URI:
       # taz.de -- Flüchtlinge in Idomeni: Hunderte überqueren Grenze
       
       > Hunderte Menschen sind aus dem überfüllten griechischen Flüchtlingslager
       > Idomeni aufgebrochen und haben die Grenze nach Mazedonien überquert.
       
   IMG Bild: Westlich von Idomeni: Schlechte Klimabedingungen setzen den Flüchtlingen zu.
       
       Idomeni rtr/ap | Zahlreiche Flüchtlinge aus einem Notlager in Griechenland
       haben am Montag die Grenze nach Mazedonien überquert. Unklar ist, wieviele
       es waren: Während die Nachrichtenagentur von 2.000 sprach, schrieb AP von
       etwa 300. Nach einem mehrstündigen Fußmarsch gelangten die Menschen auf
       mazedonisches Gebiet, wie ein Reuters-Fotograf berichtete. Einige
       Flüchtlinge wurden von Soldaten zu Militär-Fahrzeugen geleitet. Nach
       Angaben der mazedonischen Polizei sollen die Menschen zurückgebracht
       werden.
       
       Sie hatten das provisorische Flüchtlingslager nahe dem griechischen Ort
       Idomeni verlassen, wo mindestens 12.000 Menschen festsitzen. Nach einem
       längeren Fußmarsch durchquerten die Flüchtlinge noch auf griechischer Seite
       einen Fluss, um eine Lücke in den mit Stacheldraht gesicherten Grenzanlagen
       zu finden.
       
       Nach der Schließung der Balkanroute sind Tausende Menschen, darunter viele
       Frauen und Kinder, in dem überfüllten Notlager Idomeni gestrandet. Sie
       kampieren dort seit Tagen bei Regen und Kälte in Zelten und hoffen, doch
       noch nach Norden weiterziehen zu können.
       
       Die Flüchtlingskrise dürfte auch zentrales Thema beim EU-Gipfel am
       Donnerstag und Freitag sein. Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen
       nach der Schließung der Balkanroute einem Entwurf zufolge alternative Wege
       von einreisenden Flüchtlingen nach Europa verhindern.
       
       14 Mar 2016
       
       ## TAGS
       
   DIR Griechenland
   DIR Idomeni
   DIR Idomeni
   DIR Mazedonien
   DIR Schwerpunkt Flucht
   DIR Flüchtlinge
   DIR Österreich
   DIR Schwerpunkt Flucht
   DIR Idomeni
   DIR Idomeni
   DIR Idomeni
   DIR Idomeni
   DIR Ai Weiwei
   DIR Schwerpunkt Flucht
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
   DIR Abschottung der Grenze zu Griechenland: Österreich will Mazedonien helfen
       
       „Die Westbalkan-Route muss unbedingt geschlossen gehalten werden“, sagt der
       österreichische Verteidigungsminister. Und verspricht technisches Gerät.
       
   DIR Flüchtlinge an der griechischen Grenze: Ein „verbrecherisches“ Flugblatt
       
       Wohl wegen eines Flugblattes versuchten hunderte Flüchtlinge, über die
       Grenze zu Mazedonien zu kommen. Alexis Tsipras ist wütend auf die Autoren.
       
   DIR Kommentar Flüchtlinge in Idomeni: Österreich trägt die Verantwortung
       
       An der Grenze zu Mazedonien droht eine Eskalation. Anstatt eine europäische
       Lösung zu unterstützen, hat Wien auf Populismus gesetzt.
       
   DIR March of Hope aus Idomeni: Griechenland prüft Rücknahme
       
       Rund 2000 Flüchtlinge haben es über die Grenze nach Mazedonien geschafft.
       Was nun mit ihnen passiert, ist unklar. Berichten zufolge soll die Aktion
       gesteuert sein.
       
   DIR Debatte EU-Türkei-Deal: Die Alternative heißt Idomeni
       
       Die Brüsseler Kontingent-Pläne sind nicht unproblematisch, aber trotzdem
       richtig. Und humaner als alles, was bisher diskutiert wurde.
       
   DIR Helfer der Geflüchteten in Idomeni: Das geordnete Chaos
       
       Tausende harren an der griechisch-mazedonischen Grenze aus. Ohne die vielen
       Freiwilligen müssten die Flüchtlinge im Camp noch mehr leiden.
       
   DIR Besuch im Flüchtlingslager von Idomeni: „Diese Menschen sind wir selbst“
       
       Der bekannte chinesische Künstler Ai Weiwei ist derzeit in Idomeni. Die
       Schließung der Balkanroute hält er für einen fatalen Fehler.
       
   DIR Flüchtlinge in Griechenland: Mutterseelenallein in Athen
       
       Manche Familien werden bei der Flucht auseinandergerissen. Zahlreiche
       Jugendliche landen dann in Athen und sitzen dort fest.