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       # taz.de -- Demo am Dammtorbahnhof: Neonazis nehmen neuen Anlauf
       
       > Am Sonntag starten Rechtsextreme einen neuen Versuch, auf Hamburgs
       > Straßen Fuß zu fassen.
       
   IMG Bild: Alte Bekannte? An den mäßig erfolgreichen „Merkel muss weg!“-Zusammenkünften orientiert sich auch das angekündigte Nazi-Event am Sonntag
       
       Hamburg taz | Unter dem Slogan „Michel wach’ endlich auf“ demonstrieren am
       Sonntag Rechtsextreme in der Innenstadt. Es ist das erste Mal seit dem
       vergangenen November: Im Vorjahr bereits gab es den Versuch, einen
       Pegida-Ableger unter dem Motto „Merkel muss weg“ in Hamburg zu etablieren.
       
       Damals wie heute warnt das Landesamt für Verfassungsschutz vor der
       Teilnahme: „Jeder, der an dieser ‚Michel-Kundgebung‘ teilnimmt, legt sich
       mit Rechtsextremisten ins Bett“, sagt der Behördensprecher Marco Haase. Ihm
       zufolge stehen hinter der Demonstration dieselben Akteure, die auch [1][die
       „Merkel muss weg“-Kundgebungen] geplant hatten. „Es handelt sich um
       Rechtsextremisten“, urteilt Haase.
       
       Auch wenn der Name anders ist und den Flyern ein neues Design verpasst
       wurde – der Charakter der Veranstaltung scheint gleich geblieben zu sein.
       Die Themen sind „Masseneinwanderung“, „Islamisierung“ oder der
       „CO2-Wahnsinn“ und in der Facebook-Gruppe tummeln sich bekannte Neonazis
       wie der ehemalige Bodyguard von Ronald Schill, Thomas Gardlo, der als einer
       der Hauptverantwortlichen für die „Merkel muss weg“-Kundgebungen galt.
       
       Auch die Inhalte und das Repertoire der Redner sind nahezu identisch mit
       denen der Demos im vergangenen Jahr. So sind neben dem mehrfach wegen
       Volksverhetzung verurteilten Michael Stürzenberg auch wieder einige
       AfD-Funktionäre mit von der Partie.
       
       Die Hamburger AfD-Fraktion hatte es schon bei den früheren Demonstrationen
       versäumt, sich von den Rechtsextremen zu distanzieren und musste dafür in
       der Bürgerschaft ordentlich Prügel einstecken. Nach starkem Protest zogen
       die Organisator*innen der Kundgebungen ihre Anmeldungen wiederholt
       zurück. Zur letzten Demonstration im November kamen nur noch rund 80
       Teilnehmer*innen.
       
       Auch am Sonntag plant das [2][„Hamburger Bündnis gegen Rechts“] wieder eine
       große [3][Gegendemonstration]. Ein weiteres Bündnis ruft unter der Parole
       [4][„Dammtor dicht machen!“] dazu auf, die Anreise der
       Versammlungsteilnehmer zu blockieren.
       
       12 Apr 2019
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] https://www.hamburg.de/innenbehoerde/schlagzeilen/11592582/mittwochs-versammlung-rechtsextremistische-strukturen/
   DIR [2] https://www.keine-stimme-den-nazis.org/aktuelle-meldungen/11-pressemitteilungen/7019-rechter-aufmarsch-am-sonntag-von-afd-bis-ku-klux-klan-wieder-alle-dabei
   DIR [3] https://www.keine-stimme-den-nazis.org/
   DIR [4] https://twitter.com/KampagneM/status/1115509451610624000
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Lukas Ziegler
       
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