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#Post#: 243--------------------------------------------------
Keine Zwischenfälle bei Kongress
DIR By: Ben
Date: June 9, 2012, 5:08 pm
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Keine Zwischenfälle bei Kongress
Erstellt 09.06.12, 17:44h, aktualisiert 09.06.12, 19:00h
Wasserwerfer und ein Großaufgebot der Polizei: In Köln haben
muslimische Fundamentalisten für den Islam geworben, begleitet
von einer rechtsextremen Gegendemonstration. Doch
glücklicherweise wiederholten sich nicht die Ereignisse von vor
knapp einem Monat.
Köln - Köln/dpa.Eine Veranstaltung von Salafisten mit dem
islamistischen Prediger Pierre Vogel ist am Samstag in Köln ohne
Zwischenfälle verlaufen. 1000 Teilnehmer hatten die Veranstalter
des „1. Islamischen Friedenskongresses“ erwartet - tatsächlich
kamen nur knapp 300 Zuhörer, die meisten mit langen Bärten oder
verschleiert.
Rund 40 Vertreter der rechtsextremen Partei Pro-NRW hatten schon
vor Beginn der Kundgebung mit islamfeindlichen Parolen und
Plakaten gegen die Salafisten Stellung bezogen. Doch anders als
in Bonn, wo es Anfang Mai zu Ausschreitungen der Salafisten kam,
blieben die Parteien am Samstag in Köln friedlich. Die Rechten
hatten im Vorhinein angekündigt, in Köln keine islamfeindlichen
Karikaturen zu zeigen.
Die Polizei hatte beide Kundgebungen vorsorglich in mehreren
hundert Metern Entfernung zueinander platziert. Ein Großaufgebot
von Beamten und auch Wasserwerfer waren vor Ort, kamen jedoch
nicht zum Einsatz. Schon kurz nach Beginn des Auftrittes des als
„Friedensaktivist“ angekündigten Pierre Vogel hatten die Rechten
ihre Gegendemonstration beendet.
Der ehemalige Preisboxer Vogel ist deutscher Konvertit und einer
der bekanntesten Vertreter der Salafisten hierzulande. Auch sein
Glaubensbruder Ibrahim Abou Nagie, der mit Koranverteilungen in
vielen deutschen Städten Aufsehen erregte, trat als Redner auf
der Kölner Bühne auf.
Die Anhänger des Salafismus lehnen jede theologische
Modernisierung ab und wollen eine Gesellschaft nach Regeln der
islamischen Rechtsordnung Scharia. Nach Erkenntnissen des
Verfassungsschutzes bietet diese Glaubensrichtung ein
Sammelbecken für gewaltbereite Islamisten und hat in Deutschland
rund 2500 Anhänger.
Anfang Mai war es in Bonn zu schweren Krawallen gekommen, als
Pro-NRW-Anhänger dort demonstrierende Salafisten mit
Mohammed-Karikaturen provozierten. Bei den Ausschreitungen
zwischen Salafisten und der Polizei wurden 29 Beamte verletzt,
zwei von ihnen durch Messerstiche schwer. Gegen einen
25-jährigen Islamisten wurde Haftbefehl wegen dreifachen
versuchten Mordes erlassen. (dpa)
HTML http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1338997248336.shtml
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