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       # taz.de -- Veröffentlichung von TTIP-Dokumenten: Energiewende in Gefahr
       
       > Greenpeace hat Verhandlungsdokumente zum Thema Energie ins Netz gestellt.
       > Demnach könnte die Energiewende bald „in Lebensgefahr schweben“.
       
   IMG Bild: Greenpeace hat es wieder getan: TTIP-Dokumente veröffentlicht, diesmal zur Energiewende
       
       Berlin/Brüssel dpa | Die deutsche Energiewende könnte durch die
       Verhandlungen der EU mit den USA über das Freihandelsabkommen TTIP nach
       Einschätzung von Greenpeace Probleme bekommen. Die Umweltorganisation
       stellte [1][Verhandlungsdokumente zum Bereich Energie] ins Internet, über
       die in der am Montag beginnenden 14. Verhandlungsrunde gesprochen wird.
       
       Darin heißt es unter anderem, dass beim Zugang zu Netzen nicht zwischen
       Energiearten unterschieden werden soll – Greenpeace sieht daher den in
       Deutschland geltenden Einspeisevorrang für Erneuerbare in Gefahr.
       
       „Setzt sich dieser Vorschlag durch, schwebt die deutsche Energiewende in
       Lebensgefahr“, sagte Greenpeace-Sprecher Christoph Lieven über das Papier.
       In der aktuellen Verhandlungsrunde des transatlantischen Freihandels- und
       Investitionsschutzabkommen TTIP geht es unter anderem um Energie und um den
       Handel mit Rohstoffen. Die Gespräche sollen bis Freitag dauern.
       
       Greenpeace und andere Organisationen hatten Anfang Mai bereits viele
       geheime Verhandlungsdokumente veröffentlicht und damit die Sorge um
       Verbraucherschutz- und Umweltstandards geschürt. Die Bundesregierung
       drängte am Montag zu Eile: „Der Zeitrahmen für einen Abschluss der
       Verhandlungen mit der jetzigen US-Administration ist sehr ehrgeizig und
       verengt sich zunehmend“, teilte das Wirtschaftsministerium mit.
       
       Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert schnelle
       Fortschritte und mehr Fürsprache der EU-Staats- und Regierungschefs für die
       Freihandelsabkommen. Gerade nach dem britischen Referendum über den
       EU-Austritt müsse es darum gehen, die EU zu stärken und für neue
       Wachstumsimpulse zu sorgen, sagte BDI-Präsident Ulrich Grillo.
       
       11 Jul 2016
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/20160711_greenpeace_ttipleaks_energy_papers.pdf
       
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