E-1 Das Buch Numeri Das vierte Buch des Pentateuch traegt in der lateinischen Bibel den Namen Numeri (Zaehlungen), weil es mit der Zaehlung bzw. Musterung der wehrfaehigen Israeliten beginnt. Die Juden nennen das Buch Bemidbar (In der Wueste), nach einem der ersten Worte. Die Geschichtsdarstellung behandelt zunaechst bis 10,10 noch die Vorgaenge am Sinai. Der Anfang des Buches ist aber dennoch gut gewaehlt, weil es sich bei der Musterung und den folgenden Anordnungen ueberwiegend um Vorgaenge handelt, die den Aufbruch vom Sinai vorbereiten. E-2 Die Kapitel 1 - 4 haben neben der Musterung der Wehrfaehigen (Kap. 1) die Ordnung der Staemme im Lager und auf dem Marsch (Kap. 2) und die Zaehlung der Levitengeschlechter (Kap. 3 und 4) zum Inhalt. Es folgen verschiedene andere Vorschriften: Ausweisung von Unreinen aus dem Lager, Abgaben ans Heiligtum, Eifersuchtsordal (Kap. 5), Vorschriften ueber Nasiraeer und Priestersegen (Kap. 6). Die Kapitel 7 - 9 haengen nur lose mit dem Aufbruchthema zusammen; hier geht es um Dinge, die das Heiligtum und seine Versorgung unterwegs betreffen: die Weihegaben der Stammesfuehrer (Kap. 7); der Dienst der Leviten auf dem Marsch und im Lager, die Pascha-Ordnung fuer besondere Faelle, die Wolkensaeule ueber dem Heiligtum im Lager und beim Aufbruch (Kap. 8 und 9); die Trompetensignale fuer Aufbruch, Krieg und Fest (10,1-10). Der Rest des Buches (10,11 - 36,13) stellt die Geschehnisse auf der Wuestenwanderung vom Sinai zum Jordan bis kurz vor dem Einzug in Kanaan dar. Doch sind in den Geschichtsablauf immer wieder, wie im Buch Exodus, Gesetzestexte und Listen eingeschoben. E-3 In der Geschichtsdarstellung sind dieselben drei literarischen Schichten nachweisbar wie in den Buechern Genesis und Exodus. An Einzelereignissen werden erzaehlt: das Murren des Volkes gegen Mose, die Klage des Mose ueber die ihm von Gott auferlegte Last, die Entlastung des Mose durch die Ausgiessung des Geistes auf die Aeltesten und das Wachtelwunder (Kap. 11); die Auflehnung der eigenen Geschwister gegen Mose (Kap. 12); der Kundschafterbericht (Kap. 13 und 14); der Aufruhr Korachs, Datans und Abirams (Kap. 16 und 17); das Wasserwunder, der Tod Mirjams und Aarons (Kap. 20); die kupferne Schlange, die Kaempfe mit den Voelkern oestlich des Jordan (Kap. 21); der Seher Bileam (Kap. 22 - 24); die Tat des Pinhas (Kap. 25); die Berufung Josuas (27,12-23); der Krieg gegen die Midianiter (Kap. 31); die Landzuteilung an die ostjordanischen Staemme (Kap. 32). Ein Verzeichnis der Lagerstaetten schliesst den Bericht ueber den Wuestenzug ab (Kap. 33). In den Bericht eingeschaltet und am Schluss des Buches angehaengt sind Texte, die die Gesetze vom Sinai ergaenzen (Kap. 15; 18 und 19; 27,1-11; 28 - 30; 36), Anweisungen fuer die Verteilung Kanaans an die Staemme und ueber die Leviten- und Asylstaedte (Kap. 33 - 35). Die Darstellung des Wuestenzugs hat einmal mit dem Bericht ueber den Tod des Mose geschlossen, doch wurde dieser Bericht an den Schluss des Deuteronomiums verschoben, als dieses Buch den anderen Mosebuechern angefuegt wurde (vgl. die Einleitung zu Dtn). E-4 Die Geschichtsdarstellung und die Gesetze im Buch Numeri sollen Israel an die verhaengnisvollen Folgen des Murrens gegen Gott, des Aufbegehrens gegen Mose und gegen die priesterliche Kultordnung, des Goetzendienstes und des mangelnden Vertrauens gegen den Bundesgott erinnern. Sie zeigen, dass Gott von seinem Volk auch in Zeiten der Not Treue erwartet und bei Versagen des Volkes schwere Strafen verhaengt, dass er aber auch zur Vergebung bereit ist, wenn sich Fuersprecher wie Mose fuer ihr Volk einsetzen. Wie Gott Israel durch die Wueste gefuehrt hat, so wird er es auch weiter durch die Geschichte fuehren. 1:1 Aus dem Priestergesetz: 1,1 - 10,10 Die Volks- und Heeresordnung: 1,1-54 Am ersten Tag des zweiten Monats im zweiten Jahr nach dem Auszug aus Aegypten sprach der Herr in der Wueste Sinai im Offenbarungszelt zu Mose: (1-54) 26,1-65 1:2 Ermittelt die Gesamtzahl der Israeliten in der Gemeinde, geordnet nach Sippenverbaenden und Grossfamilien; zaehlt mit Namen alle Maenner, Die soziale Schichtung Israels stammt aus der Nomadenzeit der israelitischen Staemme. Israel gliedert sich in Staemme, Sippen, Grossfamilien (woertlich: Vaterhaeuser) und Einzelfamilien. Solange der Vater lebt, ist er das Haupt der Grossfamilie und hat die Verfuegungsgewalt ueber seine Soehne, selbst wenn sie schon eigene Kinder haben. Am deutlichsten zeigt das Vorgehen beim Losentscheid in Jos 7,16-20, dass die Grossfamilie von der Familie des einzelnen verheirateten Mannes zu unterscheiden ist. 1:3 die zwanzig Jahre und aelter sind, alle wehrfaehigen Israeliten. Mustert sie fuer ihre Heeresverbaende, du und Aaron! 1:4 Aus jedem Stamm soll euch dabei ein Mann helfen, und zwar jeweils das Haupt einer Grossfamilie. 1:5 Das sind die Namen der Maenner, die euch helfen sollen: aus Ruben Elizur, der Sohn Schedeurs; 1:6 aus Simeon Schelumiel, der Sohn Zurischaddais; 1:7 aus Juda Nachschon, der Sohn Amminadabs; 1:8 aus Issachar Netanel, der Sohn Zuars; 1:9 aus Sebulon Eliab, der Sohn Helons; 1:10 von den Nachkommen Josefs: aus Efraim Elischama, der Sohn Ammihuds, und aus Manasse Gamliel, der Sohn Pedazurs; 1:11 aus Benjamin Abidan, der Sohn Gidonis; 1:12 aus Dan Ahieser, der Sohn Ammischaddais; 1:13 aus Ascher Pagiel, der Sohn Ochrans; 1:14 aus Gad Eljasaf, der Sohn Reguels; 1:15 aus Naftali Ahira, der Sohn Enans. 1:16 Das sind die von der Gemeinde berufenen Anfuehrer der Staemme ihrer Vaeter, die Befehlshaber der Tausendschaften Israels. 1:17 Mose und Aaron nahmen diese namentlich genannten Maenner 1:18 und versammelten die ganze Gemeinde am ersten Tag des zweiten Monats. Dann ermittelte man die Abstammung aller Maenner von zwanzig Jahren und darueber; man zaehlte sie namentlich, geordnet nach Sippen und Grossfamilien. 1:19 Wie der Herr es Mose befohlen hatte, so musterte man sie in der Wueste Sinai. 1:20 Zuerst kamen die Nachkommen Rubens, des Erstgeborenen Israels: Man ermittelte ihre Geschlechterfolge nach Sippen und Grossfamilien und zaehlte mit Namen alle Maenner von zwanzig Jahren und darueber, alle Wehrfaehigen. 1:21 Die Zahl der aus dem Stamm Ruben Gemusterten betrug 46500 Mann. 1:22 Sodann die Simeoniter: Man ermittelte ihre Geschlechterfolge nach Sippen und Grossfamilien und zaehlte mit Namen alle Maenner von zwanzig Jahren und darueber, alle Wehrfaehigen. 1:23 Die Zahl der aus dem Stamm Simeon Gemusterten betrug 59300 Mann. 1:24 Sodann die Gaditer: Man ermittelte ihre Geschlechterfolge nach Sippen und Grossfamilien und zaehlte mit Namen alle wehrfaehigen Maenner von zwanzig Jahren und darueber. 1:25 Die Zahl der aus dem Stamm Gad Gemusterten betrug 45650 Mann. 1:26 Sodann die Nachkommen Judas: Man ermittelte ihre Geschlechterfolge nach Sippen und Grossfamilien und zaehlte mit Namen alle wehrfaehigen Maenner von zwanzig Jahren und darueber. 1:27 Die Zahl der aus dem Stamm Juda Gemusterten betrug 74600 Mann. 1:28 Sodann die Issachariter: Man ermittelte ihre Geschlechterfolge nach Sippen und Grossfamilien und zaehlte mit Namen alle wehrfaehigen Maenner von zwanzig Jahren und darueber. 1:29 Die Zahl der aus dem Stamm Issachar Gemusterten betrug 54400 Mann. 1:30 Sodann die Sebuloniter: Man ermittelte ihre Geschlechterfolge nach Sippen und Grossfamilien und zaehlte mit Namen alle wehrfaehigen Maenner von zwanzig Jahren und darueber. 1:31 Die Zahl der aus dem Stamm Sebulon Gemusterten betrug 57400 Mann. 1:32 Sodann die Nachkommen Josefs, zuerst die Efraimiter: Man ermittelte ihre Geschlechterfolge nach Sippen und Grossfamilien und zaehlte mit Namen alle wehrfaehigen Maenner von zwanzig Jahren und darueber. 1:33 Die Zahl der aus dem Stamm Efraim Gemusterten betrug 40500 Mann. 1:34 Sodann die Manassiter: Man ermittelte ihre Geschlechterfolge nach Sippen und Grossfamilien und zaehlte mit Namen alle wehrfaehigen Maenner von zwanzig Jahren und darueber. 1:35 Die Zahl der aus dem Stamm Manasse Gemusterten betrug 32200 Mann. 1:36 Sodann die Benjaminiter: Man ermittelte ihre Geschlechterfolge nach Sippen und Grossfamilien und zaehlte mit Namen alle wehrfaehigen Maenner von zwanzig Jahren und darueber. 1:37 Die Zahl der aus dem Stamm Benjamin Gemusterten betrug 35400 Mann. 1:38 Sodann die Daniter: Man ermittelte ihre Geschlechterfolge nach Sippen und Grossfamilien und zaehlte mit Namen alle wehrfaehigen Maenner von zwanzig Jahren und darueber. 1:39 Die Zahl der aus dem Stamm Dan Gemusterten betrug 62700 Mann. 1:40 Sodann die Ascheriter: Man ermittelte ihre Geschlechterfolge nach Sippen und Grossfamilien und zaehlte mit Namen alle wehrfaehigen Maenner von zwanzig Jahren und darueber. 1:41 Die Zahl der aus dem Stamm Ascher Gemusterten betrug 41500 Mann. 1:42 Sodann die Naftaliter: Man ermittelte ihre Geschlechterfolge nach Sippen und Grossfamilien und zaehlte mit Namen alle wehrfaehigen Maenner von zwanzig Jahren und darueber. 1:43 Die Zahl der aus dem Stamm Naftali Gemusterten betrug 53400 Mann. 1:44 Das waren die Gemusterten, die Mose und Aaron zusammen mit den Anfuehrern Israels zaehlten; es waren zwoelf Anfuehrer, aus jedem Stamm einer, jeweils das Haupt einer Grossfamilie. 1:45 So ergab sich die Gesamtzahl der gemusterten Israeliten, geordnet nach Grossfamilien, also aller wehrfaehigen Maenner in Israel von zwanzig Jahren und darueber. 1:46 Als Gesamtzahl der Gemusterten ergab sich 603550 Mann. 1:47 Die aber, die dem Stamm ihrer Vaeter nach Leviten waren, wurden nicht gemustert. 1:48 Der Herr sprach zu Mose: 1:49 Unter den Israeliten sollst du nur den Stamm Levi nicht mustern und zaehlen. 1:50 Betrau die Leviten mit der Sorge fuer die Wohnstaette der Bundesurkunde, fuer ihre Geraete und fuer alles, was dazu gehoert. Sie sollen die Wohnstaette und alle ihre Geraete tragen und sollen sie pflegen; sie sollen ihren Lagerplatz rings um die Wohnstaette haben. Zur Wohnstaette vgl. die Anmerkung zu Ex 25,9. 1:51 Wenn die Wohnstaette weitergetragen werden soll, sollen die Leviten sie abbauen, und wenn die Wohnstaette das Lager bezieht, sollen die Leviten sie aufstellen. Wer ihr zu nahe kommt, ohne dazu befugt zu sein, wird mit dem Tod bestraft. 1:52 Im Lager soll jeder Israelit sein Zelt an der Stelle aufschlagen, zu der er gehoert, und bei dem Feldzeichen, zu dem er gehoert, also bei seiner Abteilung im Heer. 1:53 Die Leviten aber sollen ihr Lager rings um die Wohnstaette der Bundesurkunde aufschlagen, damit nicht der Zorn (Gottes) die Gemeinde der Israeliten trifft; die Leviten sollen auf die Anordnung ueber die Wohnstaette der Bundesurkunde achten. 1:54 Die Israeliten taten alles genau so, wie es der Herr dem Mose befohlen hatte. So machten sie es. 2:1 Die Ordnung im Lager und auf dem Marsch: 2,1-34 Der Herr sprach zu Mose und Aaron: 2:2 Alle Israeliten sollen bei ihren Feldzeichen lagern, jede Grossfamilie mit einer eigenen Fahne. Sie sollen rings um das Offenbarungszelt so lagern, dass es jeder vor sich hat. 2:3 Vorne, nach Osten hin, ist das Lager Judas mit seinem Feldzeichen, geordnet nach Abteilungen. Befehlshaber der Nachkommen Judas ist Nachschon, der Sohn Amminadabs; 2:4 sein Heer zaehlt im ganzen 74600 gemusterte Maenner. 2:5 Daran anschliessend ist das Lager des Stammes Issachar; Befehlshaber der Issachariter ist Netanel, der Sohn Zuars; 2:6 sein Heer zaehlt im ganzen 54400 gemusterte Maenner. 2:7 Dann folgt der Stamm Sebulon; Befehlshaber der Sebuloniter ist Eliab, der Sohn Helons; 2:8 sein Heer zaehlt im ganzen 57400 gemusterte Maenner. 2:9 Die Gesamtzahl der Gemusterten, die zum Lager Judas gehoeren, betraegt 186400 Mann, geordnet nach Abteilungen. Sie brechen als erste auf. 2:10 Im Sueden ist das Lager Rubens mit seinem Feldzeichen, geordnet nach Abteilungen. Befehlshaber der Rubeniter ist Elizur, der Sohn Schedeurs; 2:11 sein Heer zaehlt im ganzen 46500 gemusterte Maenner. 2:12 Daran anschliessend ist das Lager des Stammes Simeon; Befehlshaber der Simeoniter ist Schelumiel, der Sohn Zurischaddais; 2:13 sein Heer zaehlt im ganzen 59300 gemusterte Maenner. 2:14 Dann folgt der Stamm Gad; Befehlshaber der Gaditer ist Eljasaf, der Sohn Reguels; 2:15 sein Heer zaehlt im ganzen 45650 gemusterte Maenner. 2:16 Die Gesamtzahl der Gemusterten, die zum Lager Rubens gehoeren, betraegt 151450 Mann, geordnet nach Abteilungen. Sie brechen als zweite auf. 2:17 Dann bricht das Offenbarungszelt auf und das Lager der Leviten, das in der Mitte der Lager liegt. Wie sie lagern, so brechen sie auf, jeder an seiner Stelle, nach Feldzeichen geordnet. 2:18 Im Westen ist das Lager Efraims mit seinem Feldzeichen, geordnet nach Abteilungen. Befehlshaber der Efraimiter ist Elischama, der Sohn Ammihuds; 2:19 sein Heer zaehlt im ganzen 40500 gemusterte Maenner. 2:20 Daran anschliessend kommt der Stamm Manasse; Befehlshaber der Manassiter ist Gamliel, der Sohn Pedazurs; 2:21 sein Heer zaehlt im ganzen 32200 gemusterte Maenner. 2:22 Dann folgt der Stamm Benjamin; Befehlshaber der Benjaminiter ist Abidan, der Sohn Gidonis; 2:23 sein Heer zaehlt im ganzen 35400 gemusterte Maenner. 2:24 Die Gesamtzahl der Gemusterten, die zum Lager Efraims gehoeren, betraegt 108100 Mann, geordnet nach Abteilungen. Sie brechen als dritte auf. 2:25 Im Norden ist das Lager Dans mit seinem Feldzeichen, geordnet nach Abteilungen. Befehlshaber der Daniter ist Ahieser, der Sohn Ammischaddais; 2:26 sein Heer zaehlt im ganzen 62700 gemusterte Maenner. 2:27 Daran anschliessend ist das Lager des Stammes Ascher; Befehlshaber der Ascheriter ist Pagiel, der Sohn Ochrans; 2:28 sein Heer zaehlt im ganzen 41500 gemusterte Maenner. 2:29 Dann folgt der Stamm Naftali; Befehlshaber der Naftaliter ist Ahira, der Sohn Enans; 2:30 sein Heer zaehlt im ganzen 53400 gemusterte Maenner. 2:31 Die Gesamtzahl der Gemusterten, die zum Lager Dans gehoeren, betraegt 157600 Mann. Sie brechen als letzte auf, nach Feldzeichen geordnet. 2:32 Das sind also die gemusterten Israeliten, geordnet nach Grossfamilien. Die Gesamtzahl der Gemusterten im Lager, geordnet nach Abteilungen, betraegt 603550 Mann. 2:33 Die Leviten wurden, wie der Herr es Mose befohlen hatte, unter den Israeliten nicht gemustert. 2:34 Die Israeliten fuehrten alles aus, was der Herr dem Mose befohlen hatte; sie lagerten geordnet nach ihren Feldzeichen, und so brachen sie auch auf, jeder in seiner Sippe und bei seiner Grossfamilie. 3:1 Die Musterung der Priester- und Levitengeschlechter: 3,1 - 4,49 Das ist die Geschlechterfolge nach Aaron und Mose, zu der Zeit, als der Herr mit Mose auf dem Sinai redete. 3:2 Das waren die Namen der Soehne Aarons: Nadab als Erstgeborener, dann Abihu, Eleasar und Itamar. 3:3 Das waren die Namen der Soehne Aarons, der gesalbten Priester, die man ins Priesteramt eingesetzt hatte. 3:4 Nadab und Abihu waren vor den Augen des Herrn gestorben, als sie in der Wueste Sinai dem Herrn ein unrechtmaessiges Feueropfer darbrachten. Sie hatten keine Soehne, und so versahen dann Eleasar und Itamar unter der Aufsicht ihres Vaters Aaron den Priesterdienst. Lev 10,1-5 3:5 Der Herr sprach zu Mose: 3:6 Lass den Stamm Levi vor dem Priester Aaron antreten, damit sie ihm dienen. 3:7 Sie sollen auf seine Anordnungen achten und in der ganzen Gemeinde vor dem Offenbarungszelt fuer Ordnung sorgen, wenn sie an der Wohnstaette Dienst tun. 3:8 Sie sollen alle Geraete des Offenbarungszeltes in Ordnung halten und bei den Israeliten fuer Ordnung sorgen, wenn sie an der Wohnstaette Dienst tun. 3:9 Die Leviten sollst du Aaron und seinen Soehnen zuweisen; sie sollen unter den Israeliten ausschliesslich fuer den Dienst bei Aaron bestimmt sein. 3:10 Aaron und seine Soehne aber sollst du beauftragen, den Priesterdienst zu versehen. Wer unbefugt daran teilnimmt, wird mit dem Tod bestraft. 3:11 Der Herr sprach zu Mose: (11-13) 3,41-45; 8,15-19; Ex 13,11-15; 34,20 3:12 Hiermit nehme ich die Leviten als Ersatz fuer alle erstgeborenen Israeliten, die den Mutterschoss durchbrechen. Die Leviten gehoeren mir; 3:13 denn alle Erstgeborenen gehoeren mir. Als ich in Aegypten alle Erstgeborenen erschlug, habe ich alle Erstgeborenen in Israel mir geheiligt, bei den Menschen und beim Vieh. Mir gehoeren sie; ich bin der Herr. 3:14 Der Herr sprach in der Wueste Sinai zu Mose: 3:15 Mustere die Leviten nach ihren Grossfamilien und Sippen! Alle maennlichen Personen von einem Monat und darueber sollst du mustern. 3:16 Da musterte sie Mose, wie ihm durch den Mund des Herrn befohlen worden war. 3:17 Das waren die Namen der Soehne Levis: Gerschon, Kehat und Merari. 3:18 Die Namen der Soehne Gerschons und ihrer Sippen waren Libni und Schimi, 3:19 die der Soehne Kehats und ihrer Sippen Amram, Jizhar, Hebron und Usiel, 3:20 die der Soehne Meraris und ihrer Sippen Machli und Muschi. Das waren die Sippen des Stammes Levi, geordnet nach Grossfamilien. 3:21 Zu Gerschon gehoerten die Sippe der Libniter und die Sippe der Schimiter; das waren die Sippen der Gerschoniter. 3:22 Die Zahl ihrer gemusterten maennlichen Personen von einem Monat und darueber betrug im ganzen 7500. 3:23 Die Sippen der Gerschoniter lagerten hinter der Wohnstaette gegen Westen. 3:24 Anfuehrer der Grossfamilie der Gerschoniter war Eljasaf, der Sohn Laels. 3:25 Die Gerschoniter hatten am Offenbarungszelt die Sorge fuer die Wohnstaette und das Zelt, fuer seine Decke und den Vorhang am Eingang des Offenbarungszeltes, 3:26 fuer die Behaenge des Vorhofs, fuer den Vorhang am Eingang des Vorhofs, der ringsum die Wohnstaette und den Altar umgibt, und fuer die Zeltstricke, je nachdem, wie es der Dienst erforderte. 3:27 Zu Kehat gehoerten die Sippe der Amramiter, die Sippe der Jizhariter, die Sippe der Hebroniter und die Sippe der Usieliter; das waren die Sippen der Kehatiter. 3:28 Die Zahl der maennlichen Personen von einem Monat und darueber betrug im ganzen 8600; sie hatten am Heiligtum Dienst zu tun. 3:29 Die Sippen der Kehatiter lagerten an der Suedseite der Wohnstaette. 3:30 Familienoberhaupt der Sippen der Kehatiter war Elizafan, der Sohn Usiels. 3:31 Sie hatten die Sorge fuer die Lade, den Tisch, den Leuchter, die Altaere, die heiligen Geraete, mit denen sie ihren Dienst versahen, fuer den Vorhang und alles, was zu diesem Dienst gehoerte. 3:32 Der oberste Anfuehrer der Leviten war der Priester Eleasar, der Sohn Aarons. Er war mit der Aufsicht derer betraut, die am Heiligtum Dienst zu tun hatten. 3:33 Zu Merari gehoerten die Sippe der Machliter und die Sippe der Muschiter; das waren die Sippen der Merariter. 3:34 Die Zahl ihrer gemusterten maennlichen Personen von einem Monat und darueber betrug im ganzen 6200. 3:35 Familienoberhaupt der Sippen der Merariter war Zuriel, der Sohn Abihajils. Sie lagerten an der Nordseite der Wohnstaette. 3:36 Die Soehne Meraris waren betraut mit der Sorge fuer die Bretter der Wohnstaette, ihre Querlatten, Saeulen und Sockel, ihre Geraete und alles, was zu diesem Dienst gehoerte, 3:37 ferner fuer die Saeulen des Vorhofs ringsum, ihre Sockel, ihre Zeltpfloecke und Stricke. 3:38 Vor der Wohnstaette, an der Vorderseite, oestlich vom Offenbarungszelt, lagerten Mose und Aaron mit seinen Soehnen. Sie hatten den Dienst am Heiligtum zu tun, wie er den Israeliten aufgetragen worden war. Wer unbefugt daran teilnimmt, wird mit dem Tod bestraft. 3:39 Die Gesamtzahl der Leviten, die Mose und Aaron auf Befehl des Herrn musterten, aller maennlichen Personen von einem Monat und darueber, nach Sippen geordnet, betrug 22000. 3:40 Der Herr sprach zu Mose: Zaehle alle maennlichen erstgeborenen Israeliten, die einen Monat und aelter sind, stell ihre Zahl namentlich fest! (40-45) 3,11-13 3:41 Dann nimm fuer mich, fuer mich, den Herrn, die Leviten als Ersatz fuer alle erstgeborenen Israeliten entgegen, ausserdem das Vieh der Leviten als Ersatz fuer alle Erstlinge unter dem Vieh der Israeliten! 3:42 Mose musterte alle erstgeborenen Israeliten, wie es ihm der Herr befohlen hatte. 3:43 Die Gesamtzahl der maennlichen Erstgeborenen, die einen Monat und aelter waren, betrug bei dieser namentlichen Zaehlung 22273. 3:44 Dann sprach der Herr zu Mose: 3:45 Nimm die Leviten als Ersatz fuer alle erstgeborenen Israeliten entgegen, ausserdem das Vieh der Leviten als Ersatz fuer das Vieh der Israeliten! Die Leviten gehoeren mir, mir, dem Herrn. 3:46 Es sind aber 273 erstgeborene Israeliten mehr als Leviten; sie muessen ausgeloest werden. 3:47 Erheb fuer jeden fuenf Schekel; erheb sie nach dem Schekelgewicht des Heiligtums, den Schekel zu zwanzig Gera. 3:48 Uebergib das Geld Aaron und seinen Soehnen zur Ausloesung der ueberzaehligen Israeliten! 3:49 Da erhob Mose das Loesegeld von denen, die die Zahl der Leviten ueberstiegen und deshalb auszuloesen waren. 3:50 1365 Silberschekel erhob Mose von den erstgeborenen Israeliten, nach dem Schekelgewicht des Heiligtums, 3:51 und er uebergab Aaron und seinen Soehnen das Loesegeld, wie es ihm der Herr befohlen hatte. 4:1 Der Herr sprach zu Mose und Aaron: 4:2 Ermittelt die Zahl der Kehatiter unter den Leviten, geordnet nach Sippen und Grossfamilien, 4:3 zaehlt alle Wehrfaehigen zwischen dreissig und fuenfzig Jahren! Sie sollen im Offenbarungszelt taetig sein. 4:4 Die Kehatiter haben im Offenbarungszelt das Hochheilige zu betreuen. 4:5 Beim Aufbruch gehen Aaron und seine Soehne hinein, nehmen die Vorhangdecke ab und huellen damit die Lade der Bundesurkunde ein. 4:6 Darueber legen sie eine Decke aus Tahaschhaut, breiten darueber ein Tuch, ganz aus violettem Purpur, und bringen an der Lade die Stangen an. 4:7 Auch ueber den Tisch der Schaubrote breiten sie ein Tuch aus violettem Purpur. Darauf legen sie die Schuesseln, die Schalen, die Kruege und die Kannen fuer das Trankopfer; auch die Schaubrote sollen darauf sein. 4:8 Dann breiten sie darueber ein karmesinrotes Tuch, bedecken es mit einer Tahaschhaut und bringen die dazugehoerenden Stangen an. 4:9 Weiter nehmen sie ein Tuch aus violettem Purpur und huellen damit den Leuchter ein, auch seine einzelnen Lampen, die Dochtscheren und Pfannen und alle Oelbehaelter, die man fuer den Leuchter braucht. 4:10 Ihn und alle zu ihm gehoerenden Geraete legen sie auf eine Decke aus Tahaschhaut, dann legen sie alles auf das Traggestell. 4:11 Ueber den goldenen Altar breiten sie ein Tuch aus violettem Purpur, huellen ihn in eine Decke aus Tahaschhaut und bringen seine Stangen an. 4:12 Dann nehmen sie alle zum Dienst im Heiligtum erforderlichen Geraete, legen sie auf ein Tuch aus violettem Purpur, huellen sie in eine Decke aus Tahaschhaut und legen sie auf das Traggestell. 4:13 Sie saeubern den Altar von der Fett-Asche und breiten ein Tuch aus rotem Purpur ueber ihn. 4:14 Auf den Altar legen sie alle Geraete, die man fuer den Altardienst braucht, die Pfannen, Gabeln, Schaufeln und Schalen, alle Altargeraete; darueber breiten sie eine Huelle aus Tahaschhaut und bringen die Altarstangen an. 4:15 Erst wenn Aaron und seine Soehne beim Aufbruch des Lagers mit dem Verhuellen des Heiligtums und aller heiligen Geraete fertig sind, kommen die Kehatiter und uebernehmen den Traegerdienst. Sie duerfen aber das Heilige nicht beruehren, sonst muessen sie sterben. Das ist die Aufgabe, die die Kehatiter am Offenbarungszelt als Traeger haben. 4:16 Der Priester Eleasar, der Sohn Aarons, hat die Verantwortung fuer das Oel des Leuchters, das duftende Raeucherwerk, das staendige Speiseopfer und das Salboel, die Verantwortung fuer die ganze Wohnstaette und fuer alles, was es darin an Heiligem und an Geraeten gibt. 4:17 Der Herr sprach zu Mose und Aaron: 4:18 Sorgt dafuer, dass die Sippen des Stammes der Kehatiter nicht aus dem Kreis der Leviten ausgerottet werden. 