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       # taz.de -- Proteste in Thailand: Opposition stellt Wahl in Frage
       
       > Am Montag hat die thailändische Opposition ihre Proteste gegen die
       > Regierung fortgesetzt. Sie fordert eine Annullierung des Urnengangs.
       
   IMG Bild: Immer noch dagegen: Oppositionelle in Thailand am Tag nach der Wahl.
       
       BANGKOK afp | Nach ihrer massiven Behinderung der Parlamentswahl hat die
       thailändische Opposition am Montag ihre Proteste gegen die Regierung
       fortgesetzt. In der Hauptstadt Bangkok versammelten sich hunderte Menschen
       zu einer Kundgebung gegen Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra.
       Protest-Sprecher Akanat Promphan forderte eine Annullierung der Wahl, da
       sie nicht innerhalb eines Tages stattgefunden habe. Vorläufige Ergebnisse
       zu dem Urnengang lagen noch nicht vor.
       
       Die Regierungsgegner hatten die vorgezogene Parlamentswahl am Sonntag
       massiv behindert. Nach Behördenangaben störten oder verhinderten
       Demonstranten die Stimmabgabe landesweit in 127 von 375 Wahlbezirken.
       Allein in Bangkok konnten 488 der 6.673 Wahllokale nicht öffnen. Es müssten
       also noch im Nachhinein Stimmabgaben ermöglicht werden. Am Vorabend der
       Abstimmung hatten Explosionen und Schusswechsel Bangkok erschüttert. Am
       Sonntag blieben die befürchteten Ausschreitungen aber aus.
       
       Die Opposition hatte zum Boykott der Abstimmung aufgerufen, weil sie die
       Wiederwahl der insbesondere auf dem Land und bei ärmeren Stadtbewohnern
       beliebten Yingluck befürchtet. Die Regierungsgegner fordern statt Wahlen
       die Einsetzung eines nicht gewählten sogenannten Volksrats, der eine Reihe
       von Reformen umsetzen soll. Durch Gewalt vor der Wahl waren in den
       vergangenen Monaten mindestens zehn Menschen getötet worden.
       
       Die Proteste gegen die Ministerpräsidentin hatten sich im vergangenen
       November an einem von der Regierung befürworteten Amnestiegesetz entzündet,
       das Yinglucks Bruder, dem früheren Regierungschef Thaksin Shinawatra, wohl
       eine Rückkehr aus dem Exil erlaubt hätte. Yinglucks Regierung ließ das
       umstrittene Amnestievorhaben inzwischen fallen, vermochte ihre Gegner damit
       aber nicht zu beruhigen. Thaksin war im Jahr 2006 vom königstreuen Militär
       entmachtet und später wegen Korruption verurteilt worden.
       
       3 Feb 2014
       
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