DIR Return Create A Forum - Home
---------------------------------------------------------
Station13
HTML https://station13.createaforum.com
---------------------------------------------------------
*****************************************************
DIR Return to: Artikel aus der Presse
*****************************************************
#Post#: 240--------------------------------------------------
Grundsätzlich unkorrekt
DIR By: Ben
Date: June 9, 2012, 7:53 am
---------------------------------------------------------
Grundsätzlich unkorrekt
7. Juni 2012
Trocken: König-Saud-Universität in Riad
Von den Mohammedanisten ist man einiges gewohnt, nur nicht, dass
sie einfach mal die Wahrheit sagen oder ein faires Geschäft
abschließen. Leider müssen sie zwanghaft lügen und betrügen.
Peinlich: Sie denken, keiner merkt es, und sie sind mächtig
stolz auf sich.
Lesen Sie einen Bericht von Philipp Hummel aus der FAZ vom 30.
Mai 2012 über die unsauberen Versuche der Saudis, ihre
Universitäten im internationalen Ranking nach oben zu treiben.
_____
Wie Saudi-Arabien den Unfug des Hochschulrankings nachweist
Saudi-Arabien versucht in die Weltelite der Forschung
vorzudringen. Mit seltsamen Mitteln: Saudische Universitäten
werben mit viel Geld häufig zitierte, ausländische Forscher an,
um die „weltweite Sichtbarkeit“ in den Hochschul-Rangtabellen
schnell zu erhöhen. Auch dreizehn deutsche Forscher haben
kürzlich hochdotierte Engagements in Saudi-Arabien angenommen.
Vergangenen Dezember erschien im Wissenschaftsjournal „Science“
unter dem Titel „Saudi Universities Offer Cash in Exchange for
Academic Prestige“ (9. Dezember, Band 334, 6061, DOI:
10.1126/science.334.6061.1344) ein Bericht über die Bemühungen
saudi-arabischer Universitäten ihre akademische Bekanntheit zu
vergrößern. Der Autor Yudhijit Bhattacharjee äußerte darin den
Vorwurf, vor allem zwei Universitäten, in dem Königreich – die
King Abdulaziz University (KAU) in Dschidda und die King Saud
University (KSU) in Riad – hätten in den letzten Jahren
erhebliche finanzielle Mittel eingesetzt, um renommierte
westliche Forscher als Gastprofessoren nach Saudi-Arabien zu
locken. Im Vordergrund stünden dabei, so die Stoßrichtung des
Artikels, nicht ernsthafte, nachhaltige Investitionen, um eine
konkurrenzfähige Forschung aufzubauen. Viel mehr gehe es den
saudischen Wissenschaftsmanagern darum die „Sichtbarkeit in
wissenschaftlichen Zeitschriften“ durch die großen Namen zu
erhöhen und über die mit den Gastprofessuren steigende Anzahl an
Zitierungen den Rang in internationalen Hochschulrankings zu
verbessern.
Die Zahlen, die in dem Artikel genannt werden, scheinen diesen
Verdacht zu stützen: Noch im Jahr 2008 gab es unter den Top 500
des Shanghai-Rankings der Universitäten der Welt keine Saudi
Arabische Institution. Im Ranking von September 2011 schaffte es
die KSU bereits unter die besten dreihundert Hochschulen. Der
Vorwurf, den Yudhijit Bhattacharjee in seinem Artikel erhebt:
Diese Verbesserung gehe nicht auf eine gestiegene
Forschungsleistung der Saudis zurück, sondern stelle lediglich
eine Verzerrung der Rankings dar, ausgelöst durch die Anwerbung
erfolgreicher und daher häufig zitierter Forscher aus dem
Ausland.
Laut dem „Science“-Bericht war im vergangenen Jahr vor allem die
KAU fleißig im Anwerben ausländischer Forscher. Besonders
gefragt bei den Saudis scheinen solche Forscher zu sein, die
Teil einer Liste des amerikanischen Medienkonzerns Thomson
Reuters sind. Dieser führt auf der Website highlycited.com
häufig zitierte Wissenschaftler auf.