4:19 Damit sie am Leben bleiben und nicht wegen Beruehrung des Hochheiligen sterben, sollt ihr so verfahren: Aaron und seine Soehne sollen kommen und jedem von ihnen anweisen, was er zu tun und zu tragen hat. 4:20 Dann ist es nicht moeglich, dass sie hineingehen und das Heilige auch nur fuer einen Augenblick sehen, und sie werden nicht sterben. 4:21 Der Herr sprach zu Mose: 4:22 Ermittle auch die Zahl der Gerschoniter, geordnet nach Grossfamilien und Sippen! 4:23 Du sollst sie mustern fuer den Dienst am Offenbarungszelt, alle wehrfaehigen Maenner zwischen dreissig und fuenfzig Jahren. 4:24 Die Sippen der Gerschoniter haben folgende Pflichten als Diener und Traeger: 4:25 Sie tragen die Zelttuecher der Wohnstaette und das Offenbarungszelt, seine Decke, die Tahaschdecke, die darueber liegt, und den Vorhang am Eingang des Offenbarungszeltes, 4:26 ferner die Behaenge des Vorhofs, den Vorhang am Toreingang des Vorhofs, der rings um die Wohnstaette und um den Altar liegt, die dazugehoerenden Stricke und alle Geraete, die sie zu ihrer Arbeit brauchen; sie sollen alle Arbeiten verrichten, die daran auszufuehren sind. 4:27 Der ganze Dienst der Gerschoniter soll nach der Anweisung Aarons und seiner Soehne geschehen, die ihnen alles sagen, alles, was sie zu tragen und zu tun haben. Beauftragt sie mit dem gesamten Traegerdienst! 4:28 Das ist die Aufgabe der Gerschoniter am Offenbarungszelt. Die Aufsicht ueber ihren Dienst hat der Priester Itamar, der Sohn Aarons. 4:29 Ferner sollst du die Merariter mustern, geordnet nach Sippen und Grossfamilien. 4:30 Du sollst sie mustern fuer den Dienst am Offenbarungszelt, alle wehrfaehigen Maenner zwischen dreissig und fuenfzig Jahren. 4:31 Das sind ihre Pflichten und einzelnen Aufgaben als Traeger beim Offenbarungszelt: Sie haben die Bretter der Wohnstaette zu tragen, ihre Querlatten, Saeulen und Sockel, 4:32 die Saeulen des Vorhofs ringsum, ihre Sockel, Zeltpfloecke und Stricke sowie alle Geraete, die sie zur Erfuellung ihrer Aufgaben brauchen. Ihr sollt jedem die Gegenstaende einzeln zuweisen, die sie zu tragen haben. 4:33 Das ist im ganzen die Aufgabe der Sippen der Merariter am Offenbarungszelt. Die Aufsicht ueber sie hat der Priester Itamar, der Sohn Aarons. 4:34 Mose, Aaron und die Anfuehrer der Gemeinde musterten die Kehatiter, geordnet nach Sippen und Grossfamilien, 4:35 fuer den Dienst am Offenbarungszelt, alle wehrfaehigen Maenner zwischen dreissig und fuenfzig Jahren. 4:36 Die Zahl der nach Sippen gemusterten Maenner betrug 2750. 4:37 Das waren die in den Sippen der Kehatiter Gemusterten, alle, die am Offenbarungszelt Dienst zu tun hatten. Mose und Aaron hatten sie gemustert, wie es der Herr durch Mose befohlen hatte. 4:38 Bei den Gerschonitern betrug die Zahl der nach Sippen und Grossfamilien fuer den Dienst am Offenbarungszelt Gemusterten, 4:39 die Zahl aller wehrfaehigen Maenner zwischen dreissig und fuenfzig Jahren, 4:40 die, geordnet nach Sippen und Grossfamilien, gemustert worden waren, 2630. 4:41 Das waren die in den Sippen der Gerschoniter Gemusterten, alle, die am Offenbarungszelt Dienst zu tun hatten. Mose und Aaron hatten sie auf Befehl des Herrn gemustert. 4:42 Bei den Sippen der Merariter betrug die Zahl der nach Sippen und Grossfamilien zum Dienst am Offenbarungszelt Gemusterten, 4:43 die Zahl aller wehrfaehigen Maenner zwischen dreissig und fuenfzig Jahren, 4:44 die, geordnet nach Sippen, gemustert worden waren, 3200. 4:45 Das waren die in den Sippen der Merariter Gemusterten. Mose und Aaron hatten sie gemustert, wie es der Herr durch Mose befohlen hatte. 4:46 Die Gesamtzahl der Gemusterten, die Mose, Aaron und die Anfuehrer Israels bei den Leviten, geordnet nach Sippen und Grossfamilien, gemustert hatten, 4:47 die Zahl aller Maenner zwischen dreissig und fuenfzig Jahren, die zur Erfuellung der Aufgaben und Traegerdienste am Offenbarungszelt faehig waren, 4:48 die Gesamtzahl dieser Gemusterten betrug 8580. 4:49 Wie es der Herr durch Mose befohlen hatte, so betraute man jeden einzelnen von ihnen mit seiner Aufgabe und mit seinem Traegerdienst. Jedem wurde seine Aufgabe zugewiesen, wie der Herr es Mose befohlen hatte. 5:1 Die Ausweisung der Unreinen: 5,1-4 Der Herr sprach zu Mose: 1-4: Zur Unreinheit bei Aussatz vgl. die Anmerkung zu Lev 13,1-46 und die Einleitung zu Lev. - Alles, was mit dem Tod zusammenhaengt, also auch Leichen und Graeber, wird fuer unrein erklaert, um den Totenkult, wie er bei den Nachbarvoelkern ueblich war, abzuwehren. 5:2 Befiehl den Israeliten, jeden aus dem Lager zu schicken, der an Aussatz oder an einem Ausfluss leidet, und jeden, der sich an einer Leiche verunreinigt hat. 5:3 Ob Mann oder Frau, schickt sie weg, weist sie aus dem Lager hinaus! Sie sollen nicht das Lager unrein machen, in dem ich mitten unter ihnen wohne. 5:4 Die Israeliten taten, was der Herr gesagt hatte, und schickten sie aus dem Lager. Wie der Herr es Mose gesagt hatte, so machten sie es. 5:5 Schadenersatz und Abgaben ans Heiligtum: 5,5-10 Der Herr sprach zu Mose: 5:6 Sag zu den Israeliten: Wenn ein Mann oder eine Frau etwas, was dem Herrn gehoert, veruntreut hat, also eine von den Suenden begangen hat, wie sie bei Menschen vorkommen, dann ist dieser Mensch schuldig geworden. 5:7 Sie sollen die Suende, die sie begangen haben, bekennen, und der Schuldige soll das, was er schuldet, voll ersetzen und dem, an dem er schuldig geworden ist, noch ein Fuenftel dazugeben. 5:8 Wenn aber der Anspruchsberechtigte keinen Loeser hat, dem der Schuldige Ersatz leisten koennte, dann gehoert der geschuldete Betrag dem Herrn zugunsten des Priesters, ebenso wie der Suehnewidder, mit dem der Priester fuer ihn die Suehne erwirkt. Zum Loeser vgl. die Anmerkung zu Lev 25,25. 5:9 Dem Priester gehoeren auch alle Weihegeschenke, die die Israeliten zu ihm bringen. 5:10 Jeder kann selbst bestimmen, was er als Weihegeschenk geben will; was er aber dem Priester gibt, gehoert dem Priester. Der Sinn von H ist unklar. 5:11 Das Eifersuchtsordal: 5,11-31 Der Herr sprach zu Mose: 5:12 Rede zu den Israeliten und sag ihnen: Angenommen, eine Frau geraet auf Abwege, sie wird ihrem Mann untreu, 5:13 und ein anderer Mann schlaeft mit ihr, ohne dass es ihr Mann merkt, angenommen also, sie ist unrein geworden, ohne dass es entdeckt wird, und es gibt keine Zeugen, weil sie nicht ertappt worden ist, 5:14 der Mann aber schoepft Verdacht und wird eifersuechtig auf seine Frau, die wirklich unrein geworden ist; angenommen aber auch, er schoepft Verdacht und wird auf seine Frau eifersuechtig, obwohl sie in Wirklichkeit nicht unrein geworden ist: 5:15 In einem solchen Fall soll der Mann seine Frau zum Priester bringen und soll zugleich die fuer sie vorgesehene Opfergabe mitbringen: ein zehntel Efa Gerstenmehl. Er darf kein Oel darauf giessen und keinen Weihrauch darauf streuen; denn es ist ein Eifersuchtsopfer, ein Opfer zur Ermittlung der Schuld. 5:16 Der Priester fuehrt die Frau hinein und stellt sie vor den Herrn. 5:17 Er nimmt heiliges Wasser in einem Tongefaess; dann nimmt er etwas Staub vom Fussboden der Wohnstaette und streut ihn in das Wasser. 5:18 Dann stellt der Priester die Frau vor den Herrn, loest ihr Haar und legt ihr das Ermittlungsopfer, das heisst das Eifersuchtsopfer, in die Haende; der Priester aber haelt das bittere, fluchbringende Wasser in der Hand. 5:19 Dann beschwoert der Priester die Frau und sagt zu ihr: Wenn kein Mann mit dir geschlafen hat, wenn du deinem Mann nicht untreu gewesen, also nicht unrein geworden bist, dann wird sich deine Unschuld durch dieses bittere, fluchbringende Wasser erweisen. 5:20 Wenn du aber deinem Mann untreu gewesen, wenn du unrein geworden bist und wenn ein anderer als dein eigener Mann mit dir geschlafen hat - 5:21 und nun soll der Priester die Frau mit einem Fluch beschwoeren und zu ihr sprechen -, dann wird der Herr dich zum sprichwoertlichen Beispiel fuer einen Fluch und Schwur in deinem Volk machen. Der Herr wird deine Hueften einfallen und deinen Bauch anschwellen lassen. 5:22 Dieses fluchbringende Wasser wird in deine Eingeweide eindringen, so dass dein Bauch anschwillt und deine Hueften einfallen. Darauf soll die Frau antworten: Amen, amen. 5:23 Der Priester aber schreibt diese Flueche auf und wischt die Schrift sodann in das bittere Wasser. Von Segens- und Fluchformeln erwartet man im Alten Orient, dass von ihnen die Macht ausgeht, das darin Gesagte herbeizufuehren. Sie gewinnen nach dem Glauben jener Zeit noch an Kraft, wenn man sie aufschreibt (vgl. die Anmerkung zu Lev 5,1). 5:24 Dann gibt er der Frau das bittere, fluchbringende Wasser zu trinken, damit dieses Fluchwasser in sie eindringt und ihr bittere Schmerzen bereitet. 5:25 Der Priester nimmt aus der Hand der Frau das Eifersuchtsopfer, schwingt die Opfergabe vor dem Herrn hin und her und bringt sie so dar; dann legt er sie auf den Altar. 5:26 Der Priester nimmt von der Opfergabe eine Handvoll als Gedaechtnisanteil weg und laesst ihn auf dem Altar in Rauch aufgehen. Dann erst laesst er die Frau das Wasser trinken. 5:27 Sobald er sie das Wasser hat trinken lassen, wird das fluchbringende Wasser in sie eindringen und bittere Schmerzen bewirken, falls sie unrein und ihrem Mann untreu geworden ist: Es wird ihren Bauch anschwellen und ihre Hueften einfallen lassen, so dass die Frau in ihrem Volk zum sprichwoertlichen Beispiel fuer einen Fluch wird. 5:28 Wenn sie aber nicht unrein geworden, sondern rein ist, dann wird sich zeigen, dass sie unschuldig ist, und sie kann weiterhin Kinder bekommen. 5:29 Das ist das Eifersuchtsgesetz fuer den Fall, dass eine Frau ihren Mann betruegt und unrein geworden ist 5:30 oder dass ein Mann gegen seine Frau Verdacht schoepft, auf sie eifersuechtig wird und sie vor den Herrn treten laesst. Wenn der Priester dieses Gesetz auf sie anwendet, 5:31 dann ist der Mann von Schuld frei, die Frau aber muss die Folgen ihrer Schuld tragen. 6:1 Das Nasiraeergeluebde: 6,1-21 Der Herr sprach zu Mose: 1-21: Beruehmte Nasiraeer waren Simson (Ri 13,4f.14) und Samuel (1 Sam 1,11). Beide, anscheinend auch Johannes der Taeufer (Lk 1,15; vgl. Mt 11,18), wurden bereits vor ihrer Geburt Gott als Nasiraeer geweiht. Das Gesetz von Num 6,1-21 sieht Nasiraeergeluebde von Eltern nicht vor. Zu den Nasiraeern vgl. ferner 1 Makk 3,49 und Am 2,11. Selbst Paulus legt nach seiner Bekehrung das Nasiraeergeluebde auf Zeit ab (Apg 18,18) und unterstuetzt andere, damit sie die nach Num 6 vorgeschriebenen Nasiraeeropfer aufbringen koennen (Apg 21,24-26). 6:2 Rede zu den Israeliten und sag zu ihnen: Wenn ein Mann oder eine Frau etwas Besonderes tun will und das Nasiraeergeluebde ablegt, so dass er ein dem Herrn geweihter Nasiraeer ist, 6:3 dann soll er auf Wein und Bier verzichten; er soll keinen gegorenen Wein und kein gegorenes Bier trinken, auch keinen Traubensaft, er soll weder frische noch getrocknete Trauben essen. 6:4 Solange er Nasiraeer ist, soll er nichts essen, was von Weinreben stammt, von den unreifen Trauben angefangen bis zu den Trebern. 6:5 Solange das Nasiraeergeluebde in Kraft ist, soll auch kein Schermesser sein Haupt beruehren, bis die Zeit abgelaufen ist, fuer die er sich dem Herrn als Nasiraeer geweiht hat. Er ist heilig, er muss sein Haar ganz frei wachsen lassen. 6:6 Solange er sich dem Herrn als Nasiraeer geweiht hat, soll er auch nicht in die Naehe eines Toten kommen. 6:7 Nicht einmal an Vater oder Mutter, an Bruder oder Schwester soll er sich verunreinigen, wenn sie sterben; denn er traegt an seinem Haupt das Zeichen dafuer, dass er sich seinem Gott als Nasiraeer geweiht hat. 6:8 Solange er Nasiraeer ist, ist er dem Herrn heilig. 6:9 Wenn aber jemand in seiner Naehe ganz ploetzlich stirbt und er dabei sein geweihtes Haupt unrein macht, dann soll er sein Haar an dem Tag abschneiden, an dem er wieder rein wird: Am siebten Tag soll er sein Haar abschneiden, 6:10 am achten Tag aber soll er zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben zum Priester an den Eingang des Offenbarungszeltes bringen. 6:11 Der Priester richtet die eine zum Suendopfer, die andere zum Brandopfer her und entsuehnt den, der an der Leiche eine Suende auf sich geladen hat; am selben Tag erklaert der Priester sein Haupt wieder fuer heilig. 6:12 Er soll sich dann dem Herrn fuer die Zeit, fuer die er sich als Nasiraeer verpflichtet hatte, von neuem weihen und ein einjaehriges Lamm als Schuldopfer darbringen. Die schon abgeleistete Zeit aber ist verfallen, da das vorige Weihegeluebde ungueltig geworden ist. 6:13 Das ist das Nasiraeergesetz. Am Tag, an dem die Zeit seiner Nasiraeerweihe abgelaufen ist, soll man den Mann zum Eingang des Offenbarungszeltes fuehren. 6:14 Er bringt seine Opfergabe fuer den Herrn mit: ein fehlerloses einjaehriges maennliches Lamm als Brandopfer, ein fehlerloses einjaehriges weibliches Lamm als Suehnopfer, einen fehlerlosen Widder als Heilsopfer, 6:15 ferner einen Korb voll ungesaeuerter Kuchen aus Feinmehl, das mit Oel vermengt ist, sowie voll ungesaeuerter Brotfladen, die mit Oel bestrichen sind, ferner das dazugehoerende Speiseopfer und die dazugehoerenden Trankopfer. 6:16 Der Priester bringt alles vor den Herrn und richtet fuer den Betreffenden das Suendopfer und das Brandopfer her. 6:17 Auch richtet er den Widder fuer das Heilsopfer zur Ehre des Herrn her, zusammen mit dem Korb voll ungesaeuertem Gebaeck; dann richtet der Priester fuer den Betreffenden das Speiseopfer und das Trankopfer her. 6:18 Der Nasiraeer schneidet am Eingang des Offenbarungszeltes sein geweihtes Haupthaar ab, nimmt das geweihte Haar und wirft es in das Feuer, das unter dem Heilsopfer brennt. 6:19 Nachdem der Nasiraeer sich das Nasiraeerhaar abgeschnitten hat, nimmt der Priester den gekochten Vorderschenkel des Widders, einen ungesaeuerten Kuchen aus dem Korb und einen ungesaeuerten Brotfladen und legt es dem Nasiraeer auf die Haende. 6:20 Dann schwingt sie der Priester vor dem Herrn hin und her und bringt sie so dar. Das ist eine heilige Gabe fuer den Priester, zusaetzlich zur Widderbrust fuer den Darbringungsritus und zur Schenkelkeule fuer den Erhebungsritus. Danach darf der Nasiraeer wieder Wein trinken. 6:21 Das ist das Gesetz fuer den Nasiraeer, der aufgrund seines Weihegeluebdes dem Herrn eine Opfergabe gelobt, abgesehen von dem, was er sonst noch leisten kann. Wie es den Worten des Geluebdes entspricht, das er abgelegt hat, so muss er handeln, nach dem Nasiraeergesetz, das fuer seinen Fall gilt. 6:22 Der Priestersegen: 6,22-27 Der Herr sprach zu Mose: 6:23 Sag zu Aaron und seinen Soehnen: So sollt ihr die Israeliten segnen; sprecht zu ihnen: 6:24 Der Herr segne dich und behuete dich. 6:25 Der Herr lasse sein Angesicht ueber dich leuchten und sei dir gnaedig. 6:26 Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil. 6:27 So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, und ich werde sie segnen. 7:1 Die Weihegaben der Stammesfuehrer: 7,1-88 An dem Tag, an dem Mose die Wohnstaette errichtet hatte, salbte und weihte er sie, dazu alle ihre Geraete, ebenso auch den Altar und alle seine Geraete. Er salbte sie und weihte alles. 7:2 Die Anfuehrer Israels, die Oberhaeupter ihrer Grossfamilien, die Stammesfuehrer, die an der Spitze der Gemusterten standen, brachten ihre Gaben herbei. 7:3 Sie brachten dem Herrn als ihre Gabe: sechs Planwagen und zwoelf Rinder, jeweils fuer zwei Stammesfuehrer einen Wagen und fuer jeden Stammesfuehrer einen Stier. Das brachten sie vor die Wohnstaette. 7:4 Der Herr sprach zu Mose: 7:5 Nimm die Gaben von ihnen an; sie sollen fuer den Dienst am Offenbarungszelt verwendet werden. Uebergib sie den Leviten, je nach ihrer Aufgabe. 7:6 Da nahm Mose die Wagen und die Rinder und uebergab sie den Leviten. 7:7 Zwei Wagen und vier Rinder uebergab er den Gerschonitern fuer ihre Aufgaben; 7:8 vier Wagen und acht Rinder uebergab er dem Priester Itamar, dem Sohn Aarons, fuer die Merariter und ihre Aufgaben; 7:9 den Kehatitern uebergab er nichts, weil ihnen der Dienst an den heiligen Gegenstaenden anvertraut war, die sie auf ihren Schultern tragen mussten. 7:10 Die Stammesfuehrer brachten an dem Tag, an dem man den Altar salbte, auch die Spende fuer die Altarweihe und legten ihre Gaben vor den Altar. 7:11 Der Herr hatte zu Mose gesagt: Taeglich soll jeweils ein Stammesfuehrer seine Gabe als Spende fuer die Altarweihe bringen. 7:12 So brachte am ersten Tag Nachschon, der Sohn Amminadabs, fuer den Stamm Juda seine Gabe herbei. 7:13 Sie bestand aus einer silbernen Schuessel, hundertdreissig Schekel schwer, einer silbernen Schale zu siebzig Schekel, nach dem Schekelgewicht des Heiligtums, beide gefuellt mit Feinmehl, das mit Oel vermengt war, fuer das Speiseopfer, 7:14 ferner aus einer goldenen Schale von zehn Schekel Gewicht, gefuellt mit Raeucherwerk, 7:15 aus einem Jungstier, einem Widder und einem einjaehrigen Lamm fuer das Brandopfer, 7:16 einem Ziegenbock fuer das Suendopfer 7:17 sowie aus zwei Rindern, fuenf Widdern, fuenf Boecken und fuenf einjaehrigen Laemmern fuer das Heilsopfer. Das war die Gabe Nachschons, des Sohnes Amminadabs. 7:18 Am zweiten Tag brachte Netanel, der Sohn Zuars, der Stammesfuehrer von Issachar, seine Gabe herbei. 7:19 Er brachte eine silberne Schuessel, hundertdreissig Schekel schwer, eine silberne Schale zu siebzig Schekel, nach dem Schekelgewicht des Heiligtums, beide gefuellt mit Feinmehl, das mit Oel vermengt war, fuer das Speiseopfer, 7:20 ferner eine goldene Schale von zehn Schekel Gewicht, gefuellt mit Raeucherwerk, 7:21 dazu einen Jungstier, einen Widder und ein einjaehriges Lamm fuer das Brandopfer, 7:22 einen Ziegenbock fuer das Suendopfer 7:23 sowie zwei Rinder, fuenf Widder, fuenf Boecke und fuenf einjaehrige Laemmer fuer das Heilsopfer. Das war die Gabe Netanels, des Sohnes Zuars. 7:24 Am dritten Tag kam der Stammesfuehrer der Sebuloniter, Eliab, der Sohn Helons. 7:25 Seine Gabe bestand aus einer silbernen Schuessel, hundertdreissig Schekel schwer, einer silbernen Schale zu siebzig Schekel, nach dem Schekelgewicht des Heiligtums, beide gefuellt mit Feinmehl, das mit Oel vermengt war, fuer das Speiseopfer, 7:26 ferner aus einer goldenen Schale von zehn Schekel Gewicht, gefuellt mit Raeucherwerk, 7:27 aus einem Jungstier, einem Widder und einem einjaehrigen Lamm fuer das Brandopfer, 7:28 einem Ziegenbock fuer das Suendopfer 7:29 sowie aus zwei Rindern, fuenf Widdern, fuenf Boecken und fuenf einjaehrigen Laemmern fuer das Heilsopfer. Das war die Gabe Eliabs, des Sohnes Helons. 7:30 Am vierten Tag kam der Stammesfuehrer der Rubeniter, Elizur, der Sohn Schedeurs. 7:31 Seine Gabe bestand aus einer silbernen Schuessel, hundertdreissig Schekel schwer, einer silbernen Schale zu siebzig Schekel, nach dem Schekelgewicht des Heiligtums, beide gefuellt mit Feinmehl, das mit Oel vermengt war, fuer das Speiseopfer, 7:32 ferner aus einer goldenen Schale von zehn Schekel Gewicht, gefuellt mit Raeucherwerk, 7:33 aus einem Jungstier, einem Widder und einem einjaehrigen Lamm fuer das Brandopfer, 7:34 einem Ziegenbock fuer das Suendopfer 7:35 sowie aus zwei Rindern, fuenf Widdern, fuenf Boecken und fuenf einjaehrigen Laemmern fuer das Heilsopfer. Das war die Gabe Elizurs, des Sohnes Schedeurs. 7:36 Am fuenften Tag kam der Stammesfuehrer der Simeoniter, Schelumiel, der Sohn Zurischaddais. 7:37 Seine Gabe bestand aus einer silbernen Schuessel, hundertdreissig Schekel schwer, einer silbernen Schale zu siebzig Schekel, nach dem Schekelgewicht des Heiligtums, beide gefuellt mit Feinmehl, das mit Oel vermengt war, fuer das Speiseopfer, 7:38 ferner aus einer goldenen Schale von zehn Schekel Gewicht, gefuellt mit Raeucherwerk, 7:39 aus einem Jungstier, einem Widder und einem einjaehrigen Lamm fuer das Brandopfer, 7:40 einem Ziegenbock fuer das Suendopfer 7:41 sowie aus zwei Rindern, fuenf Widdern, fuenf Boecken und fuenf einjaehrigen Laemmern fuer das Heilsopfer. Das war die Gabe Schelumiels, des Sohnes Zurischaddais. 7:42 Am sechsten Tag kam der Stammesfuehrer der Gaditer, Eljasaf, der Sohn Reguels. 7:43 Seine Gabe bestand aus einer silbernen Schuessel, hundertdreissig Schekel schwer, einer silbernen Schale zu siebzig Schekel, nach dem Schekelgewicht des Heiligtums, beide gefuellt mit Feinmehl, das mit Oel vermengt war, fuer das Speiseopfer, 7:44 ferner aus einer goldenen Schale von zehn Schekel Gewicht, gefuellt mit Raeucherwerk, 7:45 aus einem Jungstier, einem Widder und einem einjaehrigen Lamm fuer das Brandopfer, 7:46 einem Ziegenbock fuer das Suendopfer 7:47 sowie aus zwei Rindern, fuenf Widdern, fuenf Boecken und fuenf einjaehrigen Laemmern fuer das Heilsopfer. Das war die Gabe Eljasafs, des Sohnes Reguels. 7:48 Am siebten Tag kam der Stammesfuehrer der Efraimiter, Elischama, der Sohn Ammihuds. 7:49 Seine Gabe bestand aus einer silbernen Schuessel, hundertdreissig Schekel schwer, einer silbernen Schale zu siebzig Schekel, nach dem Schekelgewicht des Heiligtums, beide gefuellt mit Feinmehl, das mit Oel vermengt war, fuer das Speiseopfer, 7:50 ferner aus einer goldenen Schale von zehn Schekel Gewicht, gefuellt mit Raeucherwerk, 7:51 aus einem Jungstier, einem Widder und einem einjaehrigen Lamm fuer das Brandopfer, 7:52 einem Ziegenbock fuer das Suendopfer 7:53 sowie aus zwei Rindern, fuenf Widdern, fuenf Boecken und fuenf einjaehrigen Laemmern fuer das Heilsopfer. Das war die Gabe Elischamas, des Sohnes Ammihuds. 7:54 Am achten Tag kam der Stammesfuehrer der Manassiter, Gamliel, der Sohn Pedazurs. 7:55 Seine Gabe bestand aus einer silbernen Schuessel, hundertdreissig Schekel schwer, einer silbernen Schale zu siebzig Schekel, nach dem Schekelgewicht des Heiligtums, beide gefuellt mit Feinmehl, das mit Oel vermengt war, fuer das Speiseopfer, 7:56 ferner aus einer goldenen Schale von zehn Schekel Gewicht, gefuellt mit Raeucherwerk, 7:57 aus einem Jungstier, einem Widder und einem einjaehrigen Lamm fuer das Brandopfer, 7:58 einem Ziegenbock fuer das Suendopfer 7:59 sowie aus zwei Rindern, fuenf Widdern, fuenf Boecken und fuenf einjaehrigen Laemmern fuer das Heilsopfer. Das war die Gabe Gamliels, des Sohnes Pedazurs. 7:60 Am neunten Tag kam der Stammesfuehrer der Benjaminiter, Abidan, der Sohn Gidonis. 7:61 Seine Gabe bestand aus einer silbernen Schuessel, hundertdreissig Schekel schwer, einer silbernen Schale zu siebzig Schekel, nach dem Schekelgewicht des Heiligtums, beide gefuellt mit Feinmehl, das mit Oel vermengt war, fuer das Speiseopfer, 7:62 ferner aus einer goldenen Schale zu zehn Schekel Gewicht, gefuellt mit Raeucherwerk, 7:63 aus einem Jungstier, einem Widder und einem einjaehrigen Lamm fuer das Brandopfer, 7:64 einem Ziegenbock fuer das Suendopfer 7:65 sowie aus zwei Rindern, fuenf Widdern, fuenf Boecken und fuenf einjaehrigen Laemmern fuer das Heilsopfer. Das war die Gabe Abidans, des Sohnes Gidonis. 7:66 Am zehnten Tag kam der Stammesfuehrer der Daniter, Ahieser, der Sohn Ammischaddais. 7:67 Seine Gabe bestand aus einer silbernen Schuessel, hundertdreissig Schekel schwer, einer silbernen Schale zu siebzig Schekel, nach dem Schekelgewicht des Heiligtums, beide gefuellt mit Feinmehl, das mit Oel vermengt war, fuer das Speiseopfer, 7:68 ferner aus einer goldenen Schale von zehn Schekel Gewicht, gefuellt mit Raeucherwerk, 7:69 aus einem Jungstier, einem Widder und einem einjaehrigen Lamm fuer das Brandopfer, 7:70 einem Ziegenbock fuer das Suendopfer 7:71 sowie aus zwei Rindern, fuenf Widdern, fuenf Boecken und fuenf einjaehrigen Laemmern fuer das Heilsopfer. Das war die Gabe Ahiesers, des Sohnes Ammischaddais. 