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       # taz.de -- Eskalation in Israel: Anschlag im Westjordanland
       
       > Bei Protesten sterben drei Palästinenser, später kommt es zu einem
       > verheerenden Übergriff im Westjordanland. Abbas friert die Beziehungen zu
       > Israel ein.
       
   IMG Bild: Auch am Gaza-Streifen gab es am Freitag Zusammenstöße
       
       Jerusalem ap | Ein neu aufflammender Streit um die heiligen muslimischen
       Stätten in Jerusalem hat am Freitag insgesamt sechs Menschen das Leben
       gekostet. [1][Drei Palästinenser wurden getötet], als sie zusammen mit
       Hunderten anderen wegen der Aufstellung von Metalldetektoren protestierten
       und es dabei zu Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften kam.
       Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verkündete, die Kontakte mit Israel
       „auf allen Ebenen“ einzufrieren. Später am Tag tötete ein Palästinenser bei
       einer Messerattacke im Westjordanland drei jüdische Familienmitglieder.
       
       Nach Angaben des israelischen Militärs überraschte der jugendliche
       Angreifer die drei Israelis in der Siedlung Halamisch nordwestlich von
       Ramallah am Abend bei einer Sabbatfeier. Bei der Attacke habe es sich um
       ein „Massaker“ gehandelt, sagte ein Militärsprecher. Die Armee
       veröffentlichte Bilder von einem mit Blut überströmten Küchenboden. Der
       mutmaßliche Täter wurde laut israelischen Medien angeschossen und im
       Krankenhaus behandelt.
       
       UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte am Freitag die erste
       Attacke in Jerusalem. Er rief die israelischen und palästinensischen
       Verantwortlichen in der Politik auf, jegliche weitere Handlungen
       einzustellen, die die Lage in der Altstadt weiter gefährden könnten.
       Spannungen müssten reduziert werden, sagte UN-Sprecher Farhan Haq.
       Religiöse Stätten sollten als Orte zur Reflexion respektiert und nicht für
       Gewalt missbraucht werden. Guterres fordere die „vollständige Aufklärung“
       der drei Todesfälle.
       
       Palästinenserpräsident Abbas sagte indes, die Beziehungen zu Israel würden
       nach dem tödlichen Vorfall und den Protesten in Jerusalem auf Eis gelegt.
       Zunächst war unklar, ob die Palästinenser ihre seit langem bestehende
       Sicherheitszusammenarbeit mit Israel stoppen.
       
       22 Jul 2017
       
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