Die Website theaustralian.com der größten bundesweiten
australischen Tageszeitung veröffentlichte am 21. März 2012 eine
Liste von sechzig häufig zitierten Forschern, die innerhalb des
letzten Jahres zu „distinguished scientists“ an der KAU ernannt
wurden. Einigen dieser Forscher seien nach Angaben von Science
„aus heiterem Himmel“ E-Mails der KAU zugegangen, denen bereits
ein hochdotierter Vertrag für wenige Wochen jährlichen
Aufenthalts an der saudischen Uni angehängt war. Was der Vertrag
unter anderem forderte, war die Ergänzung des jeweiligen
Eintrags in der Liste häufig zitierter Forscher um die KAU als
Zweit-universität.
Dreizehn dieser sechzig kürzlich angeworbenen Forscher sind
Deutsche. Sieben der deutschen Wissenschaftler waren zu einer
Stellungnahme gegenüber dieser Zeitung bereit. Sie begründen
ihre Motivation vor allem mit zwei Argumenten:
„Wissenschaftliche Entwicklungshilfe“ solle man, wo immer sie
noch nötig ist, leisten. Außerdem bestehe durch die Kooperation
die Möglichkeit, Geld für interessante Forschung zu bekommen.
Zumal es im Wissenschaftsbetrieb gang und gäbe sei, im
„weltweiten Wettbewerb um die besten Köpfe“ finanzielle Mittel
in die Waagschale zu werfen.
Hans Bohnert, emeritierter Professor für Pflanzenphysiologie an
der University of Illinois in Urbana-Champagne, fasst das so
zusammen: „Heute gibt es Orte auf der Welt, wo Geld zur
Verfügung steht – Asien und der Mittlere Osten. Die tun jetzt
das, was westliche Länder bereits in der Vergangenheit getan
haben, weil sie nun über die nötigen Mittel verfügen.“ Er selbst
habe nicht etwa unerwarteterweise eine E-Mail aus Saudi-Arabien
bekommen. „Ich kenne einen Experten für Weizenzucht an der KAU,
den ich seinerzeit in den Vereinigten Staaten zum ersten Mal
getroffen habe. Der hat mich wegen einer Kooperation mit seiner
Universität angesprochen.“
Auch der Eindruck, es gehe nicht um ernsthafte wissenschaftliche
Zusammenarbeit, sei falsch, so der Tenor. Claus Michael Ringel,
emeritierter Mathematik-Professor von der Universität Bielefeld,
will ab kommendem Herbst eine saudische Forscherin bei sich
betreuen. „Sie wird für zwei Jahre nach Bielefeld kommen, um
sich – im Anschluss an meine KAU-Vortragsreihe Anfang dieses
Jahres – in die Darstellungstheorie von Köchern einzuarbeiten.“
Ringel hält auch Gastprofessuren an zwei chinesischen
Universitäten. Diese tauchen aber nicht als Arbeitgeber des
Mathematikers in der Liste von Thomson Reuters auf.
Lothar Willmitzer, Direktor am Max-Planck-Institut für
molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam, hat seit seiner
Vertragsunterzeichnung mit Unterstützung der KAU drei
internationale Forschungsprojekte angestoßen. Zwei davon wurden
von der saudischen Uni schon genehmigt. Außerdem plant er mit
sechs internationalen Kollegen den Aufbau eines „Center for
Excellence in Omics Technologies“ über einen Zeitraum von fünf
Jahren. Das Projekt hat ein Volumen von zwanzig Millionen
Dollar. „Ich gebe dieses Beispiel insbesondere deshalb, da es
die Ernsthaftigkeit der Saudis zeigt, wirklich in Wissenschaft
zu investieren“, sagt Willmitzer.
