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       # taz.de -- Wegen Sympathie für AfD und Pegida: Bruch in der Achse
       
       > Nach elf Jahren verlässt Publizist Michael Miersch teilweise das Blog
       > „Die Achse des Guten“. Die Stimmung sei zu AfD- und Pegida-freundlich.
       
   IMG Bild: Wehrt sich gegen die Ausgrenzung von Muslimen, gegen Sippenhaft und das reflexhafte Eindreschen auf alles, was links ist: Miersch
       
       Dem Publizisten Michael Miersch reicht es. Der Mitbegründer von [1][„Die
       Achse des Guten“] verlässt das Autorenblog nach elf Jahren. Mit deutlichen
       Worten verabschiedet er sich mit einem Blogeintrag, der den Titel [2][„Na
       dann ohne mich“] trägt. Auf der „Achse“ habe sich eine Stimmung
       breitgemacht, „die kaum noch etwas gemein hat mit der ursprünglich
       liberalen, weltoffenen und aufgeklärten Haltung“, schreibt er.
       
       Der Erfolg von AfD und Pegida habe dazu geführt, dass „Achse“-Autoren diese
       verteidigen und offen mit deren Zielen sympathisieren. „Die Autoren mit dem
       großen Verständnis für AfD, Pegida und Co. sind eindeutig in der Überzahl,
       verfassen mit großem Eifer Artikel und werden durch zahlreiche
       Leserkommentare dabei angefeuert.“ Miersch wehrt sich gegen die Ausgrenzung
       von Muslimen, gegen Sippenhaft und das reflexhafte Eindreschen auf alles,
       was links ist. Dem gegenzusteuern „kostet zu viel Kraft und Nerven“.
       
       Er nennt keine Namen – angesprochen fühlen können sich aber
       „Achse“-Oberhaupt Henryk M. Broder und Ex-DDR-Bürgerrechtlerin Vera
       Lengsfeld.
       
       Lengsfeld freute sich etwa kürzlich unter der Überschrift [3][„Sie sind das
       Volk!“], dass trotz massiver Hetze und der Nazikeule gegen Pegida die
       Protestbewegung wächst. Und Broder ist halt Broder, [4][der munter für
       Verständnis für die Pegida-Anhänger wirbt] und dafür regelmäßig von den
       noch radikaleren Islamhassern auf der Webseite pi-news gefeiert wird.
       
       Miersch, der Mitte der 1980er Volontär bei der taz war, zieht sich
       allerdings nicht vollständig zurück. Am Donnerstag wurde auf dem Blog ein
       Beitrag veröffentlicht, in dem es heißt, man bedauere seinen Abschied als
       Autor, Redakteur und Herausgeber. Er bleibe aber weiterhin Gesellschafter
       und Miteigentümer. Damit wird aus dem zunächst respektablen Rückzug ein
       eher halbherziger.
       
       22 Jan 2015
       
       ## LINKS
       
   DIR [1] http://www.achgut.com/dadgdx/
   DIR [2] http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/na_dann_ohne_mich
   DIR [3] http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/sie_sind_das_volk1
   DIR [4] http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article136253922/Vom-Islam-lernen-heisst-siegen-lernen.html
       
       ## AUTOREN
       
   DIR Paul Wrusch
       
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