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       #Post#: 1829--------------------------------------------------
       Flüchtlinge (Asylbewerber) helfen am Bahngleis
   DIR By: Kater Karlo
       Date: July 23, 2013, 7:30 pm
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       Flüchtlinge helfen am Bahngleis
       Asylbewerber geben Hilfestellung für Passanten an der
       provisorischen Überführung des Bahnhofs
       Vor drei Wochen hat Oberbürgermeister Richard Arnold
       versprochen, er wolle sich der Probleme am Gmünder Bahnhof
       annehmen. Denn die provisorische Überführung zu den Gleisen zwei
       und vier macht Fahrgästen mit Gepäck immer wieder zu schaffen.
       Jetzt begrüßte er mit Landrat Klaus Pavel neun Flüchtlinge, die
       Reisenden mit schwerem Gepäck helfen.
       Schwäbisch Gmünd. Der Gmünder Bahnhof wird für sieben Millionen
       Euro saniert. Die Toiletten und das Restaurant werden erneuert.
       Der Bahnsteig wird angehoben – des leichteren Einstiegs wegen.
       Vor allem aber werden zwei neue Aufzüge für Barrierefreiheit
       sorgen. Bis es so weit ist, führt ein Treppengerüst aus Metall
       von Gleis eins auf zwei und vier – und ist vielen Gmündern ein
       Dorn im Auge. Denn mit Koffern oder gar Fahrrädern und
       Kinderwägen stellt dieser Übergang für viele eine
       Herausforderung dar.
       Zurzeit sei der Übergang in Bezug auf die Barrierefreiheit sogar
       schlechter als zuvor, sagte Sven Hantel, Regionalbereichsleiter
       Südwest bei der Deutschen Bahn, bei der gemeinsamen
       Baustellenbegehung mit OB Richard Arnold vor drei Wochen. Arnold
       verkündete damals, er wolle soziale Dienste einbeziehen, um
       kurzfristig eine Lösung zu finden.
       Das war am 4. Juli. Jetzt stellte Arnold zusammen mit Landrat
       Klaus Pavel neun Asylbewerber am Bahnhof vor. Sie werden den
       Fahrgästen helfen, ihr Gepäck über das Treppengerüst zu bringen.
       „Das ist ein toller Dienst und sehr bemerkenswert“, sagte Pavel.
       „Wir brauchen solche Projekte. Es ist toll, dass Flüchtlinge
       eingebunden sind. So kann sich gegenseitig geholfen werden und
       es können Sympathien entstehen.“ Das Projekt in Gmünd sei
       landesweit das erste seiner Art und könne somit auch als Vorbild
       dienen für andere Städte.
       Auch Arnold sieht viel Potenzial im Projekt: „Wir haben in Gmünd
       viele Flüchtlinge, und es werden stetig mehr. Da setzten sich
       die Bürger natürlich mit dem Thema auseinander. Es ist toll,
       wenn das durch eine witzige und tolle Aktion geschieht, die
       beiden Seiten was bringt.“ Auch Bernd Sattler vom Arbeitskreis
       Asyl und Dieter Maier von der Deutschen Bahn sind vom Projekt
       überzeugt. „Das ist eine tolle Idee“ sagen sie unisono. Beide
       hätten ein guten Gefühl bei der Sache. Sattler fügt hinzu: „Wir
       haben schon die ganze Zeit überlegt, wie wir die Flüchtlinge
       einbringen sollen, das ist jetzt eine gute Möglichkeit.“
       Die Flüchtlinge kommen aus Nigeria, Kamerun, Pakistan und
       Afghanistan. Sie stehen den Fahrgästen wochentags von 6.15 Uhr
       bis 18.30 Uhr zur Verfügung, am Wochenende von 9 bis 11 Uhr und
       von 17 bis 19 Uhr. Ausgestattet sind sie mit rot-weißen
       „Service“-T-Shirts, Namensschildern und einem Strohhut gegen die
       Sonne. Die Arbeiter konnten sich freiwillig melden und verdienen
       1,05 Euro pro Stunde. Das ist der gesetzliche Maximallohn für
       Asylbewerber. Auch deshalb erwartet Arnold von den Fahrgästen
       ein Trinkgeld. Er nimmt jedoch auch die Flüchtlinge in die
       Pflicht: „Wir testen das Projekt bis Ende August. Wenn es gut
       läuft, machen wir weiter. Das hängt natürlich auch von Ihnen
       ab“, sagt er zu den Helfern.
       Diese zeigen gleich, dass Verlass auf sie ist. Noch während sie
       die neuen T-Shirt überreicht bekommen, fragt eine Frau, ob
       jemand ihre Koffer auf Gleis zwei tragen könne, sie müsse noch
       ein Ticket lösen. Sofort stehen zwei Helfer parat, tragen das
       Gepäck über die Metalltreppen auf Gleis zwei.
       Einer der Helfer ist Kazim aus Afghanistan. Er lebt seit drei
       Jahren in Gmünd, hat den Hauptschulabschluss gemacht und will
       bald eine Ausbildung zum Elektrotechniker an der Berufsschule
       draufsetzen. Bis dahin hilft er Fahrgästen am Bahnhof. „Das ist
       echt ein tolles Projekt“, sagt er in flüssigem Deutsch. „Ich
       freue mich total auf die Arbeit.
  HTML http://www.gmuender-tagespost.de/regional/schwaebisch-gmuend/680639
       #Post#: 1830--------------------------------------------------
       Re: Flüchtlinge (Asylbewerber) helfen am Bahngleis
   DIR By: Kater Karlo
       Date: July 24, 2013, 9:03 am
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       Nun ist die Bahn aus dem Projekt ausgestiegen:
  HTML http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-07/gmuend-asylbewerber-bahn
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