19:1 Das Reinigungswasser: 19,1-22 Der Herr sprach zu Mose und Aaron: [1-13: Rot ist die Farbe des Blutes. Das Reinigungswasser ist eine Art Weihwasser, das die Reinigung von Suende und kultischer Unreinheit symbolisiert (vgl. Hebr 9,13).] 19:2 Das ist die Verordnung, die der Herr erlaesst: Sag den Israeliten, sie sollen dir eine fehlerlose, einwandfreie rote Kuh bringen, die noch nie ein Joch getragen hat. 19:3 Uebergebt die Kuh dem Priester Eleasar! Dann soll man sie vor das Lager hinausfuehren und sie vor seinen Augen schlachten. 19:4 Der Priester Eleasar nimmt mit seinem Finger etwas von ihrem Blut und spritzt damit siebenmal gegen die Vorderseite des Offenbarungszeltes. 19:5 Darauf verbrennt man die Kuh vor seinen Augen. Ihr Fell, ihr Fleisch und ihr Blut, alles soll man verbrennen, samt ihrem Mageninhalt. 19:6 Der Priester nimmt Zedernholz, Ysop und Karmesin und wirft alles in das Feuer, in dem die Kuh verbrannt wird. 19:7 Dann waescht der Priester seine Kleider, badet seinen Koerper in Wasser und kehrt nachher ins Lager zurueck; der Priester bleibt aber bis zum Abend unrein. 19:8 Derjenige, der die Kuh verbrannt hat, waescht seine Kleider und badet seinen Koerper in Wasser; er bleibt aber bis zum Abend unrein. 19:9 Ein reiner Mann sammelt die Asche der Kuh und legt sie an einen reinen Ort ausserhalb des Lagers. Sie wird fuer die Gemeinde der Israeliten zur Zubereitung des Reinigungswassers aufbewahrt. Es ist ein Suendopfer. 19:10 Derjenige, der die Asche der Kuh gesammelt hat, waescht dann seine Kleider, bleibt aber bis zum Abend unrein. Fuer die Israeliten und fuer die Fremden, die bei ihnen leben, gilt die feste Regel: 19:11 Wer irgendeinen toten Menschen beruehrt, ist sieben Tage lang unrein. 19:12 Am dritten Tag entsuendigt er sich mit dem Reinigungswasser, und am siebten Tag wird er rein. Wenn er sich am dritten Tag nicht entsuendigt, dann wird er am siebten Tag nicht rein. 19:13 Jeder, der einen toten Menschen, einen Verstorbenen, anruehrt und sich nicht entsuendigt, hat die Wohnstaette des Herrn verunreinigt. Ein solcher Mensch muss aus Israel ausgemerzt werden, weil er sich nicht hat mit dem Reinigungswasser besprengen lassen. Er ist unrein; seine Unreinheit haftet ihm immer noch an. 19:14 Folgendes Gesetz gilt, wenn ein Mensch in einem Zelt stirbt: Jeder, der ins Zelt kommt oder der schon im Zelt ist, wird fuer sieben Tage unrein; 19:15 auch jedes offene Gefaess, das keinen verschnuerten Deckel hat, ist unrein. 19:16 Jeder, der auf freiem Feld einen mit dem Schwert Erschlagenen, einen Toten, menschliche Gebeine oder ein Grab beruehrt, ist fuer sieben Tage unrein. 19:17 Fuer den Unreinen nimmt man etwas Brandasche vom Suendopfer, schuettet sie in ein Gefaess und giesst Quellwasser darueber. 19:18 Ein reiner Mann nimmt Ysop, taucht ihn in das Wasser und bespritzt damit das Zelt sowie die Gefaesse und die Menschen, die im Zelt sind, oder den, der Gebeine, einen Erschlagenen, einen Toten oder ein Grab beruehrt hat. 19:19 Der Reine bespritzt den Unreinen am dritten und am siebten Tag und entsuendigt ihn am siebten Tag. Dann waescht der Betreffende seine Kleider und badet seinen Koerper in Wasser; am Abend ist er dann rein. 19:20 Wer aber unrein geworden ist und sich nicht entsuendigt, ein solcher Mensch ist aus der Versammlung auszumerzen; denn er hat das Heiligtum des Herrn verunreinigt. Er hat sich nicht mit dem Reinigungswasser besprengen lassen; er ist unrein. 19:21 Das soll bei den Israeliten als feste Regel gelten. Auch wer das Reinigungswasser verspritzt hat, waescht seine Kleider; wer mit dem Reinigungswasser in Beruehrung kommt, ist bis zum Abend unrein. 19:22 Alles, was der Unreine beruehrt, ist unrein. Ebenso ist jeder, der ihn beruehrt, bis zum Abend unrein.