7:72 Am elften Tag kam der Stammesfuehrer der Ascheriter, Pagiel, der Sohn Ochrans. 7:73 Seine Gabe bestand aus einer silbernen Schuessel, hundertdreissig Schekel schwer, einer silbernen Schale zu siebzig Schekel, nach dem Schekelgewicht des Heiligtums, beide gefuellt mit Feinmehl, das mit Oel vermengt war, fuer das Speiseopfer, 7:74 ferner aus einer goldenen Schale zu zehn Schekel Gewicht, gefuellt mit Raeucherwerk, 7:75 aus einem Jungstier, einem Widder und einem einjaehrigen Lamm fuer das Brandopfer, 7:76 einem Ziegenbock fuer das Suendopfer 7:77 sowie aus zwei Rindern, fuenf Widdern, fuenf Boecken und fuenf einjaehrigen Laemmern fuer das Heilsopfer. Das war die Gabe Pagiels, des Sohnes Ochrans. 7:78 Am zwoelften Tag kam der Stammesfuehrer der Naftaliter, Ahira, der Sohn Enans. 7:79 Seine Gabe bestand aus einer silbernen Schuessel, hundertdreissig Schekel schwer, einer silbernen Schale zu siebzig Schekel, nach dem Schekelgewicht des Heiligtums, beide gefuellt mit Feinmehl, das mit Oel vermengt war, fuer das Speiseopfer, 7:80 ferner aus einer goldenen Schale von zehn Schekel Gewicht, gefuellt mit Raeucherwerk, 7:81 aus einem Jungstier, einem Widder und einem einjaehrigen Lamm fuer das Brandopfer, 7:82 einem Ziegenbock fuer das Suendopfer 7:83 sowie aus zwei Rindern, fuenf Widdern, fuenf Boecken und fuenf einjaehrigen Laemmern fuer das Heilsopfer. Das war die Gabe Ahiras, des Sohnes Enans. 7:84 Das war die Spende der Stammesfuehrer Israels fuer die Weihe des Altars, als man den Altar salbte: zwoelf silberne Schuesseln, zwoelf silberne Schalen, zwoelf goldene Schalen, 7:85 jede silberne Schuessel hundertdreissig Schekel schwer, jede silberne Schale siebzig Schekel schwer, das Silber aller Gefaesse zusammen also zweitausendvierhundert Schekel, nach dem Schekelgewicht des Heiligtums, 7:86 ferner zwoelf goldene Schalen, gefuellt mit Raeucherwerk, jede Schale zehn Schekel schwer, nach dem Schekelgewicht des Heiligtums, das Gold aller Schalen zusammen also hundertzwanzig Schekel; 7:87 dazu insgesamt zwoelf Rinder, und zwar Stiere, fuer das Brandopfer, zwoelf Widder, zwoelf einjaehrige Laemmer und die dazugehoerenden Speiseopfer, ferner zwoelf Ziegenboecke fuer das Suendopfer, 7:88 ausserdem im ganzen vierundzwanzig Rinder, und zwar Stiere, sechzig Widder, sechzig Boecke und sechzig einjaehrige Laemmer fuer das Heilsopfer. Das war die Spende fuer die Weihe des Altars, nachdem man ihn gesalbt hatte. 7:89 Die Begegnung des Herrn mit Mose: 7,89 Wenn Mose das Offenbarungszelt betrat, um mit dem Herrn zu reden, hoerte er die Stimme zu ihm reden. Sie sprach zu ihm von der Deckplatte her, die auf der Lade der Bundesurkunde lag, aus dem Raum zwischen den Kerubim. 8:1 Die Bedienung des Leuchters: 8,1-4 Der Herr sprach zu Mose: 8:2 Rede zu Aaron und sag zu ihm: Wenn du die Lampen auf den Leuchter steckst, dann so, dass das Licht der sieben Lampen vom Leuchter aus nach vorn faellt. 8:3 Das tat Aaron; er steckte die Lampen so auf, dass ihr Licht vom Leuchter aus nach vorn fiel, wie der Herr es Mose aufgetragen hatte. 8:4 Der Leuchter war aus Gold getrieben, vom Gestell bis zu den Blueten war er aus Gold getrieben. Mose hatte den Leuchter nach dem Muster angefertigt, das der Herr ihm gezeigt hatte. Ex 25,31-36.40; 37,17-24 8:5 Die Weihe und der Dienst der Leviten: 8,5-26 Der Herr sprach zu Mose: 8:6 Sondere die Leviten von den Israeliten ab, und reinige sie! 8:7 So sollst du ihre Reinigung vollziehen: Spreng ueber sie das Entsuendigungswasser! Sie selbst sollen sich an ihrem ganzen Koerper mit einem Schermesser die Haare schneiden, ihre Kleider waschen und sich reinigen. 8:8 Dann sollen sie einen Jungstier nehmen und dazu als Speiseopfer Feinmehl, das mit Oel vermengt ist. Einen zweiten Jungstier sollst du fuer das Suendopfer nehmen. 8:9 Dann sollst du die Leviten vor das Offenbarungszelt fuehren und die ganze Gemeinde der Israeliten versammeln. 8:10 Lass die Leviten vor den Herrn treten! Die Israeliten sollen den Leviten die Haende auflegen, 8:11 und Aaron soll an den Leviten im Namen der Israeliten vor den Augen des Herrn die Weihe vornehmen. Auf diese Weise sollen sie den Dienst des Herrn antreten. 8:12 Die Leviten sollen ihre Haende den Stieren auf den Kopf legen. Dann richte den einen als Suendopfer und den anderen als Brandopfer fuer den Herrn her, um die Leviten zu entsuehnen. 8:13 Lass die Leviten vor Aaron und seine Soehne treten, und vollzieh an ihnen die Weihe fuer den Herrn! 8:14 Auf diese Weise sollst du die Leviten aus den Israeliten aussondern; dann gehoeren die Leviten mir. 8:15 Danach sollen die Leviten mit ihrem Dienst am Offenbarungszelt beginnen. Reinige sie, und vollzieh an ihnen die Weihe; 8:16 denn sie sind mir von den Israeliten uebergeben, als Ersatz fuer alle, die den Mutterschoss durchbrechen; als Ersatz fuer alle erstgeborenen Israeliten habe ich sie mir genommen. 8:17 Denn alle erstgeborenen Israeliten gehoeren mir, sowohl bei den Menschen als auch beim Vieh. An dem Tag, an dem ich in Aegypten alle Erstgeborenen erschlug, habe ich sie als mir heilig erklaert 3,11-13; Ex 13,11-15 8:18 und habe die Leviten als Ersatz fuer alle erstgeborenen Israeliten genommen. 8:19 Ich gebe die Leviten dem Aaron und seinen Soehnen; aus dem Kreis der Israeliten sind sie ihnen uebergeben, damit sie am Offenbarungszelt den Gottesdienst der Israeliten vollziehen und die Israeliten entsuehnen. Dann wird die Israeliten kein Unheil treffen, wenn sie dem Heiligtum zu nahe kommen. 8:20 Mose, Aaron und die ganze Gemeinde der Israeliten taten mit den Leviten genau das, was der Herr dem Mose hinsichtlich der Leviten befohlen hatte; das taten die Israeliten mit den Leviten. 8:21 Die Leviten liessen sich entsuendigen und wuschen ihre Kleider. Aaron vollzog an ihnen vor den Augen des Herrn die Weihe und entsuehnte sie; so machte er sie rein. 8:22 Danach traten die Leviten bei Aaron und seinen Soehnen ihren Dienst am Offenbarungszelt an. Was der Herr dem Mose hinsichtlich der Leviten befohlen hatte, das tat man mit ihnen. 8:23 Der Herr sprach zu Mose: 8:24 Folgendes gilt fuer die Leviten: Mit fuenfundzwanzig Jahren und darueber ist jeder verpflichtet, am Offenbarungszelt seinen Dienst zu tun. 8:25 Mit fuenfzig Jahren endet seine Verpflichtung, und er braucht keinen Dienst mehr zu tun; 8:26 er kann aber am Offenbarungszelt seinen Bruedern bei der Ausuebung ihrer Pflichten helfen; doch den eigentlichen Dienst soll er nicht versehen. So sollst du die Dienstpflichten der Leviten ordnen. 9:1 Ergaenzung der Paschaordnung: 9,1-14 Im ersten Monat des zweiten Jahres nach ihrem Auszug aus Aegypten sprach der Herr in der Wueste Sinai zu Mose: (1-14) Ex 12,1-20.43-49 9:2 Die Israeliten sollen zur festgesetzten Zeit das Paschafest feiern. 9:3 Am vierzehnten Tag dieses Monats sollt ihr es in der Abenddaemmerung zur festgesetzten Zeit feiern. Ihr sollt es genau nach den dafuer geltenden Gesetzen und Vorschriften feiern. 9:4 Da befahl Mose den Israeliten, das Paschafest zu feiern. 9:5 So feierten sie am vierzehnten Tag des ersten Monats in der Abenddaemmerung das Paschafest in der Wueste Sinai. Genau so, wie der Herr es Mose befohlen hatte, machten es die Israeliten. 9:6 Es gab Maenner, die unrein waren, weil sie einen Toten beruehrt hatten, und die deshalb an jenem Tag das Paschafest nicht feiern konnten. Die Maenner kamen noch am selben Tag zu Mose und Aaron 9:7 und sagten zu ihnen: Wir sind unrein, weil wir einen Toten beruehrt haben. Warum soll es uns verwehrt sein, zur festgesetzten Zeit wie die anderen Israeliten dem Herrn unsere Opfergabe darzubringen? 9:8 Mose antwortete ihnen: Bleibt da; ich will hoeren, was euch der Herr befiehlt. 9:9 Der Herr sprach zu Mose: 9:10 Sag den Israeliten: Wenn einige von euch oder von euren Nachkommen unrein sind wegen eines Toten oder wenn sie weit weg auf einer Reise sind, aber trotzdem das Paschafest fuer den Herrn feiern wollen, 9:11 dann sollen sie es im zweiten Monat am vierzehnten Tag in der Abenddaemmerung feiern; zu ungesaeuerten Broten und Bitterkraeutern sollen sie das Paschalamm essen. 9:12 Sie sollen davon nichts bis zum naechsten Morgen uebriglassen und sollen an dem Paschalamm keinen Knochen zerbrechen. Genau so, wie es das Paschagesetz vorschreibt, sollen sie handeln. 9:13 Wer jedoch rein ist und sich nicht auf einer Reise befindet, es aber trotzdem unterlaesst, das Paschafest zu feiern, der soll aus seinen Stammesgenossen ausgemerzt werden, denn er hat dem Herrn seine Gabe nicht zur festgesetzten Zeit dargebracht; ein solcher Mensch muss die Folgen seiner Suende tragen. 9:14 Wenn ein Fremder bei euch lebt und das Paschafest fuer den Herrn feiern will, dann soll er es nach dem Paschagesetz und Pascharecht feiern. Fuer den Fremden und fuer den Einheimischen soll bei euch dasselbe Gesetz gelten. 9:15 Die Wolkensaeule ueber dem heiligen Zelt: 9,15-23 An dem Tag, als man die Wohnstaette aufstellte, bedeckte eine Wolke die Wohnstaette, das Zelt der Bundesurkunde. Am Abend legte sie sich wie ein Feuerschein ueber die Wohnstaette und blieb dort bis zum Morgen. (15-18) Ex 40,34-38 9:16 So war es die ganze Zeit: Bei Tag bedeckte die Wolke die Wohnstaette und bei Nacht der Feuerschein. 9:17 Jedesmal, wenn sich die Wolke ueber dem Zelt erhob, brachen die Israeliten auf, und wo sich die Wolke niederliess, dort schlugen die Israeliten ihr Lager auf. 9:18 Nach dem Gebot des Herrn brachen die Israeliten auf, und nach dem Gebot des Herrn schlugen sie ihr Lager auf. Solange die Wolke ueber der Wohnstaette lag, blieben sie im Lager. 9:19 Auch wenn die Wolke laengere Zeit ueber der Wohnstaette stehenblieb, achteten die Israeliten auf die Anordnung des Herrn und brachen nicht auf. 9:20 Und wenn die Wolke nur wenige Tage ueber der Wohnstaette stehenblieb, blieben sie nach dem Gebot des Herrn nur solange in ihrem Lager, bis sie nach dem Gebot des Herrn aufzubrechen hatten. 9:21 Wenn die Wolke nur vom Abend bis zum Morgen blieb und sich am Morgen erhob, dann brachen sie am naechsten Morgen auf. Ob es bei Tag oder bei Nacht war: wenn die Wolke sich erhob, brachen sie auf. 9:22 Ob es zwei Tage dauerte oder einen Monat oder noch laenger: wenn die Wolke ueber der Wohnstaette anhielt und stehenblieb, dann schlugen die Israeliten ihr Lager auf und brachen nicht auf; erst wenn sie sich erhob, brachen sie auf. 9:23 Nach dem Gebot des Herrn schlugen sie das Lager auf, nach dem Gebot des Herrn brachen sie auf. Sie achteten auf die Anordnungen des Herrn, so wie es ihnen der Herr durch Mose befahl. 10:1 Die Trompetensignale fuer die Gemeinde: 10,1-10 Der Herr sprach zu Mose: 10:2 Mach dir zwei silberne Trompeten! Aus getriebenem Metall sollst du sie machen. Sie sollen dir dazu dienen, die Gemeinde einzuberufen und den einzelnen Lagern das Zeichen zum Aufbruch zu geben. 10:3 Wenn man mit den Trompeten blaest, soll sich die ganze Gemeinde am Eingang des Offenbarungszeltes bei dir versammeln. 10:4 Wenn man nur einmal blaest, sollen sich die Befehlshaber, die Hauptleute der Tausendschaften Israels, bei dir versammeln. 10:5 Wenn ihr aber mit grossem Laerm blast, dann sollen die Lager auf der Ostseite aufbrechen. 10:6 Wenn ihr zum zweitenmal mit grossem Laerm blast, dann sollen die Lager auf der Suedseite aufbrechen. Je nachdem, wie sie aufzubrechen haben, soll man mit grossem Laerm blasen. 10:7 Wenn die Versammlung einberufen werden soll, dann blast, aber nicht mit grossem Laerm! 10:8 Die Soehne Aarons, die Priester, sollen die Trompeten blasen. Das soll als feste Regel bei euch gelten, von Generation zu Generation. 10:9 Wenn ihr in eurem Land in einen Krieg mit einem Gegner verwickelt werdet, der euch bedraengt, dann blast mit euren Trompeten Alarm! So werdet ihr euch beim Herrn, eurem Gott, in Erinnerung bringen und vor euren Feinden gerettet werden. 10:10 Auch an euren Freudentagen, an den Festen und Monatsanfaengen, blast zu euren Brand- und Heilsopfern mit den Trompeten! Das wird euch bei eurem Gott in Erinnerung bringen. Ich bin der Herr, euer Gott. 10:11 Vom Sinai zum Jordan: 10,11 - 36,13 Der Aufbruch vom Sinai: 10,11-36 Am zwanzigsten Tag des zweiten Monats im zweiten Jahr erhob sich die Wolke ueber der Wohnstaette der Bundesurkunde. 10:12 Da brachen die Israeliten von der Wueste Sinai auf, wie es die Ordnung fuer den Aufbruch vorsah, und die Wolke liess sich in der Wueste Paran nieder. 10:13 So brachen sie zum erstenmal auf, wie ihnen der Herr durch Mose befohlen hatte. (13-28) 2,1-32 10:14 Als erstes brach das Feldzeichen des Lagers Juda auf, nach Abteilungen geordnet. Judas Heer befehligte Nachschon, der Sohn Amminadabs. 10:15 Das Heer des Stammes der Issachariter befehligte Netanel, der Sohn Zuars. 10:16 Das Heer des Stammes der Sebuloniter befehligte Eliab, der Sohn Helons. 10:17 Nach dem Abbau der Wohnstaette brachen die Gerschoniter und die Merariter auf, die die Wohnstaette trugen. 10:18 Dann brach das Feldzeichen des Lagers der Rubeniter auf, nach Abteilungen geordnet. Rubens Heer befehligte Elizur, der Sohn Schedeurs. 10:19 Das Heer des Stammes der Simeoniter befehligte Schelumiel, der Sohn Zurischaddais. 10:20 Das Heer des Stammes der Gaditer befehligte Eljasaf, der Sohn Reguels. 10:21 Dann brachen die Kehatiter auf, die das Heiligtum trugen. Die Wohnstaette stellte man auf, bevor sie ankamen. 10:22 Dann brach das Feldzeichen des Lagers der Efraimiter auf, nach Abteilungen geordnet. Efraims Heer befehligte Elischama, der Sohn Ammihuds. 10:23 Das Heer des Stammes der Manassiter befehligte Gamliel, der Sohn Pedazurs. 10:24 Das Heer des Stammes der Benjaminiter befehligte Abidan, der Sohn Gidonis. 10:25 Dann brach das Feldzeichen des Lagers der Daniter auf; sie bildeten die Nachhut aller nach Abteilungen geordneten Lager. Das Heer Dans befehligte Ahieser, der Sohn Ammischaddais. 10:26 Das Heer des Stammes der Ascheriter befehligte Pagiel, der Sohn Ochrans. 10:27 Das Heer des Stammes der Naftaliter befehligte Ahira, der Sohn Enans. 10:28 Das war die Ordnung fuer den Aufbruch der Israeliten, geordnet nach Abteilungen. So brachen sie auf. 10:29 Mose sagte zu Hobab, dem Sohn des Midianiters Reguel, seines Schwiegervaters: Wir brechen auf zu dem Ort, von dem der Herr gesagt hat: Ihn gebe ich euch. Geh mit uns! Wir werden dir Gutes tun; denn der Herr hat zugesagt, Israel Gutes zu tun. 10:30 Hobab erwiderte ihm: Ich gehe nicht mit, sondern ich gehe in mein Land und zu meiner Verwandtschaft zurueck. 10:31 Da sagte Mose: Verlass uns doch nicht! Denn du kennst die Orte in der Wueste, an denen wir unser Lager aufschlagen koennen; du kannst unser Auge sein. 10:32 Wenn du also mitgehst, dann werden wir all das Gute, das der Herr uns schenkt, mit dir teilen. 10:33 Sie brachen vom Berg des Herrn auf und zogen drei Tagesmaersche weit. Die Bundeslade des Herrn zog drei Tage lang vor ihnen her, um einen Rastplatz fuer sie zu erkunden. 10:34 Die Wolke des Herrn war bei Tag ueber ihnen, wenn sie vom Lager aufbrachen. 10:35 Wenn die Lade aufbrach, sagte Mose: Steh auf, Herr, dann zerstreuen sich deine Feinde, dann fliehen deine Gegner vor dir. Ps 68,2 10:36 Und wenn man haltmachte, sagte er: Lass dich nieder, Herr, bei den zehntausendmal Tausenden Israels! Der Sinn von H ist unklar. 11:1 Mose und die Aeltesten: 11,1-35 Das Volk lag dem Herrn mit schweren Vorwuerfen in den Ohren. Als der Herr das hoerte, entbrannte sein Zorn; das Feuer des Herrn brach bei ihnen aus und griff am Rand des Lagers um sich. 11:2 Da schrie das Volk zu Mose, und Mose setzte sich beim Herrn fuer sie ein. Darauf ging das Feuer wieder aus. 11:3 Daher nannte man den Ort Tabera (Feuerbrand), da das Feuer des Herrn bei ihnen ausgebrochen war. 11:4 Die Leute, die sich ihnen angeschlossen hatten, wurden von der Gier gepackt, und auch die Israeliten begannen wieder zu weinen und sagten: Wenn uns doch jemand Fleisch zu essen gaebe! Ex 12,38 11:5 Wir denken an die Fische, die wir in Aegypten umsonst zu essen bekamen, an die Gurken und Melonen, an den Lauch, an die Zwiebeln und an den Knoblauch. 11:6 Doch jetzt vertrocknet uns die Kehle, nichts bekommen wir zu sehen als immer nur Manna. 11:7 Das Manna war wie Koriandersamen, und es sah wie Bdelliumharz aus. Ex 16,13-26 Zu Bdellium vgl. die Anmerkung zu Gen 2,12. 11:8 Die Leute pflegten umherzugehen und es zu sammeln; sie mahlten es mit der Handmuehle oder zerstampften es im Moerser, kochten es in einem Topf und bereiteten daraus Brotfladen. Es schmeckte wie Oelkuchen. 11:9 Wenn bei Nacht der Tau auf das Lager fiel, fiel auch das Manna.] 11:10 Mose hoerte die Leute weinen, eine Sippe wie die andere; jeder weinte am Eingang seines Zeltes. Da entbrannte der Zorn des Herrn; Mose aber war verstimmt 11:11 und sagte zum Herrn: Warum hast du deinen Knecht so schlecht behandelt, und warum habe ich nicht deine Gnade gefunden, dass du mir die Last mit diesem ganzen Volk auferlegst? Ex 5,22 11:12 Habe denn ich dieses ganze Volk in meinem Schoss getragen, oder habe ich es geboren, dass du zu mir sagen kannst: Nimm es an deine Brust, wie der Waerter den Saeugling, und trag es in das Land, das ich seinen Vaetern mit einem Eid zugesichert habe? 11:13 Woher soll ich fuer dieses ganze Volk Fleisch nehmen? Sie weinen vor mir und sagen zu mir: Gib uns Fleisch zu essen! 11:14 Ich kann dieses ganze Volk nicht allein tragen, es ist mir zu schwer. 11:15 Wenn du mich so behandelst, dann bring mich lieber gleich um, wenn ich ueberhaupt deine Gnade gefunden habe. Ich will mein Elend nicht mehr ansehen. 11:16 Da sprach der Herr zu Mose: Versammle siebzig von den Aeltesten Israels vor mir, Maenner, die du als Aelteste des Volkes und Listenfuehrer kennst; bring sie zum Offenbarungszelt! Dort sollen sie sich mit dir zusammen aufstellen. 11:17 Dann komme ich herab und rede dort mit dir. Ich nehme etwas von dem Geist, der auf dir ruht, und lege ihn auf sie. So koennen sie mit dir zusammen an der Last des Volkes tragen, und du musst sie nicht mehr allein tragen. 11:18 Zum Volk aber sollst du sagen: Heiligt euch fuer morgen, dann werdet ihr Fleisch zu essen haben. Denn ihr habt dem Herrn die Ohren vollgeweint und gesagt: Wenn uns doch jemand Fleisch zu essen gaebe! In Aegypten ging es uns gut. Der Herr wird euch Fleisch zu essen geben. 11,4f 11:19 Nicht nur einen Tag werdet ihr es essen, nicht zwei Tage, nicht fuenf Tage, nicht zehn Tage und nicht zwanzig Tage, 11:20 sondern Monate lang, bis es euch zum Hals heraushaengt und ihr euch davor ekelt. Denn ihr habt den Herrn, der mitten unter euch ist, missachtet und habt vor ihm geweint und gesagt: Warum sind wir aus Aegypten weggezogen? 11:21 Da entgegnete Mose: Sechshunderttausend Mann zu Fuss zaehlt das Volk, bei dem ich lebe, und du sagst: Ich gebe ihnen Fleisch, dass sie Monate lang zu essen haben? 11:22 Selbst wenn man alle Schafe, Ziegen und Rinder fuer sie schlachtet, reicht das fuer sie? Wenn man alle Fische des Meeres fuer sie faengt, reicht das fuer sie? 11:23 Der Herr antwortete Mose: Ist etwa der Arm des Herrn zu kurz? Du wirst bald sehen, ob mein Wort an dir in Erfuellung geht oder nicht. 11:24 Mose ging hinaus und teilte dem Volk die Worte des Herrn mit. Dann versammelte er siebzig Aelteste des Volkes und stellte sie rings um das Zelt auf. 11:25 Der Herr kam in der Wolke herab und redete mit Mose. Er nahm etwas von dem Geist, der auf ihm ruhte, und legte ihn auf die siebzig Aeltesten. Sobald der Geist auf ihnen ruhte, gerieten sie in prophetische Verzueckung, die kein Ende nahm. 11:26 Zwei Maenner aber waren im Lager geblieben; der eine hiess Eldad, der andere Medad. Auch ueber sie war der Geist gekommen. Sie standen in der Liste, waren aber nicht zum Offenbarungszelt hinausgegangen. Sie gerieten im Lager in prophetische Verzueckung. 11:27 Ein junger Mann lief zu Mose und berichtete ihm: Eldad und Medad sind im Lager in prophetische Verzueckung geraten. 11:28 Da ergriff Josua, der Sohn Nuns, der von Jugend an der Diener des Mose gewesen war, das Wort und sagte: Mose, mein Herr, hindere sie daran! 11:29 Doch Mose sagte zu ihm: Willst du dich fuer mich ereifern? Wenn nur das ganze Volk des Herrn zu Propheten wuerde, wenn nur der Herr seinen Geist auf sie alle legte! Joel 3,1f 11:30 Dann ging Mose mit den Aeltesten Israels in das Lager zurueck. 11:31 Darauf brach ein Wind los, den der Herr geschickt hatte, und trieb Wachteln vom Meer heran. Er warf sie auf das Lager, einen Tagesmarsch weit in der einen Richtung und einen Tagesmarsch weit in der anderen Richtung rings um das Lager; zwei Ellen hoch lagen sie auf dem Erdboden. Ex 16,6-13 11:32 Da stand das Volk auf und sammelte die Wachteln ein, den ganzen Tag und die ganze Nacht und den ganzen folgenden Tag. Jeder sammelte mindestens zehn Homer. Sie legten sie rings um das Lager zum Doerren aus. 11:33 Sie hatten aber das Fleisch noch zwischen den Zaehnen, es war noch nicht gegessen, da entbrannte der Zorn des Herrn ueber das Volk, und der Herr schlug das Volk mit einer boesen Plage. 11:34 Daher nannte man den Ort Kibrot-Taawa (Giergraeber), da man dort die Leute begrub, die von der Gier gepackt worden waren. 11:35 Von Kibrot-Taawa brach das Volk nach Hazerot auf. 12:1 Auflehnung Mirjams und Aarons: 12,1-16 Als sie in Hazerot waren, redeten Mirjam und Aaron ueber Mose wegen der kuschitischen Frau, die er sich genommen hatte. Er hatte sich naemlich eine Kuschiterin zur Frau genommen. 12:2 Sie sagten: Hat etwa der Herr nur mit Mose gesprochen? Hat er nicht auch mit uns gesprochen? Das hoerte der Herr. 12:3 Mose aber war ein sehr demuetiger Mann, demuetiger als alle Menschen auf der Erde. 12:4 Kurz darauf sprach der Herr zu Mose, Aaron und Mirjam: Geht ihr drei hinaus zum Offenbarungszelt! Da gingen die drei hinaus. 12:5 Der Herr kam in der Wolkensaeule herab, blieb am Zelteingang stehen und rief Aaron und Mirjam. Beide traten vor, 12:6 und der Herr sprach: Hoert meine Worte! Wenn es bei euch einen Propheten gibt, so gebe ich mich ihm in Visionen zu erkennen und rede mit ihm im Traum. 12:7 Anders bei meinem Knecht Mose. Mein ganzes Haus ist ihm anvertraut. 12:8 Mit ihm rede ich von Mund zu Mund, von Angesicht zu Angesicht, nicht in Raetseln. Er darf die Gestalt des Herrn sehen. Warum habt ihr es gewagt, ueber meinen Knecht Mose zu reden? 12:9 Der Herr wurde zornig auf sie und ging weg. 12:10 Kaum hatte die Wolke das Zelt verlassen, da war Mirjam weiss wie Schnee vor Aussatz. Aaron wandte sich Mirjam zu und sah: Sie war aussaetzig. 12:11 Da sagte Aaron zu Mose: Mein Herr, ich bitte dich, lass uns nicht die Folgen der Suende tragen, die wir leichtfertig begangen haben. 12:12 Mirjam soll nicht wie eine Totgeburt sein, die schon halb verwest ist, wenn sie den Schoss der Mutter verlaesst. 12:13 Da schrie Mose zum Herrn: Ach, heile sie doch! 12:14 Der Herr antwortete Mose: Wenn ihr Vater ihr ins Gesicht gespuckt haette, muesste sie sich dann nicht sieben Tage lang schaemen? Sie soll sieben Tage lang aus dem Lager ausgesperrt sein; erst dann soll man sie wieder hereinlassen. 12:15 So wurde Mirjam sieben Tage aus dem Lager ausgesperrt. Das Volk brach nicht auf, bis man Mirjam wieder hereinliess. 12:16 Erst nachher brach das Volk von Hazerot auf und schlug dann sein Lager in der Wueste Paran auf. 13:1 Der Bericht der Kundschafter: 13,1 - 14,45 Der Herr sprach zu Mose: 13:2 Schick einige Maenner aus, die das Land Kanaan erkunden, das ich den Israeliten geben will. Aus jedem Vaeterstamm sollt ihr einen Mann aussenden, und zwar jeweils einen der fuehrenden Maenner. 