Während seines ersten Aufenthalts in Dschidda im Januar dieses
Jahres war auch der „Science“-Artikel ein Thema. Seine
saudischen Kollegen hätten „bestürzt bis wütend“ darauf
reagiert. „Man fühlte sich schlicht sehr ungerecht behandelt
angesichts der Tatsache, dass nun endlich Bewegung in das
saudi-arabische Wissenschaftsystem gekommen sei und dass dieses
unter dem Stereotyp ,dumm, aber reich‘ eingeordnet werde.“
Andere Argumente gingen weiter und ordneten den Artikel der
vermeintlichen Islamophobie der westlichen Welt zu. „Ein
saudischer Wissenschaftler sprach davon, dass (und ich zitiere)
,die Tatsache, dass ein islamischer und dazu noch finanziell
potenter Staat plant, in die christlich-jüdisch dominierte
Domäne der Naturwissenschaften einzubrechen‘ der entscheidende
Grund für diesen Artikel war“, schildert Willmitzer.
Am 5. März meldete die Website der Zeitung „Arab News“, die laut
Wikipedia „führende Quelle für Nachrichten in englischer
Sprache, die aus einer arabischen Perspektive berichtet“ und in
Dschidda erscheint, „Science“ hätte sich für den Artikel von
Dezember entschuldigt. Colin Norman, leitender
Nachrichten-Redakteur bei „Science“ dementierte gegenüber dieser
Zeitung prompt: „Es gab keine Entschuldigung. Gegenteilige
Behauptungen in saudischen Medien entbehren, um es freundlich
auszudrücken, jeder Grundlage.“ Der fragliche Artikel auf
arabnews.com war zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Berichts
nicht mehr online abrufbar.
Jürgen Schmitts Name ist nicht unter den dreizehn deutschen
Forschern. Der Astronom von der Sternwarte Hamburg hat ein
Engagement an der KAU abgelehnt. „Ich erhielt unerwartet E-Mails
von der saudischen Universität, sogar zweimal. Das war etwa
Mitte letzten Jahres. Die E-Mails waren unpersönlich, ein
Vertrag war gleich angehängt und hätte nur unterschrieben werden
müssen.“ Auch Schmitt wird von Thomson Reuters als häufig
zitierter Wissenschaftler geführt. Die E-Mails hat er umgehend
gelöscht: „Ich fand die Anfrage sehr merkwürdig. Ich kannte und
kenne niemand dieser Leute. Mich erinnerte das Ganze an eine
spam mail. Kein vernünftiger Headhunter würde so vorgehen.“ Sein
Ruf war Schmitt wichtiger als ein auskömmliches, aber
fragwürdiges Engagement in Saudi Arabien: „Das Ganze sah doch
reichlich unseriös aus. Schließlich habe ich einen guten Namen
in der Community und bin nicht käuflich.“
Hätte Schmitt den Vertrag gelesen, wäre ihm vermutlich ein
ähnliches Angebot unterbreitet worden wie seinem Kollegen George
Miley, Astronom an der Universität Leiden. In seinem Vertrag,
der dieser Zeitung gemeinsam mit einem Bericht Mileys unter dem
Titel „Ein teuflisches Dilemma“ vorliegt, werden dem
Wissenschaftler 6000 Dollar monatlich für einen Zeitraum von
zwölf Monaten geboten. Dafür hätte Miley mindestens einen Monat
an der KAU verbringen müssen. Vor allem aber verlangt der
Vertrag, dass Miley die KAU auf der Website highlycited.com als
zweiten Arbeitgeber angibt, „um die weltweite Sichtbarkeit der
KAU zu erhöhen“. Außerdem solle der Professor „sein Bestes tun,
um während des Vertragszeitraums sechs bis zehn
wissenschaftliche Artikel in ISI-Zeitschriften zu
veröffentlichen“. ISI – das Institute for Scientific Information
– wird ebenfalls von Thomson Reuters betrieben und misst, wie
häufig die Artikel eines Forschers zitiert werden. Miley hat das
Angebot ebenfalls abgelehnt.
