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       # taz.de -- Verhandlungen um TTIP: Nicht ganz einig
       
       > Bei der neunten Gesprächsrunde um das transatlantische
       > Freihandelsabkommen zeigen sich die Teilnehmer zwar zuversichtlich. Was
       > dabei rumkam, bleibt aber unklar.
       
   IMG Bild: EU-Vertreter Ignacio Garcia Bercero und sein US-amerikanischer Verhandlungspartner Dan Mullaney
       
       NEW YORK dpa | Die neunte Verhandlungsrunde für das transatlantische
       Handelsabkommen TTIP hat nach Teilnehmerangaben Fortschritte erbracht. Alle
       Beteiligten hätten die „klare politische Anweisung“, den Prozess zu
       intensivieren und bis Ende des Jahres ein Abkommen zu erreichen, sagte
       EU-Verhandlungsführer Ignacio Garcia-Bercero am Freitag in New York vor
       Journalisten. „Wir verstehen diese Arbeit als einen zunehmenden Schritt hin
       zum Aufbau der verschiedenen Komponenten dieses Abkommens.“
       
       US-Verhandlungsführer Dan Mullaney sprach ebenfalls von Fortschritten,
       zeigte sich allerdings auch „schwer enttäuscht“ von einem neuen Vorschlag
       der EU-Kommission, der Staaten mehr Spielraum für nationale Verbote geben
       würde. „Es fällt schwer, diesen Vorschlag mit den internationalen
       Verpflichtungen der EU oder ihren Bestrebungen für einen nahtlosen internen
       Markt abzugleichen“, sagte Mullaney.
       
       EU-Verhandlungsführer Garcia-Bercero verteidigte den Vorschlag. Er sei
       „komplett konsistent mit unseren internationalen Verpflichtungen und
       untergräbt in keinerlei Hinsicht unsere Verhandlungen mit den Vereinigten
       Staaten“.
       
       Seit Juli 2013 verhandeln EU und USA über eine „Transatlantische Handels-
       und Investitionspartnerschaft“ (TTIP), die den weltgrößten Wirtschaftsraum
       mit rund 800 Millionen Verbrauchern entstehen lassen würde. Durch den
       Wegfall von Zöllen und sogenannten nichttarifären Handelshemmnissen etwa
       technischen Standards und Zulassungsvorschriften soll TTIP mehr Wachstum
       und neue Jobs schaffen. Umwelt- und Verbraucherschützer, Sozialverbände und
       Gewerkschaften befürchten aber eine Angleichung der Standards auf
       geringerem Niveau.
       
       Bei der neunten Verhandlungsrunde ging es in den vergangenen Tagen in New
       York unter anderem um Marktzugang und -regulierungen für die Pharma- und
       Autoindustrie sowie Energie und Rohmaterialien. Auch kleine und mittelgroße
       Unternehmen sowie die Regulierung illegaler Fischerei standen nach
       Teilnehmerangaben auf dem Programm.
       
       25 Apr 2015
       
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