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       # taz.de -- Gerechtigkeit in der 1. Bundesliga: Hamburgs Gang nach Karlsruhe
       
       > Nun muss Karlsruhe entscheiden, ob der Artikel 141a des Grundgesetzes
       > aufzuheben ist: Ob der HSV also - endlich - absteigen sollte. Was gerecht
       > wäre.
       
   IMG Bild: Auch, wenn‘s mit Abstieg nichts zu tun hatte: Uwe S. spielt am HSV-Grabfeld
       
       Bremen taz | Es muss sich also in Karlsruhe entscheiden, am Montag. Das war
       im Grunde von vornherein klar gewesen, dass in Hamburg wahre Gerechtigkeit
       nicht zu suchen ist: Viel zu lange schon retten sich die Fußballer des
       Hamburger Sport Vereins mit dem Glück des Untüchtigen und der Kohle eines
       charmanten Steuerflüchtlings, der sich ganz hanseatisch distinguiert als
       „angesehensten Speditions- und Logistikdienstleister“ weltweit bezeichnet,
       vor ihrem ersten Abstieg aus der ersten Fußballbundesliga.
       
       Und wie schon vor einem Jahr beendete der HSV die Saison auf Tabellenplatz
       16, das heißt, er muss mit dem Drittplatzierten der zweiten Bundesliga, um
       Auf- oder Abstieg kämpfen, [1][das ist in diesem Jahr der Karlsruher Sport
       Club.]
       
       Klar, bei Schnick, Schnack, Schnuck, Knobeln oder Mau-Mau könnte man auf
       den HSV tippen, der, um mit den Worten seines Trainers Bruno Labbadia zu
       sprechen, „nicht der FC Bayern ist“, aber über deutlich mehr Dusel verfügt.
       Als Waffe fürs Duell bestimmen die Regularien jedoch Fußball - und das
       erwies sich schon am Donnerstag als Nachteil für Hamburg.
       
       Da war mit einem für den HSV schmeichelhaften Unentschieden das erste von
       zwei Spielen um die Relegation in die zweite Liga zu Ende gegangen: Infolge
       eines Abwehrpatzers der badischen Kicker erzielte - der von der
       Vereinsführung bereits aussortierte - Ivo Ilicevic den Treffer zum 1:1
       Ausgleich.
       
       Im wegen befürchteter Krawalle auf 19 Uhr vorverlegten Rückspiel muss nun
       Karlsruhe beweisen, dass die Hamburger Klausel, der [2][Artikel 141a des
       Grundgesetzes], laut dem der HSV Mitglied der ersten Fußballbundesliga ist,
       solange diese besteht, nichtig und damit aufzuheben ist.
       
       Jeder Sieg, ja selbst ein 0:0 reicht dafür schon aus, und, wie
       Torhüter-Legende [3][Ulrich Stein kürzlich auf N-TV] analysierte - alles in
       allem „hat es der HSV eigentlich nicht verdient, in der Bundesliga zu
       bleiben“. Und nur Gerechtigkeit schafft Frieden.
       
       29 May 2015
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] /Fussball-Bundesliga-Relegation/!5201520/
   DIR [2] http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_141.html
   DIR [3] http://www.n-tv.de/sport/fussball/HSV-hat-Klassenerhalt-nicht-verdient-article15173941.html
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Benno Schirrmeister
       
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