Bezüglich einer Anfrage an die KAU wegen der Auswahlkriterien
und der Anwerbepraxis für die Gastprofessoren verwies Mahmoud
Nahas, Professor für Ingenieurwissenschaften und Berater des
KAU-Vize-Präsidenten für das Graduiertenstudium und die
wissenschaftliche Forschung, auf eine Website. Diese ging erst
am 12. Mai 2012 – nach der Anfrage dieser Zeitung – online. Sie
nennt bei der Auswahl der Forscher für das „Distinguished
Scientist“-Programm als potentielle Kandidaten solche mit einer
„herausragenden akademischen Bilanz“, die sich durch die
Qualität der Veröffentllichungen, internationale Preise, Patente
und die Bereitschaft zum Wissens- und Technologietransfer
bestimmt.
So weit, so selbstverständlich. Einrichtungen der Universität,
die sich für die Zusammenarbeit mit einem „Distinguished
Scientist“ interessierten, sollten den Kontakt zum
Wunsch-Wissenschaftler selbst herstellen, sofern dieser die
Kriterien erfüllte. Ob gezielt Forscher aus der Thomson
Reuters-Liste mit Spontan-E-Mails angeschrieben wurden,
beantwortete Mahmoud Nahas ebenso wenig wie die Frage nach einer
Einschätzung des „Science“-Artikels oder der Falschmeldung auf
arabnews.com.
Einige der kürzlich ernannten deutschen Gastprofessoren haben
bereits auf Veröffentlichungen, die seit Frühsommer letzten
Jahres eingereicht wurden, die KAU als ihre Zweituni angegeben.
Der renommierteste unter ihnen ist wohl Helmut Schwarz,
Professor für Chemie an der Technischen Universität, Präsident
der Alexander von Humboldt-Gesellschaft und mit einer langen
Liste von Auszeichnungen für seine Arbeit im Bereich der
Massenspektroskopie geehrt. Im vergangenen Februar steckte ihm
Bundesforschungsministerin Annette Schavan das
Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ans Revers. Auf mehrfache
Anfragen dieser Zeitung mit Bitte um eine Stellungnahme
reagierte Schwarz nicht.
Inwieweit die Arbeit für seine Veröffentlichungen in
wissenschaftlichem Zusammenhang mit dem etwa gleichzeitig
entstandenen Engagement in Saudi-Arabien steht, ist eine Frage,
zu der sich Lothar Willmitzer klar äußert. Auf vier von zwölf
Publikationen hat er die KAU als Zweituni genannt: „Richtig ist,
dass die Arbeit an der KAU nichts zu diesen Manuskripten
beigetragen hat. Es ist aber auch richtig, dass ich an der KAU
eine Professur einnehme und von daher zumindest formal die
Möglichkeit der Zweitaffiliation korrekt ist. Entscheidend ist,
dass keiner der Ko-Autoren von der KAU kommt, das wäre
tatsächlich wissenschaftlich unethisch.“
Willmitzer erklärt diese ungewöhnliche Praxis mit einem
Gefallen, den er seinem saudischen Kollaborationspartner
angedeihen lassen wollte: „Ich kenne den für den Aufbau der
Wissenschaft und den zu diesem Zeitpunkt für das gesamte
Pflanzenprogramm an der KAU verantwortlichen Wissenschaftler
sehr gut und schätze ihn als Forscher und Menschen. Er stand
unter immensem Druck seitens der KAU-Leitung, und es war
offensichtlich, dass ihm diese Publikationen helfen würden. Ich
war seitens des Agreements mit der KAU weder verpflichtet, die
KAU als Zweituni zu nennen, noch wurde ich dafür entlohnt. Wenn
ich an einer Entlohnung interessiert gewesen wäre, hätte ich ja
vermutlich die KAU bei allen Manuskripten angegeben.“
Willmitzers Eindruck von der wissenschaftlichen Ernsthaftigkeit,
mit der die KAU ihre Rekrutierung im Ausland betreibt, hat sich
während des Zeitraums der Recherche zu diesem Artikel gewandelt.
Dieser Zeitung liegt eine Liste von Thomson Reuters vor, die die
Namen von mehr als 260 in Deutschland forschenden, häufig
zitierten Wissenschaftlern enthält. Lediglich sechzehn von ihnen
nennen zwei verschiedene Universitäten, für die sie arbeiten.