13:3 Da schickte Mose von der Wueste Paran die Maenner aus, wie es der Herr befohlen hatte. Sie alle waren fuehrende Maenner unter den Israeliten, 13:4 und das sind ihre Namen: aus dem Stamm Ruben Schamua, der Sohn Sakkurs; 13:5 aus dem Stamm Simeon Schafat, der Sohn Horis; 13:6 aus dem Stamm Juda Kaleb, der Sohn Jefunnes; 13:7 aus dem Stamm Issachar Jigal, der Sohn Josefs; 13:8 aus dem Stamm Efraim Hoschea, der Sohn Nuns; 13:9 aus dem Stamm Benjamin Palti, der Sohn Rafus; 13:10 aus dem Stamm Sebulon Gadiel, der Sohn Sodis; 13:11 aus dem Josefstamm Manasse Gadi, der Sohn Susis; 13:12 aus dem Stamm Dan Ammiel, der Sohn Gemallis; 13:13 aus dem Stamm Ascher Setur, der Sohn Michaels; 13:14 aus dem Stamm Naftali Nachbi, der Sohn Wofsis; 13:15 aus dem Stamm Gad Geuel, der Sohn Machis. 13:16 Das waren die Namen der Maenner, die Mose zur Erkundigung des Landes aussandte. Hoschea aber, den Sohn Nuns, nannte Mose Josua. 13:17 Als Mose sie ausschickte, um Kanaan erkunden zu lassen, sagte er zu ihnen: Zieht von hier durch den Negeb, und steigt hinauf ins Gebirge! 13:18 Seht, wie das Land beschaffen ist und ob das Volk, das darin wohnt, stark oder schwach ist, ob es klein oder gross ist; 13:19 seht, wie das Land beschaffen ist, in dem das Volk wohnt, ob es gut ist oder schlecht, und wie die Staedte angelegt sind, in denen es wohnt, ob sie offen oder befestigt sind 13:20 und ob das Land fett oder mager ist, ob es dort Baeume gibt oder nicht. Habt Mut, und bringt Fruechte des Landes mit! Es war gerade die Zeit der ersten Trauben. 13:21 Da zogen die Maenner hinauf und erkundeten das Land von der Wueste Zin bis Rehob bei Lebo-Hamat. 13:22 Sie durchzogen zuerst den Negeb und kamen bis Hebron. Dort lebten Ahiman, Scheschai und Talmai, Soehne des Anak. Hebron war sieben Jahre vor der Stadt Zoan, die in Aegypten liegt, erbaut worden. 13:23 Von dort kamen sie in das Traubental. Dort schnitten sie eine Rebe mit einer Weintraube ab und trugen sie zu zweit auf einer Stange, dazu auch einige Granataepfel und Feigen. 13:24 Den Ort nannte man spaeter Traubental wegen der Traube, die die Israeliten dort abgeschnitten hatten. 13:25 Vierzig Tage, nachdem man sie zur Erkundung des Landes ausgeschickt hatte, machten sie sich auf den Rueckweg. 13:26 Sie kamen zu Mose und Aaron und zu der ganzen Gemeinde der Israeliten in die Wueste Paran nach Kadesch. Sie berichteten ihnen und der ganzen Gemeinde und zeigten ihnen die Fruechte des Landes. 13:27 Sie erzaehlten Mose: Wir kamen in das Land, in das du uns geschickt hast: Es ist wirklich ein Land, in dem Milch und Honig fliessen; das hier sind seine Fruechte. 13:28 Aber das Volk, das im Land wohnt, ist stark, und die Staedte sind befestigt und sehr gross. Auch haben wir die Soehne des Anak dort gesehen. 13:29 Amalek wohnt im Gebiet des Negeb, die Hetiter, die Jebusiter und Amoriter wohnen im Gebirge, und die Kanaaniter wohnen am Meer und am Ufer des Jordan. 13:30 Kaleb beruhigte das Volk, das ueber Mose aufgebracht war, und sagte: Wir koennen trotzdem hinaufziehen und das Land in Besitz nehmen; wir werden es gewiss bezwingen. 13:31 Die Maenner aber, die mit Kaleb zusammen nach Kanaan hinaufgezogen waren, sagten: Wir koennen nichts gegen dieses Volk ausrichten; es ist staerker als wir. 13:32 Und sie verbreiteten bei den Israeliten falsche Geruechte ueber das Land, das sie erkundet hatten, und sagten: Das Land, das wir durchwandert und erkundet haben, ist ein Land, das seine Bewohner auffrisst; alle Leute, die wir dort gesehen haben, sind hochgewachsen. 13:33 Sogar die Riesen haben wir dort gesehen - die Anakiter gehoeren naemlich zu den Riesen. Wir kamen uns selbst klein wie Heuschrecken vor, und auch ihnen erschienen wir so. 14:1 Da erhob die ganze Gemeinde ein lautes Geschrei, und das Volk weinte die ganze Nacht. 14:2 Alle Israeliten murrten ueber Mose und Aaron, und die ganze Gemeinde sagte zu ihnen: Waeren wir doch in Aegypten oder wenigstens hier in der Wueste gestorben! 14:3 Warum nur will uns der Herr in jenes Land bringen? Etwa damit wir durch das Schwert umkommen und unsere Frauen und Kinder eine Beute der Feinde werden? Waere es fuer uns nicht besser, nach Aegypten zurueckzukehren? 14:4 Und sie sagten zueinander: Wir wollen einen neuen Anfuehrer waehlen und nach Aegypten zurueckkehren. 14:5 Da warfen sich Mose und Aaron vor der ganzen Gemeindeversammlung der Israeliten auf ihr Gesicht nieder. 14:6 Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jefunnes, zwei von denen, die das Land erkundet hatten, zerrissen ihre Kleider 14:7 und sagten zu der ganzen Gemeinde der Israeliten: Das Land, das wir durchwandert und erkundet haben, dieses Land ist ueberaus schoen. 14:8 Wenn der Herr uns wohlgesinnt ist und uns in dieses Land bringt, dann schenkt er uns ein Land, in dem Milch und Honig fliessen. 14:9 Lehnt euch nur nicht gegen den Herrn auf! Habt keine Angst vor den Leuten in jenem Land; sie werden unsere Beute. Ihr schuetzender Schatten ist von ihnen gewichen, denn der Herr ist mit uns. Habt keine Angst vor ihnen! 14:10 Doch die ganze Gemeinde drohte Mose und Aaron zu steinigen. Da erschien die Herrlichkeit des Herrn am Offenbarungszelt allen Israeliten, 14:11 und der Herr sprach zu Mose: Wie lange verachtet mich dieses Volk noch, wie lange noch wollen sie nicht an mich glauben trotz all der Zeichen, die ich mitten unter ihnen vollbracht habe? 14:12 Ich will sie mit der Pest schlagen und vertreiben; aber dich will ich zu einem Volk machen, das groesser und maechtiger ist als dieses. 14:13 Da antwortete Mose dem Herrn: Die Aegypter werden hoeren, dass du dieses Volk mit deiner Kraft aus ihrer Mitte hierher gefuehrt hast, 14:14 und sie werden zu den Einwohnern dieses Landes sagen, sie haetten gehoert, dass du, Herr, mitten in diesem Volk warst, dass du, Herr, sichtbar erschienen bist, dass deine Wolke ueber ihnen stand, dass du ihnen bei Tag in einer Wolkensaeule und bei Nacht in einer Feuersaeule vorangegangen bist, 14:15 dass du dann aber dieses Volk wie einen einzigen Mann umgebracht hast. Wenn sie das alles ueber dich hoeren, werden die Voelker sagen: 14:16 Weil Jahwe nicht imstande war, dieses Volk in das Land zu bringen, das er ihnen mit einem Eid zugesichert hatte, hat er sie in der Wueste abgeschlachtet. 14:17 Gerade jetzt sollte sich die Kraft meines Herrn in ihrer ganzen Groesse zeigen, wie du gesagt hast: 14:18 Ich bin Jahwe, langmuetig und reich an Huld, der Schuld und Frevel wegnimmt, der aber (den Suender) nicht ungestraft laesst, der die Schuld der Vaeter an den Soehnen verfolgt, an der dritten und vierten Generation: Ex 34,6f; Ex 20,5; Dtn 5,9 14:19 Verzeih also diesem Volk seine Suende nach deiner grossen Huld, wie du diesem Volk auch schon bisher vergeben hast, von Aegypten bis hierher. 14:20 Da sprach der Herr: Ich verzeihe ihm, da du mich bittest. 14:21 Doch so wahr ich lebe und die Herrlichkeit des Herrn das ganze Land erfuellt: 14:22 Alle Maenner, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, die ich in Aegypten und in der Wueste vollbracht habe, und die mich jetzt schon zum zehntenmal auf die Probe gestellt und doch nicht auf mich gehoert haben, 14:23 sie alle werden das Land nicht zu sehen bekommen, das ich ihren Vaetern mit einem Eid zugesichert habe. Keiner von denen, die mich verachtet haben, wird es zu sehen bekommen. 14:24 Meinen Knecht Kaleb aber, der anders denkt und treu zu mir haelt, ihn werde ich in das Land bringen. Er darf es betreten, und seine Nachkommen sollen es erben. 14:25 [Die Amalekiter und die Kanaaniter sitzen in der Ebene.] Brecht also morgen auf, und schlagt eine andere Richtung ein, in die Wueste, zum Schilfmeer hin! 14:26 Der Herr sprach zu Mose und Aaron: 14:27 Wie lange soll das mit dieser boesen Gemeinde so weitergehen, die immer ueber mich murrt? Ich habe mir das Murren der Israeliten jetzt lange genug angehoert. 14:28 Sag ihnen: So wahr ich lebe - Spruch des Herrn -, ich will euch das antun, womit ihr mir die Ohren vollgeschrien habt: 14,2 14:29 Hier in der Wueste sollen eure Leichen liegenbleiben, alle ohne Ausnahme; jeder von euch, der gemustert worden ist, wird sterben, alle Maenner von zwanzig Jahren und darueber, die ueber mich gemurrt haben. 14:30 Keiner von euch wird in das Land kommen, auch wenn ich meine Hand erhoben und geschworen habe, euch darin wohnen zu lassen, ausser Kaleb, der Sohn Jefunnes, und Josua, der Sohn Nuns. 14:31 Eure Kinder aber, von denen ihr gesagt habt, sie wuerden eine Beute der Feinde werden, sie werde ich in das Land bringen. Sie werden das Land kennenlernen, das ihr verschmaeht habt. 14,3 14:32 Eure Leichen aber werden in dieser Wueste liegenbleiben. 14:33 Eure Soehne muessen vierzig Jahre lang ihr Vieh in der Wueste weiden lassen; sie haben solange unter eurer Untreue zu leiden, bis ihr alle tot in der Wueste liegt. 14:34 So viele Tage, wie ihr gebraucht habt, um das Land zu erkunden, naemlich vierzig Tage, so viele Jahre lang - fuer jeden Tag ein Jahr - muesst ihr die Folgen eurer Schuld tragen, also vierzig Jahre lang; dann werdet ihr erkennen, was es heisst, mir Widerstand zu leisten. 14:35 Ich, der Herr, habe gesprochen. Unwiderruflich werde ich es mit dieser ganzen boesen Gemeinde so machen, die sich gegen mich zusammengerottet hat: In dieser Wueste finden sie ihr Ende, hier muessen sie sterben. 14:36 Die Maenner, die Mose ausgeschickt hatte, um das Land erkunden zu lassen, die dann aber nach ihrer Rueckkehr die ganze Gemeinde zum Murren verfuehrt hatten, 1 Kor 10,5.10 14:37 fielen ploetzlich tot zu Boden, vor den Augen des Herrn, alle, die ueber das Land falsche Geruechte verbreitet hatten. 14:38 Nur Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jefunnes, blieben am Leben, als einzige von allen, die ausgezogen waren, um das Land zu erkunden. 14:39 Mose sagte das alles den Israeliten. Da wurde das Volk sehr traurig. 14:40 Sie standen am naechsten Morgen auf, um auf die Hoehe des Gebirges zu steigen; sie sagten: Wir ziehen jetzt zu dem Ort hinauf, den der Herr genannt hat. Ja, wir haben gesuendigt. 14:41 Da sagte Mose: Warum uebertretet ihr den Befehl des Herrn? Das wird euch nicht gelingen. 14:42 Zieht nicht hinauf, denn der Herr ist nicht bei euch; ihr werdet von euren Feinden nur geschlagen werden. 14:43 Denn ihr habt dort die Amalekiter und die Kanaaniter gegen euch, und ihr werdet durch das Schwert umkommen. Weil ihr euch vom Herrn abgewendet habt, wird der Herr nicht mit euch sein. 14:44 Doch in ihrem Starrsinn stiegen sie auf die Hoehe des Gebirges hinauf. Aber die Bundeslade des Herrn und Mose wichen nicht von ihrer Stelle mitten im Lager. 14:45 Da kamen die Amalekiter und die Kanaaniter, die dort im Gebirge wohnten, herunter und schlugen die Israeliten und zersprengten sie bis nach Horma. 15:1 Opfer und Suehne: 15,1-41 Der Herr sprach zu Mose: (1-31) Lev 6,17 - 7,18 15:2 Rede zu den Israeliten und sag zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch zur Besiedlung geben will, 15:3 und wenn ihr fuer den Herrn ein Feueropfer vorbereitet, ein Brandopfer oder ein Schlachtopfer zur Erfuellung eines Geluebdes oder als freiwillige Gabe oder anlaesslich eurer Feste, um dem Herrn einen beruhigenden Duft von einem Rind oder Schaf darzubringen, 15:4 dann soll jeder, der dem Herrn seine Opfergabe bringt, als Speiseopfer ein Zehntel Feinmehl darbringen, das mit einem viertel Hin Oel vermengt ist. 15:5 Und beim Brand- oder Schlachtopfer sollst du auf je ein Lamm ein viertel Hin Wein als Trankopfer herrichten. 15:6 Auf einen Widder aber sollst du als Speiseopfer zwei Zehntel Feinmehl herrichten, das mit einem drittel Hin Oel vermengt ist, 15:7 und als Trankopfer sollst du ein drittel Hin Wein darbringen, als beruhigenden Duft fuer den Herrn. 15:8 Richtest du ein Kalb als Brand- oder Schlachtopfer zur Erfuellung eines Geluebdes oder als Heilsopfer zur Ehre des Herrn her, 15:9 dann bring auf jedes Kalb als Speiseopfer drei Zehntel Feinmehl dar, das mit einem halben Hin Oel vermengt ist; 15:10 als Trankopfer sollst du in diesem Fall ein halbes Hin Wein darbringen. Das ist ein Feueropfer und ein beruhigender Duft fuer den Herrn. 15:11 So soll man es bei jedem Rind, bei jedem Widder, bei jedem jungen Lamm und jeder jungen Ziege machen. 15:12 Je nachdem, wie viele Tiere ihr zum Opfer herrichtet, sollt ihr es jeweils machen. 15:13 So soll es jeder Einheimische machen, wenn er ein Feueropfer als beruhigenden Duft fuer den Herrn darbringt. 15:14 Wenn ein Fremder, der bei euch lebt, oder einer, dessen Familie schon seit Generationen unter euch lebt, ein Feueropfer als beruhigenden Duft fuer den Herrn darbringen will, dann soll er es ebenso machen wie ihr. 15:15 Fuer euch und fuer die Fremden, die bei euch leben, gilt ein und dieselbe Regel; das soll bei euch als feste Regel des Herrn gelten, von Generation zu Generation, fuer euch ebenso wie fuer den Fremden: 15:16 Gleiches Gesetz und gleiches Recht gilt fuer euch und fuer die Fremden, die bei euch leben. 15:17 Der Herr sprach zu Mose: 15:18 Rede zu den Israeliten und sag zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, in das ich euch bringe, 15:19 und wenn ihr vom Brot des Landes esst, dann sollt ihr eine Abgabe fuer den Herrn entrichten. 15:20 Als Erstlingsgabe von eurem Brotteig sollt ihr einen Kuchen abgeben. Ihr sollt ihn wie die Abgabe von der Tenne abliefern. 15:21 Von dem ersten Gebaeck aus eurem Teig sollt ihr dem Herrn eine Abgabe entrichten, von Generation zu Generation. 15:22 Wenn ihr aus Versehen irgendeines dieser Gebote, die der Herr dem Mose mitgeteilt hat, nicht haltet, 15:23 irgendetwas, was der Herr euch durch Mose befohlen hat seit dem Tag, an dem der Herr die Gebote gegeben hat, und weiterhin von Generation zu Generation, 15:24 dann soll, wenn das Versehen vorkam, ohne dass die Gemeinde es bemerkte, die ganze Gemeinde einen Jungstier zum Brandopfer als beruhigenden Duft fuer den Herrn herrichten, ferner das dazugehoerende Speise- und Trankopfer, wie es Vorschrift ist, sowie einen Ziegenbock als Suendopfer. 15:25 Der Priester soll die ganze Gemeinde der Israeliten entsuehnen, dann wird ihnen vergeben werden; denn es war ein Versehen, und sie haben ihre Opfergabe als Feueropfer fuer den Herrn und ihr Suendopfer fuer ihr Versehen vor den Herrn gebracht. 15:26 Der ganzen Gemeinde der Israeliten und den Fremden, die bei ihnen leben, wird vergeben werden, denn das ganze Volk war von dem Versehen betroffen. 15:27 Wenn ein einzelner versehentlich suendigt, dann soll er eine einjaehrige Ziege als Suendopfer darbringen. 15:28 Der Priester soll die Person, die versehentlich gesuendigt hat, vor dem Herrn entsuehnen; dann wird ihr vergeben werden. 15:29 Fuer die einheimischen Israeliten und fuer die Fremden, die bei ihnen leben, gilt das gleiche Gesetz, wenn jemand etwas aus Versehen tut. 15:30 Wer aber, sei er einheimisch oder fremd, etwas vorsaetzlich tut, der begeht eine Gotteslaesterung. Ein solcher Mensch soll aus seinem Volk ausgemerzt werden; 15:31 denn er hat das Wort des Herrn verachtet und sein Gesetz gebrochen. Ein solcher Mensch muss ausgemerzt werden; er hat schwere Schuld auf sich geladen. 15:32 Als die Israeliten in der Wueste waren, entdeckten sie einmal, dass einer am Sabbat Holz sammelte. 15:33 Die Leute, die ihn beim Holzsammeln angetroffen hatten, brachten ihn vor Mose und Aaron und vor die ganze Gemeinde. 15:34 Man sperrte ihn ein, weil noch nicht entschieden war, was mit ihm geschehen sollte. 15:35 Der Herr sprach zu Mose: Der Mann ist mit dem Tod zu bestrafen. Die ganze Gemeinde soll ihn draussen vor dem Lager steinigen. Ex 31,15; 35,2 15:36 Da fuehrte die ganze Gemeinde den Mann vor das Lager hinaus und steinigte ihn zu Tod, wie der Herr es Mose befohlen hatte. 15:37 Der Herr sprach zu Mose: 15:38 Rede zu den Israeliten und sag zu ihnen, sie sollen sich Quasten an ihre Kleiderzipfel naehen, von Generation zu Generation, und sollen an den Quasten eine violette Purpurschnur anbringen; Mt 23,5 15:39 sie soll bei euch zur Quaste gehoeren. Wenn ihr sie seht, werdet ihr euch an alle Gebote des Herrn erinnern, ihr werdet sie halten und eurem Herzen und euren Augen nicht nachgeben, wenn sie euch zur Untreue verleiten wollen. 15:40 Ihr sollt so an alle meine Gebote denken und sie halten; dann werdet ihr eurem Gott heilig sein. 15:41 Ich bin der Herr, euer Gott, der euch aus Aegypten herausgefuehrt hat, um fuer euch Gott zu sein, ich, der Herr, euer Gott. 16:1 Der Aufruhr Korachs, Datans und Abirams: 16,1 - 17,28 Korach, der Sohn Jizhars, des Sohnes Kehats, des Sohnes Levis, ferner Datan und Abiram, die Soehne Eliabs, und On, der Sohn Pallus, der Rubeniter, 1-35: Hier sind zwei einst selbstaendige Erzaehlungen, eine von Korach und eine von Datan und Abiram, zusammengearbeitet. 16:2 erhoben sich gegen Mose, zusammen mit zweihundertfuenfzig fuehrenden Maennern aus der Gemeinde, angesehenen Abgeordneten der Versammlung. 16:3 Sie rotteten sich gegen Mose und Aaron zusammen und sagten zu ihnen: Ihr nehmt euch zu viel heraus. Alle sind heilig, die ganze Gemeinde, und der Herr ist mitten unter ihnen. Warum erhebt ihr euch ueber die Gemeinde des Herrn? 16:4 Als Mose das hoerte, warf er sich auf sein Gesicht nieder, 16:5 und er sagte zu Korach und seinem ganzen Anhang: Morgen frueh wird der Herr zeigen, wer zu ihm gehoert, wer der Heilige ist und wer sich ihm naehern darf. Wen der Herr erwaehlt, der darf sich ihm naehern. 16:6 Du, Korach, und dein ganzer Anhang, macht folgendes: Nehmt euch Raeucherpfannen, 16:7 tut Feuer hinein, und legt Weihrauch fuer den Herrn darauf, und zwar morgen! Dann wird sich zeigen, wen der Herr erwaehlt und wer der Heilige ist. Ihr nehmt euch zu viel heraus, ihr Leviten! 16:8 Dann sagte Mose zu Korach: Hoert, ihr Leviten! 16:9 Ist es euch noch zu wenig, dass euch der Gott Israels aus der Gemeinde Israels herausgehoben hat, um euch in seine Naehe zu holen, damit ihr an der Wohnstaette des Herrn Dienst tut, vor die Gemeinde tretet und fuer sie euren Dienst verrichtet? 16:10 Er hat dich und alle deine Brueder, die Leviten, die bei dir sind, in seine Naehe geholt, doch nun wollt ihr auch noch das Priesteramt. 16:11 Deshalb rottet ihr, du und dein ganzer Anhang, euch gegen den Herrn zusammen. Ueber ihn, nicht ueber Aaron, murrt ihr. 16:12 Dann liess Mose Datan und Abiram, die Soehne Eliabs, rufen. Sie aber liessen ihm sagen: Wir kommen nicht. 16:13 Ist es nicht genug, dass du uns aus einem Land, in dem Milch und Honig fliessen, hergeholt hast, um uns in der Wueste sterben zu lassen? Willst du dich auch noch als unser Herrscher aufspielen? 16:14 Du hast uns nicht in ein Land gebracht, in dem Milch und Honig fliessen, und hast uns keine Felder und Weinberge zum Besitz gegeben. Haeltst du diese Maenner hier etwa fuer blind? Wir kommen nicht. 16:15 Da wurde Mose sehr zornig und sagte zum Herrn: Sieh ihre Opfer nicht an! Nicht einen einzigen Esel habe ich ihnen weggenommen, keinem von ihnen habe ich etwas zuleide getan. 16:16 Dann sagte Mose zu Korach: Du und dein ganzer Anhang, erscheint morgen vor dem Herrn, du, diese Maenner und Aaron! 16:17 Nehmt eure Raeucherpfannen mit, tut Weihrauch hinein, und bringt eure Raeucherpfannen vor den Herrn, jeder seine eigene Raeucherpfanne, im ganzen also zweihundertfuenfzig Raeucherpfannen, auch du und Aaron, bringt eure Raeucherpfannen mit! 16:18 Jeder nahm also seine Raeucherpfanne, sie taten Feuer hinein, legten Weihrauch darauf und traten an den Eingang des Offenbarungszeltes, zusammen mit Mose und Aaron. 16:19 Korach aber versammelte die ganze Gemeinde bei ihnen am Eingang des Offenbarungszeltes. Da erschien der ganzen Gemeinde die Herrlichkeit des Herrn. 16:20 Der Herr sprach zu Mose und Aaron: 16:21 Sondert euch von dieser Gemeinde ab! Ich will ihr auf einen Schlag ein Ende bereiten. 16:22 Da warfen sie sich auf ihr Gesicht nieder und sagten: Gott, du Gott der Geister, die alle Menschen beleben, ein einzelner Mensch suendigt, und du willst der ganzen Gemeinde zuernen? 27,16 16:23 Der Herr antwortete Mose: 16:24 Sag der Gemeinde: Entfernt euch aus der Naehe der Zelte Korachs, Datans und Abirams! 16:25 Da stand Mose auf und ging zu Datan und Abiram, und die Aeltesten Israels folgten ihm. 16:26 Dann sagte er zur Gemeinde: Geht aus der Naehe der Zelte dieser niedertraechtigen Leute weg, und ruehrt nichts von dem an, was ihnen gehoert, sonst werdet auch ihr wegen aller ihrer Suenden hingerafft. 16:27 Da entfernten sie sich aus der Naehe der Zelte Korachs, Datans und Abirams. Datan und Abiram waren herausgekommen und standen am Eingang ihrer Zelte, zusammen mit ihren Frauen, Soehnen und kleinen Kindern. 16:28 Dann sagte Mose: Daran sollt ihr erkennen, dass der Herr mich gesandt hat, damit ich alle diese Taten vollbringe, und dass ich nicht aus eigenem Antrieb gehandelt habe: 16:29 Wenn diese Leute sterben, wie jeder Mensch stirbt, und wenn sie nur so wie jeder andere Mensch Rechenschaft ablegen muessen, dann hat der Herr mich nicht gesandt. 16:30 Wenn aber der Herr etwas ganz Ungewoehnliches tut, wenn die Erde ihren Rachen aufreisst und sie verschlingt zusammen mit allem, was ihnen gehoert, wenn sie also lebend in die Unterwelt hinabstuerzen, dann werdet ihr erkennen, dass diese Leute den Herrn beleidigt haben. 16:31 Kaum hatte er das gesagt, da spaltete sich der Boden unter ihnen, 16:32 die Erde oeffnete ihren Rachen und verschlang sie samt ihrem Haus, mit allen Menschen, die zu Korach gehoerten, und mit ihrem ganzen Besitz. 16:33 Sie und alles, was zu ihnen gehoerte, stuerzten lebend in die Unterwelt hinab. Die Erde deckte sie zu, und sie waren aus der Gemeinde verschwunden. 16:34 Alle Israeliten, die um sie herumstanden, liefen weg, als sie sie schreien hoerten; sie sagten: Die Erde wird auch uns noch verschlingen. 16:35 Vom Herrn ging ein Feuer aus und frass die zweihundertfuenfzig Maenner, die den Weihrauch dargebracht hatten. 17:1 Darauf sprach der Herr zu Mose: 17:2 Sag zum Priester Eleasar, dem Sohn Aarons, er soll die Raeucherpfannen aus der Asche herausnehmen, denn sie sind heilig. Die Glut aber streut weit auseinander! 17:3 Die Raeucherpfannen der Maenner, die wegen ihrer Suende ums Leben gekommen sind, soll man zu Blech haemmern und damit den Altar ueberziehen; denn sie haben die Raeucherpfannen vor den Herrn gebracht, und damit sind die Pfannen heilig geworden. Sie sollen fuer die Israeliten ein Zeichen sein. 17:4 Da nahm der Priester Eleasar die kupfernen Raeucherpfannen der Maenner, die im Feuer umgekommen waren, und haemmerte daraus einen Ueberzug fuer den Altar. 17:5 Das sollte den Israeliten ein mahnendes Zeichen dafuer sein, dass kein Unbefugter, keiner, der nicht zu den Nachkommen Aarons gehoert, sich dem Herrn naehern darf, um fuer ihn Weihrauch zu verbrennen; sonst geht es ihm genauso, wie es der Herr durch Mose dem Korach und seinem Anhang angekuendigt hatte. 17:6 Am naechsten Tag murrte die ganze Gemeinde der Israeliten ueber Mose und Aaron; sie sagten: Ihr habt das Volk des Herrn getoetet. 17:7 Als sich die Gemeinde gegen Mose und Aaron zusammenrottete und sich dem Offenbarungszelt zuwandte, bedeckte die Wolke das Zelt, und die Herrlichkeit des Herrn erschien. 17:8 Mose und Aaron gingen vor das Offenbarungszelt, 17:9 und der Herr sprach zu Mose: 17:10 Verlasst diese Gemeinde, denn ich will sie in einem einzigen Augenblick vernichten. Da warfen sich Mose und Aaron auf ihr Gesicht nieder, 17:11 und Mose sagte zu Aaron: Nimm die Raeucherpfanne, tu Feuer vom Altar hinein, und leg Weihrauch darauf; dann geh schnell zur Gemeinde, und entsuehne sie! Denn vom Herrn ist ein Zorngericht ausgegangen, und die Plage hat schon begonnen. 