URI:
       # taz.de -- Bayerischer Verwaltungsgerichtshof: Kopftuchverbot bestätigt
       
       > Rechtsrefrendarinnen darf untersagt werden, in bayerischen Gerichten ein
       > Kopftuch zu tragen. Gegen das Verbot hatte eine Juristin islamischen
       > Glaubens geklagt.
       
   IMG Bild: Die klagende Studentin im Augsburger Gerichtssaal (Archivbild aus dem Jahr 2016)
       
       München epd | An bayerischen Gerichten ist das Tragen religiöser Symbole
       für Richter oder Staatsanwälte untersagt – das gilt auch für
       Rechtsreferendarinnen mit muslimischem Kopftuch. Mit dieser Entscheidung
       hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München am Mittwoch einem
       Urteil der Vorinstanz widersprochen. Eine Revision ist nicht zugelassen.
       Gegen das Kopftuchverbot hatte eine Augsburger Juristin islamischen
       Glaubens geklagt.
       
       Die Muslimin Aqilah Sandhu hatte 2014 zu Beginn ihres juristischen
       Vorbereitungsdienstes eine gerichtliche Auflage bekommen, ihr Kopftuch „bei
       der Ausübung hoheitlicher Tätigkeiten mit Außenwirkung“ nicht zu tragen. In
       der Folge konnte sie gewisse Ausbildungsinhalte bei Gericht nicht
       wahrnehmen, so etwa das Beisitzen am Richtertisch.
       
       [1][Gegen diese aus ihrer Sicht „ungerechtfertigte Diskriminierung“ klagte
       Sandhu und bekam 2016 vom Augsburger Verwaltungsgericht recht.] 
       
       Der Freistaat legte Bayern Berufung ein. Das äußere Erscheinungsbild dürfe
       „keinerlei Zweifel an der Unabhängigkeit, Neutralität und ausschließlicher
       Gesetzesorientierung aufkommen lassen“, begründete das Justizministerium
       den Schritt.
       
       7 Mar 2018
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] /Jurareferendarinnen-in-Bayern/!5318215
       
       ## TAGS
       
   DIR Kopftuchverbot
   DIR Bayern
   DIR Justiz
   DIR Urteil
   DIR Religion
   DIR Kruzifix
   DIR Kopftuchverbot
   DIR Kopftuchverbot
   DIR Mädchen
   DIR Kopftuch
   DIR Kopftuch
   DIR Kopftuch
   DIR Religionsfreiheit
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
   DIR Religiöse Symbole sollen verschwinden: Gerichte bald fast neutral
       
       In Niedersachsen sollen religiöse und weltanschauliche Symbole vor Gericht
       verbannt werden – nur das Kreuz an der Wand darf bleiben.
       
   DIR Kommentar Kopftuchverbot an Schulen: Schafft das Neutralitätsgesetz ab
       
       Eine Lehrerin mit Kopftuch darf an einer Berliner Grundschule nicht
       unterrichten. Das zu Grunde gelegte Gesetz ist nicht so neutral wie
       gedacht.
       
   DIR Berliner Gericht zum Kopftuchverbot: Neutralität ist wichtiger als der Glaube
       
       Das Berliner Arbeitsgericht weist die Klage einer Lehrerin ab. Das Verbot
       religiöser Symbole in staatlichen Einrichtungen sei verfassungskonform.
       
   DIR Kommentar Kopftuchverbot in Kitas: Ein Zeichen gegen das Mittelalter
       
       Das Kopftuch hat in unseren Kitas und Schulen rein gar nichts zu suchen. Es
       degradiert auch sehr junge Frauen bereits zu Sexualobjekten.
       
   DIR FPÖ will Kopftuchverbot verschärfen: Kein Hijab im Kindergarten
       
       Österreichs Vizekanzler Strache (FPÖ) will ein Kopftuchverbot in
       Kindergärten und Volksschulen. Juristisch ist das umstritten.
       
   DIR Keine Kippa für Richter: Der Kopf bleibt frei
       
       Dürfen religiöse Symbole aus dem Gerichtssaal verbannt werden?
       Baden-Württemberg plant ein Gesetz – trotz verfassungsrechtlicher Bedenken.
       
   DIR Jurareferendarinnen in Bayern: Kopftuchverbot ist unzulässig
       
       Muslimische Jurastudentinnen dürfen in Bayern während ihres Referendariats
       im Gerichtssaal kein Kopftuch tragen. Einem Gericht zufolge ist das
       illegal.
       
   DIR Religionssymbole an Schulen: Das Kopftuch ist frei
       
       Das Bundesverfassungsgericht spricht sich gegen pauschale Kopftuchverbote
       an Schulen aus. Zehn Fragen und Antworten zum Urteil.