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       # taz.de -- BASF gegen Monsanto: Kampf um Syngenta
       
       > BASF legt sich mit Monsanto an. Beide wollen einen „fairen Deal“ beim
       > Bieten um den Schweizer Pflanzenschutzkonzern Syngenta.
       
   IMG Bild: Feine Herren von Syngenta vor Reisfeld in Asien.
       
       London/Frankfurt, reuters | Die Zweifel am Zustandekommen einer
       milliardenschweren Übernahme des Schweizer Pflanzenschutzkonzerns Syngenta
       durch den Saatguthersteller Monsanto wachsen. Obwohl Monsanto und seine
       Berater auf Hochtouren daran arbeiten, die Bedenken auszuräumen, müssen die
       Amerikaner Insidern zufolge hohe regulatorischen Hürden überwinden.
       
       „Der Deal könnte nicht zu Stande kommen“, sagte eine Syngenta nahestehende
       Person der Nachrichtenagentur Reuters. Die Syngenta-Aktien sackten am
       Freitag daraufhin um drei Prozent auf 414 Franken ab.
       
       Der Genpflanzen-Produzent Monsanto hat den Schweizern eine Übernahmeofferte
       von 45 Milliarden Dollar unterbreitet. Syngenta will davon allerdings
       nichts wissen, der Vorschlag von 449 Franken je Aktie sei zu niedrig.
       Investmentbanker gehen davon aus, dass die Amerikaner ihre Offerte um rund
       zehn Prozent auf knapp 500 Franken anheben. Andere rechnen gar mit einem
       Angebot von fast 550 Franken, weil sich Monsanto vom Basler Unternehmen
       nicht nochmal eine Absage einfangen wolle.
       
       Das Zustandekommen der Übernahme ist nicht nur eine Frage des Preises. Das
       zweite Schlüsselelement sind offene Wettbewerbsfragen. Der
       Syngenta-Verwaltungsrat unter seinem Präsidenten Michel Demare will einen
       „sicheren Deal“, der nicht nach einer monatelangen Prüfung von den
       Aufsichtsbehörden unterbunden wird. Dagegen will sich Syngenta auch
       finanziell absichern und fordert von Monsanto eine Abfindung, sollte der
       Deal scheitern.
       
       ## Vieles spricht gegen die Aufgabe der Selbstständigkeit
       
       Gemeinsam kommen die beiden Konzerne im wichtigen US-Saatgutmarkt auf einen
       Anteil von 40 Prozent. Monsanto hat bereits angekündigt, das
       Saatgutgeschäft von Syngenta zu verkaufen, um grünes Licht von den
       Wettbewerbshütern zu erhalten. Doch damit würde Syngentas Strategie,
       Saatgut- und Pflanzenschutz aus einer Hand anzubieten, Makulatur.
       
       Bei anderen möglichen Kaufinteressenten sieht es nicht viel besser aus.
       Reuters hatte von Insidern erfahren, dass auch BASF eine Übernahmeofferte
       für Syngenta erwägt. Aber auch diese Kombination könnten Kartellwächter
       Analysten zufolge vereiteln, denn der deutsche Chemieriese und Syngenta
       kommen bei Pflanzenschutzmitteln auf einen gemeinsamen Marktanteil von rund
       40 Prozent.
       
       Auch wenn für Syngenta vieles dagegen spricht, die Selbstständigkeit
       aufzugeben, ist eine Absage an einen Bieter mit einem Risiko verbunden: Die
       Konzernleitung steht dann in der Pflicht, den Aktienkurs aus eigener Kraft
       auf das Niveau zu hieven, das etwa Monsanto bietet. Bisher konnte
       Konzernchef Mike Mack wichtige Vorgaben nicht immer einhalten. So rückte
       das Unternehmen im Februar vom langfristigen Umsatzziel ab und verfehlte
       die Markterwartungen auch bei den Quartalszahlen im April.
       
       5 Jun 2015
       
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