17:12 Da nahm Aaron die Raeucherpfanne, wie Mose gesagt hatte, und lief mitten unter die Leute, die versammelt waren. Und wirklich, die Plage hatte im Volk schon begonnen. Aaron legte Weihrauch in die Pfanne und entsuehnte das Volk. 17:13 Er trat zwischen die Toten und die Lebenden, und da hoerte die Plage auf. 17:14 Durch die Plage waren aber bereits vierzehntausendsiebenhundert Menschen gestorben, nicht gerechnet die Toten, die wegen Korach umgekommen waren. 17:15 Darauf kehrte Aaron zu Mose an den Eingang des Offenbarungszeltes zurueck; die Plage hatte aufgehoert. 17:16 Dann sprach der Herr zu Mose: 17:17 Rede zu den Israeliten, und lass dir jeweils von einer Grossfamilie einen Stab geben, und zwar von der Grossfamilie des Stammesfuehrers, im ganzen also zwoelf Staebe, und schreib ihre Namen darauf! 17:18 Auf den Stab Levis schreib den Namen Aaron; denn auf jede Grossfamilie eines Stammesfuehrers kommt ein Stab. 17:19 Dann leg die Staebe in das Offenbarungszelt vor die Bundesurkunde, dort, wo ich euch begegne. 17:20 Dann wird der Stab dessen, den ich erwaehle, Blaetter bekommen. So will ich vor mir das Murren zum Schweigen bringen, mit dem sie euch belaestigen. 17:21 Mose berichtete es den Israeliten. Darauf gaben ihm alle Stammesfuehrer die Staebe, jede Grossfamilie eines Stammesfuehrers einen, im ganzen also zwoelf Staebe. Auch Aarons Stab war darunter. 17:22 Mose legte die Staebe im Offenbarungszelt vor dem Herrn nieder. 17:23 Als Mose am naechsten Tag zum Zelt der Bundesurkunde kam, da war der Stab Aarons, der das Haus Levi vertrat, gruen geworden; er trieb Zweige, bluehte und trug Mandeln. 17:24 Da nahm Mose alle Staebe von ihrem Platz vor dem Herrn weg und brachte sie zu den Israeliten hinaus. Als sie die Staebe sahen, nahm jeder den seinen. 17:25 Darauf sagte der Herr zu Mose: Trag den Stab Aarons zurueck vor die Bundesurkunde! Dort soll er aufbewahrt werden als ein Zeichen fuer alle Aufsaessigen. Mach mir auf diese Weise ihrem Murren ein Ende, dann werden sie nicht sterben. Hebr 9,4 17:26 Mose tat genau so, wie es ihm der Herr befohlen hatte. So machte er es. 17:27 Die Israeliten aber sagten zu Mose: Sieh her, wir kommen um, wir gehen zugrunde, alle gehen wir noch zugrunde. 17:28 Jeder, der zu nahe an die Wohnstaette des Herrn kommt, stirbt. Sollen wir denn alle umkommen? 18:1 Der Dienst und die Entlohnung der Priester und Leviten: 18,1-32 Der Herr sprach zu Aaron: Du, deine Soehne und deine ganze Familie, ihr tragt die Verantwortung fuer das Heiligtum; du und mit dir deine Soehne, ihr tragt die Verantwortung fuer euer Priesteramt. 18:2 Aber auch deine Brueder, den Stamm Levi, deinen vaeterlichen Stamm, lass zusammen mit dir herkommen! Sie sollen sich dir anschliessen und dir dienen, waehrend ihr, du und deine Soehne, vor dem Offenbarungszelt seid. 18:3 Sie sollen sich an deine Anordnungen und an die fuer das ganze Zelt geltende Ordnung halten. Nur den heiligen Geraeten und dem Altar duerfen sie nicht zu nahe kommen, sonst muessen sie sterben und ihr mit ihnen. 18:4 Sie sollen sich dir anschliessen und sich beim ganzen Dienst am Zelt an die Ordnung halten, die am Offenbarungszelt gilt. Kein Unbefugter darf in eure Naehe kommen. 18:5 Wenn ihr euch an die Ordnung haltet, die am Heiligtum und am Altar gilt, wird der Zorn (Gottes) nicht mehr ueber die Israeliten kommen. 18:6 Seht, ich habe eure Brueder, die Leviten, aus den Israeliten euch uebergeben; sie sind dem Herrn uebergeben, um den Dienst am Offenbarungszelt zu verrichten. 18:7 Du aber und mit dir deine Soehne, ihr sollt euer Priesteramt in allem ausueben, was den Altar und den Raum hinter dem Vorhang betrifft; dort sollt ihr euren Dienst tun. Als einen Dienst, der ein Geschenk ist, uebergebe ich euch das Priesteramt. Wer sich naehert, ohne dazu befugt zu sein, ist mit dem Tod zu bestrafen. 18:8 Der Herr sagte zu Aaron: Ich selbst uebergebe dir jetzt die Verwaltung der Abgaben, die mir entrichtet werden. Von allen heiligen Gaben der Israeliten gebe ich sie dir als Anteil und deinen Soehnen als ein dauerndes Anrecht. 18:9 Dir soll an den hochheiligen Gaben all das zufallen, was nicht fuer das Feuer bestimmt ist: alle ihre Opfergaben bei allen ihren Speise-, Suend- und Schuldopfern, die sie mir als hochheilige Gaben entrichten; dir und deinen Soehnen gehoeren sie. 18:10 Esst sie am hochheiligen Ort! Jede maennliche Person darf davon essen; sie sollen dir als heilig gelten. 18:11 Auch das gehoert dir: die Abgabe, die die Israeliten bei allem entrichten, was sie darbringen. Dir und deinen Soehnen und Toechtern, die bei dir sind, habe ich diese Abgabe als dauerndes Anrecht gegeben. Jeder, der rein ist in deinem Haus, darf davon essen. 18:12 Das Beste von allem Oel, das Beste von allem Most und Getreide, die Erstlingsgaben, die sie dem Herrn entrichten, sie habe ich fuer dich bestimmt. 18:13 Von allem, was es in ihrem Land gibt, gehoeren dir die Erstlingsfruechte, die sie dem Herrn bringen. Jeder, der rein ist in deinem Haus, darf davon essen. 18:14 Alles, was in Israel geweiht wird, gehoert dir. 18:15 Alle lebenden Wesen, die den Mutterschoss durchbrechen und die man dem Herrn darbringt, Mensch und Vieh, gehoeren dir. Du musst aber den Erstgeborenen bei den Menschen ausloesen, und ebenso musst du auch die erstgeborenen Tiere bei unreinem Vieh ausloesen, 18:16 und zwar musst du die, die ausgeloest werden, im Alter von etwa einem Monat, je nachdem, wie du sie einschaetzt, mit Geld ausloesen, mit fuenf Schekel, gerechnet nach dem Schekelgewicht des Heiligtums, das sind zwanzig Gera. 18:17 Aber die Erstlinge vom Rind, vom Schaf oder von der Ziege darfst du nicht ausloesen; sie sind heilig. Ihr Blut sollst du auf den Altar sprengen und ihre Fetteile als Feueropfer zum beruhigenden Duft fuer den Herrn in Rauch aufgehen lassen. 18:18 Ihr Fleisch gehoert dir, wie auch die Brust vom Darbringungsritus und auch die rechte Keule dir gehoeren. 18:19 Alle Abgaben von den heiligen Opfern, die die Israeliten dem Herrn entrichten, habe ich dir und deinen Soehnen und Toechtern, die bei dir sind, als dauerndes Anrecht gegeben. Das soll fuer dich und auch fuer deine Nachkommen als ein ewiger "Salzbund" vor dem Herrn gelten. Salzbund: Der Ausdruck kommt vielleicht daher, dass durch gemeinsames Essen von Salz ein Freundschaftsverhaeltnis besiegelt wurde (vgl. Lev 2,13 und 2 Chr 13,5). 18:20 Der Herr sprach zu Aaron: Du sollst in ihrem Land keinen erblichen Besitz haben. Dir gehoert unter ihnen kein Besitzanteil; ich bin dein Besitz und dein Erbteil mitten unter den Israeliten. 18:21 Den Leviten gebe ich als Erbteil den ganzen Zehnten, den die Israeliten entrichten, als Entgelt fuer den Dienst, den die Leviten verrichten, den Dienst am Offenbarungszelt. 18:22 Die Israeliten duerfen kuenftig nicht mehr in die Naehe des Offenbarungszeltes kommen; sonst laden sie eine Suende auf sich und sterben. 18:23 Nur der Levit soll am Offenbarungszelt Dienst tun; die Leviten tragen die Verantwortung - das soll bei euch von Generation zu Generation als feste Regel gelten. Darum sollen sie unter den Israeliten keinen Erbbesitz haben. 18:24 Denn als Erbteil fuer die Leviten habe ich die Zehnten bestimmt, die die Israeliten dem Herrn als Abgabe entrichten. Darum habe ich zu den Leviten gesagt, sie sollen keinen Erbbesitz unter den Israeliten bekommen. 18:25 Der Herr sprach zu Mose: 18:26 Rede zu den Leviten und sag zu ihnen: Wenn ihr von den Israeliten den Zehnten entgegennehmt, den ich euch von ihnen als euren Anteil zugewiesen habe, dann entrichtet davon dem Herrn eine Abgabe als Zehnten vom Zehnten! 18:27 Das soll als eure Abgabe angerechnet werden wie bei den anderen die Abgabe vom Getreide der Tenne und vom Inhalt der Kelter. 18:28 So sollt auch ihr dem Herrn eine Abgabe von allen euch zustehenden Zehnten entrichten, die ihr von den Israeliten erhaltet; diese Abgabe fuer den Herrn sollt ihr dem Priester Aaron uebergeben. 18:29 Von allem, was man euch gibt, sollt ihr die ganze Abgabe fuer den Herrn leisten, von allem das Beste, als heilige Gabe. 18:30 Ferner sag zu ihnen: Wenn ihr davon das Beste abliefert, wird es den Leviten angerechnet wie den anderen der Ertrag von Tenne und Kelter. 18:31 Diesen duerft ihr ueberall essen, ihr und eure Familien, denn es gehoert euch als Lohn fuer euren Dienst am Offenbarungszelt. 18:32 Ihr duerft aber keine Suende auf euch laden, wenn ihr selbst das Beste abzugeben habt, und ihr duerft die heiligen Gaben der Israeliten nicht entweihen. Wenn ihr das befolgt, werdet ihr nicht sterben. 19:1 Das Reinigungswasser: 19,1-22 Der Herr sprach zu Mose und Aaron: 1-13: Rot ist die Farbe des Blutes. Das Reinigungswasser ist eine Art Weihwasser, das die Reinigung von Suende und kultischer Unreinheit symbolisiert (vgl. Hebr 9,13). 19:2 Das ist die Verordnung, die der Herr erlaesst: Sag den Israeliten, sie sollen dir eine fehlerlose, einwandfreie rote Kuh bringen, die noch nie ein Joch getragen hat. 19:3 Uebergebt die Kuh dem Priester Eleasar! Dann soll man sie vor das Lager hinausfuehren und sie vor seinen Augen schlachten. 19:4 Der Priester Eleasar nimmt mit seinem Finger etwas von ihrem Blut und spritzt damit siebenmal gegen die Vorderseite des Offenbarungszeltes. 19:5 Darauf verbrennt man die Kuh vor seinen Augen. Ihr Fell, ihr Fleisch und ihr Blut, alles soll man verbrennen, samt ihrem Mageninhalt. 19:6 Der Priester nimmt Zedernholz, Ysop und Karmesin und wirft alles in das Feuer, in dem die Kuh verbrannt wird. 19:7 Dann waescht der Priester seine Kleider, badet seinen Koerper in Wasser und kehrt nachher ins Lager zurueck; der Priester bleibt aber bis zum Abend unrein. 19:8 Derjenige, der die Kuh verbrannt hat, waescht seine Kleider und badet seinen Koerper in Wasser; er bleibt aber bis zum Abend unrein. 19:9 Ein reiner Mann sammelt die Asche der Kuh und legt sie an einen reinen Ort ausserhalb des Lagers. Sie wird fuer die Gemeinde der Israeliten zur Zubereitung des Reinigungswassers aufbewahrt. Es ist ein Suendopfer. 19:10 Derjenige, der die Asche der Kuh gesammelt hat, waescht dann seine Kleider, bleibt aber bis zum Abend unrein. Fuer die Israeliten und fuer die Fremden, die bei ihnen leben, gilt die feste Regel: 19:11 Wer irgendeinen toten Menschen beruehrt, ist sieben Tage lang unrein. 19:12 Am dritten Tag entsuendigt er sich mit dem Reinigungswasser, und am siebten Tag wird er rein. Wenn er sich am dritten Tag nicht entsuendigt, dann wird er am siebten Tag nicht rein. 19:13 Jeder, der einen toten Menschen, einen Verstorbenen, anruehrt und sich nicht entsuendigt, hat die Wohnstaette des Herrn verunreinigt. Ein solcher Mensch muss aus Israel ausgemerzt werden, weil er sich nicht hat mit dem Reinigungswasser besprengen lassen. Er ist unrein; seine Unreinheit haftet ihm immer noch an. 19:14 Folgendes Gesetz gilt, wenn ein Mensch in einem Zelt stirbt: Jeder, der ins Zelt kommt oder der schon im Zelt ist, wird fuer sieben Tage unrein; 19:15 auch jedes offene Gefaess, das keinen verschnuerten Deckel hat, ist unrein. 19:16 Jeder, der auf freiem Feld einen mit dem Schwert Erschlagenen, einen Toten, menschliche Gebeine oder ein Grab beruehrt, ist fuer sieben Tage unrein. 19:17 Fuer den Unreinen nimmt man etwas Brandasche vom Suendopfer, schuettet sie in ein Gefaess und giesst Quellwasser darueber. 19:18 Ein reiner Mann nimmt Ysop, taucht ihn in das Wasser und bespritzt damit das Zelt sowie die Gefaesse und die Menschen, die im Zelt sind, oder den, der Gebeine, einen Erschlagenen, einen Toten oder ein Grab beruehrt hat. 19:19 Der Reine bespritzt den Unreinen am dritten und am siebten Tag und entsuendigt ihn am siebten Tag. Dann waescht der Betreffende seine Kleider und badet seinen Koerper in Wasser; am Abend ist er dann rein. 19:20 Wer aber unrein geworden ist und sich nicht entsuendigt, ein solcher Mensch ist aus der Versammlung auszumerzen; denn er hat das Heiligtum des Herrn verunreinigt. Er hat sich nicht mit dem Reinigungswasser besprengen lassen; er ist unrein. 19:21 Das soll bei den Israeliten als feste Regel gelten. Auch wer das Reinigungswasser verspritzt hat, waescht seine Kleider; wer mit dem Reinigungswasser in Beruehrung kommt, ist bis zum Abend unrein. 19:22 Alles, was der Unreine beruehrt, ist unrein. Ebenso ist jeder, der ihn beruehrt, bis zum Abend unrein. 20:1 Das Wasser aus dem Felsen. Der Tod Mirjams und Aarons: 20,1-29 Im ersten Monat kam die ganze Gemeinde der Israeliten in die Wueste Zin, und das Volk liess sich in Kadesch nieder. Dort starb Mirjam und wurde auch dort begraben. 20:2 Da die Gemeinde kein Wasser hatte, rotteten sie sich gegen Mose und Aaron zusammen. 20:3 Das Volk geriet mit Mose in Streit; sie sagten: Waeren wir doch umgekommen wie unsere Brueder, die vor den Augen des Herrn gestorben sind. (3-4) 11,4-6; 14,1-4; 17,6-14 20:4 Warum habt ihr das Volk des Herrn in diese Wueste gefuehrt? Nur damit wir hier zusammen mit unserem Vieh sterben? 20:5 Wozu habt ihr uns aus Aegypten hierher gefuehrt? Nur um uns an diesen elenden Ort zu bringen, eine Gegend ohne Korn und Feigen, ohne Wein und Granataepfel? Nicht einmal Trinkwasser gibt es. 20:6 Mose und Aaron verliessen die Versammlung, gingen zum Eingang des Offenbarungszeltes und warfen sich auf ihr Gesicht nieder. Da erschien ihnen die Herrlichkeit des Herrn. 20:7 Der Herr sprach zu Mose: (7-13) Ex 17,3-7 20:8 Nimm deinen Stab; dann versammelt die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und sagt vor ihren Augen zu dem Felsen, er solle sein Wasser fliessen lassen. Auf diese Weise wirst du fuer sie Wasser aus dem Felsen fliessen lassen und ihnen und ihrem Vieh zu trinken geben. 20:9 Mose holte den Stab von seinem Platz vor dem Herrn, wie der Herr ihm befohlen hatte. 20:10 Mose und Aaron riefen die Versammlung vor dem Felsen zusammen, und Mose sagte zu ihnen: Hoert, ihr Meuterer, koennen wir euch wohl aus diesem Felsen Wasser fliessen lassen? 20:11 Dann hob er seine Hand hoch und schlug mit seinem Stab zweimal auf den Felsen. Da kam Wasser heraus, viel Wasser, und die Gemeinde und ihr Vieh konnten trinken. 20:12 Der Herr aber sprach zu Mose und Aaron: Weil ihr mir nicht geglaubt habt und mich vor den Augen der Israeliten nicht als den Heiligen bezeugen wolltet, darum werdet ihr dieses Volk nicht in das Land hineinfuehren, das ich ihm geben will. 20:13 Das ist das Wasser von Meriba (Streitwasser), weil die Israeliten mit dem Herrn gestritten haben und er sich als der Heilige erwiesen hat. 20:14 Mose schickte von Kadesch aus Boten zum Koenig von Edom und liess ihm sagen: So sagt dein Bruder Israel: Du kennst alle Muehsal, die uns getroffen hat. 21,21-24 20:15 Unsere Vaeter sind nach Aegypten gezogen, und wir haben viele Jahre in Aegypten gewohnt. Aber die Aegypter haben uns und unsere Vaeter schlecht behandelt. 20:16 Da haben wir zum Herrn geschrien, und er hat uns gehoert. Er schickte einen Boten, und der Bote fuehrte uns aus Aegypten heraus. Jetzt sind wir in Kadesch, einer Stadt an der Grenze deines Gebietes. 20:17 Wir moechten durch dein Land ziehen. Wir werden eure Felder und Weinberge nicht betreten und kein Brunnenwasser trinken. Wir werden die Koenigsstrasse benutzen und weder rechts noch links davon abbiegen, bis wir dein Gebiet durchzogen haben. 20:18 Edom aber liess dem Mose sagen: Du wirst bei mir nicht durchziehen, sonst ziehe ich dir mit dem Schwert entgegen. 20:19 Da liessen ihm die Israeliten sagen: Wir wollen auf der Strasse ziehen. Und wenn wir von deinem Wasser trinken, ich und meine Herden, dann zahle ich dafuer. Ich will nichts anderes, nur zu Fuss durch dein Land ziehen. 20:20 Aber Edom liess wieder sagen: Du wirst nicht durchziehen. Und Edom zog mit schwer bewaffneten Kriegern Israel entgegen, zur Abwehr entschlossen. 20:21 Da Edom sich also weigerte, Israel durch sein Gebiet ziehen zu lassen, musste Israel einen Umweg machen. 20:22 Die Israeliten brachen von Kadesch auf, und die ganze Gemeinde kam zum Berg Hor. 20:23 Am Berg Hor, an der Grenze von Edom, sprach der Herr zu Mose und Aaron: 20:24 Aaron wird jetzt mit seinen Vorfahren vereint; er wird nicht in das Land kommen, das ich fuer die Israeliten bestimmt habe; denn ihr habt euch am Wasser von Meriba gegen meinen Befehl aufgelehnt. 20:25 Nimm Aaron und seinen Sohn Eleasar, und fuehr sie auf den Berg Hor hinauf! 20:26 Dann nimm Aaron seine Gewaender ab, und leg sie seinem Sohn Eleasar an! Aaron wird dort mit seinen Vaetern vereint werden und sterben. 20:27 Mose tat, was ihm der Herr befohlen hatte. Sie stiegen vor den Augen der ganzen Gemeinde auf den Berg Hor. 20:28 Mose nahm Aaron die Gewaender ab und legte sie seinem Sohn Eleasar an. Dann starb Aaron dort auf dem Gipfel des Berges, Mose aber und Eleasar stiegen vom Berg herab. 20:29 Als die Gemeinde sah, dass Aaron dahingeschieden war, beweinte ihn das ganze Haus Israel dreissig Tage lang. 21:1 Die kupferne Schlange. Kaempfe unterwegs: 21,1-35 Als der kanaanitische Koenig von Arad, der im Negeb sass, hoerte, dass Israel auf dem Weg von Atarim heranzog, griff er die Israeliten an und machte einige Gefangene. 21:2 Da gelobte Israel dem Herrn: Wenn du mir dieses Volk in meine Gewalt gibst, dann weihe ich ihre Staedte dem Untergang. 21:3 Der Herr hoerte auf Israel und gab die Kanaaniter in seine Gewalt. Israel weihte sie und ihre Staedte dem Untergang. Daher nannte man den Ort Horma (Untergangsweihe). 21:4 Die Israeliten brachen vom Berg Hor auf und schlugen die Richtung zum Schilfmeer ein, um Edom zu umgehen. Unterwegs aber verlor das Volk den Mut, (4-5) 11,4-6; 14,1-4; 17,6-14; 20,2-6 21:5 es lehnte sich gegen Gott und gegen Mose auf und sagte: Warum habt ihr uns aus Aegypten heraufgefuehrt? Etwa damit wir in der Wueste sterben? Es gibt weder Brot noch Wasser. Dieser elenden Nahrung sind wir ueberdruessig. Die "elende Nahrung" ist das Manna. 21:6 Da schickte der Herr Giftschlangen unter das Volk. Sie bissen die Menschen, und viele Israeliten starben. 21:7 Die Leute kamen zu Mose und sagten: Wir haben gesuendigt, denn wir haben uns gegen den Herrn und gegen dich aufgelehnt. Bete zum Herrn, dass er uns von den Schlangen befreit. Da betete Mose fuer das Volk. 21:8 Der Herr antwortete Mose: Mach dir eine Schlange, und haeng sie an einer Fahnenstange auf! Jeder, der gebissen wird, wird am Leben bleiben, wenn er sie ansieht. 21:9 Mose machte also eine Schlange aus Kupfer und haengte sie an einer Fahnenstange auf. Wenn nun jemand von einer Schlange gebissen wurde und zu der Kupferschlange aufblickte, blieb er am Leben. Koenig Hiskija hat nach 2 Koen 18,4 die kupferne Schlange aus der Mosezeit vernichtet, weil sie unterdessen als ein heidnisches Fruchtbarkeitssymbol missverstanden worden war. Nach Joh 3,14 ist die kupferne Schlange des Mose ein Urbild fuer den am Kreuz erhoehten Christus. 21:10 Die Israeliten brachen auf und schlugen ihr Lager in Obot auf. 21:11 Dann brachen sie von Obot auf und schlugen in Ije-Abarim ihr Lager auf, in der Wueste, die oestlich von Moab liegt. 33,44-48 21:12 Von dort brachen sie auf und schlugen ihr Lager am Bach Sered auf. 21:13 Von dort brachen sie auf und schlugen das Lager jenseits des Arnon auf, in der Wueste, die sich vom Amoritergebiet bis zum Arnon ausdehnt. Der Arnon bildet naemlich die Grenze zwischen Moab und den Amoritern. 21:14 Deshalb heisst es im Buch der Kriege des Herrn: Waheb in Sufa und die Baeche des Arnon 21:15 und die Wasserscheide, die sich zum Wohngebiet von Ar hinneigt und sich an das Gebiet von Moab anlehnt. 21:16 Von dort ging es weiter nach Beer (Brunnen); es ist der Brunnen, von dem der Herr zu Mose gesagt hat: Versammle das Volk, damit ich ihnen Wasser gebe. 21:17 Damals sang Israel das folgende Lied: Steig auf, Brunnen! Singt ueber ihn ein Lied, 21:18 ueber den Brunnen, den Heerfuehrer gruben, den die Edlen des Volkes aushoben mit dem Zepter, mit ihren Staeben. Aus der Wueste (zogen sie weiter) nach Mattana, 21:19 von Mattana nach Nahaliel, von Nahaliel nach Bamot, 21:20 von Bamot zum Tal im Gruenland von Moab, zum Gipfel des Pisga, der auf das Oedland herabschaut. 21:21 Israel schickte Boten zum Amoriterkoenig Sihon und liess ihm sagen: 20,14-21 21-35: Andere Traditionen ueber Sihon und Og finden sich in Dtn 2,24 - 3,13 und Ri 11,19-22. 21:22 Ich moechte durch dein Land ziehen. Wir werden nicht in die Felder und Weinberge abbiegen, und wir werden kein Wasser aus euren Brunnen trinken. Wir wollen nur die Koenigsstrasse benutzen, bis wir dein Gebiet durchzogen haben. 21:23 Doch Sihon liess Israel nicht durch sein Gebiet ziehen. Er versammelte sein ganzes Volk und zog Israel in die Wueste entgegen. Als er nach Jahaz gekommen war, griff er Israel an. 21:24 Aber Israel schlug ihn mit scharfem Schwert und besetzte sein Land vom Arnon bis zum Jabbok, das heisst bis zu dem Gebiet der Ammoniter, denn Jaser bildete damals die Grenze zu den Ammonitern. 21:25 Die Israeliten nahmen alle jene Staedte ein und liessen sich in den Amoriterstaedten nieder, in Heschbon und allen seinen Tochterstaedten. 21:26 Heschbon war naemlich die Hauptstadt Sihons, des Amoriterkoenigs. Sihon hatte aber zuvor gegen den ersten Koenig von Moab Krieg gefuehrt und hatte ihm sein ganzes Land bis zum Arnon abgenommen. 21:27 Darum sagen die Spruchdichter: Kommt nach Heschbon! Aufgebaut, neu gegruendet wird Sihons Stadt. 21:28 Denn von Heschbon ging ein Feuer aus, eine Flamme von Sihons Burg, sie hat Ar-Moab gefressen und die Arnonhoehen verschlungen. 21:29 Weh dir, Moab, mit dir ist es aus, Volk des Kamosch. Seine Soehne hat er zu Fluechtlingen gemacht, seine Toechter zu Gefangenen des Amoriterkoenigs Sihon. 21:30 Ihre Scholle ist dahin von Heschbon bis Dibon, von Naschim bis Nofach bei Medeba. 21:31 Die Israeliten liessen sich im Land der Amoriter nieder. 21:32 Mose schickte Boten aus, um Jaser auskundschaften zu lassen. Die Israeliten eroberten Jasers Tochterstaedte und vertrieben die Amoriter, die dort wohnten. 21:33 Dann aenderten sie die Richtung und zogen den Weg zum Baschan hinauf. Og, der Koenig des Baschan, zog ihnen mit seinem ganzen Volk nach Edrei zum Kampf entgegen. 21:34 Der Herr sagte zu Mose: Hab keine Angst vor ihm; denn ich gebe ihn mit seinem ganzen Volk und seinem Land in deine Gewalt. Mach mit ihm, was du schon mit dem Amoriterkoenig Sihon gemacht hast, der in Heschbon sass. 21:35 Da erschlugen die Israeliten Og und seine Soehne und sein ganzes Volk; keiner von ihnen konnte entrinnen. Die Israeliten aber besetzten sein Land. 22:1 Der Seher Bileam: 22,1 - 24,25 Die Israeliten brachen auf und schlugen ihr Lager in den Steppen von Moab auf, jenseits des Jordan bei Jericho. 22:2 Balak, der Sohn Zippors, hatte gesehen, was Israel den Amoritern alles angetan hatte. 22:3 Moab erschrak sehr vor dem Volk (der Israeliten), weil es so gross war, und es packte ihn das Grauen vor den Israeliten. 22:4 Da sagte Moab zu den Aeltesten von Midian: Jetzt wird uns dieser Haufen ringsum alles abfressen, wie die Rinder das Gras auf den Weiden abgrasen. Damals war Balak, der Sohn Zippors, Koenig von Moab. 22:5 Er schickte Boten zu Bileam, dem Sohn Beors, nach Petor am Strom, ins Land seiner Stammesgenossen, um ihn rufen zu lassen. Er liess ihm sagen: Aus Aegypten ist ein Volk herangezogen, das das ganze Land bedeckt und nun mir gegenueber sich niedergelassen hat. Der "Strom" ist der Eufrat. 22:6 Darum komm her, und verfluch mir dieses Volk; denn es ist zu maechtig fuer mich. Vielleicht kann ich es dann schlagen und aus dem Land vertreiben. Ich weiss: Wen du segnest, der ist gesegnet; wen du verfluchst, der ist verflucht. 