# taz.de -- Erfolg für UN-Klimapakt: 60 Länder ratifizieren Abkommen
> Das Pariser Klimaabkommen hat eine weitere Hürde genommen: mehr als 55
> Länder haben es ratifiziert. In Kraft treten kann es aber noch nicht.
IMG Bild: Freeze! Lassen sich die Folgen des Klimawandels noch stoppen? Immerhin haben sich 60 Länder jetzt auf ein neues Abkommen geeinigt
New York reuters/ap | Nach der Bestätigung des Pariser Klimaabkommens durch
Dutzende weitere Staaten steht das Projekt zur Begrenzung der Erderwärmung
vor dem Durchbruch. Inzwischen hätten 60 Länder die Vereinbarung vom
Dezember ratifiziert, erklärte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon am Mittwoch.
Zusammen seien sie für 47,5 Prozent des weltweiten Kohlendioxid-Ausstoßes
verantwortlich. Damit das Abkommen in Kraft treten kann, müssen mindestens
55 Staaten zustimmen, die mindestens 55 Prozent der Emissionen produzieren.
Bis zum Ende seiner zweiten Amtszeit am 31. Dezember werde auch die zweite
Bedingung erfüllt sein, erklärte Ban. „Was einst unmöglich schien, ist
jetzt unvermeidlich“, erklärte er.Der Pariser Vertrag soll die Erderwärmung
auf unter zwei Grad begrenzen und auf lange Sicht den Ausstieg aus fossilen
Brennstoffen einläuten.
Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, dem 1997 geschlossenen Kyoto-Protokoll,
ist das Abkommen nicht bindend: Es bleibt jeder Nation selbst überlassen,
ihre Zusagen einzuhalten. Anfang September waren auch die beiden größten
CO2-Produzenten, China und die USA, dem Pakt beigetreten. Zusammen sind sie
für 40 Prozent des Ausstoßes verantwortlich.
## Kerry will Kämpfer für den Planeten
US-Außenminister John Kerry äußerte sich zuversichtlich, dass die magische
Zahl von 55 Prozent vor der nächsten UN-Klimakonferenz erreicht werden
könne. Diese beginnt am 7. November in Marrakesch in Marokko. Er rief
Menschen überall auf, „Krieger für den Planeten zu werden“.
Nach jahrelangem Ringen hatte sich die Weltgemeinschaft im vergangenen
Dezember in Paris zu Schritten gegen die Erwärmung der Atmosphäre
verpflichtet. Mehr als 170 Staats- und Regierungschefs unterzeichneten das
Abkommen.
21 Sep 2016
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