# taz.de -- Krieg im Südsudan: Eine Million Menschen sind geflohen
> Die Zahl der Südsudanesen, die ins Ausland geflüchtet sind, hat die
> Millionengrenze überschritten. Hinzu kommen hunderttausende
> Binnenvertriebene.
IMG Bild: St. Theresa-Kathedrale in Juba, Südsudan: Auf dem Kirchengelände hat diese Familie Schutz gesucht
Genf epd | Mehr als eine Million Südsudanesen sind außerhalb der
Landesgrenzen auf der Flucht. Sie hätten ihre Heimat seit Beginn des
Bürgerkrieges im Dezember 2013 verlassen müssen, teilte das
UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Freitag in Genf mit.
Allein seit dem Aufflammen neuer Kämpfe zwischen Anhängern des Präsidenten
Salva Kiir und Getreuen des Ex-Vizepräsidenten Riek Machar im Juli hätten
185.000 Menschen die Grenzen überquert. Die meisten Flüchtlinge seien
Frauen und Kinder. Viele von ihnen seien Opfer von sexueller Gewalt.
Uganda nahm demnach mehr als 370.000 südsudanesische Geflohene auf. Über
290.000 weitere hätten sich nach Äthiopien durchgeschlagen. Im Sudan
suchten knapp 250.000 Menschen Zuflucht. Auch in Kenia, der Demokratischen
Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik seien südsudanesische
Flüchtlinge untergekommen. Innerhalb des Südsudans irren laut dem UNHCR
mehr als 1,6 Millionen Vertriebene umher.
Im Südsudan herrscht seit Ende 2013 ein Bürgerkrieg, der trotz eines
Friedensschlusses nicht überwunden ist. Zehntausende wurden getötet. Der
Südsudan gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Vor fünf Jahren hatte er
die Unabhängigkeit vom Sudan im Norden erlangt.
16 Sep 2016
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