24,9; Gen 12,3; 27,29 22:7 Die Aeltesten von Moab und die Aeltesten von Midian machten sich auf den Weg, mit Wahrsagerlohn in den Haenden. Als sie zu Bileam kamen, wiederholten sie ihm die Worte Balaks. 22:8 Bileam sagte zu ihnen: Bleibt ueber Nacht hier, dann werde ich euch berichten, was der Herr zu mir sagt. Da blieben die Hofleute aus Moab bei Bileam. 22:9 Gott kam zu Bileam und fragte ihn: Wer sind die Maenner, die bei dir wohnen? 22:10 Bileam antwortete Gott: Balak, der Sohn Zippors, der Koenig von Moab, hat Boten zu mir geschickt und laesst mir sagen: 22:11 Das Volk, das aus Aegypten herangezogen ist, bedeckt das ganze Land. Darum komm, und verwuensch es fuer mich! Vielleicht kann ich es dann im Kampf besiegen und vertreiben. 22:12 Gott antwortete Bileam: Geh nicht mit! Verfluch das Volk nicht; denn es ist gesegnet. 22:13 Am Morgen stand Bileam auf und sagte zu den Hofleuten Balaks: Kehrt in euer Land zurueck; denn der Herr erlaubt mir nicht, mit euch zu gehen. 22:14 Da machten sich die Hofleute aus Moab auf den Weg und kehrten zu Balak zurueck. Sie berichteten: Bileam hat sich geweigert, mit uns zu kommen. 22:15 Balak schickte noch einmal Hofleute aus, mehr und vornehmere als das erstemal. 22:16 Sie kamen zu Bileam und sagten zu ihm: So sagt Balak, der Sohn Zippors: Lass dich nicht abhalten, zu mir zu kommen. 22:17 Ich will dir einen sehr hohen Lohn geben; alles, was du von mir verlangst, will ich tun. Nur komm, und verwuensch mir dieses Volk! 22:18 Bileam antwortete den Dienern Balaks: Auch wenn mir Balak sein Haus voll Silber und Gold gaebe, koennte ich dem Befehl des Herrn, meines Gottes, nicht zuwiderhandeln, sei es in einer unwichtigen oder einer wichtigen Sache. 22:19 Doch bleibt auch ihr jetzt ueber Nacht hier, bis ich weiss, was der Herr weiter zu mir sagt. 22:20 In der Nacht kam Gott zu Bileam und sprach zu ihm: Wenn die Maenner gekommen sind, um dich zu holen, dann mach dich auf den Weg, und geh mit! Aber du darfst nur das tun, was ich dir sage. 22:21 Am Morgen stand Bileam auf, sattelte seinen Esel und ging mit den Hofleuten aus Moab. 22:22 Aber Gott wurde zornig, weil Bileam mitging, und der Engel des Herrn trat Bileam in feindlicher Absicht in den Weg, als Bileam, begleitet von zwei jungen Maennern, auf seinem Esel dahinritt. 22:23 Der Esel sah den Engel des Herrn auf dem Weg stehen, mit dem gezueckten Schwert in der Hand, und er verliess den Weg und wich ins Feld aus. Da schlug ihn Bileam, um ihn auf den Weg zurueckzubringen. 23-35: Vgl. 2 Petr 2,16. Die Erzaehlung vom sprechenden Esel will zeigen, wie toericht die Wahrsagerei der Heiden ist: Selbst ein Esel ist klueger als ein Wahrsager, der meint, die Geheimnisse der Gottheit zu kennen. 22:24 Darauf stellte sich der Engel des Herrn auf den engen Weg zwischen den Weinbergen, der zu beiden Seiten Mauern hatte. 22:25 Als der Esel den Engel des Herrn sah, drueckte er sich an der Mauer entlang und drueckte dabei das Bein Bileams gegen die Mauer. Da schlug ihn Bileam wieder. 22:26 Der Engel des Herrn ging weiter und stellte sich an eine besonders enge Stelle, wo es weder rechts noch links eine Moeglichkeit gab auszuweichen. 22:27 Als der Esel den Engel des Herrn sah, ging er unter Bileam in die Knie. Bileam aber wurde wuetend und schlug den Esel mit dem Stock. 22:28 Da oeffnete der Herr dem Esel den Mund, und der Esel sagte zu Bileam: Was habe ich dir getan, dass du mich jetzt schon zum drittenmal schlaegst? 22:29 Bileam erwiderte dem Esel: Weil du mich zum Narren haeltst. Haette ich ein Schwert dabei, dann haette ich dich schon umgebracht. 22:30 Der Esel antwortete Bileam: Bin ich nicht dein Esel, auf dem du seit eh und je bis heute geritten bist? War es etwa je meine Gewohnheit, mich so gegen dich zu benehmen? Da musste Bileam zugeben: Nein. 22:31 Nun oeffnete der Herr dem Bileam die Augen, und er sah den Engel des Herrn auf dem Weg stehen, mit dem gezueckten Schwert in der Hand. Da verneigte sich Bileam und warf sich auf sein Gesicht nieder. 22:32 Der Engel des Herrn sagte zu ihm: Warum hast du deinen Esel dreimal geschlagen? Ich bin dir feindlich in den Weg getreten, weil mir der Weg, den du gehst, zu abschuessig ist. zu abschuessig: Der Sinn des hebraeischen Wortes ist unklar. Wenn es hier richtig uebersetzt ist, dann ist es wohl in uebertragener Bedeutung gemeint. 22:33 Der Esel hat mich gesehen und ist mir schon dreimal ausgewichen. Waere er mir nicht ausgewichen, dann haette ich dich vielleicht jetzt schon umgebracht, ihn aber am Leben gelassen. 22:34 Bileam antwortete dem Engel des Herrn: Ich habe gesuendigt, aber nur, weil ich nicht wusste, dass du mir im Weg standest. Jetzt aber will ich umkehren, wenn dir mein Vorhaben nicht recht ist. 22:35 Der Engel des Herrn antwortete Bileam: Geh mit den Maennern, aber rede nichts, ausser was ich dir sage. Da ging Bileam mit den Hofleuten Balaks. 22:36 Als Balak hoerte, dass Bileam kam, ging er ihm entgegen bis zur Grenzstadt Moabs am Arnon, unmittelbar an der Grenze. 22:37 Balak sagte zu Bileam: Ich hatte dich rufen lassen. Warum bist du nicht zu mir gekommen? Kann ich dir nicht einen hohen Lohn geben? 22:38 Bileam antwortete Balak: Jetzt bin ich zwar bei dir. Aber kann ich jetzt etwas reden? Ich kann nur sagen, was Gott mir in den Mund legt. 22:39 Bileam ging mit Balak weiter nach Kirjat-Huzot. 22:40 Balak schlachtete Rinder und Schafe und liess damit Bileam und die Hofleute, die dabeiwaren, bewirten. 22:41 Am naechsten Morgen nahm Balak Bileam mit sich und fuehrte ihn zu den Baalshoehen hinauf. Von dort konnte er bis zum Volk sehen. bis zum Volk, woertlich: bis an den aeussersten Rand des Volkes (Israel). 23:1 Bileam sagte zu Balak: Errichte mir hier sieben Altaere, und stell mir hier sieben junge Stiere und sieben Widder bereit! 23:2 Balak tat, was Bileam gesagt hatte, und Balak und Bileam brachten auf jedem Altar einen jungen Stier und einen Widder dar. 23:3 Dann sagte Bileam zu Balak: Bleib bei deinem Brandopfer stehen! Ich aber will beiseite gehen; vielleicht begegnet mir der Herr. Was er mich sehen laesst, werde ich dir mitteilen. Dann ging er auf die kahle Hoehe. 23:4 Gott begegnete Bileam. Bileam sagte zu ihm: Ich habe sieben Altaere hergerichtet und auf jedem Altar einen jungen Stier und einen Widder dargebracht. 23:5 Da legte der Herr dem Bileam ein Wort in den Mund und sagte: Geh zu Balak zurueck, und sag ihm das und das! 23:6 Bileam kehrte also zurueck. Balak stand bei seinem Brandopfer, und alle Hofleute Moabs waren bei ihm. 23:7 Da begann Bileam mit seinem Orakelspruch und sagte: Aus Aram fuehrte mich Balak her, der Koenig von Moab vom Ostgebirge: "Geh, verfluche mir Jakob! Geh, drohe Israel!" 23:8 Doch wie soll ich verwuenschen, wen Gott nicht verwuenscht, wie soll ich drohen, wem Jahwe nicht droht? 23:9 Denn vom Gipfel der Felsen sehe ich es, von den Hoehen aus erblicke ich es: Dort, ein Volk, es wohnt fuer sich, es zaehlt sich nicht zu den Voelkern. 23:10 Wer zaehlt Jakobs Menge, zahlreich wie Staub, wer die Zehntausende Israels? Oh, koennte ich den Tod der Gerechten sterben, und waere mein Ende dem seinen gleich. dem seinen, gemeint ist: dem Ende Israels. 23:11 Da sagte Balak zu Bileam: Was hast du mir angetan? Ich habe dich geholt, damit du meine Feinde verwuenschst, und nun hast du sie statt dessen gesegnet. 23:12 Bileam antwortete: Muss ich nicht das sagen, was der Herr mir in den Mund legt? 23:13 Darauf sagte Balak zu ihm: Geh mit mir an einen anderen Ort, von wo aus du das Volk sehen kannst. Du wirst freilich nur den aeussersten Rand sehen; ganz wirst du es nicht sehen. Von dort aus verwuensch es mir! 23:14 Er nahm ihn mit zum Spaeherfeld am Gipfel des Pisga, errichtete dort sieben Altaere und brachte auf jedem Altar einen jungen Stier und einen Widder dar. 23:15 Bileam sagte zu Balak: Bleib hier bei deinem Brandopfer stehen, ich aber will dort drueben auf die Begegnung mit dem Herrn warten. 23:16 Der Herr begegnete Bileam, legte ihm ein Wort in den Mund und sagte: Kehr zu Balak zurueck, und sag ihm das und das! 23:17 Als Bileam zu Balak kam, stand er bei seinem Opfer, und die Hofleute Moabs waren bei ihm. Balak fragte ihn: Was hat der Herr gesagt? 23:18 Da begann Bileam mit seinem Orakelspruch und sagte: Auf, Balak, hoere, lausche mir, Sohn Zippors! 23:19 Gott ist kein Mensch, der luegt, kein Menschenkind, das etwas bereut. Spricht er etwas und tut es dann nicht, sagt er etwas und haelt es dann nicht? 23:20 Sieh her, ich habe es uebernommen zu segnen; so muss ich segnen, ich kann's nicht widerrufen. 23:21 Man erblickt kein Uebel in Jakob, man sieht kein Unheil in Israel. Jahwe, sein Gott, ist bei ihm, seinem Koenig jubelt Israel zu. 23:22 Gott hat sie aus Aegypten gefuehrt. Er hat Hoerner wie ein Wildstier. 23:23 Zauberei wirkt nicht gegen Jakob, Beschwoerung hilft nicht gegen Israel - [Jetzt sagt man zu Jakob, zu Israel: Was hat Gott getan?] Der Einschub gibt hier keinen Sinn. 23:24 ein Volk wie ein Loewe, der aufsteht, wie ein Raubtier, das sich erhebt. Es legt sich nicht hin, bevor es die Beute gefressen und das Blut der Erschlagenen getrunken hat. 23:25 Da sagte Balak zu Bileam: Wenn du es schon nicht verwuenschen willst, dann segne es doch wenigstens nicht! 23:26 Bileam antwortete Balak: Habe ich es dir nicht gesagt: Ich muss alles tun, was der Herr mir befiehlt. 23:27 Darauf sagte Balak zu Bileam: Komm mit, ich will dich noch an einen anderen Ort mitnehmen. Vielleicht ist es Gott recht, dass du mir das Volk von dort aus verfluchst. 23:28 Balak nahm also Bileam mit auf den Gipfel des Pegor, der auf das Oedland herabschaut. 23:29 Bileam sagte zu Balak: Bau mir hier sieben Altaere, und stell mir hier sieben junge Stiere und sieben Widder bereit! 23:30 Balak tat, was Bileam gesagt hatte, und brachte auf jedem Altar einen jungen Stier und einen Widder dar. 24:1 Bileam aber sah, dass es dem Herrn recht war, wenn er Israel segnete. Er suchte nicht geheimnisvolle Zeichen, wie er sonst zu tun pflegte, sondern wandte sein Gesicht der Wueste zu. 24:2 Als Bileam aufblickte, sah er Israel im Lager, nach Staemmen geordnet. Da kam der Geist Gottes ueber ihn, 24:3 er begann mit seinem Orakelspruch und sagte: Spruch Bileams, des Sohnes Beors, Spruch des Mannes mit geschlossenem Auge, 24,15f 24:4 Spruch dessen, der Gottesworte hoert, der eine Vision des Allmaechtigen sieht, der daliegt mit entschleierten Augen: 24:5 Jakob, wie schoen sind deine Zelte, wie schoen deine Wohnstaetten, Israel! 24:6 Wie Bachtaeler ziehen sie sich hin, wie Gaerten am Strom, wie Eichen, vom Herrn gepflanzt, wie Zedern am Wasser. 24:7 Von seinen Schoepfeimern rinnt das Wasser, reichlich Wasser hat seine Saat. Sein Koenig ist Agag ueberlegen, seine Koenigsherrschaft erstarkt. 1 Sam 15,8 24:8 Ja, Gott hat ihn aus Aegypten gefuehrt. Er hat Hoerner wie ein Wildstier. Er frisst die Voelker, die ihm feind sind, er zermalmt ihre Knochen und zerbricht ihre Pfeile. 24:9 Er duckt sich, liegt da wie ein Loewe, wie ein Raubtier. Wer wagt es, ihn aufzujagen? Wer dich segnet, ist gesegnet, und wer dich verflucht, ist verflucht. 22,6; Gen 12,3; 27,29 24:10 Da wurde Balak zornig auf Bileam. Er schlug die Haende zusammen und sagte zu Bileam: Ich habe dich gerufen, damit du meine Feinde verwuenschst, du aber hast sie schon dreimal gesegnet. 24:11 Geh weg, dorthin, woher du gekommen bist! Ich habe versprochen, dir einen hohen Lohn zu geben, aber Jahwe hat dich daran gehindert, ihn zu erhalten. 24:12 Bileam antwortete Balak: Habe ich nicht gleich zu deinen Boten, die du zu mir geschickt hast, gesagt: 24:13 Auch wenn mir Balak sein Haus voll Silber und Gold gibt, kann ich dem Befehl des Herrn nicht zuwiderhandeln und nach eigenem Gutduenken Gutes oder Boeses bewirken. Ich muss sagen, was der Herr sagt. 22,18 24:14 Gut, ich gehe jetzt zu meinem Volk zurueck. Ich will dir aber noch verraten, was dieses Volk deinem Volk in der Zukunft antun wird. 24:15 Und er begann mit seinem Orakelspruch und sagte: Spruch Bileams, des Sohnes Beors, Spruch des Mannes mit geschlossenem Auge, (15-16) 24,3f 24:16 Spruch dessen, der Gottesworte hoert, der die Gedanken des Hoechsten kennt, der eine Vision des Allmaechtigen sieht, der daliegt mit entschleierten Augen: 24:17 Ich sehe ihn, aber nicht jetzt, ich erblicke ihn, aber nicht in der Naehe: Ein Stern geht in Jakob auf, ein Zepter erhebt sich in Israel. Er zerschlaegt Moab die Schlaefen und allen Soehnen Sets den Schaedel. Wahrscheinlich ist David und sein Sieg ueber die Moabiter gemeint. 24:18 Edom wird sein Eigentum, Seir, sein Feind, wird sein Besitz. Israel aber wird maechtig und stark. 24:19 Aus Jakob steigt einer herab und vernichtet alles, was aus der Stadt entkam. 24:20 Dann sah Bileam Amalek; er begann mit seinem Orakelspruch und sagte: Amalek war das erste unter den Voelkern, doch es endet im Untergang. 24:21 Dann sah Bileam die Keniter; er begann mit seinem Orakelspruch und sagte: Dein Wohnsitz, Kain, ist sicher und fest, dein Nest ist auf Felsen gebaut; 24:22 doch es wird hinweggefegt werden. Nicht mehr lange, dann fuehrt Assur dich weg. 24:23 Er begann nochmals mit seinem Orakelspruch und sagte: Weh, wer wird am Leben bleiben, wenn Gott das tut? Der Fragesatz ist in H unklar. 24:24 Schiffe kommen von den Kittaeern, sie demuetigen Assur, sie demuetigen Eber. Doch auch er endet im Untergang. Wer der ist, der im Untergang endet, ist unklar. 24:25 Dann brach Bileam auf und kehrte in seine Heimat zurueck, und auch Balak zog seines Weges. 25:1 Der Priester Pinhas: 25,1-18 Als sich Israel in Schittim aufhielt, begann das Volk mit den Moabiterinnen Unzucht zu treiben. 25:2 Sie luden das Volk zu den Opferfesten ihrer Goetter ein, das Volk ass mit ihnen und fiel vor ihren Goettern nieder. 25:3 So liess sich Israel mit Baal-Pegor ein. Da entbrannte der Zorn des Herrn gegen Israel, 25:4 und der Herr sprach zu Mose: Nimm alle Anfuehrer des Volkes, und spiesse sie fuer den Herrn im Angesicht der Sonne auf Pfaehle, damit sich der gluehende Zorn des Herrn von Israel abwendet. 25:5 Da sagte Mose zu den Richtern Israels: Jeder soll die von seinen Leuten toeten, die sich mit Baal-Pegor eingelassen haben. 25:6 Unter den Israeliten war einer, der zu seinen Bruedern kam und eine Midianiterin mitbrachte, und zwar vor den Augen des Mose und der ganzen Gemeinde der Israeliten, waehrend sie am Eingang des Offenbarungszeltes weinten. 25:7 Als das der Priester Pinhas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, sah, stand er mitten in der Gemeinde auf, ergriff einen Speer, 25:8 ging dem Israeliten in den Frauenraum nach und durchbohrte beide, den Israeliten und die Frau, auf ihrem Lager. Danach nahm die Plage, die die Israeliten getroffen hatte, ein Ende. 25:9 Im ganzen aber waren vierundzwanzigtausend Menschen an der Plage gestorben. 25:10 Der Herr sprach zu Mose: 25:11 Der Priester Pinhas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, hat meinen Zorn von den Israeliten abgewendet dadurch, dass er sich bei ihnen fuer mich ereiferte. So musste ich die Israeliten nicht in meinem leidenschaftlichen Eifer umbringen. 25:12 Darum sage ich: Hiermit gewaehre ich ihm meinen Friedensbund. 25:13 Ihm und seinen Nachkommen wird der Bund des ewigen Priestertums zuteil, weil er sich fuer seinen Gott ereifert und die Israeliten entsuehnt hat. 25:14 Der Israelit, der zusammen mit der Midianiterin erschlagen worden war, hiess Simri; er war ein Sohn Salus und ein fuehrender Mann aus einer simeonitischen Grossfamilie. 25:15 Die erschlagene Midianiterin hiess Kosbi; sie war die Tochter Zurs, und dieser war das Haupt einer Grossfamilie in Midian. 25:16 Der Herr sprach zu Mose: 25:17 Greift die Midianiter an, und schlagt sie; 25:18 denn auch sie haben euch arglistig angegriffen, als sie euch mit Pegor und mit ihrer Schwester Kosbi ueberlisteten, der Tochter eines fuehrenden Midianiters, die erschlagen wurde, als die Plage wegen Pegor ausgebrochen war. 25:19 Die zweite Volkszaehlung: 25,19 - 26,65 Nach jener Plage 26:1 sagte der Herr zu Mose und zu dem Priester Eleasar,dem Sohn Aarons: (1-65) 1,1-54 26:2 Ermittelt die Gesamtzahl der Gemeinde aller Israeliten, die zwanzig Jahre und aelter sind, aller wehrfaehigen Israeliten, nach Grossfamilien geordnet. 26:3 Da redeten Mose und der Priester Eleasar zu den Israeliten in den Steppen von Moab, am Jordan bei Jericho, 26:4 zu allen Maennern von zwanzig Jahren und darueber, wie der Herr es Mose befohlen hatte. Das sind die Israeliten, die aus Aegypten ausgezogen waren: 26:5 Ruben war der Erstgeborene Israels. Zu den Rubenitern gehoerten von Henoch die Sippe der Henochiter, von Pallu die Sippe der Palluiter, 26:6 von Hezron die Sippe der Hezroniter, von Karmi die Sippe der Karmiter. 26:7 Das waren die Sippen der Rubeniter. Die Zahl der bei ihnen Gemusterten betrug 43730 Mann. 26:8 Der Sohn Pallus war Eliab; 26:9 die Soehne Eliabs: Nemuel, Datan und Abiram. Datan und Abiram waren die Abgeordneten der Gemeinde, die mit Mose und Aaron in Streit geraten waren, zusammen mit den Anhaengern Korachs, als diese mit dem Herrn in Streit geraten waren. 26:10 Die Erde tat ihren Rachen auf und verschlang sie und Korach, als seine Anhaenger ums Leben kamen; das Feuer frass die zweihundertfuenfzig Mann, und sie wurden zu einem warnenden Zeichen. 16,1-35 26:11 Die Soehne Korachs waren aber dabei nicht ums Leben gekommen. 26:12 Zu den Simeonitern gehoerten folgende Sippen: von Jemuel die Sippe der Jemueliter, von Jamin die Sippe der Jaminiter, von Jachin die Sippe der Jachiniter, 26:13 von Serach die Sippe der Serachiter, von Schaul die Sippe der Schauliter. 26:14 Das waren die Sippen der Simeoniter, im ganzen 22200 Mann. 26:15 Zu den Gaditern gehoerten folgende Sippen: von Zifjon die Sippe der Zifjoniter, von Haggi die Sippe der Haggiter, von Schuni die Sippe der Schuniter, 26:16 von Osni die Sippe der Osniter, von Eri die Sippe der Eriter, 26:17 von Arod die Sippe der Aroditer, von Areli die Sippe der Areliter. 26:18 Das waren die Sippen der Gaditer mit ihren Gemusterten, im ganzen 40500 Mann. 26:19 Die Soehne Judas waren: Er und Onan; Er und Onan aber waren in Kanaan gestorben. Gen 38,3-10 26:20 Zu Juda gehoerten folgende Sippen: von Schela die Sippe der Schelaniter, von Perez die Sippe der Pereziter, von Serach die Sippe der Serachiter. 26:21 Zu den Perezitern gehoerten von Hezron die Sippe der Hezroniter und von Hamul die Sippe der Hamuliter. 26:22 Das waren die Sippen Judas mit ihren Gemusterten, im ganzen 76500 Mann. 26:23 Zu den Issacharitern gehoerten folgende Sippen: von Tola die Sippe der Tolaiter, von Puwa die Sippe der Puwaniter, 26:24 von Jaschub die Sippe der Jaschubiter, von Schimron die Sippe der Schimroniter. 26:25 Das waren die Sippen Issachars mit ihren Gemusterten, im ganzen 64300 Mann. 26:26 Zu den Sebulonitern gehoerten folgende Sippen: von Sered die Sippe der Serediter, von Elon die Sippe der Eloniter, von Jachleel die Sippe der Jachleeliter. 26:27 Das waren die Sippen der Sebuloniter mit ihren Gemusterten, im ganzen 60500 Mann. 26:28 Bei den Josefstaemmen Manasse und Efraim gehoerten folgende Sippen 26:29 zu den Manassitern: von Machir die Sippe der Machiriter; Machir zeugte Gilead, und von Gilead stammt die Sippe der Gileaditer. 26:30 Das sind die Gileaditer: von Ieser die Sippe der Ieseriter, von Helek die Sippe der Helekiter, 26:31 von Asriel die Sippe der Asrieliter, von Schechem die Sippe der Schechemiter, 26:32 von Schemida die Sippe der Schemidaiter, von Hefer die Sippe der Heferiter. 26:33 Zelofhad, der Sohn Hefers, hatte keine Soehne, sondern nur Toechter; die Toechter Zelofhads hiessen Machla, Noa, Hogla, Milka und Tirza. 27,1-11 26:34 Das waren die Sippen Manasses mit ihren Gemusterten, im ganzen 52700 Mann. 26:35 Zu den Efraimitern gehoerten folgende Sippen: von Schutelach die Sippe der Schutelachiter, von Becher die Sippe der Becheriter, von Tahan die Sippe der Tahaniter. 26:36 Zu den Schutelachitern gehoert von Eran die Sippe der Eraniter. 26:37 Das waren die Sippen der Efraimiter mit ihren Gemusterten, im ganzen 32500 Mann. Das waren die Josefstaemme nach ihren Sippen. 26:38 Zu den Benjaminitern gehoerten folgende Sippen: von Bela die Sippe der Belaiter, von Aschbel die Sippe der Aschbeliter, von Ahiram die Sippe der Ahiramiter, 26:39 von Schufam die Sippe der Schufamiter, von Hufam die Sippe der Hufamiter. 26:40 Die Soehne Belas waren Ard und Naaman; von Ard stammt die Sippe der Arditer, von Naaman die Sippe der Naamaniter. 26:41 Das waren die Benjaminiter nach ihren Sippen; die Zahl der bei ihnen Gemusterten betrug 45600 Mann. 26:42 Zu den Danitern gehoerten folgende Sippen: von Schuham die Sippe der Schuhamiter. Das waren die Sippen Dans. 26:43 Die Zahl der Gemusterten bei den Sippen der Schuhamiter betrug im ganzen 64400 Mann. 26:44 Zu den Ascheritern gehoerten folgende Sippen: von Jimna die Sippe der Jimnaiter, von Jischwi die Sippe der Jischwiter, von Beria die Sippe der Beriaiter. 26:45 Zu den Beriaitern gehoerten folgende Sippen: von Heber die Sippe der Heberiter, von Malkiel die Sippe der Malkieliter. 26:46 Die Tochter Aschers hiess Serach. 26:47 Das waren die Sippen der Ascheriter mit ihren Gemusterten, im ganzen 53400 Mann. 26:48 Zu den Naftalitern gehoerten folgende Sippen: von Jachzeel die Sippe der Jachzeeliter, von Guni die Sippe der Guniter, 26:49 von Jezer die Sippe der Jezeriter, von Schillem die Sippe der Schillemiter. 26:50 Das waren die Sippen Naftalis. Die Zahl der bei ihnen Gemusterten betrug 45400 Mann. 26:51 Die Gesamtzahl der gemusterten Israeliten betrug 601730 Mann. 26:52 Der Herr sprach zu Mose: 26:53 An diese Maenner soll das Land als Erbbesitz verteilt werden, entsprechend der Zahl der verzeichneten Namen. 26:54 Wer mehr Namen zaehlt, dem sollst du einen groesseren Erbbesitz geben; wer weniger zaehlt, dem sollst du einen kleineren Erbbesitz geben. Jedem soll sein Erbbesitz entsprechend der Zahl der bei ihm Gemusterten gegeben werden. 26:55 Doch soll das Land durch das Los verteilt werden, und sie sollen ihren Erbbesitz nach den Namen der Staemme ihrer Vaeter erhalten. 26:56 Der Erbbesitz soll durch das Los zwischen den grossen und den kleinen Staemmen aufgeteilt werden. 26:57 Zu den im Stamm Levi Gemusterten gehoerten folgende Sippen: von Gerschon die Sippe der Gerschoniter, von Kehat die Sippe der Kehatiter, von Merari die Sippe der Merariter. 26:58 Das sind die Sippen Levis: die Sippe der Libniter, die Sippe der Hebroniter, die Sippe der Machliter, die Sippe der Muschiter, die Sippe der Korachiter. Kehat zeugte Amram. 26:59 Die Frau Amrams hiess Jochebed; sie war die Tochter Levis, die dem Levi noch in Aegypten geboren wurde. Sie gebar dem Amram Aaron und Mose sowie deren Schwester Mirjam. 26:60 Dem Aaron wurden Nadab, Abihu, Eleasar und Itamar geboren. 3,2.4; Lev 10,1-5 26:61 Nadab und Abihu aber waren gestorben, als sie dem Herrn ein unerlaubtes Feueropfer darbrachten. 26:62 Bei den Leviten wurden im ganzen 23000 Mann gemustert, alle maennlichen Personen im Alter von einem Monat und darueber. Sie wurden aber nicht zusammen mit den Israeliten gemustert; denn ihnen wurde kein Erbbesitz wie den anderen Israeliten gegeben. 26:63 Das waren die von Mose und dem Priester Eleasar gemusterten Israeliten, die sie in den Steppen von Moab am Jordan bei Jericho gemustert hatten. 26:64 Unter ihnen war niemand mehr von denen, die Mose und der Priester Aaron in der Wueste Sinai gemustert hatten. 