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       # taz.de -- Hulk Hogan in der Wrestling Hall of Fame: Ruf wiederhergestellt
       
       > Jahrelang war er zerknirscht und entschuldigte sich für den eigenen
       > Rassismus. Nun bekommt der US-Ringer Hulk Hogan eine zweite Chance.
       
   IMG Bild: Weinte, betete, zeigte Einsicht: Hulk Hogan
       
       Hulk Hogan, der Wrestler mit dem Walrossbart, ist wieder „daheim“. So
       zumindest bezeichnet der 64-Jährige [1][in einem Tweet] die „Wrestling Hall
       of Fame“, aus der er vor drei Jahren wegen rassistischer Äußerungen
       verbannt wurde. Gebetet habe er für diesen Tag, schreibt er. Und
       entschuldigt hat er sich. Sehr oft und [2][sehr öffentlich]. Genug der
       Demut, beschloss nun die Firma World Wrestling Entertainment (WWE). Das
       Antlitz ihres populärsten Kämpfers darf wieder an die Wand.
       
       Nach ehrenamtlichem Einsatz für Kinder und emotionalen TV-Interviews, in
       denen er mit erstickter Stimme um Verzeihung dafür bat, den neuen Freund
       seiner Tochter mit dem N-Wort bezeichnet zu haben, findet WWE, dass es in
       Sachen Buße nun wirklich reicht. Die eigene Fehlbarkeit zur besten
       Sendezeit mit echten Tränen zelebrieren – für die
       Gladiatoren-Schaukampf-Szene in der Tat ungewöhnlich.
       
       Er habe den „Kreislauf des Rassismus“, mit dem er aufgewachsen sei,
       durchbrochen, sagte Hogan in einem Interview. Die im Wrestling
       festgefahrenen Rollen des „guten“ und „bösen“ Gegners sind halt nicht ohne
       Weiteres auf die Realität anzuwenden. Jetzt hängt der „Hulkster“ wieder
       dort, wo er herkam.
       
       US-Promis fallen in letzter Zeit immer häufiger wegen rassistischer
       Äußerungen in Ungnade. Dass Hogan jetzt zumindest teilweise rehabilitiert
       ist, liegt daran, dass er öffentlich Einsicht gezeigt hat. Im Gegensatz
       etwa zu seiner Entertainment-Kollegin Roseanne Barr.
       
       Die nach ihr benannte Sitcom wurde vor wenigen Monaten eingestellt, nachdem
       Barr in einem [3][Tweet Obamas Ex-Beraterin rassistisch beleidigte]. Barr
       zeigte keine Einsicht, sondern schob alles auf ihren
       Beruhigungsmittel-Konsum. Hogan dagegen distanzierte sich nicht, sondern
       nutzte die Medien zur Selbstreflexion. Das hat der Sportverband jetzt
       honoriert.
       
       17 Jul 2018
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] https://twitter.com/HulkHogan/status/1018589061852917766
   DIR [2] https://edition.cnn.com/2015/07/24/entertainment/hulk-hogan-wwe-apology-racism-feat/index.html
   DIR [3] /US-Serie-wegen-Rassismus-gestrichen/!5508939
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Leonie Gubela
       
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