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       # taz.de -- CDU-Mann will Wölfe jagen: Der Ballermann
       
       > Schusswaffen sind für den niedersächsischen CDU-Kandidaten Frank
       > Oesterhelweg sehr wichtig. Er will damit Wölfe und sexualisierte Gewalt
       > erschießen.
       
   IMG Bild: Raucht bei ihm: Colt, Kopf. Frank Oesterhelweg im niedersächsischen Parlament
       
       Er ist einer, der gern mal mit Zitaten über Schusswaffen in der
       Öffentlichkeit poltert. So forderte Frank Oesterhelweg nach den Verbrechen
       in der Silvesternacht in Köln in einer Kolumne, dass Polizisten die
       betroffenen Frauen auch mit Gewalt schützen sollten. Er schrieb: „Sie lesen
       richtig, auch mit Schusswaffen“ – und erntete dafür viel Kritik. Sogar die
       Gewerkschaft der Polizei nannte die Aussage eine Entgleisung.
       
       Der 55-jährige Landwirt aus dem Kreis Wolfenbüttel will Niedersachsens
       Umweltminister werden. Nun hat es Oesterhelweg, kaum ins Schattenkabinett
       des CDU-Spitzenkandidaten Bernd Althusmann aufgestiegen, schon wieder mit
       markigen Worten in die Zeitungen geschafft.
       
       Dieses Mal forderte er, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen. „Wir wollen den
       Wolf nicht ausrotten, aber die Bestände regulieren, wie wir das bei anderen
       Wildarten auch machen“, sagt Oesterhelweg. Der Wolf habe keine natürlichen
       Feinde und vermehre sich. Es sei auch für die Akzeptanz der Raubtiere
       wichtig, dass es nicht zu viele würden. Hinzu kämen Problemwölfe wie
       „Kurti“, den der derzeitige grüne Umweltminister Stefan Wenzel „völlig zu
       Recht“ erschießen ließ.
       
       Selbst erlegen will Oesterhelweg den Wolf nicht, obwohl er einen Jagdschein
       hat. „Ich bin nicht der, der mit lockerem Colt durch die Gegend läuft“,
       sagt der Vize-Chef der CDU-Fraktion. „Es geht mir darum, dass wir ein
       Problem in den Griff kriegen.“ Denn die Wölfe töteten nicht nur Nutztiere,
       auch manche Eltern hätten Angst, ihre Kinder draußen spielen zu lassen –
       obwohl in Deutschland noch nie ein Mensch von einem Wolf verletzt wurde.
       „Aber muss man darauf warten?“
       
       Als Umweltminister will Oesterhelweg versuchen, die Gegensätze von Ökonomie
       und Ökologie aufzuheben. „Es gibt viel zu tun: Pflanzprogramme,
       Streuobstwiesen, Blühstreifen.“ Aber solche Maßnahmen kann man nur
       gemeinsam mit den Bauern umsetzen.
       
       15 Sep 2017
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Andrea Scharpen
       
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