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       #Post#: 1705--------------------------------------------------
       Papst Franz soll den Islam zur Rel.d.Friedens ernennen
   DIR By: KarlMartell
       Date: June 22, 2013, 7:43 am
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       Islamische Schizophrenie und gewagte Forderung an Papst
       Franziskus – Worum es in Syrien geht
       Was in Syrien auf dem Spiel steht(Damaskus) Am vergangenen 7.
       Juni erklärte Mahmoud Abdel Gawad, der diplomatische Gesandte
       der islamischen Al-Azhar-Universität in Kairo, daß sich die
       einflußreiche sunnitische Bildungseinrichtung von Papst
       Franziskus einen ersten Schritt erwartet, wenn der 2011 unter
       Benedikt XVI. unterbrochene Dialog wiederaufgenommen werden soll
       (siehe eigenen Bericht).
       Gawad empfahl bei dieser Gelegenheit dem Oberhaupt der
       katholischen Kirche auch gleich, was für eine Geste besonderes
       Wohlgefallen fände. Papst Franziskus solle öffentlich erklären,
       daß der Islam eine Religion des Friedens ist. Eine Forderung,
       die die offenem Widerspruch zu den täglich nicht nur aus dem
       Nahen Osten eingehenden Meldungen steht.
       Es gilt aber gerade auch für den Nahen Osten, wo seit dem Beginn
       des sogenannten „Arabischen Frühlings“ Bewegungen des
       islamischen Extremismus, von den „moderaten“ Muslimbrüdern bis
       zu den Salafisten, die Regierung in Ländern wie Ägypten und
       Tunesien übernommen haben und diese Macht zum Nachteil der
       normalen Bürger, die zum größten Teil auch Moslems sind,
       ausüben. Bürger, deren Grundrechte im Namen der Religion täglich
       mehr eingeschränkt werden.
       Sunnitische und schiitische Religionsführer haben Dschihad in
       Syrien ausgerufen
       Die Forderung des ägyptischen Diplomaten erscheint noch
       gewagter, seit die führenden sunnitischen und schiitischen
       Religionsführer offen den Dschihad in Syrien ausgerufen haben.
       Am 12. Juni fand in Kairo ein Kongreß der führenden sunnitischen
       Religionsführer unter dem Vorsitz von Yusuf al-Qaradawi, der
       höchsten religiösen Autorität der Muslimbrüder statt. Thema war
       die Syrien-Krise. Während der Diskussion war Dschihad,
       verstanden als militärische Anstrengung, das am häufigsten
       gebrauchte Wort. Der Prediger Muhammad Hassan erklärte: „es
       braucht Dschihad für die Brüder in Syrien: Dschihad mit dem
       Kopf, mit dem Geld und mit den Waffen, alle Formen des
       Dschihad“.
       Yusuf al-Qaradawi hatte bereits am 2. Juni den Dschihad gegen
       die schiitische Hisbollah und den syrischen Staatspräsidenten
       Assad ausgerufen: „Jeder Moslem, der zum Kampf ausgebildet und
       dazu imstande ist, muß sich zur Verfügung stellen.“
       Worum geht es also in Syrien? Es geht nicht, wie es 2011 schien
       oder man blauäugig glauben machen wollte, um einen Kampf oder
       besser einen Krieg, um einen Tyrannen zu stürzen. Es geht um
       eine Neuauflage des islamischen Bruderkrieges zwischen Sunniten
       und Schiiten, zum Nachteil eines Großteils der Bevölkerung und
       vor allem der christlichen Minderheiten, wie die Zerstörung der
       Kapuzinerkirche von Deir ez-Zor durch die Dschihadisten der
       al-Nusra-Front beispielhaft belegt. Im syrischen Konflikt stehen
       sich die schiitische Achse (Assad-Regime, Hisbollah, Iran) und
       die sunnitische Achse (die internationalen Bewegungen der
       Muslimbrüder, der Salafisten und der Dschihadisten im engeren
       Sinn) gegenüber. Soweit der innerislamische Aspekt.
