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       # taz.de -- Indische Ministerin für Frauen: Schutz vor ihren eigenen Hormonen
       
       > Die indische Ministerin für Frauenangelegenheiten sagte am Montag,
       > Ausgangssperren würden Studentinnen vor ihren eigenen „hormonellen
       > Ausbrüchen“ schützen.
       
   IMG Bild: Hormonelle Ausschüttungen? Zwei Inderinnen am Valentinstag
       
       Neu Delhi afp | Die indische Ministerin für Frauenangelegenheiten, Manekha
       Gandhi, hat kurz vor dem Weltfrauentag mit ihrem Plädoyer für nächtliche
       Ausgangssperren für Frauen eine Kontroverse ausgelöst.
       
       Gandhi sagte dem Nachrichtensender NDTV am Montag, Ausgangssperren würden
       Studentinnen vor ihren eigenen „hormonellen Ausbrüchen“ schützen. Die
       Äußerung sorgte in den sozialen Netzwerken für Spott und Kritik.
       
       In vielen indischen Hochschulwohnheimen gelten nachts Ausgangssperren für
       Frauen, aber nicht für Männer. Kritiker bezeichnen die Regelungen als
       sexistisch und überholt.
       
       Gandhi sagte hingegen: „Die Ausgangssperren stellen eine rote Linie für die
       Sicherheit der Studentinnen dar.“ In Indien werden jedes Jahr knapp 40.000
       Fälle von Vergewaltigungen gemeldet.
       
       Eine indische Journalistin [1][reagierte auf Gandhis Aussage auf Twitter
       und schrieb], dass es sicherer sei, hormongesteuerte Männer wegzusperren
       anstatt Frauen zu verbieten, ein erfülltes Leben zu führen.
       
       7 Mar 2017
       
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   DIR [1] https://twitter.com/MasalaBai/status/838792757929897985
       
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