. Dann müsse man die aufwendige Herstellung, den
       Stromverbrauch und die Abgase der Lkws in die Ökobilanz einbeziehen, die
       jeden Abend die Roller einsammeln, um sie aufzuladen. Die letzte
       Scooter-Generation des Anbieters Tier habe durchschnittlich 6 bis 7 Monate
       gehalten, sagt Mitarbeiter Nils Langhans. Die Modelle in Louisville (USA)
       halten im Schnitt einen Monat, meldete [4][gerade das Magazin Quartz].
       
       27 Jun 2019
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] /Streit-um-elektische-Tretroller/!5589817
   DIR [2] /E-Scooter-in-Deutschland/!5583532
   DIR [3] https://www.br.de/nachrichten/netzwelt/datenpanne-bei-start-up-voi,RL5Hb5R
   DIR [4] https://qz.com/1561654/how-long-does-a-scooter-last-less-than-a-month-louisville-data-suggests/
       
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   DIR Stefan Hunglinger
       
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