E-1 Der zweite Brief des Petrus Der 2. Petrusbrief richtet sich an alle, die an Christus glauben (1,1), genauer gesagt, an die Adressaten des 1. Petrusbriefs (vgl. 2 Petr 3,1), bei denen er auch Briefe des Paulus als bekannt voraussetzt (3,15f). Im zweiten Kapitel lehnt er sich an Ausfuehrungen des Judasbriefs an. Deshalb wird oft angenommen, das Schreiben sei erst nach dem Tod des Apostels entstanden. Es ist in der Form eines Briefs abgefasst, wie die Anschrift zeigt (1,1f); auch einige persoenliche Aeusserungen entsprechen dem Briefcharakter. Es fehlt aber ein Briefschluss; das Schreiben endet mit einem Lobpreis auf Christus (3,18; vgl. 1 Petr 4,11). Nach Inhalt und Form will es als Testament des Apostels verstanden sein (1,12-15). E-2 Der 2. Petrusbrief will die Leser im Glauben und in der Hoffnung staerken und sie vor falschen Lehrern warnen. Diese spotten ueber den Glauben an die Wiederkunft des Herrn (3,4) und leugnen seine goettliche Herrlichkeit (2,1.10). Entsprechend ist ihre Lebensweise (vgl. Kap. 2). Das Schreiben verteidigt demgegenueber nachdruecklich die Erwartung der Wiederkunft Christi und erinnert an die Herrlichkeit Jesu, die bei der Verklaerung sichtbar wurde (1,16-18). Wichtig sind die Aussagen ueber die heiligen Schriften und ihre richtige Auslegung (1,19-21).