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       # taz.de -- Abi-Eklat in mehreren Bundesländern: Bessere Noten in Mathe
       
       > In zwölf Bundesländern gab es Protestpetitionen, weil Schüler das
       > Mathe-Abi zu schwer fanden. Einige Klausuren werden jetzt besser
       > bewertet.
       
   IMG Bild: In Hamburg wird nach dem Protest die Bewertungsskala verschoben
       
       Die Mathe-Abiturienten in Hamburg, Bremen und dem Saarland können aufatmen.
       Ihre Klausuren werden etwas besser bewertet als geplant, wie diese Woche
       bekannt wurde. Der Grund: Nicht nur Schulleiter und Lehrer, auch das
       Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) in Berlin erkannte
       an, dass ein Teil der zentral gestellten Aufgaben auf Grundkurs-Niveau
       [1][zu textlastig und zu umfangreich] für die zur Verfügung stehende Zeit
       waren.
       
       Bundesweit hatte es Anfang Mai Protestpetitionen in zwölf Bundesländern
       gegeben, weil Schüler von Bayern bis Kiel die diesjährigen Mathe-Aufgaben
       zu schwierig fanden. In Hamburg wird jetzt die Bewertungsskala verschoben.
       Eine Schülerin, die zunächst 7 Punkte hatte, kommt so auf 9 Punkte. Auch im
       Saarland und Bremen gibt es eine leicht „mildere“ Bewertung.
       
       Doch Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) erklärte, es
       gebe keine Noten-Korrektur. Die Aufgaben seien zwar anspruchsvoll, aber
       lösbar. Auch Schleswig-Holstein und Bayern sehen keinen Handlungsbedarf.
       
       [2][Der Flickenteppich an Reaktionen] erklärt sich schlicht daraus, dass
       jedes Land ein anderes Abi schrieb. Nur Hamburg nahm zu 100 Prozent
       Aufgaben aus dem zentralen Aufgabenpool und Bremen nahezu. Niedersachsen
       hingegen hatte zur Hälfte eigene Aufgaben gestellt; Schleswig-Holstein zu
       einem Drittel.
       
       Ab 2021 soll die Entnahme der Pool-Aufgaben verbindlicher geregelt sein.
       Darauf hatten sich die Kultusministerkonferenz (KMK) 2018 verständigt. Das
       Abitur stand auch in dieser Woche auf der Tagesordnung der KMK. „Es haben
       sich alle 16 Bundesländer erneut zum gemeinsamen Aufgabenpool bekannt“,
       sagte der amtierende Vorsitzende Ralph Alexander Lorz (CDU) am Freitag.
       
       Das Ziel sei ein einheitlicher Standard für alle Länder. „Ab 2021 gilt:
       Wenn ein Land Aufgaben aus dem gemeinsamen Pool entnimmt, dürfen diese
       nicht mehr modifiziert werden.“ Ob ein Land aus dem Pool Aufgaben nimmt,
       soll freiwillig bleiben.
       
       7 Jun 2019
       
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