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       # taz.de -- Flüchtlingspolitik der Linkspartei: NGOs kritisieren Wagenknecht
       
       > Die von Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine angestoßene Debatte um den
       > flüchtlingspolitischen Kurs der Linken irritiert auch außerhalb der
       > Partei.
       
   IMG Bild: Die Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Bundestag, Sahra Wagenknecht
       
       Berlin taz | Innerhalb der Linkspartei stoßen die Äußerungen der
       Spitzenkandidatin und Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht und [1][des
       früheren Parteivorsitzenden Oskar Lafontaine] zur strategischen Ausrichtung
       auf heftigen Widerspruch. Wagenknecht hatte noch am Abend der
       Bundestagswahl Zweifel an der Flüchtlingspolitik geäußert, Lafontaine
       einige Tage darauf der Partei eine strategische Schwäche unterstellt,
       gerade im Kampf um Wählerstimmen die zur AfD abwanderten.
       
       Bei Parteiprominenz, wie einfachen Mitgliedern treffen kurz nach der Wahl
       geäußerte Kritik am flüchtlingspolitischen Kurs der Partei zum Teil auf
       Irritationen. Der von Oskar Lafontaine geführte [2][Angriff auf die
       Parteivorsitzenden Kipping und Riexinger] wurde unter anderem [3][von
       Gregor Gysi entschieden zurückgewiesen].
       
       Doch auch bei NGOs und Einzelpersonen aus dem erweiterten Umfeld der Partei
       regt sich Widerspruch zum Versuch Wagenknechts und Lafontaines, die Linken
       auf eine restriktivere Flüchtlingspolitik einzustimmen. Am Freitag
       [4][veröffentlichte VertreterInnen verschiedener Organisation einen offenen
       Brief], in dem sie Sahra Wagenknecht vorwerfen, sie stelle „den
       antirassistischen Grundkonsens einer pluralen Linken in Frage“.
       
       Die Unterzeichner*innen erwarten nach eigenem Bekunden eine Linkspartei,
       die „antirassistisch agiert und sich dabei offensiv an die Seite all
       derjenigen stellt, die unter der neoliberalen Entrechtung leiden. Und dazu
       gehören selbstverständlich alle, egal woher sie kommen und egal wie lange
       sie schon hier leben.“
       
       Währenddessen zeigen aber auch Parteimitglieder und -anhänger*innen ihre
       Unterstützung für Sahra Wagenknecht. Auf der Webseite [5][„Wir für Sahra“]
       wird von einer diffamierenden Kampagne gegen die Fraktionsvorsitzende
       gesprochen und Unterschriften gesammelt.
       
       14 Oct 2017
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] https://www.facebook.com/oskarlafontaine/posts/1552437538151041
   DIR [2] /Die-Linke-und-Fluechtlingspolitik/!5450478
   DIR [3] https://www.neues-deutschland.de/artikel/1065210.links-ist-an-der-seite-der-schwachen.html
   DIR [4] https://www.facebook.com/blockupy.europe/posts/961646874002351
   DIR [5] http://xn--wir-fr-sahra-hlb.de/wir-stehen-zu-sahra
       
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