1; 3 26:65 Denn ueber sie hatte der Herr ja gesagt: Sie muessen in der Wueste sterben. Daher war keiner von ihnen am Leben geblieben ausser Kaleb, der Sohn Jefunnes, und Josua, der Sohn Nuns. 14,21-35 27:1 Die Erbordnung: 27,1-11 Die Toechter Zelofhads, des Sohnes Hefers, des Sohnes Gileads, des Sohnes Machirs, des Sohnes Manasses, aus den Sippen Manasses, des Sohnes Josefs, - diese Toechter hiessen Machla, Noa, Hogla, Milka und Tirza -, 26,33 27:2 kamen zu Mose, zum Priester Eleasar, zu den Anfuehrern und zur ganzen Gemeinde an den Eingang des Offenbarungszeltes und sagten: 27:3 Unser Vater ist in der Wueste gestorben. Er gehoerte nicht zu den Anhaengern Korachs, die sich gegen den Herrn zusammengerottet hatten; denn er war bereits wegen seiner eigenen Suende gestorben. Aber er hinterliess keine Soehne. 27:4 Warum soll nun der Name unseres Vaters aus seiner Sippe verschwinden, weil er keinen Sohn hatte? Gib uns also eigenen Grund und Boden bei den Bruedern unseres Vaters! 27:5 Mose trug ihren Fall dem Herrn vor, 27:6 und der Herr sprach zu Mose: 27:7 Die Toechter Zelofhads haben recht. Du musst ihnen eigenen Grund und Boden als Erbbesitz bei den Bruedern ihres Vaters geben, also den Erbbesitz ihres Vaters auf sie uebertragen. 27:8 Sag zu den Israeliten: Wenn jemand ohne Soehne stirbt, dann uebertragt seinen Erbbesitz auf seine Tochter! 27:9 Hat er keine Tochter, dann gebt seinen Erbbesitz seinen Bruedern! 27:10 Hat er keine Brueder, dann gebt seinen Erbbesitz den Bruedern seines Vaters! 27:11 Hat sein Vater keine Brueder, dann gebt seinen Erbbesitz dem naechsten Verwandten aus seiner Sippe; er soll ihn bekommen. Das wurde fuer die Israeliten geltendes Recht, wie der Herr es Mose befohlen hatte. 27:12 Die Berufung Josuas: 27,12-23 Der Herr sprach zu Mose: Steig auf das Abarimgebirge dort, und sieh dir das Land an, das ich den Israeliten gegeben habe. 27:13 Wenn du es gesehen hast, wirst du mit deinen Vorfahren vereint werden wie dein Bruder Aaron; 20,22-29 27:14 denn ihr habt euch in der Wueste Zin meinem Befehl widersetzt, als die Gemeinde aufbegehrte und ihr vor ihren Augen haettet bezeugen sollen, dass ich der Heilige bin. [Das ist das "Streitwasser" von Kadesch in der Wueste Zin.] 20,2-13; Ex 17,7 27:15 Da sagte Mose zum Herrn: 27:16 Der Herr, der Gott der Geister, die alle Menschen beleben, setze einen Mann als Anfuehrer der Gemeinde ein, 16,22 27:17 der vor ihnen her in den Kampf zieht und vor ihnen her wieder in das Lager einzieht, der sie zum Krieg hinausfuehrt und sie zurueckfuehrt; die Gemeinde des Herrn soll nicht sein wie Schafe, die keinen Hirten haben. Mt 9,36; Mk 6,34 27:18 Der Herr antwortete Mose: Nimm Josua, den Sohn Nuns, einen Mann, der mit Geist begabt ist, und leg ihm deine Hand auf! 27:19 Dann lass ihn vor den Priester Eleasar und vor die ganze Gemeinde treten, und gib ihm vor ihren Augen deine Anweisungen! 27:20 Gib ihm einen Teil deiner Wuerde ab, damit die ganze Gemeinde der Israeliten auf ihn hoert. 27:21 Er soll vor den Priester Eleasar treten und ihn vor dem Herrn um die Entscheidungen durch das Urim-Orakel bitten. Nach seinem Befehl sollen sie in den Kampf ziehen, und nach seinem Befehl sollen sie wieder in das Lager einziehen, er und mit ihm alle Israeliten und die ganze Gemeinde. 27:22 Mose tat, was ihm der Herr befohlen hatte. Er nahm Josua und liess ihn vor den Priester Eleasar und vor die ganze Gemeinde treten. 27:23 Er legte ihm seine Haende auf und gab ihm seine Anweisungen, wie es der Herr durch Mose befohlen hatte. 28:1 Opfer und Feste: 28,1 - 30,1 Der Herr sprach zu Mose: 28:2 Gib den Israeliten folgenden Befehl, und sag zu ihnen: Ihr sollt darauf bedacht sein, zur festgesetzten Zeit meine Opfergaben, meine Speise, durch das Feueropfer als beruhigenden Duft mir darzubringen. (2-8) Ex 29,38-46 28:3 Sag ihnen: Das ist das Feueropfer, das ihr dem Herrn darbringen sollt: taeglich zwei fehlerlose einjaehrige Laemmer als regelmaessiges Brandopfer. 28:4 Das eine Lamm sollst du am Morgen, das zweite Lamm zur Abenddaemmerung herrichten, 28:5 dazu ein zehntel Efa Feinmehl, das mit einem viertel Hin gestossenen Oels vermengt ist, als Speiseopfer. 28:6 Das ist das regelmaessige Brandopfer, das am Sinai als beruhigender Duft fuer den Herrn, als Feueropfer hergerichtet wurde. 28:7 Das dazugehoerende Trankopfer soll aus einem viertel Hin je Lamm bestehen. Am Heiligtum giess als Trankopfer fuer den Herrn berauschendes Getraenk aus! 28:8 Das zweite Lamm sollst du zur Abenddaemmerung herrichten; ebenso wie am Morgen sollst du es zusammen mit einem Speiseopfer und einem dazugehoerenden Trankopfer als Feueropfer, als beruhigenden Duft fuer den Herrn herrichten. 28:9 Am Sabbat aber nimm zwei fehlerlose einjaehrige Laemmer, dazu als Speiseopfer zwei Zehntel Feinmehl, das mit Oel vermengt ist, sowie das dazugehoerende Trankopfer; 28:10 das sei das Sabbatbrandopfer an jedem Sabbat, zusaetzlich zum regelmaessigen Brandopfer mit dem entsprechenden Trankopfer. 28:11 An den Monatsanfaengen sollt ihr fuer den Herrn als Brandopfer zwei einjaehrige Jungstiere, einen Widder und sieben fehlerlose einjaehrige Laemmer darbringen, 28:12 dazu je Jungstier drei Zehntel Feinmehl, das mit Oel vermengt ist, als Speiseopfer, ausserdem zwei Zehntel Feinmehl, das mit Oel vermengt ist, als zu dem Widder gehoerendes Speiseopfer 28:13 sowie je Lamm ein Zehntel Feinmehl, das mit Oel vermengt ist, als Speiseopfer; dies sei das Brandopfer als beruhigender Duft, als Feueropfer fuer den Herrn. 28:14 Die dazugehoerenden Trankopfer bestehen aus einem halben Hin Wein je Jungstier, einem drittel Hin fuer den Widder und einem viertel Hin Wein je Lamm. Das ist das monatliche Opfer, das in jedem Monat des Jahres am Neumond dargebracht wird. 28:15 Auch soll man einen Ziegenbock als Suendopfer fuer den Herrn herrichten, zusaetzlich zu dem regelmaessigen Brandopfer und dem dazugehoerenden Trankopfer. 28:16 Am vierzehnten Tag des ersten Monats ist das Paschafest zur Ehre des Herrn. 28:17 Der fuenfzehnte Tag dieses Monats ist ein Festtag. Sieben Tage lang isst man ungesaeuerte Brote. 28:18 Am ersten Tag findet eine heilige Versammlung statt; an ihm duerft ihr keine schwere Arbeit verrichten; 28:19 ihr sollt ein Feueropfer darbringen, ein Brandopfer fuer den Herrn: zwei Jungstiere, einen Widder und sieben fehlerlose einjaehrige Laemmer. 28:20 Als das dazugehoerende Speiseopfer sollt ihr je Jungstier drei Zehntel Feinmehl, das mit Oel vermengt ist, und zwei Zehntel fuer den Widder herrichten; 28:21 ausserdem sollst du je Lamm ein Zehntel herrichten, 28:22 dazu einen Ziegenbock als Suendopfer, um euch zu entsuehnen. 28:23 Das sollt ihr zusaetzlich zu dem Morgenopfer herrichten, das zu dem regelmaessigen Brandopfer gehoert. 28:24 Ebenso sollt ihr es waehrend der sieben Tage taeglich mit den Speisen und mit dem Feueropfer als dem beruhigenden Duft fuer den Herrn halten. Das soll zusaetzlich zu dem regelmaessigen Brandopfer und dem dazugehoerenden Trankopfer geschehen. 28:25 Am siebten Tag sollt ihr eine heilige Versammlung abhalten; an diesem Tag duerft ihr keine schwere Arbeit verrichten. 28:26 Auch am Tag der Erstlingsfruechte, wenn ihr dem Herrn das Speiseopfer vom neuen Getreide darbringt, an eurem Wochenfest, sollt ihr die heilige Versammlung abhalten; auch an diesem Tag duerft ihr keine schwere Arbeit verrichten; 28:27 ihr sollt als Brandopfer und als beruhigenden Duft fuer den Herrn zwei Jungstiere, einen Widder und sieben einjaehrige Laemmer darbringen, 28:28 ferner als dazugehoerendes Speiseopfer je Jungstier drei Zehntel Feinmehl, das mit Oel vermengt ist, zwei Zehntel fuer den einen Widder 28:29 und ein Zehntel fuer jedes der sieben Laemmer, 28:30 ausserdem einen Ziegenbock, um euch zu entsuehnen. 28:31 Das sollt ihr zusaetzlich zu dem regelmaessigen Brandopfer, dem dazugehoerenden Speiseopfer und den dazugehoerenden Trankopfern darbringen. Aber ihr duerft dabei nur fehlerlose Tiere verwenden. 29:1 Am ersten Tag des siebten Monats sollt ihr eine heilige Versammlung abhalten; an diesem Tag duerft ihr keine schwere Arbeit verrichten. Es soll fuer euch ein Tag sein, an dem mit grossem Laerm die Trompete geblasen wird. 29:2 Richtet als Brandopfer, als beruhigenden Duft fuer den Herrn einen Jungstier, einen Widder und sieben fehlerlose einjaehrige Laemmer her, 29:3 ferner als zu dem Stier gehoerendes Speiseopfer drei Zehntel Feinmehl, das mit Oel vermengt ist, sowie zwei Zehntel fuer den einen Widder 29:4 und ein Zehntel fuer jedes der sieben Laemmer, 29:5 dazu einen Ziegenbock als Suendopfer, um euch zu entsuehnen, 29:6 das alles zusaetzlich zum monatlichen Brandopfer und zum dazugehoerenden Speiseopfer und zusaetzlich zum regelmaessigen Brandopfer, zum dazugehoerenden Speiseopfer und den dazugehoerenden Trankopfern, wie sie der Vorschrift entsprechen, als beruhigenden Duft, als Feueropfer fuer den Herrn. 29:7 Am zehnten Tag dieses siebten Monats sollt ihr eine heilige Versammlung abhalten. An diesem Tag sollt ihr euch Enthaltung auferlegen und duerft keinerlei Arbeit verrichten; 29:8 ihr sollt dem Herrn ein Brandopfer als beruhigenden Duft darbringen. Dafuer sollt ihr einen Jungstier, einen Widder und sieben fehlerlose einjaehrige Laemmer verwenden, 29:9 ferner als zu dem Stier gehoerendes Speiseopfer drei Zehntel Feinmehl, das mit Oel vermengt ist, sowie zwei Zehntel fuer den einen Widder 29:10 und ein Zehntel fuer jedes der sieben Laemmer, 29:11 ausserdem einen Ziegenbock als Suendopfer, und zwar zusaetzlich zum Suendopfer der Entsuehnung, zum regelmaessigen Brandopfer, zum dazugehoerenden Speiseopfer und den dazugehoerenden Trankopfern. 29:12 Am fuenfzehnten Tag des siebten Monats sollt ihr eine heilige Versammlung abhalten. An diesem Tag duerft ihr keine schwere Arbeit verrichten; ihr sollt sieben Tage lang ein Fest zur Ehre des Herrn feiern. 29:13 Ihr sollt ein Brandopfer darbringen, als Feueropfer, als beruhigenden Duft fuer den Herrn. Dreizehn Jungstiere, zwei Widder und vierzehn fehlerlose einjaehrige Laemmer sollen es sein, 29:14 ferner als dazugehoerendes Speiseopfer drei Zehntel Feinmehl, das mit Oel vermengt ist, fuer jeden der dreizehn Stiere, zwei Zehntel fuer jeden der zwei Widder 29:15 und ein Zehntel fuer jedes der vierzehn Laemmer, 29:16 ausserdem ein Ziegenbock als Suendopfer, das alles zusaetzlich zum regelmaessigen Brandopfer und zum dazugehoerenden Speise- und Trankopfer. 29:17 Am zweiten Tag sollen es zwoelf Jungstiere, zwei Widder und vierzehn fehlerlose einjaehrige Laemmer sein, 29:18 dazu die Speise- und Trankopfer, entsprechend der Zahl der Stiere, Widder und Laemmer, wie es vorgeschrieben ist, 29:19 ferner ein Ziegenbock als Suendopfer, das alles zusaetzlich zum regelmaessigen Brandopfer sowie zum dazugehoerenden Speise- und Trankopfer. 29:20 Am dritten Tag sollen es elf Stiere, zwei Widder und vierzehn fehlerlose einjaehrige Laemmer sein, 29:21 dazu die Speise- und Trankopfer, entsprechend der Zahl der Stiere, Widder und Laemmer, wie es vorgeschrieben ist, 29:22 ferner ein Bock als Suendopfer, das alles zusaetzlich zum regelmaessigen Brandopfer und zum dazugehoerenden Speise- und Trankopfer. 29:23 Am vierten Tag sollen es zehn Stiere, zwei Widder und vierzehn fehlerlose einjaehrige Laemmer sein, 29:24 dazu die Speise- und Trankopfer, entsprechend der Zahl der Stiere, Widder und Laemmer, wie es vorgeschrieben ist, 29:25 ferner ein Ziegenbock als Suendopfer, das alles zusaetzlich zum regelmaessigen Brandopfer und zum dazugehoerenden Speise- und Trankopfer. 29:26 Am fuenften Tag sollen es neun Stiere, zwei Widder und vierzehn fehlerlose einjaehrige Laemmer sein, 29:27 dazu die Speise- und Trankopfer, entsprechend der Zahl der Stiere, Widder und Laemmer, wie es vorgeschrieben ist, 29:28 ferner ein Bock als Suendopfer, das alles zusaetzlich zum regelmaessigen Brandopfer und zum dazugehoerenden Speise- und Trankopfer. 29:29 Am sechsten Tag sollen es acht Stiere, zwei Widder und vierzehn fehlerlose einjaehrige Laemmer sein, 29:30 dazu die Speise- und Trankopfer, entsprechend der Zahl der Stiere, Widder und Laemmer, wie es vorgeschrieben ist, 29:31 ferner ein Bock als Suendopfer, das alles zusaetzlich zum regelmaessigen Brandopfer und zum dazugehoerenden Speise- und Trankopfer. 29:32 Am siebten Tag sollen es sieben Stiere, zwei Widder und vierzehn fehlerlose einjaehrige Laemmer sein, 29:33 dazu die Speise- und Trankopfer, entsprechend der Zahl der Stiere, Widder und Laemmer, wie es vorgeschrieben ist, 29:34 ferner ein Bock als Suendopfer, das alles zusaetzlich zum regelmaessigen Brandopfer und zum dazugehoerenden Speise- und Trankopfer. 29:35 Am achten Tag sollt ihr eine Festversammlung abhalten. An diesem Tag duerft ihr keine schwere Arbeit verrichten; 29:36 ihr sollt als Brandopfer, als Feueropfer, als beruhigenden Duft fuer den Herrn einen Stier, einen Widder und sieben fehlerlose einjaehrige Laemmer darbringen, 29:37 dazu die dem Stier, dem Widder und den Laemmern entsprechenden Speise- und Trankopfer, wie es vorgeschrieben ist, 29:38 ferner einen Bock als Suendopfer, das alles zusaetzlich zum regelmaessigen Brandopfer und zum dazugehoerenden Speise- und Trankopfer. 29:39 Das sollt ihr zur Ehre des Herrn an euren Festtagen tun, abgesehen von euren Brand-, Speise-, Trank- und Heilsopfern, die ihr gelobt habt oder freiwillig darbringt. 30:1 Mose teilte den Israeliten alles genau so mit, wie es ihm der Herr aufgetragen hatte. 30:2 Die Gueltigkeit von Geluebden: 30,2-17 Mose sagte zu den Stammeshaeuptern der Israeliten: Das befiehlt der Herr: 30:3 Wenn ein Mann dem Herrn ein Geluebde ablegt oder sich durch einen Eid zu einer Enthaltung verpflichtet, dann darf er sein Wort nicht brechen; genau so, wie er es ausgesprochen hat, muss er es ausfuehren. 30:4 Wenn aber eine Frau dem Herrn ein Geluebde ablegt oder sich zu einer Enthaltung verpflichtet, waehrend sie noch ledig im Haus ihres Vaters lebt, 30:5 dann soll ihr Vater von ihrem Geluebde oder von der Enthaltung, zu der sie sich verpflichtet hat, erfahren. Schweigt ihr Vater dazu, dann treten die Geluebde oder jede Enthaltung, zu der sie sich verpflichtet hat, in Kraft; 30:6 versagt aber ihr Vater an dem Tag, an dem er davon erfaehrt, seine Zustimmung, dann tritt das Geluebde oder die Enthaltung, zu der sie sich verpflichtet hat, nicht in Kraft; der Herr wird es ihr erlassen, weil ihr Vater seine Zustimmung versagt hat. 30:7 Heiratet sie einen Mann, waehrend sie durch ein Geluebde oder durch ein voreiliges Wort, mit dem sie sich verpflichtet hat, gebunden ist, 30:8 dann bleiben die Geluebde oder die Enthaltung, zu der sie sich verpflichtet hat, in Kraft, falls ihr Mann an dem Tag, an dem er davon erfaehrt, dazu schweigt. 30:9 Wenn ihr Mann aber an dem Tag, an dem er davon erfaehrt, seine Zustimmung versagt, dann hat er ihr Geluebde, an das sie gebunden war, oder das voreilige Wort, durch das sie sich verpflichtet hatte, ausser Kraft gesetzt, und der Herr wird es ihr erlassen. 30:10 Aber das Geluebde einer Witwe oder einer verstossenen Frau - alles, wozu sie sich verpflichtet hat - bleibt fuer sie in Kraft. 30:11 Wenn sie im Haus ihres Mannes etwas gelobt oder sich mit einem Eid zu einer Enthaltung verpflichtet hat, 30:12 dann bleiben alle Geluebde und jede Enthaltung, zu der sie sich verpflichtet hat, in Kraft, wenn ihr Mann zwar davon gehoert, aber geschwiegen und seine Zustimmung nicht versagt hat. 30:13 Wenn aber ihr Mann an dem Tag, an dem er davon hoerte, ihr Geluebde oder die Verpflichtung zur Enthaltung, die sie ausgesprochen hat, ausser Kraft gesetzt hat, dann ist alles aufgehoben; ihr Mann hat es ausser Kraft gesetzt, und der Herr wird es ihr erlassen. 30:14 Ihr Mann kann jedes Geluebde und jeden Eid, der zu einer Enthaltung verpflichtet, anerkennen oder ausser Kraft setzen. 30:15 Schweigt ihr Mann dazu von einem Tag bis zum andern, dann erkennt er alle Geluebde und Verpflichtungen zur Enthaltung an. Er hat sie anerkannt, denn er hat an dem Tag, an dem er davon erfahren hat, geschwiegen. 30:16 Hat er aber davon erfahren und setzte sie erst spaeter ausser Kraft, dann traegt er dafuer die Verantwortung. 30:17 Das sind die Gesetze, die der Herr dem Mose aufgetragen hat; sie gelten fuer den Mann und seine Frau, fuer den Vater und seine ledige Tochter, solange sie noch im Haus ihres Vaters lebt. 31:1 Der Midianiterkrieg: 31,1-54 Der Herr sprach zu Mose: 31:2 Nimm fuer die Israeliten Rache an den Midianitern! Danach wirst du mit deinen Vorfahren vereint werden. 31:3 Da redete Mose zum Volk und sagte: Ruestet einen Teil eurer Maenner fuer den Heeresdienst! Sie sollen ueber Midian herfallen, um die Rache des Herrn an Midian zu vollstrecken. 31:4 Aus jedem Stamm Israels sollt ihr tausend Mann zum Heer abstellen. 31:5 Man hob also aus den Tausendschaften Israels je Stamm tausend Mann aus, im ganzen zwoelftausend zum Krieg geruestete Maenner. 31:6 Mose schickte die tausend Mann je Stamm zum Heer, zusammen mit dem Priester Pinhas, dem Sohn Eleasars, der die heiligen Geraete und die Laermtrompeten mitnahm. 31:7 Sie zogen gegen Midian zu Feld, wie der Herr es Mose befohlen hatte, und brachten alle maennlichen Personen um. 31:8 Als sie die Maenner erschlagen hatten, brachten sie auch noch die Koenige von Midian um: Ewi, Rekem, Zur, Hur und Reba, die fuenf Koenige von Midian. Auch Bileam, den Sohn Beors, brachten sie mit dem Schwert um. 31:9 Die Frauen von Midian und dessen kleine Kinder nahmen die Israeliten als Gefangene mit. Das ganze Vieh und der reiche Besitz der Midianiter wurde ihre Beute. 31:10 Alle Staedte im Siedlungsgebiet der Midianiter und ihre Zeltdoerfer brannten sie nieder. 31:11 Alle Menschen und das ganze Vieh, das sie erbeutet und geraubt hatten, nahmen sie mit. 31:12 Sie brachten die Gefangenen und die geraubte Beute zu Mose, zum Priester Eleasar und zur Gemeinde der Israeliten in das Lager in den Steppen von Moab am Jordan bei Jericho. 31:13 Mose, der Priester Eleasar und alle Anfuehrer der Gemeinde gingen ihnen aus dem Lager entgegen. 31:14 Mose aber geriet in Zorn ueber die Befehlshaber, die Hauptleute der Tausendschaften und die Hauptleute der Hundertschaften, die von dem Kriegszug zurueckkamen. 31:15 Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr alle Frauen am Leben gelassen? 31:16 Gerade sie haben auf den Rat Bileams hin die Israeliten dazu verfuehrt, vom Herrn abzufallen und dem Pegor zu dienen, so dass die Plage ueber die Gemeinde des Herrn kam. Die Nachricht ueber Bileam steht im Gegensatz zu Kap. 22 - 24. Ihr liegt entweder eine andere Tradition zugrunde, oder es handelt sich um eine spaetere Kombination aus Kap. 22 - 24 und 25,1-18. 31:17 Nun bringt alle maennlichen Kinder um und ebenso alle Frauen, die schon einen Mann erkannt und mit einem Mann geschlafen haben. 31:18 Aber alle weiblichen Kinder und die Frauen, die noch nicht mit einem Mann geschlafen haben, lasst fuer euch am Leben! 31:19 Schlagt aber fuer sieben Tage eure Zelte ausserhalb des Lagers auf! Jeder von euch, der einen Menschen umgebracht hat, und jeder, der einen Erschlagenen beruehrt hat, muss sich am dritten und am siebten Tag der Entsuendigung unterziehen, ihr selbst wie eure Gefangenen. 31:20 Auch alle Kleidungsstuecke, alle Lederwaren, alle Erzeugnisse aus Ziegenhaaren und alle Holzgeraete muesst ihr entsuendigen. 31:21 Der Priester Eleasar sagte zu den Maennern, die von dem Kriegszug zurueckgekehrt waren: Das ist die gesetzliche Verordnung, die der Herr dem Mose aufgetragen hat: 31:22 Nur das Gold, das Silber, das Kupfer, das Eisen, das Zinn und das Blei, 31:23 alles, was Feuer nicht verbrennen kann, sollt ihr durchs Feuer ziehen, damit es rein wird. Doch es muss auch noch mit Reinigungswasser entsuendigt werden. Alles aber, was im Feuer verbrennen kann, zieht durchs Wasser! 31:24 Wascht am siebten Tag eure Kleider, dann seid ihr rein und duerft in das Lager zurueckkommen. 31:25 Der Herr sprach zu Mose: 31:26 Zaehl zusammen mit dem Priester Eleasar und den Familienhaeuptern der Gemeinde die Beute, die gefangenen Menschen und Tiere! 31:27 Teil die Beute zur Haelfte zwischen denen, die am Krieg teilgenommen haben, und der ganzen Gemeinde. Zur Teilung der Beute mit denen, die am Feldzug nicht teilgenommen haben, vgl. Jos 22,8 und 1 Sam 30,24f. 31:28 Dann erheb von den Kriegern, die mit dem Heer ausgezogen sind, als Steuer fuer den Herrn je einen von fuenfhundert Gefangenen, je ein Tier von fuenfhundert Rindern, Eseln, Schafen und Ziegen. 31:29 Nehmt sie von dem Beuteanteil der Krieger; dann gib sie dem Priester Eleasar als Abgabe fuer den Herrn! 31:30 Von dem Anteil der Beute, der auf die Israeliten entfaellt, sollst du je einen von fuenfzig Gefangenen und je ein Tier von fuenfzig Rindern, Eseln, Schafen und Ziegen, also vom ganzen Vieh, nehmen und den Leviten uebergeben, die auf die Anordnungen fuer die Wohnstaette des Herrn zu achten haben. 31:31 Mose und der Priester Eleasar taten, was der Herr dem Mose befohlen hatte. 31:32 Die ueberaus reiche Beute, die das Kriegsvolk im Heer gemacht hatte, betrug 675000 Schafe und Ziegen, 31:33 72000 Rinder, 31:34 61000 Esel 31:35 und insgesamt 32000 Menschen, Frauen, die noch mit keinem Mann geschlafen hatten. 31:36 Die Haelfte des Anteils derer, die mit dem Heer ausgezogen waren, betrug also 337500 Schafe und Ziegen; 31:37 die Steuer fuer den Herrn von den Schafen und Ziegen betrug also 675 Stueck. 31:38 Rinder waren es 36000; davon fielen 72 als Steuer an den Herrn. 31:39 Esel waren es 30500, davon fielen 61 als Steuer an den Herrn. 31:40 Menschen waren es 16000, davon fielen 32 als Steuer an den Herrn. 31:41 Mose uebergab die Steuer als Abgabe fuer den Herrn dem Priester Eleasar, wie der Herr es ihm befohlen hatte. 31:42 Von der fuer die Israeliten bestimmten Haelfte, die Mose von der gesamten Beute der Krieger abgezweigt hatte, 31:43 von der fuer die Gemeinde bestimmten Haelfte - im ganzen 337500 Schafe und Ziegen, 31:44 36000 Rinder, 31:45 30500 Esel 31:46 und 16000 Menschen - 31:47 von dieser fuer die Israeliten bestimmten Haelfte also nahm Mose je eine von fuenfzig gefangenen Frauen und je eines von fuenfzig Tieren und uebergab sie den Leviten, die auf die Anordnungen fuer die Wohnstaette des Herrn zu achten haben, wie der Herr es Mose befohlen hatte. Die hohen Zahlen der Beute erklaeren sich wohl aus der Vorliebe der Orientalen fuer Uebertreibungen. 31:48 Die Befehlshaber der Heeresverbaende, die Hauptleute der Tausendschaften und die Hauptleute der Hundertschaften kamen zu Mose 31:49 und sagten: Deine Knechte haben die Krieger gezaehlt, die unter unserem Befehl standen; kein einziger Mann wird vermisst. 31:50 Darum bringen wir eine Gabe fuer den Herrn, jeder, was er an Goldgeraeten, an Armbaendern, Spangen, Siegelringen, Ohrringen und anderen Schmucksachen gefunden hat; damit wollen wir uns vor dem Herrn entsuehnen. 31:51 Mose und der Priester Eleasar nahmen das Gold und alle Kunstgegenstaende von ihnen entgegen. 31:52 Diese Abgabe an Gold, die sie fuer den Herrn von den Hauptleuten der Tausendschaften und den Hauptleuten der Hundertschaften einsammelten, betrug im ganzen 16750 Schekel. 31:53 Von den Kriegern hatte naemlich jeder auch noch fuer sich Beute gemacht. 31:54 Mose und der Priester Eleasar nahmen das Gold von den Hauptleuten der Tausendschaften und von den Hauptleuten der Hundertschaften entgegen und brachten es in das Offenbarungszelt, als Zeichen, das den Herrn an die Israeliten erinnern sollte. 