# taz.de -- Fan wollte BVB-Grabmal: „Taube, Kreuz und Fisch“
> Jens Pascal starb mit neun Jahren. Er wollte ein Grabmal mit dem Logo
> eines Fußballvereins. Doch die Gemeinde lehnt das ab.
IMG Bild: BVB-Trainer Jürgen Klopp besuchte im Dezember Jens.
taz: Herr Bodin, warum darf kein Borussia-Dortmund-Grabmal für Jens Pascal
aufgestellt werden?
Michael Bodin: Die Familie hat sich für die Beisetzung auf einem
katholischen Friedhof entschieden. In der Satzung steht, dass nur
christliche Symbole für die Gestaltung des Grabmals verwendet werden
dürfen.
Der Entwurf für den Jungen sieht aber eine Stehle mit Fußball, BVB-Logo und
dem Schriftzug „Echte Liebe“ vor. Damit kommt die Verehrung für den Fußball
zum Ausdruck, nicht aber die Verehrung für den Glauben. Der Kirchenvorstand
hat den Entwurf einstimmig abgelehnt.
Wenn wir über christliche Symbole sprechen: Mit welcher Begründung werden
dann Kuscheltiere auf Grabmalen gestattet?
Auf dem Friedhof der Gemeinde findet man keine Kuscheltiere auf den
Grabmalen. Hier findet man typische Motive wie Taube, Kreuz und Fisch. Das
soll aber nicht heißen, dass keine Kuscheltiere zu den Gräbern gelegt
werden.
Bekommt Jens Pascal wegen des Konflikts etwa gar kein Grabmal?
Doch. Der Junge hat vorläufig eine Art Holzschild mit seinem Namen und
Geburts- und Sterbedatum.
Die Familie hat inzwischen auch das Angebot des Kirchenvorstandes
angenommen, sich zusammenzusetzen, um gemeinsam nach einem Kompromiss zu
suchen. Wie dieser Kompromiss dann aussehen wird, kann ich nicht sagen.
13 Nov 2012
## AUTOREN
DIR Tatjana Littig
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