       USA sponsern sunnitische Achse und damit auch Muslimbrüder,
       Salafisten und Dschihadisten
       Dahinter stehen aber zudem weltpolitische Interessen. So wird
       die sunnitische Achse von den USA gesponsert, die neuerdings die
       „Mäßigung“ der Muslimbrüder lobend anerkennen und mit den
       Salafisten ins Gespräch zu kommen versuchen. Was nicht
       unerhebliche Probleme für die europäischen Partner aufwirft, die
       sich in den eigenen Ländern einem zunehmenden Erstarken der
       Salafisten gegenübersehen. Der Spagat zwischen innerer
       Sicherheit, Integrationszwängen und außenpolitischer
       Rücksichtnahmen treibt so manche kuriose Blüte (siehe eigener
       Bericht). Die schiitische Achse wird hingegen von Rußland
       unterstützt nach dem Motto, der Feind meines Feindes…
       Schließlich sind da noch macht- und raumpolitische Ambitionen
       der Türkei und sicherheitspolitische Interessen Israels, das im
       Syrien-Konflikt selten genannt wird, aber noch eifriger als
       Ankara in Syrien eifrig mitmischt.
       Die Lage in und um Syrien wirft ein grelles Licht auf die
       Schizophrenie der offiziellen islamischen Welt. Diese will in
       den Außenbeziehungen geschlossen und vertrauenswürdig
       erscheinen. In ihrem Inneren ist sie jedoch zerrissen und greift
       zum Mittel der Gewalt gegen die eigenen Glaubensgenossen. Die
       Länder, die als erste den sogenannten „Arabischen Frühling“ zu
       spüren bekommen haben, durchleben eine schwere Krise und die an
       die Macht gelangten Islamisten stehen davor, die Rechnung
       serviert zu bekommen. Die Frage ist aber: von wem?
       Tamarrud-Bewegung ruft zum Protest gegen Staatspräsident Mursi –
       Auch Salafisten warten auf ihre Gelegenheit
       Für den 30. Juni ist in Kairo eine Massenkundgebung gegen
       Staatspräsident Mursi angesetzt. Organisiert wird sie von der
       Tamarrud-Bewegung, was soviel wie Rebellion heißt. In den
       vergangenen Wochen sammelte sie Unterschriften gegen das
       Staatsoberhaupt, das sie beschuldigt, nicht im Interesse der
       Bürger, sondern ausschließlich im Interesse seiner
       Muslimbruderschaft zu handeln.
       Aber auch die Salafisten als eigenständiger Zweig des Islamismus
       stehen bereit, jede Schwäche der Muslimbrüder zu nützen, um
       selbst die Macht an sich zu reißen.
       In Ägypten haben sich die Lebensbedingungen der Menschen seit
       dem Machtwechsel verschlechtert. Die Menschen erleben täglich
       Stromausfälle, Mangel an Grundgütern, vor allem aber Mangel an
       Freiheit, die sie sich durch die „Revolution“ erhofft hatten.
       Schwer vorstellbar, daß Papst den Fehler Obamas begeht: Nicht
       Umma, sondern Land und Menschen
       In dieser Situation geht die Schizophrenie der islamischen Welt,
       im konkreten Fall von Al-Azhar, soweit, von Papst Franziskus
       eine einseitige Erklärung zugunsten des Islam zu fordern,
       verbunden mit der Auflage, sich nicht in „innerägyptische
       Angelegenheiten“ einzumischen, wie zum Beispiel die Lage der
       Christen in Ägypten. An das Elend der Ägypter insgesamt und der
       Moslems im besonderen wird nicht gedacht.
       Es scheint gerade so, als wolle man in die Ferne blicken, um das
       naheliegende nicht sehen zu müssen. Der Blick richtet sich auf
       eine imaginäre Umma, nicht aber auf die Moslems und deren
       Lebensbedingungen. US-Präsident Obama ist in diese Falle
       getappt, als er im Juni 2009 in Kairo sich in seiner Rede an die
       „Umma“ wandte, an „alle Moslems“, nicht aber an den Nahen Osten
       und dessen Menschen in seiner staatlichen, historischen,
       religiösen und ethnischen Vielfalt. Es ist schwer vorstellbar,
       daß Papst Franziskus denselben Fehler begehen wird. Er
       unterliegt nicht kurzfristigen Zwängen und
       Nützlichkeitserwägungen, die auch zu Kurzsichtigkeiten führen
       können, wie Politiker.
       Text: Giuseppe Nardi
  HTML http://www.katholisches.info/2013/06/21/islamische-schizophrenie-und-gewagte-forderung-an-papst-franziskus-worum-es-in-syrien-geht/
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