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       # taz.de -- Kommentar Gentechnik-Futter: EU, wir brauchen saubere Eier!
       
       > Lebensmittel, die mit gentechnisch verändertem Futter erzeugt sind,
       > müssen gekennzeichnet werden - denn der Verbraucher wird von Aldi & Co im
       > Stich gelassen.
       
   IMG Bild: So gut! Und doch was faul?
       
       Das ist ein Weckruf für die EU: Aldi, Lidl und die meisten anderen großen
       Supermarktketten in Deutschland haben ihr Versprechen gestrichen, dass Eier
       und Geflügelfleisch in ihren Regalen kein [1][Gentechnik-Futter] enthalten.
       Das zeigt: Lebensmittel, die mit gentechnisch veränderten Pflanzen erzeugt
       wurden, müssen endlich gekennzeichnet werden.
       
       Bisher müssen die Hersteller das Gentech-Label nur auf Nahrungsmittel
       kleben, die solche Pflanzen direkt enthalten. Das reicht nicht. Denn auch
       wer Milch, Eier oder Fleisch von Tieren mit Gentech-Futter kauft,
       unterstützt damit die Gentechnik-Industrie – oft, ohne es zu wissen.
       
       Die meisten Verbraucher lehnen diese Technologie ab. Angst vor
       gesundheitlichen Folgen ist dabei das schwächste Argument. Es gibt keine
       glaubwürdigen Belege, dass Gentech-Pflanzen die menschliche Gesundheit
       gefährden. Und schon gar nicht, wenn sie erst einmal durch einen Tiermagen
       wandern.
       
       Aber: Gentech-Pflanzen erleichtern umweltschädliche Monokulturen.
       Schädlingsresistenten Mais etwa brauchen Bauern oft nur, wenn sie die
       Pflanze mehrere Jahre hintereinander auf demselben Feld angebaut haben.
       Erst dann können sich die Schädlinge so gut auf den Mais einstellen, dass
       sie zu einem Problem werden und sich mit anderen Mitteln kaum noch
       bekämpfen lassen. In Monokulturen können aber weniger Tier- und
       Pflanzenarten überleben, langfristig benötigen sie mehr Pestizide und
       Dünger, die das Grundwasser gefährden können.
       
       Die Verbraucher sollten die Möglichkeit haben, sich gegen so eine Technik
       zu entscheiden. Höchste Zeit, dass die EU ihnen das dafür nötige Instrument
       gibt und die Kennzeichnungspflicht für Gentech erweitert.
       
       28 Mar 2014
       
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