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       # taz.de -- Kommentar Paralympics: Es geht um den Sport
       
       > Bei den Paralympics geht es um Spitzensport und nicht um Behinderung. Die
       > Berichterstattung berücksichtigt das immer noch nicht genug.
       
   IMG Bild: Anna Schaffelhuber beim Riesenslalom
       
       Bis zum Sonntag finden die [1][Paralympics] in Pyeongchang statt. 20
       deutsche Sportler*innen kämpfen in sechs Disziplinen um Medaillen. Diese
       Namen sollte man sich unter vielen anderen merken: Schaffelhuber – Eskau –
       Rothfuss. Alles Frauen, alles Spitzensportlerinnen. Andrea Rothfuss ist
       Skirennläuferin, Andrea Eskau Handbikerin, Skilangläuferin und Biathletin.
       Anna Schaffelhuber fährt Monoskibob. Alle haben eine Behinderung, sonst
       würden sie nicht bei den Paralympics starten. Welche Diagnosen haben sie?
       Sie sind Medaillengewinnerinnen.
       
       Die geschäftsführende Bundesbehindertenbeauftragte bescheinigt in der
       [2][Süddeutschen Zeitung] der Berichterstattung über die Wettkämpfe eine
       Verbesserung. Früher konzentrierten sich die Reporter*innen vor allem auf
       das Schicksal des Einzelnen, mittlerweile stünde die sportliche Leistung im
       Vordergrund. Trotzdem muss Anna Schaffelhuber in einem Interview noch
       erklären: [3][„Ich mache den Sport nicht, weil ich Rollstuhlfahrer bin.“]
       Sportler*innen definieren sich über die Leidenschaft zum Sport und die
       Erfolge, ob mit oder ohne Behinderung.
       
       Schaffelhuber, Eskau und Rothfuss sind vielschichtige Persönlichkeiten, die
       Profisportlerinnen sind, einem Beruf nachgehen und Vorbilder für die
       nächste Generation sind. Nicht nur für junge Menschen mit Behinderung,
       sondern für alle Nachwuchssportler*innen.
       
       Im Breitensport gibt es bereits inklusive Trainings, doch es muss noch viel
       passieren: Menschen mit und ohne Behinderung leben hierzulande immer noch
       zu häufig nebeneinander statt miteinander. Förderschulen,
       Behindertenwerkstätten, Behindertenwohnstätten. Diese sperrigen Begriffe
       bilden Lebensrealitäten ab, die abgrenzen. Wenn man zu wenig über einander
       weiß, bezeichnet man eine Behinderung schnell als „Schicksal, das
       überwunden werden muss“.
       
       Doch viele behinderte Menschen leben einfach mit der Behinderung, nicht
       trotz ihr. Ist man sich dessen bewusst, verschiebt sich der Fokus auch bei
       den Paralympics von der Behinderung auf die sportliche Leistung.
       
       17 Mar 2018
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] /Paralympics-2018-in-Pyeongchang/!5487686
   DIR [2] http://www.sueddeutsche.de/sport/interview-am-morgen-paralympics-es-geht-nicht-mehr-darum-welchen-unfall-ein-athlet-hatte-1.3897734
   DIR [3] http://www.faz.net/aktuell/sport/wintersport/paralympics-star-anja-schaffelhuber-ueber-lust-und-last-ihres-sports-15484383.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Judyta Smykowski
       
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