# taz.de -- Isaf in Afghanistan: Tod im Konvoi
> Drei Soldaten sind einem Selbstmordanschlag in Afghanistan zum Opfer
> gefallen. Dort gab es 3.300 tote Nato-Soldaten dieses Jahr.
IMG Bild: Konvoi in Afghanistan.
KABUL dpa | Ein Selbstmordattentäter der Taliban hat in der afghanischen
Hauptstadt Kabul drei Soldaten der Internationalen Schutztruppe Isaf mit in
den Tod gerissen.
Die Nato-geführte Isaf teilte mit, der Angreifer habe sich in einem Auto in
die Luft gesprengt. Die Schutztruppe machte wie üblich keine Angaben zur
Nationalität der Opfer. Ein Bundeswehr-Sprecher sagte, es gebe keine
Erkenntnisse, dass Deutsche unter den Opfern seien.
Der Sprecher der Kabuler Polizei, Haschmat Staniksai, sagte, acht Insassen
eines Minibusses seien bei der Detonation verwundet worden. Der Angriff
habe einem Isaf-Konvoi im Osten der Stadt gegolten. Die Taliban bekannten
sich zu der Tat. Am Mittwoch vorvergangener Woche war die Bundeswehr in
Kabul zum Ziel eines Selbstmordanschlags geworden.
Dabei waren zwei Soldaten leicht verletzt worden. In Kabul ist nur noch ein
kleines Kontingent deutscher Soldaten stationiert. Die Mehrheit der Truppe
ist in Nordafghanistan eingesetzt. Der Nato-Einsatz soll Ende 2014
offiziell beendet werden.
27 Dec 2013
## TAGS
DIR Isaf
DIR Soldaten
DIR Selbstmordattentat
DIR Schwerpunkt Afghanistan
DIR Bundeswehr
DIR Bundeswehr
DIR Bundeswehr
DIR Kundus
DIR Schwerpunkt Afghanistan
DIR Schwerpunkt Afghanistan
DIR Schwerpunkt Afghanistan
## ARTIKEL ZUM THEMA
DIR Bundeswehr in Afghanistan: Kein Wort mehr über Taliban-Angriffe
In einem Jahr endet der Nato-Einsatz im Kundus. Die Sicherheitslage ist
immer noch prekär. Über die Zahl der Taliban-Attacken berichtet die
Bundeswehr jetzt nicht mehr.
DIR Betrunkene Soldaten in Afghanistan: Zwei Promille am Hindukusch
Bundeswehrsoldaten in Afghanistan dürfen pro Tag nur zwei Dosen Bier
kaufen. Trotzdem steigt die Zahl derer, die wegen Trunkenheit diszipliniert
werden.
DIR Kommentar Kundus-Urteil: Erwartbar und beklemmend
Beim Bombardement in Kundus gab es keinen Rechtsbruch, urteilt das Bonner
Landgericht – und belohnt die Ahnungslosigkeit der deutschen Armee.
DIR Luftangriff in Afghanistan: Klage von Kundus-Opfern abgewiesen
Die Angehörigen der Opfer, die bei einem Angriff in Kundus 2009 getötet
wurden, erhalten keine Entschädigung. Eine Verletzung der Amtspflicht sei
nicht nachzuweisen.
DIR Kundus nach Abzug der Bundeswehr: Deutschland stärkte die Warlords
Die Bundeswehr hat die Machtstrukturen im afghanischen Kundus falsch
eingeschätzt. Das ist das Fazit einer Studie des Afghanistan Analysts
Network.
DIR Kommentar Schadenersatz Kundus: Der Krieg ist kein rechtsfreier Raum
Auch Afghanen haben Rechte, wenn die Bundeswehr in ihrem Land Krieg führt.
Der Prozess in Bonn wird die Bundeswehr im positiven Sinne hemmen.