Bei fünfzehn davon ist die Zweituni eine saudische. „Die
Anwerbepraxis und die Erhöhung der öffentlichen Sichtbarkeit
verlaufen hier offensichtlich nach einem anderen grundsätzlichen
Muster als bei westlichen Instituten. Entscheidender Punkt ist,
dass mit der Ernennung zum Honorarprofessor die Angabe der KAU
als Zweituni in der Thomson Reuters-Liste verknüpft ist. Das ist
auf jeden Fall ungewöhnlich und könnte höchstens mit mangelnder
Erfahrung in der Wissenschaft erklärt werden.“
Ende April erreichten Lothar Willmitzer überraschende
Neuigkeiten aus SaudiArabien. Der für ihn zuständige
Kooperationspartner auf Seiten der KAU, jener dem er mit der
Aufführung der KAU auf vier Veröffentlichungen einen Gefallen
tun wollte, war ausgetauscht und durch einen anderen
Wissenschaftler ersetzt worden.
Weitaus schwerwiegender war für ihn jedoch eine Mitteilung, in
der er aufgefordert wurde, bei allen Publikationen die KAU als
Zweituni anzugeben. „Dies steht im klaren Widerspruch zu den
Abmachungen und ist völlig unakzeptabel. Ich habe daraufhin eine
Anfrage an die KAU gestellt und mitgeteilt, dass ich bei
Beibehaltung dieser Auflage meine Honorarprofessur umgehend
zurückgeben werde und meine Mitarbeit an der KAU in dieser
Funktion mit sofortiger Wirkung einstelle.“
Willmitzer sagt, ihn enttäusche diese Entwicklung, da sie
anzeige, dass zumindest bei einem Teil der KAU-Verantwortlichen
nicht der Aufbau wissenschaftlicher Kompetenz, sondern andere,
nicht wissenschaftskonforme Motive im Mittelpunkt zu stehen
scheinen. „Ich bedauere dies umso mehr, als ich bei meinem
Besuch an der KAU im Januar einer ganzen Reihe von engagierten
und begeisterungsfähigen jungen Wissenschaftlern und
Wissenschaftlerinnen begegnet bin, denen solche Motive
sicherlich fern sind.“
Allgemein stellt sich die Frage nach der Bedeutung von
Hochschulrankings als Indikator für gute Wissenschaft an einer
Hochschule. Wie aussagekräftig die Kriterien sind, die den
nationalen und internationalen Vergleichsstudien (wie etwa dem
Shanghai-Ranking) zugrunde liegen, ist umstritten. „Dennoch
scheinen neben den Universitäten selbst vor allem die
Wissenschaftspolitiker darauf nicht verzichten zu wollen, der
wachsende Einfluss dieser Studien ist unübersehbar“, sagt Claus
Michael Ringel, der Mathematiker von der Universität Bielefeld.
Wohin dieses System führen kann, sieht man an der Anwerbepraxis
der KAU. Saudi-Arabien verfolgt eine ehrgeizige Road Map, die
das Land in 5-Jahres-Plänen zu einer Wissensgesellschaft
entwickeln und bis 2030 an die Welt-Elite in der Forschung
heranführen soll. Die Methoden aber lassen Raum für Kritik, das
sieht auch Jürgen Schmitt von der Hamburger Sternwarte so: „Was
die King Abdulaziz University tut, ist ja nicht illegal. Es ist
ganz natürlich, Expertise von außen herbeizuholen. Wenn ich aber
lese, dass neun(!) Astronomen jetzt mit der King Abdulaziz
University assoziiert sind, kommt mir schon der Gedanke von
Masse statt Klasse. Jedenfalls sollten die betreffenden
Wissenschaftler sich fragen, ob sie ihren guten Namen hier nicht
einfach auf dem Marktplatz verkaufen.“
_____
Time am 7. Juni 2012
HTML http://madrasaoftime.wordpress.com/2012/06/07/grundsatzlich-unkorrekt/#respond
*****************************************************
Page 1 of 1