32:1 Die Landzuteilung an die ostjordanischen Staemme: 32,1-42 Die Rubeniter und die Gaditer hatten sehr grosse Viehherden. Als sie nun das Land Jaser und das Land Gilead sahen, erschien ihnen diese Gegend gut geeignet fuer ihre Viehhaltung. 32:2 Darum kamen sie zu Mose, zu dem Priester Eleasar und zu den Anfuehrern der Gemeinde und sagten: 32:3 Atarot, Dibon, Jaser, Nimra, Heschbon, Elale, Sibma, Nebo und Beon, 32:4 das Land, das der Herr fuer die Gemeinde Israel erobert hat, ist gut geeignet fuer die Viehhaltung, und deine Knechte haben Viehherden. 32:5 Sie sagten: Wenn wir dein Wohlwollen gefunden haben, dann gebe man dieses Land deinen Knechten als Besitz. Nimm uns nicht ueber den Jordan mit! 32:6 Mose antwortete den Gaditern und den Rubenitern: Sollen eure Brueder in den Krieg ziehen, waehrend ihr hier sitzenbleibt? 32:7 Warum wollt ihr den Israeliten den Mut nehmen, in das Land hinueberzuziehen, das der Herr fuer sie bestimmt hat? 32:8 Genauso haben es schon eure Vaeter gemacht, als ich sie von Kadesch-Barnea ausgeschickt hatte, damit sie das Land erkundeten. 32:9 Sie waren bis zum Traubental hinaufgekommen, hatten das Land gesehen und haben dann den Israeliten den Mut genommen, so dass sie das Land nicht mehr betreten wollten, das der Herr fuer sie bestimmt hatte. 14,1-38 32:10 Damals entbrannte der Zorn des Herrn, und er schwor: (10-12) 14,21-24.30f 32:11 Auf keinen Fall werden die, die aus Aegypten heraufgekommen sind, die Maenner von zwanzig Jahren und darueber, das Land zu sehen bekommen, das ich Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eid zugesichert habe; denn sie haben nicht treu zu mir gehalten. 32:12 Nur der Kenasiter Kaleb, der Sohn Jefunnes, und Josua, der Sohn Nuns, waren ausgenommen, denn sie hielten treu zum Herrn. 32:13 Der Zorn des Herrn entbrannte ueber Israel, und er liess sie vierzig Jahre lang in der Wueste umherirren, bis die ganze Generation ausgestorben war, die getan hatte, was dem Herrn missfiel. 32:14 Und jetzt kommt ihr anstelle eurer Vaeter, ihr Brut von Suendern, um den gluehenden Zorn des Herrn auf Israel noch groesser zu machen? 32:15 Wenn ihr euch von ihm abwendet, wird er dieses ganze Volk noch laenger in der Wueste lassen, und ihr richtet das ganze Volk zugrunde. 32:16 Doch sie traten noch naeher an Mose heran und sagten: Wir errichten hier Pferche fuer unser Vieh, unsere Schafe und Ziegen, und bauen Staedte fuer unsere Kinder. 32:17 Wir selbst aber ruesten uns und ziehen bewaffnet vor den Israeliten her, bis wir sie in ihr Land gebracht haben. Unterdessen werden unsere Kinder in den Staedten wohnen, die zum Schutz gegen die Einwohner des Landes befestigt sind. 32:18 Wir kehren nicht in unsere Haeuser zurueck, bevor jeder Israelit seinen Erbbesitz erhalten hat. 32:19 Wir verlangen auf der anderen Seite des Jordan keinen Erbbesitz wie sie, wenn wir diesseits, oestlich des Jordan, unseren Erbbesitz bekommen. 32:20 Mose antwortete ihnen: Wenn ihr das tut, wenn ihr euch also vor den Augen des Herrn zum Kampf ruestet 32:21 und jeder von euch, der sich geruestet hat, vor den Augen des Herrn den Jordan ueberschreitet und kaempft, bis er seine Feinde vertrieben hat 32:22 und das Land dem Herrn unterworfen ist, dann duerft ihr nachher umkehren, und ihr seid gegenueber dem Herrn und Israel frei von weiteren Verpflichtungen. Dann soll dieses Land vor den Augen des Herrn euch als Eigentum gehoeren. 32:23 Wenn ihr das aber nicht tut, versuendigt ihr euch gegen den Herrn. Dann habt ihr die Folgen fuer eure Suende zu tragen; das muesst ihr wissen. 32:24 Baut euch Staedte fuer eure Kinder, und errichtet Pferche fuer eure Schafe und Ziegen! Aber haltet auch, was ihr versprochen habt. 32:25 Da sagten die Gaditer und die Rubeniter zu Mose: Deine Knechte werden tun, was mein Herr befiehlt. 32:26 Unsere Kinder, unsere Frauen und unsere Herden, unser ganzes Vieh, werden dort in den Staedten von Gilead bleiben. 32:27 Alle deine Knechte aber werden sich ruesten und vor den Augen des Herrn ueber den Jordan in den Krieg ziehen, wie mein Herr befiehlt. 32:28 Fuer sie gab Mose dem Priester Eleasar, Josua, dem Sohn Nuns, und den Familienhaeuptern der israelitischen Staemme folgende Weisung: 32:29 Er sagte zu ihnen: Wenn die Gaditer und die Rubeniter, zum Kampf geruestet, vor den Augen des Herrn mit euch den Jordan ueberschreiten und wenn ihr das Land unterworfen habt, dann gebt ihnen das Land Gilead zum Besitz! 32:30 Wenn sie sich aber nicht ruesten und mit euch hinuebergehen, dann sollen sie mitten unter euch in Kanaan eigenen Grund und Boden erhalten. 32:31 Die Gaditer und die Rubeniter antworteten: Was der Herr zu deinen Knechten sagt, werden wir tun. 32:32 Wir ruesten uns und ziehen vor den Augen des Herrn nach Kanaan hinueber, dann bleibt uns jenseits des Jordan unser Erbbesitz erhalten. 32:33 Da uebergab Mose den Gaditern, den Rubenitern und dem halben Stamm des Manasse, des Sohnes Josefs, das Reich des Amoriterkoenigs Sihon und das Reich Ogs, des Koenigs des Baschan, das Land mit seinen Staedten und deren ganzen Umgebung, soweit das Land reichte. 32:34 Die Gaditer erbauten die befestigten Staedte Dibon, Atarot, Aroer, 32:35 Atrot-Schofan, Jaser, Jogboha, 32:36 Bet-Nimra und Bet-Haran und errichteten Schafpferche. 32:37 Die Rubeniter erbauten Heschbon, Elale, Kirjatajim, 32:38 Nebo und Baal-Meon, denen sie andere Namen gaben, sowie Sibma. Sie gaben naemlich den Staedten, die sie wieder aufbauten, neue Namen. 32:39 Die Soehne Machirs, des Sohnes des Manasse, zogen nach Gilead und eroberten es. Sie vertrieben die Amoriter, die dort lebten. 32:40 Da uebergab Mose Gilead dem Machir, dem Sohn des Manasse, und Machir liess sich dort nieder. 32:41 Jair, der Sohn des Manasse, zog in den Kampf und eroberte die Zeltdoerfer der Amoriter; er nannte sie Hawot-Jair (Zeltdoerfer Jairs). 32:42 Nobach zog in den Kampf, eroberte Kenat und seine Tochterstaedte und nannte es nach seinem eigenen Namen Nobach. 33:1 Das Verzeichnis der Lagerstationen: 33,1-49 Das sind die Wegstrecken, die die Israeliten bei ihrem Auszug aus Aegypten unter der Fuehrung von Mose und Aaron zuruecklegten, nach Abteilungen geordnet. 33:2 Mose schrieb die Orte, an denen sie zu den einzelnen Wegstrecken aufbrachen, auf Befehl des Herrn auf. Das sind also die Wegstrecken in der Reihenfolge, in der die Israeliten aufbrachen: 33:3 Aus Ramses brachen sie am fuenfzehnten Tag des ersten Monats auf. Am Tag nach dem Paschafest zogen die Israeliten vor den Augen aller Aegypter voll Zuversicht aus, Ex 14,8 33:4 waehrend die Aegypter ihre Erstgeborenen begruben, die der Herr bei ihnen alle erschlagen hatte, und waehrend der Herr an ihren Goettern sein Strafgericht vollstreckte. 33:5 Die Israeliten brachen von Ramses auf und schlugen ihr Lager in Sukkot auf. 33:6 Von Sukkot brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Etam, am Rand der Wueste, auf. 33:7 Von Etam brachen sie auf, bogen nach Pi-Hahirot gegenueber Baal-Zefon ab und schlugen ihr Lager vor Migdol auf. 33:8 Von Pi-Hahirot brachen sie auf und zogen mitten durch das Meer in die Wueste. In der Wueste Etam waren sie drei Tage unterwegs und schlugen dann ihr Lager in Mara auf. Ex 14 33:9 Von Mara brachen sie auf und kamen nach Elim. In Elim gab es zwoelf Quellen und siebzig Palmen; daher schlugen sie dort ihr Lager auf. 33:10 Von Elim brachen sie auf und schlugen ihr Lager am Schilfmeer auf. 33:11 Vom Schilfmeer brachen sie auf und schlugen ihr Lager in der Wueste Sin auf. 33:12 Von der Wueste Sin brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Dofka auf. 33:13 Von Dofka brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Alusch auf. 33:14 Von Alusch brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Refidim auf; dort hatte das Volk kein Wasser zu trinken. 33:15 Von Refidim brachen sie auf und schlugen ihr Lager in der Wueste Sinai auf. 33:16 Aus der Wueste Sinai brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Kibrot-Taawa auf. 33:17 Von Kibrot-Taawa brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Hazerot auf. 33:18 Von Hazerot brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Ritma auf. 33:19 Von Ritma brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Rimmon-Perez auf. 33:20 Von Rimmon-Perez brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Libna auf. 33:21 Von Libna brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Rissa auf. 33:22 Von Rissa brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Kehelata auf. 33:23 Von Kehelata brachen sie auf und schlugen ihr Lager am Berg Schefer auf. 33:24 Vom Berg Schefer brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Harada auf. 33:25 Von Harada brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Makhelot auf. 33:26 Von Makhelot brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Tahat auf. 33:27 Von Tahat brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Terach auf. 33:28 Von Terach brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Mitka auf. 33:29 Von Mitka brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Haschmona auf. 33:30 Von Haschmona brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Moserot auf. 33:31 Von Moserot brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Bene-Jaakan auf. 33:32 Von Bene-Jaakan brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Hor-Gidgad auf. 33:33 Von Hor-Gidgad brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Jotbata auf. 33:34 Von Jotbata brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Abrona auf. 33:35 Von Abrona brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Ezjon-Geber auf. 33:36 Von Ezjon-Geber brachen sie auf und schlugen ihr Lager in der Wueste Zin, das heisst Kadesch, auf. 33:37 Von Kadesch brachen sie auf und schlugen ihr Lager am Berg Hor am Rand von Edom auf. 33:38 Auf Befehl des Herrn stieg der Priester Aaron auf den Berg Hor und starb dort im vierzigsten Jahr nach dem Auszug der Israeliten aus Aegypten, am ersten Tag des fuenften Monats. 20,22-29 33:39 Aaron war hundertdreiundzwanzig Jahre alt, als er auf dem Berg Hor starb. 33:40 Der kanaanitische Koenig von Arad, der im Negeb, im Sueden Kanaans sass, hoerte, dass die Israeliten heranrueckten. 21,1 33:41 Vom Berg Hor brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Zalmona auf. 33:42 Von Zalmona brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Punon auf. 33:43 Von Punon brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Obot auf. 33:44 Von Obot brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Ije-Abarim, im Gebiet von Moab, auf. 33:45 Von Ijim brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Dibon-Gad auf. 33:46 Von Dibon-Gad brachen sie auf und schlugen ihr Lager in Almon-Diblatajim auf. 33:47 Von Almon-Diblatajim brachen sie auf und schlugen ihr Lager im Abarimgebirge vor Nebo auf. 33:48 Vom Abarimgebirge brachen sie auf und schlugen ihr Lager in den Steppen von Moab am Jordan bei Jericho auf; 33:49 ihr Lager am Jordan erstreckte sich von Bet-Jeschimot bis Abel-Schittim in den Steppen von Moab. 33:50 Die Anweisungen fuer die Landverteilung: 33,50 - 34,29 In den Steppen von Moab, am Jordan bei Jericho, sprach der Herr zu Mose: 33:51 Rede zu den Israeliten und sag zu ihnen: Wenn ihr den Jordan ueberschritten und Kanaan betreten habt, Ex 34,12f 33:52 dann vertreibt vor euch alle Einwohner des Landes, und vernichtet alle ihre Goetterbilder! Alle ihre aus Metall gegossenen Figuren sollt ihr vernichten und alle ihre Kulthoehen zerstoeren. 33:53 Dann nehmt das Land in Besitz, und lasst euch darin nieder; denn ich habe es euch zum Besitz gegeben. 33:54 Verteilt das Land durch das Los an eure Sippen! Einem grossen Stamm gebt grossen Erbbesitz, einem kleinen Stamm gebt kleinen Erbbesitz! Worauf das Los eines jeden faellt, das soll ihm gehoeren. Teilt das Land so unter die Staemme eurer Vaeter auf! 26,52-56 33:55 Wenn ihr die Einwohner des Landes vor euch nicht vertreibt, dann werden die, die von ihnen uebrigbleiben, zu Splittern in euren Augen und zu Stacheln in eurer Seite. Sie werden euch in dem Land, in dem ihr wohnt, in eine grosse Gefahr bringen. 33:56 Dann werde ich mit euch machen, was ich mit ihnen machen wollte. 34:1 Der Herr sprach zu Mose: 34:2 Befiehl den Israeliten und sag ihnen, wenn ihr nach Kanaan kommt: Das ist das Land, das euch als erblicher Besitz zufaellt, Kanaan in seinen jetzigen Grenzen. 34:3 Eure Suedgrenze soll von der Wueste Zin aus an Edom entlang verlaufen, und zwar soll sie vom Ende des Salzmeers im Osten ausgehen. 3-6: Salzmeer wird das Tote Meer wegen seines hohen Salzgehalts genannt; das Grosse Meer ist das Mittelmeer. 34:4 Dann soll eure Grenze suedlich des Skorpionenpasses sich bis Zin erstrecken. Ihre Auslaeufer sollen bis suedlich von Kadesch-Barnea reichen. Von dort soll sie sich bis Hazar-Addar und bis Azmon hinziehen. 34:5 Von Azmon soll die Grenze zum Grenzbach Aegyptens abbiegen, und die Auslaeufer der Grenze sollen bis zum Meer reichen. 34:6 Eure Grenze im Westen soll das Grosse Meer mit seinem Strand sein. Das sei eure Westgrenze. 34:7 Das sei eure Nordgrenze: Vom Grossen Meer sollt ihr euch eine Linie bis zum Berg Hor abstecken, 34:8 und vom Berg Hor eine Linie bis Lebo-Hamat. Die Auslaeufer dieser Grenze sollen bis Zedad reichen. 34:9 Dann soll die Grenze weitergehen bis Sifron, und ihre Auslaeufer sollen bis Hazar-Enan reichen. Das sei eure Nordgrenze. 34:10 Als Ostgrenze sollt ihr eine Linie von Hazar-Enan bis Schefam abstecken. 34:11 Von Schefam soll die Grenze nach Ribla oestlich von Ajin hinuntersteigen. Dann soll die Grenze zum Rand des Gebirges oestlich des Sees von Kinneret hinuntergehen. Der See von Kinneret ist der See Gennesaret. 34:12 Dann soll die Grenze zum Jordan hinunterfuehren, und ihre Auslaeufer sollen bis zum Salzmeer reichen. Das seien die Grenzen rings um euer Land. Zum Salzmeer vgl. die Anmerkung zu VV. 3-6. 34:13 Da befahl Mose den Israeliten: Das ist das Land, das ihr durch das Los als Erbbesitz verteilen sollt. Der Herr hat befohlen, es den neuneinhalb Staemmen zu geben; 34:14 denn der Stamm der Rubeniter mit seinen Sippen und der Stamm der Gaditer mit seinen Sippen und der halbe Stamm Manasse haben ihren Erbbesitz schon erhalten. (14f) 32,1-42 34:15 Diese zweieinhalb Staemme haben ihren Erbbesitz jenseits des Jordan erhalten, oestlich von Jericho. 34:16 Der Herr sprach zu Mose: 34:17 Das sind die Namen der Maenner, die das Land unter euch verteilen sollen: der Priester Eleasar und Josua, der Sohn Nuns. 34:18 Ausserdem nehmt zur Verteilung des Landes je einen fuehrenden Mann aus jedem Stamm hinzu! 34:19 Das sind die Namen dieser Maenner: fuer den Stamm Juda Kaleb, der Sohn Jefunnes; 34:20 fuer den Stamm der Simeoniter Schemuel, der Sohn Ammihuds; 34:21 fuer den Stamm Benjamin Elidad, der Sohn Kislons; 34:22 fuer den Stamm der Daniter der Anfuehrer Bukki, der Sohn Joglis; 34:23 bei den Josefstaemmen fuer den Stamm der Manassiter der Anfuehrer Hanniel, der Sohn Efods, 34:24 und fuer den Stamm der Efraimiter der Anfuehrer Kemuel, der Sohn Schiftans; 34:25 fuer den Stamm der Sebuloniter der Anfuehrer Elizafan, der Sohn Parnachs; 34:26 fuer den Stamm der Issachariter der Anfuehrer Paltiel, der Sohn Asans; 34:27 fuer den Stamm der Ascheriter der Anfuehrer Ahihud, der Sohn Schelomis; 34:28 fuer den Stamm der Naftaliter der Anfuehrer Pedahel, der Sohn Ammihuds. 34:29 Das waren die Maenner, die der Herr dazu verpflichtete, in Kanaan den Israeliten ihren Erbanteil zuzuteilen. 35:1 Die Leviten- und Asylstaedte: 35,1-34 In der Steppe von Moab, am Jordan bei Jericho, sprach der Herr zu Mose: (1-34) Ex 21,12-14; Jos 20,1-9; Dtn 19,1-10 35:2 Befiehl den Israeliten, sie sollen von ihrem Erbbesitz den Leviten einige Staedte abgeben, in denen sie sich niederlassen koennen. Auch die ringsum zu den Staedten gehoerende Weideflaeche sollt ihr den Leviten ueberlassen. 35:3 Die Staedte sollen ihnen als Wohnsitz gehoeren, und die dazugehoerenden Weideflaechen sollen ihrem Vieh, ihren Herden und allen ihren Tieren zur Verfuegung stehen. 35:4 Die Weideflaechen der Staedte, die ihr den Leviten gebt, sollen ringsum von der Stadtmauer zweitausend Ellen nach aussen reichen. zweitausend Ellen: so nach G und nach dem Zusammenhang (vgl. V. 5); H: tausend Ellen. 35:5 Ausserhalb der Stadt sollt ihr in oestlicher Richtung zweitausend Ellen, in suedlicher Richtung zweitausend Ellen, in westlicher Richtung zweitausend Ellen und in noerdlicher Richtung zweitausend Ellen abmessen. Die Stadt soll also in der Mitte liegen. Das soll den Leviten als Weideflaeche der Staedte gehoeren. 35:6 Unter den Staedten, die ihr ihnen abgebt, sollen sechs Asylstaedte sein, die ihr als Zufluchtsorte fuer den bestimmt, der einen Menschen erschlagen hat. Ausserdem sollt ihr ihnen weitere zweiundvierzig Staedte geben. 35:7 Im ganzen sind es achtundvierzig Staedte samt ihren Weideflaechen, die ihr den Leviten abgeben sollt. 35:8 Die Zahl der Staedte, die ihr vom Landbesitz der Israeliten abgebt, sollt ihr bei einem grossen Stamm hoeher, bei einem kleinen niedriger ansetzen; jeder Stamm soll von seinen Staedten den Leviten so viele abgeben, wie es der Groesse seines eigenen Erbbesitzes entspricht. 35:9 Der Herr sprach zu Mose: 35:10 Rede zu den Israeliten und sag zu ihnen: Wenn ihr den Jordan ueberschritten und Kanaan betreten habt, 35:11 dann sollt ihr einige Staedte auswaehlen, die euch als Asylstaedte dienen. Dorthin kann einer fliehen, der einen Menschen ohne Vorsatz erschlagen hat. 35:12 Die Staedte sollen euch als Asyl vor dem Blutraecher dienen, so dass der, der getoetet hat, nicht sterben muss, bevor er vor dem Gericht der Gemeinde stand. 35:13 Von den Staedten, die ihr abgebt, sollen euch sechs als Asylstaedte dienen. 35:14 Drei dieser Staedte sollt ihr jenseits des Jordan und drei in Kanaan bestimmen; sie sollen Asylstaedte sein. 35:15 Den Israeliten, auch den Fremden und den Halbbuergern bei euch, sollen diese sechs Staedte als Asyl zur Verfuegung stehen; dorthin kann jeder fliehen, der ohne Vorsatz einen Menschen erschlagen hat. 35:16 Wenn er ihn aber mit einem Eisengeraet so geschlagen hat, dass er stirbt, ist er ein Moerder. Der Moerder ist mit dem Tod zu bestrafen. 35:17 Wenn er ihn mit einem Stein in der Hand, der gross genug ist, jemanden zu toeten, so geschlagen hat, dass er stirbt, ist er ein Moerder. Der Moerder ist mit dem Tod zu bestrafen. 35:18 Auch wenn er ihn mit einem hoelzernen Gegenstand, der geeignet ist, einen Menschen zu toeten, so geschlagen hat, dass er stirbt, ist er ein Moerder. Der Moerder ist mit dem Tod zu bestrafen. 35:19 Der Blutraecher darf den Moerder toeten; sobald er ihn trifft, darf er ihn toeten. 35:20 Wenn einer einen andern aus Hass stoesst oder aus dem Hinterhalt nach ihm wirft, so dass er stirbt, 35:21 oder wenn er ihn in feindlicher Absicht mit der Hand so schlaegt, dass er stirbt, dann soll der, der zugeschlagen hat, mit dem Tod bestraft werden; er ist ein Moerder. Der Blutraecher darf den Moerder toeten, sobald er ihn trifft. 35:22 Wenn aber einer einen andern aus Unachtsamkeit, ohne feindliche Absicht, gestossen oder ohne Hinterhaeltigkeit irgendeinen Gegenstand auf ihn geworfen hat 35:23 oder wenn er, ohne ihn zu sehen, einen Stein, der einen Menschen toeten kann, auf ihn fallen liess, so dass er starb - vorausgesetzt, er war nicht sein Feind und suchte ihn auch nicht zu schaedigen -, 35:24 dann soll die Gemeinde zwischen dem, der getoetet hat, und dem Blutraecher nach diesen Grundsaetzen ein Urteil faellen: 35:25 Die Gemeinde soll den, der getoetet hat, vor der Gewalt des Blutraechers retten und ihn in die Asylstadt, in die er geflohen war, zurueckbringen. Er darf darin wohnen, bis der Hohepriester stirbt, den man mit heiligem Oel gesalbt hat. 35:26 Wenn der, der getoetet hat, das Gebiet der Asylstadt verlaesst, in die er geflohen ist, 35:27 und der Blutraecher ihn ausserhalb seiner Asylstadt trifft, darf dieser den, der getoetet hat, umbringen; dadurch entsteht ihm keine Blutschuld. 35:28 Denn der, der getoetet hat, soll bis zum Tod des Hohenpriesters in der Asylstadt bleiben; nach dem Tod des Hohenpriesters kann er zu seinem Land und zu seinem Besitz zurueckkehren. 35:29 Das soll bei euch ueberall, wo ihr wohnt, von Generation zu Generation als Recht gelten. 35:30 Wenn irgend jemand einen Menschen erschlaegt, darf man den Moerder nur aufgrund von Zeugenaussagen toeten; doch aufgrund der Aussage nur eines einzigen Zeugen darf man einen Menschen nicht toeten. Dtn 17,6; 19,15 35:31 Ihr sollt kein Suehnegeld annehmen fuer das Leben eines Moerders, der schuldig gesprochen und zum Tod verurteilt ist; denn er muss mit dem Tod bestraft werden. 35:32 Auch duerft ihr von einem, der in eine Asylstadt geflohen ist, kein Suehnegeld annehmen, so dass er vor dem Tod des Hohenpriesters in die Heimat zurueckkehren koennte. 35:33 Ihr duerft das Land, in dem ihr wohnt, nicht entweihen; denn Blut entweiht das Land, und man kann das Land von dem darin vergossenen Blut nur durch das Blut dessen entsuehnen, der es vergossen hat. 35:34 Verunreinigt nicht das Land, in dem ihr euch niedergelassen habt und in dessen Mitte ich selbst wohne; denn ich, der Herr, wohne mitten unter den Israeliten. 36:1 Weitere Erbrechtsbestimmungen: 36,1-13 Die Familienoberhaeupter der Nachkommen Gileads, des Sohnes Machirs, des Sohnes Manasses, aus den Sippen der Nachkommen Josefs, kamen zu Mose und den fuehrenden Maennern, den Familienhaeuptern der Israeliten, um mit ihnen zu reden. 36:2 Sie sagten: Der Herr hat meinem Herrn aufgetragen, das Land durch das Los als Erbbesitz an die Israeliten zu verteilen. Mein Herr erhielt aber vom Herrn auch den Auftrag, den Erbbesitz unseres Bruders Zelofhad seinen Toechtern zu geben. 27,1-11 Mose wird in ehrfurchtsvoller Anrede "Herr" genannt. Zum ersten "Herr" vgl. die Anmerkung zu Gen 4,26. 36:3 Wenn diese nun einen Mann aus einem anderen israelitischen Stamm heiraten, dann geht ihr Besitz dem Erbbesitz unserer Vaeter verloren und wird zum Erbbesitz des Stammes, in den sie einheiraten; er geht also unserem Erbanteil verloren. 36:4 Sobald das Jubeljahr fuer die Israeliten kommt, wird ihr Erbbesitz zum Erbbesitz des Stammes, in den sie einheiraten, aber dem Erbbesitz unseres vaeterlichen Stammes geht ihr Erbbesitz verloren. 36:5 Da befahl Mose den Israeliten auf Anweisung des Herrn: Die Maenner vom Stamm der Soehne Josefs haben recht. 36:6 Das ist es, was der Herr den Toechtern Zelofhads befiehlt: Heiratet, wen ihr wollt, nur muesst ihr einen Mann aus einer Sippe eures vaeterlichen Stammes heiraten. 36:7 Der Erbbesitz darf bei den Israeliten nicht von einem Stamm auf den andern uebergehen; denn jeder Israelit soll fest mit dem Erbbesitz seines vaeterlichen Stammes verbunden bleiben. 36:8 Jede Tochter, die Anspruch auf Erbbesitz in einem israelitischen Stamm hat, muss einen Mann aus einer Sippe ihres vaeterlichen Stammes heiraten, damit bei den Israeliten jeder im Erbbesitz seiner Vaeter bleibt. 36:9 Der Erbbesitz darf nicht von einem Stamm auf einen andern uebergehen. Denn jeder Israelit soll fest mit dem Erbbesitz seines Stammes verbunden bleiben. 36:10 Die Toechter Zelofhads taten, was der Herr dem Mose befohlen hatte. 36:11 Machla, Tirza, Hogla, Milka und Noa, die Toechter Zelofhads, heirateten Soehne ihrer Onkel; 36:12 sie heirateten Maenner aus den Sippen der Nachkommen Manasses, des Sohnes Josefs. So blieb ihr Erbbesitz dem Stamm ihrer vaeterlichen Sippe erhalten. 36:13 Das sind die Gebote und Rechte, die der Herr den Israeliten in den Steppen von Moab, am Jordan bei Jericho, durch Mose gegeben hat.