# taz.de -- Sechs Tage nach Gebäudeeinsturz in Kenia: Vier weitere Menschen gerettet
> In Nairobi konnte ein einsturzgefährdetes Wohnhaus einem Unwetter nicht
> standhalten. Bisher gibt es 33 Todesopfer, 80 Menschen werden noch
> vermisst.
IMG Bild: Die Befreiung einer Frau aus den Trümmern dauerte mehrere Stunden
Nairobi AFP | Sechs Tage nach dem Einsturz eines Wohnhauses in Nairobi sind
vier Menschen noch lebend aus den Trümmern gerettet worden. Drei Frauen und
ein Mann wurde am Donnerstag aufgespürt und dann befreit.
Die erste Frau wurde am Morgen gefunden und über Stunden mit Sauerstoff
versorgt, bis sie aus dem Schutt befreit war, wie ein AFP-Reporter
beobachtete. Während der Bergung habe sie sich beklagt, dass Trümmer auf
sie niederprasselten, sagte eine Mitarbeiterin des Katastrophenschutzes.
Sie wurde mit einem Krankenwagen in ein Krankenhaus gebracht. Im Laufe des
Tages stießen die Retter auf die drei weiteren Überlebenden.
Am Montag war ein sieben Monate altes Baby geborgen worden – mehr als 80
Stunden nach dem Hauseinsturz am Freitag. Der Vater hatte sich über das
„Wunder“ gefreut, am Mittwoch wurde dann der Leichnam der Mutter gefunden.
Das sechsstöckige Wohnhaus war bei einem schweren Unwetter in sich
zusammengefallen wie ein Kartenhaus. Inzwischen sind 33 Todesopfer
bestätigt, mindestens 80 Menschen gelten noch als vermisst. 150 Familien
wohnten in dem Gebäude, das abgerissen werden sollte, weil es als
einsturzgefährdet galt.
6 May 2016
## TAGS
DIR Afrika
DIR Kenia
DIR Nairobi
DIR Globaler Süden
DIR Schwerpunkt Gender und Sexualitäten
DIR Kenia
DIR Hutu-Miliz FDLR
DIR Boko Haram
DIR Sudanesische Flüchtlinge
DIR Südsudan
## ARTIKEL ZUM THEMA
DIR Analproben bei Männern: Kenias Justiz bleibt stur
Das Oberste Gericht in Kenia hält an der umstrittenen Praxis von Analproben
fest. So soll Homosexualität festgestellt werden.
DIR Kenia schließt Flüchtlingsunterkünfte: Das Ende des weltgrößten Lagers
Kenia soll die staatliche Flüchtlingsbehörde aufgelöst haben und an der
Schließung der Flüchtlingslager Dadaab und Kakuma arbeiten. 400.000
Menschen leben dort.
DIR Hutu-Miliz im Kongo: FDLR verliert Topkommandeur
Der Stabschef Leopold Mujyambere wurde von Kongos Geheimdienst
festgenommen. Zuvor hatte die Miliz mehrere Ortschaften angegriffen.
DIR Militärische Präsenz im Senegal: USA festigen Stellung in Westafrika
Ein neues Rahmenabkommen soll die ständige Präsenz von US-Truppen im
Senegal ermöglichen. Denn Dakar gilt als mögliches Anschlagsziel.
DIR Regierung gegen Rebellen: Der vergessene Krieg im Sudan
Von der Welt ignoriert, tobt in einer entlegenen Region des Sudan ein
blutiger Konflikt. Zehntausende müssen aus den Nuba-Bergen fliehen.
DIR Offizielles Bürgerkriegsende im Südsudan: Warlords zurück auf Start
Die Rückkehr des Rebellenführers Riek Machar als Vizepräsident beendet
offiziell den Bürgerkrieg – aber nicht Gewalt und Machtkämpfe.