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       # taz.de -- St. Pauli spielt unentschieden: Müde ins Mittelmaß
       
       > Nach dem 2:2 gegen Jahn Regensburg steht der FC St. Pauli im Niemandsland
       > der Zweiten Bundesliga.
       
   IMG Bild: FC St. Pauli spielte gegen Jahn Regensburg
       
       Hamburg taz | Kein Hoffen, kein Bangen. Nach fünf Spielen in Folge ohne
       Sieg hat der FC. St. Pauli den Kontakt zu den Aufstiegsplätzen der Zweiten
       Bundesliga verloren, aber immer noch einen beruhigenden Abstand zur
       Abstiegszone. Nach drei Spielzeiten, in denen zweimal der Abstieg hauchzart
       vermieden und einmal der Erstliga-Aufstieg knapp verpasst wurde, droht eine
       Saison der Langeweile.
       
       Die Heimwärts-Partie gegen Jahn Regensburg am Sonntag war ein Spiegel der
       bisherigen Saison, in die die Hamburger durchaus mit Hoffnung gestartet
       waren und ganz vorne mitspielen wollten. Wie schon ein halbes dutzend Male
       in der bisherigen Spielzeit begannen die Hamburger, als hätten sie eine
       Überdosis Valium zu sich genommen. Eine halbe Stunde lang spielte nur
       Regensburg. Und gegen die früh störenden Regensburger gelang den Kickern
       vom Kiez kein geordneter Spielaufbau. „Wir standen da komplett neben uns“,
       analysierte St.-Pauli-Trainer Olaf Janßen nach dem Spiel. Die Folge:
       Bereits nach 25 Minuten lagen die Hamburger mit 0:2 zurück.
       
       Wieder kassierten sie dabei einen Gegentreffer nach einem Eckball. Trotz
       kopfballstarker Innenverteidiger stimmte in dieser Saison wiederholt die
       Zuordnung nach Standards nicht. Diesmal kam der Regensburger Kapitän
       Grüttner frei zum Kopfball (21.) und konnte sich die Ecke zum 1:0
       Führungstreffer für Regensburg aussuchen. Bereits nach 35 Minuten entschied
       sich Janßen zu zwei Spielerwechseln: Für Nehrig und Sobotta kamen Flum und
       Bouhaddouz. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Regensburger Adamyan bereits den
       2:0-Führungstreffer erzielt.
       
       Selbst die Südkurven-Ultras sahen sich genötigt, ihren einschläfernden
       Singsang zu unterbrechen und lauthals an das Team mit „Aufwachen!
       Aufwachen!“-Rufen zu appellieren. Ein Wake-Up-Call mit Erfolg. Zehn aktive
       Minuten vor der Pause genügten, um den 0:2-Rückstand zu egalisieren. Der
       aufgerückte Verteidiger Lasse Sobiech verkürzte nach einer schönen
       Einzelaktion erst zum 1:2 (40.), bevor Sami Allagui kurz vor dem
       Pausenpfiff zum Ausgleich traf. Der tunesische Stürmer hatte dabei Glück,
       dass der Schiedsrichter seine klare Abseitsstellung nicht erkannte.
       
       In der zweiten Halbzeit zeigte sich dann ein anderes Manko, welches die
       Hamburger seit Saisonbeginn begleitet: Eine fatale Abschlussschwäche. Die
       Hamburger beherrschten den Aufsteiger fast die komplette zweite
       Spielhälfte, erspielten sich durch Buchtmann und Bouhaddouz beste Chancen,
       trafen aber nicht. Besonders das vor der Saison hochgelobte neue Sturmduo
       Sami Allagui und Aziz Bouhaddouz hat Ladehemmung. Erzielte Allagui gegen
       Regensburg immerhin seinen zweiten Saisontreffer, steht Bouhaddouz noch
       ganz ohne Torerfolg da.
       
       So unspektakulär, wie die Saison verläuft, dürfte auch kommenden Donnerstag
       die Jahreshauptversammlung des FC St. Pauli ablaufen. Nach drei Jahren
       Amtszeit steht Clubpräsident Oke Göttlich mit neuem Team zu Wiederwahl.
       Göttlichs Wiederwahl dürfte reine Formsache sein.
       
       19 Nov 2017
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Marco Carini
       
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