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       # taz.de -- Gesetz zu Trumps Onlinevermächtnis: „Covfefe“ zu den Akten
       
       > Ein US-Demokrat schlägt vor, Donald Trumps private Tweets im
       > Nationalarchiv zu archivieren. Ein guter Vorschlag?
       
   IMG Bild: Bald archiviert zwischen Verfassung und Bill Of Rights? Trumps Tweets
       
       Endlich! Zwei Wochen ist es her, dass “The Donald“ Trump die Welt mit
       seinem legendären Twitter-Mausrutscher in Aufruhr versetzte. Während
       Medienmacher, Psychoanalytiker und Kaffeesatzleser noch immer über die
       Bedeutung von „covfefe“ rätseln, lockt nun ausgerechnet ein Demokrat mit
       der sinnigsten Interpretation: Am Montag legte der Abgeordnete Mike Quigley
       aus Illinois einen Gesetzesantrag vor mit dem knackigen Titel
       „Communications Over Various Feeds Electronically for Engagement“-Act.
       
       Der hat zum Ziel, die präsidialen Social-Media-Aktivitäten im
       Nationalarchiv zu verewigen. Quigley will, dass das nicht nur für das
       offizielle „@POTUS“-Konto, sondern auch für Trumps Privataccount
       „@realDonaldTrump“ gilt. Da der Präsident den immer wieder als digitales
       Megafon nutzt, ist dieser Antrag nur konsequent.
       
       Das Nationalarchiv der USA beherbergt die wichtigsten Hinterlassenschaften
       der amerikanischen Staatschefs: Unabhängigkeitserklärung, Verfassung, Bill
       of Rights – und, demnächst dann, Trumps Online-Vermächtnis. Was den
       bisherigen Präsidenten der Federkiel oder das Redemanuskript waren, sind
       für Trump die 140 Zeichen im Internet. Hier beweist er diplomatisches
       Feingefühl („Schwedischer Premier weiß nicht, was in seinem Land passiert.
       (…) Sad!“), wacht über die Gewaltenteilung („Kann nicht glauben, dass ein
       Richter unser Land so in Gefahr bringt. (…) Bad!“) und übt sich, wie
       bekannt, im kreativen Umgang mit der Landessprache („Trotz der konstant
       schlechten Presse covfefe“).
       
       Seit 1978 schreibt der Presidential Records Act vor, dass alle präsidiale
       Korrespondenz für die Nachwelt aufbewahrt werden muss. Durch seinen Antrag
       will Quigley das Gesetz auf den Bereich der sozialen Medien ausweiten. Ob
       er den Covfefe-Act tatsächlich im Kongress durchbekommt, ist fraglich. Für
       eine Mehrheit fehlt ihm wohl die Unterstützung der Republikaner. SAD!
       
       13 Jun 2017
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Kathrin Müller-Lancé
       
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