# taz.de -- Aktionen gegen die EU-Politik: Europaweit Demos für Flüchtlinge
> London, Athen, Barcelona. In vielen europäischen Städten gab es
> Demonstrationen gegen die Flüchtlingspolitik der EU.
IMG Bild: EU-Politik: Flüchtlinge, die neu auf griechischen Inseln ankommen, werden in die Türkei geschickt
London afp | In zahlreichen Städten Europas haben tausende Menschen gegen
[1][die Flüchtlingspolitik der EU] demonstriert. Kundgebungen für eine
Politik der offenen Grenzen gab es am Samstag unter anderem in London,
Athen, Wien, Barcelona, Amsterdam sowie in mehreren Schweizer Städten, wie
AFP-Journalisten berichteten.
In London gingen rund 4.000 Menschen unter dem Motto „Flüchtlinge sind hier
willkommen“ auf die Straße. In Athen waren unter den bis zu 3.000
Demonstranten auch viele afghanische Flüchtlinge, insbesondere Frauen und
Kinder. Sie forderten offene Grenzen und riefen immer wieder, „wir sind
Menschen, wir haben Rechte“. In Barcelona beteiligten sich tausende
Menschen an dem europaweiten Aktionstag für die Rechte der Flüchtlinge. Auf
Spruchbändern stand „kein Mensch ist illegal“.
Seit Sonntag ist ein neues [2][Flüchtlingsabkommen der EU mit der Türkei]
in Kraft. Es sieht vor, dass alle Flüchtlinge, die neu auf griechischen
Inseln ankommen, zurück in die Türkei geschickt werden sollen. Die ersten
Flüchtlinge sollen am 4. April zurückgeführt werden. Für jeden
abgeschobenen Syrer nimmt die EU ein syrischen Flüchtling auf, der schon
länger in der Türkei lebt.
Die Vereinbarung soll Flüchtlingen den Weg über die Ägäis nach Europa
abschneiden und Schleppern auf diese Weise das Handwerk legen. Angesichts
der Bedenken von Menschenrechtsaktivisten garantiert die EU, dass es keine
Massenabweisungen geben wird, sondern jeder betroffene Flüchtling ein Recht
auf eine Einzelfallprüfung samt Klagemöglichkeit hat.
20 Mar 2016
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