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       #Post#: 1792--------------------------------------------------
       Abi-Desaster Schweinfurt
   DIR By: Kater Karlo
       Date: July 12, 2013, 7:30 pm
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       In einer privaten Fachoberschule (was immer das ist, wohl so
       etwas wie ein Wirtschafts- oder technisches Gymnasium) hat ein
       ganzer Jahrgang das Abitur nicht geschafft.
       Nun stellt sich raus, dass der gesamte Jahrgang in allen
       Kernfächern  des bayrischen Zentralabiturs eine 6 bekamen.
       Unvorstellbar.  Von 27 Schülern wurden nur 3 zu einer mündlichen
       Prüfung zugelassen. Das kann nur sein, weil sie aufgrund von
       bisher zum Abitur zählenden Benotungen eine Chance hatten, auf
       eine Note 4 zu kommen. Die anderen müssen schon vorher so
       katastrophale Noten gehabt haben, dass sie zum Abitur hätten gar
       nicht zugelassen werden dürfen.
       Weiterhin nahm diese Schule Realschüler auf mit dem Numerus
       Clausus von 3,5. In Stuttgart am Wirtschaftsgymnasium braucht
       man wenigstens 2,5.
       Realschüler mit Notendurchschnitt 3,5 sind mittelmäßige
       Hauptschüler. Die kann man nicht mal mit viel gutem Willen auf
       ein Abitur vorbereiten. Kaum ein Handwerksmeister würde sie in
       eine Lehre nehmen, vielleicht ein Maler/Lackierer oder Friseur.
       Was mich überhaupt nicht wundert und nun in einigen
       Leserkommentaren geschrieben wird: Die Schule hatte einen hohen
       Ausländeranteil. Schulgeld betrug 140 Euro/Monat - das ist nicht
       die Welt.
       Hier mal Beispiele:
       "Ich bin selbst Schüler dieser schule (epr) und ich habe auch
       schon mitbekommen, vor allem im Mathe, das etwas durchgekommen
       wirt, noch keiner hats verstanden wird mit was anderem begonnen,
       man hat keine Change etwas zu lernen, mich wundert es nicht das
       es keiner geschafft hat, bei den Lerntechniken".
       (Wie kann man mit der Rechtscheibung glauben, Abitur machen zu
       können? Niemals wird man erleben, dass etwas "durchgekommen
       wirt", das so jemand in einem normalen Zeitrahmen irgendwann
       versteht - auch in 1000 Jahren nicht bei allen "Changen" - auch
       wenn der Vater die 140 Euro aus dem Gemüsehandel schwarz
       aufbringen kann - sorry)
       "Das alle Schüler das Abi nicht schafften ist für mich nicht
       ganz überraschend.
       Bei mir macht gerade jemand Praktikum. Völlig uninteressiert und
       will nur allerbeste
       Noten in die Beurteilung. Obwohl Vollzeit verlangt bleibt sie
       nur bis 12.00. Auf meine
       Vorhaltungen gibt sie an das würde sie nicht interessieren und
       es würden alle so machen. Auch ihr Freund in der gleichen Schule
       hat das so gemacht indem er bei seinem Bruder Praktikum gemacht
       hat, was im Endeffekt keines war. Die Beurteilungsnoten sind auf
       jeden Fall reine Phantasie und entsprechen nicht der Realität.
       Aus dieser Grundeinstellung heraus zum Lernen ist es also nicht
       überraschend wenn alle Schüler das Klassenziel nicht erreichten.
       Da liegt wohl vieles im Argen. Die
       Praktikumsbeurteilungen sind hiermit als wertlos anzusehen."
       (Warum schmeißt er die nicht am 1. Tag ohne Diskussion raus?)
  HTML http://www.br.de/nachrichten/unterfranken/abiturklasse-durchgefallen-private-fachoberschule-schweinfurt-100.html
       Lesenswerte Kommentare
       Nun sollen sie geprüft werden, ob sie ein Wissensniveau der 11
       oder 12 Klasse vorweisen können. Das ist doch sinnlos. Die
       brauchen doch nur ihre noch geschönten, grottenschlechten Noten
       anschauen. Die Abiturnoten zählen doch (leider) nur noch zu
       einem gewissen Prozentsatz. Wer in einem oder mehreren
       Kernfächern schon vor dem Abitur nur 3 Punkte hat, hätte
       sitzenbleiben oder der Schule verwiesen werden müssen - wegen
       Dummheit, Faulheit oder was auch immer. Hätte er 6-8 Punkte
       gehabt, hätte eine 6 im Abitur in durch die mündliche Prüfung
       immer noch auf eine 4 hieven können. Aber in allen Kernfächern 0
       Punkte? Das heißt, nicht mal richtige Ansätze in Deutsch, Mathe
       usw. waren vorhanden, die man noch wohlwollend hätte werten
       können? Vermutlich hat so gut wie niemand überhaupt die
       Aufgabenstellung verstanden. Man hat ja relativ viel Zeit, sich
       zumindest die Aufgabenstellung 100 mal durchzulesen und dann
       wenigstens etwas auf's Papier zu bringen.
       Ich weiß aus Familie und Freundeskreis, was sich an
       Wirtschaftsgymnasien abspielt. Das sind bessere Hauptschüler aus
       der Realschule, die nicht mal die 11. Klasse packen. Von 80
       Schülern, die starten, sind in der 13. noch 32. Ein Freund ist
       Schulleiter am Wirtschaftsgymnasium Stuttgart. Die müssen schon
       die (meisten) deutschen Schüler in eine Parallelklasse
       "separieren", um denen die Chance zu geben, einen zielführenden
       Unterricht anbieten zu können, in dem vollständige, deutsche
       Sätze, Aufgabenstellungen usw. verstanden werden.
       Kein Wunder, dass auf den Part in Sarazzins Buch, der dieses
       Problem behandelte, so dermaßen hysterisch reagiert wurde. ALLE
       wissen, was los ist; deshalb muss man ja auch die Thematisierung
       kriminalisieren.
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