URI:
       # taz.de -- taz-video zu Antisemitismus: „Die Nazis haben am Ende verloren“
       
       > Antisemitismus ist in Deutschland Alltag. Die Zahl der Übergriffe bleibt
       > hoch. Debora Antmann lässt sich davon nicht beeindrucken.
       
   IMG Bild: An Purim wollten Jüdinnen und Juden gerne mal schräg angeschaut werden. Sonst aber nicht
       
       Vor drei Monaten ging ein Video auf Facebook viral, das zeigte, wie ein
       Deutscher [1][einen jüdischen Restaurantbesitzer] aufs Übelste
       antisemitisch beschimpfte. Selbst als die Polizei eintraf, ließ der Mann
       nicht von seinen Äußerungen ab. Kurze Zeit davor fanden in Deutschland
       Demonstrationen statt, bei denen die Israelfahne verbrannt und „Tod den
       Juden“ skandiert wurde.
       
       Die Anzahl antisemitischer Straftaten in Deutschland bleibt konstant hoch,
       2017 waren es 1.453, ungefähr so viele wie 2016. Der Großteil davon, 1.377
       Übergriffe, sollen laut Behörden von rechts motivierten Täter_innen verübt
       worden sein. Die Polizei stellte keinen einzigen Haftbefehl aus und sie
       nahm nur zwei Täter_innen fest. Das geht aus den Antworten der
       Bundesregierung auf Anfragen der Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Die
       Linke) hervor wie der Tagesspiegel [2][berichtet].
       
       Es ist davon auszugehen, dass die Zahl der Straftaten höher liegt.
       Betroffene und Zeug_innen zeigen viele der Straftaten nicht an, weil sie
       davon ausgehen, dass sich dadurch nichts ändern würde. „Die Polizei neigt
       zu Vermeidungsstrategien und verweist selbst bei der Offensichtlichkeit des
       Tatmotivs häufig auf alternative, nicht politische Tathintergründe“, stellt
       der Unabhängige Expertenkreis Antisemitismus in seinem [3][Bericht] für die
       Bundesregierung fest.
       
       Debora Antmann trägt ihren Davidstern offen um den Hals. Sie will ihre
       Zugehörigkeit zum Judentum zeigen können, ohne dafür angefeindet zu werden.
       Auch sie ist alltäglichen antisemitischen Übergriffen ausgesetzt – schon
       seit ihrer Kindheit. Sie berichtet über Ausgrenzungen in der Schule wie auf
       der Straße – und wie sie sich dagegen wehrt. (dpa) |
       
       6 Mar 2018
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] /Antisemitismus-in-Deutschland/!5482392
   DIR [2] https://www.tagesspiegel.de/politik/hass-gegen-juden-in-deutschland-pro-tag-im-schnitt-vier-antisemitische-straftaten/20949750.html
   DIR [3] https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/publikationen/2017/expertenbericht-antisemitismus-in-deutschland.pdf?__blob=publicationFile
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Svenja Bednarczyk
   DIR Zoe Sona
       
       ## TAGS
       
   DIR Antisemitismus
   DIR Judentum
   DIR Israel
   DIR Antisemitismus
   DIR Antisemitismus
   DIR Antisemitismus
   DIR Gender
   DIR Sexismus
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
   DIR Neuer Antisemitismusbeauftragter: Der Mann mit dem „zweiten Blick“
       
       Erstmals soll es einen Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung
       geben. Felix Klein gilt als der aussichtsreichste Kandidat.
       
   DIR Antisemitismus in Deutschland: Verletzt in Berlin
       
       Was bedeutet der alltägliche Judenhass für die Betroffenen? Yorai Feinberg
       und Gemma Michalski berichten über ihr Martyrium.
       
   DIR Antisemitische Angriffe in Deutschland: Jeden Tag vier Straftaten
       
       Bei der Mehrheit aller Delikte gehen die Behörden von rechts motivierten
       Tätern aus. Zudem ist eine hohe Dunkelziffer anzunehmen.
       
   DIR taz.video zu Homophobie: „Wenn du Hilfe brauchst, ich bin da“
       
       LSBTIQA sind nicht nur bei der Ehe, sondern auch im Alltag
       Diskriminierungen ausgesetzt. Sigrid Grajek berichtet, wie sie
       Unterstützung fand.
       
   DIR taz.video zum Frauentag: „Die Entschuldigung reichte mir nicht“
       
       Sexismus betrifft jede Frau. Wir lassen eine sprechen. Birgit Theilmeier
       berichtet von Übergriffen in der Disko und wie sie sich wehrte.