# taz.de -- Terrorverdacht gegen Salafistenprediger: Bundesanwaltschaft klagt Sven Lau an
> Der Islamist Sven Lau wird verdächtigt, Terroristen unterstützt zu haben.
> Er half wohl zwei Männern bei Reise nach Syrien.
IMG Bild: Wird wohl bald vor Gericht stehen: Sven Lau bei seiner Festnahme im Dezember 2015
Karlsruhe dpa | Die Bundesanwaltschaft hat den islamistischen Prediger
[1][Sven Lau angeklagt]. Den Angaben zufolge wird Lau die Unterstützung
einer terroristischen Vereinigung in vier Fällen vorgeworfen. Er soll von
Deutschland aus als verlängerter Arm der in Syrien aktiven Terrorgruppe
Jamwa tätig gewesen sein, die eng mit dem Islamischen Staat (IS) verbunden
ist.
Die Bundesanwaltschaft sieht Lau als „Anlaufstelle für Kampf- und
Ausreisewillige, insbesondere aus der salafistischen Szene im Großraum
Düsseldorf“. Laut Anklageschrift beruhte sein Kontakt zu Jamwa auf einer
engen persönlichen und religiösen Beziehung zu zwei deutschen Konvertiten.
Den Ermittlern zufolge beschaffte Lau 2013 drei Nachtsichtgeräte für
islamistische Kämpfer in Syrien. Außerdem soll er zwei Männern bei der
Ausreise geholfen und einem von ihnen Geld überbracht haben. Er selbst
reiste mehrmals nach Syrien.
Die Anklage wurde bereits am 8. April vor dem Staatsschutzsenat des
Oberlandesgerichts Düsseldorf erhoben. Zuvor hatte der Bundesgerichtshof im
März eine Beschwerde Laus gegen seine Untersuchungshaft wegen Fluchtgefahr
verworfen.
Im Jahr 2014 wurde Lau mit der „Sharia-Polizei“ bundesweit bekannt. Die
Gruppe sorgte für Empörung, weil ihre Mitglieder mit Warnwesten als selbst
ernannte Sittenwächter durch Wuppertal patrouillierten. Dieser Auftritt
wurde später aber von einem Gericht als nicht strafbar eingestuft.
12 Apr 2016
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