URI:
       # taz.de -- Rot-rot-grüne Schulbaupläne: Initiative will Anhörung erzwingen
       
       > Baut die Howoge mit, wird der Schulbau zur Kostenfalle. Das fürchten
       > Privatisierungskritiker. Bis Ende Juni sammeln sie Unterschriften für
       > öffentliche Anhörung.
       
   IMG Bild: Baustelle Schulbau in Berlin
       
       Rot-Rot-Grün will bis 2026 5,5 Milliarden Euro in [1][Sanierung und Neubau]
       der Schulen investieren. Dabei soll das landeseigene Wohnungsbauunternehmen
       Howoge helfen: Elf große Sanierungsfälle wie die Carlo-Schmid-Schule sowie
       rund 30 Neubauvorhaben soll es übernehmen. Investitionsvolumen: eine
       Milliarde Euro, finanziert über Kredite. Die Howoge erhält dafür die
       Grundstücke per Erbbaurecht für 33 Jahre, der Bezirk garantiert die Miete.
       Doch gegen diese Pläne formiert sich [2][Widerstand], organisiert von der
       Initiative Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB).
       
       Die mahnt zum Beispiel, dass den MieterInnen höhere Mieten drohen können,
       wenn die Howoge mit ihrem Budget für den Schulbau nicht hinkommt. Etwa
       dann, wenn Baumaßnahmen teurer würden als geplant, die Howoge aber die
       „Gewährleistungspflicht“ hat.
       
       Dass es zwei komplett voneinander abgekoppelte Rechnungskreisläufe für
       Wohnungs- und Schulbau geben soll, sei nicht viel wert: „Die Howoge ist
       eine GmbH, Aufsichtsrat und Vorstand sind nur dem Unternehmen
       verpflichtet“, sagt der Jurist Benno Reinhardt, der in der GiB aktiv ist.
       Natürlich könne es sein, dass das Land „nachschießt“. „Ein anderes Szenario
       sind Mietsteigerungen.“
       
       Quatsch, kontert Grünen-Haushaltspolitikerin Stefanie Remlinger: „Das Land
       bestellt, das Land zahlt.“ Deshalb gebe es gegenüber den Banken Garantien
       über die Mietzahlungen. Die Initiative sammelt bis Ende Juni Unterschriften
       für eine öffentliche Anhörung im Parlament. 20.000 sind nötig, rund 18.000
       will die GiB bereits haben.
       
       18 Jun 2018
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] https://www.berlin.de/sen/finanzen/haushalt/schulbauoffensive/artikel.613867.php
   DIR [2] https://www.gemeingut.org/
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Anna Klöpper
       
       ## TAGS
       
   DIR Gemeingut in BürgerInnenhand
   DIR Howoge
   DIR Schule
   DIR Howoge
   DIR Grüne Berlin
   DIR Sandra Scheeres
   DIR R2G Berlin
   DIR Howoge
   DIR Schule
   DIR Gemeingut in BürgerInnenhand
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
   DIR Initiative „Unsere Schulen“: Volksinitiative findet kein Gehör
       
       „Unsere Schulen“ kritisiert im Hauptausschuss die Schulbaupläne des Senats.
       Überzeugen können sie die Abgeordneten nicht.
       
   DIR Bauen mit Holz: Bretter, die die Zukunft bedeuten
       
       In Berlin-Mahlsdorf entsteht eine Schule aus Holz. Das Land solle Bauen mit
       dem Öko-Rohstoff noch stärker fördern, fordern die Grünen.
       
   DIR Schulsanierung in Berlin: Sind so schicke Baustellen
       
       Bei der Schulsanierung sieht Senatorin Sandra Scheeres (SPD) viel
       Positives. Ein Baustellenrundgang am Charlottenburger
       Gottfried-Keller-Gymnasium.
       
   DIR Grünen-Politikerin zu Schulbauplänen: „Die Sorge ist hypothetisch“
       
       Bürgerinitiative sammelt Unterschriften gegen rot-rot-grüne
       „Schulprivatisierung“. Es gebe kein Risiko, verteidigt Stefanie Remlinger
       (Grüne).
       
   DIR Kaputte Schule: Presse unerwünscht: Spandauer Schulbaudefensive
       
       Gewerkschaft und Eltern wollen Journalisten Probleme bei der Schulsanierung
       an einem Beispiel in Spandau zeigen. Der Bezirksbürgermeister verbietet den
       Rundgang.
       
   DIR Berliner Schulbauoffensive: Weddinger Wirklichkeiten
       
       In der Anna-Lindh-Schule hält man die Schulbauoffensive des Senats vor
       allem für einen guten Witz: Auf Schultour mit dem SPD-Fraktionschef Raed
       Saleh.
       
   DIR Kritik an Berliner „Schulprivatisierung“: „Das ist Verfassungsbruch“
       
       Eine GmbH soll künftig den Schulneubau managen. Berlin privatisiere so
       seine Schulen, warnt Carl Waßmuth von der Initiative Gemeingut in
       Bürgerhand.